Bohr-/Plunschbrunnen in Schachtbrunnen

  • Hallo zusammen,


    ich möchte einen Borbrunnen in meinen vorhandenen Schachtbrunnen plunschen. Mein Plan sieht wie folgt aus. Am Grund des Schachtbrunnens würde ich würde 125er Brunnenröhr einsetzen und los plunschen. Aufbau von unten nach oben 1 m Sumpfrohr, 3 m Filterrohr 0,3 mm Weite und dann mit Voll Rohr bis knapp unter die Schachtabdeckung. Wobei mir die benötigte Länge des Vollrohrs bzw. die endgültige Tiefe des Brunnens noch nicht klar sind.

    Müssen sich die Filterrohre im Bereich von der Bohrkizze der als nass (1,3 m bis 3,6 m) gekennzeichnet ist befinden? Das wäre bei mir ca. 3,6 m bis 5,9 m.



    An Hand der unten angefügten Daten habe ich folgende Rechnung angestellt (Bohrstelle Trendnetz Schleswig Holstein ca. 1,5 km von mienem Grundstück entfernt)

    Höhe Messtelle (Google Maps): 40,3 m

    Höhe Grundstück (Google Maps): 42,6 m

    Differenz 2,3 m

    Die Bohrzeichnung der Messstelle gibt ab 1 m Tiefe Grundwasser aus. Übertragen auf mein Grundstück wäre das 3,3 m Tiefe bis Grundwasser. Das passt in etwa zum meinem Wasserstand in meinem Schacht 3,5 m Schacht, der ca. 0,5 m mit Wasser gefüllt ist.


    Da ich noch kein Material bestellt habe, bin ich für alle Vorschläge offen.


    Die Bohrskizze ist unter dem Folgenden link einzusehen. Zudem habe ich sie als Anhang eingefügt:

    http://www.umweltdaten.landsh.…&name=WAHLSTEDT-STREEMWEG


    Die Grundwassertiefe passt zudem auch zu einem See der laut recherche von Grundwasser gespeist wird. Dieser See befindet sch genau zwischen meinem Grundstück und der im Anhang gezeigten Bohrstelle.

  • Die Bohrzeichnung der Messstelle gibt ab 1 m Tiefe Grundwasser aus.

    Wenn ich das richtig sehe, 1,30.

    Das ist aber auch egal und nicht der springende Punkt. Wenn Du die gleiche Bodenschichtung wie die Messstelle hast, stehen Dir ca. 2,30m für Filter und Pumpe zur Verfügung. Aus Schluff kannst Du kein Wasser gewinnen.

    Das ist verdammt knapp, es sei denn unter dem Schluff geht es mit Kies weiter. Das weiss aber keiner, es sei denn, ein Nachbar besitzt schon einen tieferen Brunnen.

    Meiner Meinung nach brauchst Du einen speziellen Brunnenausbau.

    Die Pumpe muss nach unten, ins Sumpfrohr.

    Nachteil: Du kannst nicht jede Pumpe nehmen, falls Du eine Tiefbrunnenpumpe setzen willst. Nimmst Du eine krachmachende Überwasserpumpe, kannst Du im Sumpfrohr ansaugen. Wenn Du mit einem Schutzrohr arbeitest, ist das kein Problem, da das Sumpfrohr dann mit einem Schraubverschluss verschlossen ist. Ansonsten hast Du einen Tonpfropfen, und da brauchst Du einen ordentlichen Abstand zur Ansaugöffnung. Ich würde da 2m Sumpfrohr setzen.

    Falls Du eine Unterwasserpumpe setzen willst, melde Dich noch einmal da wäre einiges zu beachten.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Hallo kg49. Danke für die schnelle Antwort. Die meisten meiner Nachbarn haben Rammbrunnen. Einen habe ich nach der Tiefe gefragt, da wurden 11 Meter genannt. Wobei ich mir nicht sicher bin ob ich das glauben kann, da oberirdische Pumen (und so eine hat er) in der Regel ja nur bis 9 Meter selbst ansaugen. Sollten sich die Brunnen wirklich in der Max. Tiefe befinden, muss unter dem Schluff noch eine Kies Schicht sein.


    Wie wäre es wenn ich 1 m Sumpfrohr bei behalte und dahinter 4 m Filter setze? Dann könnte ich theoretisch noch 1,3 m tiefer als der Schluff aus der Bohrskizze. Sollte sich dort unten Kies befinden weiß ich, dass ich noch tiefer gehen kann. Falls ich nicht auf Kies stoße, kann ich das Rohr so drinnen lassen, da ich noch immer die 2,3m Grundwasser nuttze und habe einen "Sumpf" von 2,7 m in dem ich ansaugen kann.


    Zudem sind mir noch andere Fragen gekommen:

    Wie schwer ist es ein 125 er Brunnenrohr wieder zu ziehen? Würde das mitt einer Spannzange und zwei hydraulischen Waagenhebern möglich sein oder halten die Gewinde das nicht aus?

    Ist Schluff mit der Kiespumpe gut zu heben oder muss dieser vorher mit einem Bohrer aufgelockert werden?

  • Wobei ich mir nicht sicher bin ob ich das glauben kann, da oberirdische Pumen (und so eine hat er) in der Regel ja nur bis 9 Meter selbst ansaugen

    Für das Ansaugen von wasser ist die Tiefe des Brunnens vollkommen uninteressant. Entscheident ist die Tiefe des Wasserspiegels, dieser darf im Betrieb nicht tiefer als ca. 9m absinken. Der Bericht des Nachbarn ist also glaubwürdig und in gewisser Weise ein Hinweis darauf, dass es tiefer eine Kiesschicht o.ä. geben sollte. Ansonsten wäre bei Schluff kaum sauberes Wasser in genügender Menge zu fördern.

    Falls ich nicht auf Kies stoße, kann ich das Rohr so drinnen lassen,

    Das ist ein Trugschluss, da Filterbereiche im Schluff stehen und dadurch die Gefahr besteht, dass trübes Wasser angesaugt wird.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Ok, dann habe ich hoffentlich alles soweit verstanden. Ich werde erst einmal dann mit 1 m Sumpfrohr, 3 m Filterrohr 0,3 mm Weite anfangen. Dann schaue ich wann ich durch den Schluff bin, setze die oberkante des Filters ein Stück unter den Schluff.


    Somit plane ich erst einmal für 8 m Vollrorh, 3 m Filterrohr und 1 m Sumpfrohr.

    Falls es nichts wird habe ich immer noch die Möglichkeit ein ein 80er order 100er Rohr mit Schraubverschluss in das 125 zu lassen den Hohlraum mit Filterkies aufzufüllen. Und die von dir zuerstgenannte Variante umsetzen. Dann kann ich meine oberirdische Saugpumpe auch weiter verwenden.


    Vieeln Dank für die Aufklärung bezüglich der Saughöhe und dass man im Schluff kein sauberes Wasser bekommt. Habe zwar schon eine Menge im Forum gelesen aber es ist gar nicht so leich die passenden vergleichbaren Beiträge zu finden.


    Wenn ich so weit bin und los lege werde ich einige Fotos machen und den Fortschritt hier dokumentieren.


    Gruß und Danke

    Lars

Brunnen selber bauen