Senkrechte Bohrung

  • Hallo


    ich werde (wahrscheinlich) eine 100er (oder etwas mehr) Bohrung machen.

    Wie genau bekomme ich die senkrecht runter?

    Ich habe mal probiert. ein 70er Handbohrer. Ein Meter. Ging ziemlich gut und schnell. Aber der ist schief. Sicherlich 2-3° aus der Senkrechten.

    Wie geht das richtig?

    Ich möchte mir einen Motorbohrer leihen. (wenn ich einen bekomme. Nehme gerne noch tipps im raum Düsseldorf/Grevenbroich/Neuss entgegen) Ist der so zu fixieren, dass er senkrecht runter geht? Oder sind einige Grad Abweichung weniger beachtenswert?


    Stefan

  • Hallo kg49


    Ja, ich habe bei GOK angefangen.

    Mit einem Handbohrer.

    Die Abweichung ist mit dem Auge zu sehen. 2-3° ist eine reine Schätzung. Aber gerade komme ich so nie. Jedenfalls ohne Fixierung nicht.

    Meine Frage, gibt es so eine Fixierung?

    Ist die Abweichung von der Senkrechten vernachlässigbar? Bei 16 Metern tiefe?


    Stefan

  • Die Abweichung ist mit dem Auge zu sehen. 2-3° ist eine reine Schätzung

    Die angegebene Abweichung sollte man mit blossem Auge bei der bisherigen Länge nicht erkennen können. Also ist sie wesentlich grösser. Mal nachmessen.

    Wieviel Windungen hat der Handbohrer?

    Wenn ein Loch vorgegraben wird (wichtig) und der Bohrer hineingestellt wird, sollte eigentlich eine halbwegs senkrechte Bohrung nach Augenmass möglich sein.

    Bis jetzt hat noch kein Brunnenbohrer dabei nennenswerte Probleme gehabt.

    Meine Frage, gibt es so eine Fixierung?

    Ist mir für Handbohrer nicht bekannt.

    Ist die Abweichung von der Senkrechten vernachlässigbar? Bei 16 Metern tiefe?

    Nein

    Gruss

    kg49

  • Hallo kg49


    OK, das war ein einfacher Handbohrer, um Pfähle zu setzen.

    Als leihgerät habe ich ins Auge gefasst:

    1 x Brunnenbohrer 120 oder 150 mm

    8 x Verlängerung 1000mm

    1 x Handgriff

    9 x verzinkte Schrauben mit Muttern

    1 x Bohrgestänge Halter

    1 x Plunscher, Kiesplunscher mit Kolben D 90 oder 108mm

    1 x Seil 15m

    1 x Holzzange ab 110mm Rohre für Blaue und Orangene Rohre

    Dreibaein mit Umlenkrolle ca. 320cm hoch


    Der preis für ein Wochenende finde ich günstig.

    Da ich keine zwei linken Hände habe, werde ich auch so eine halbwegs senkrechte Bohrung hinbekommen. Wenn andere das schaffen, warum nicht ich?

    Jetzt noch einige Fragen:

    ist das Equipment stimmig?

    Welchen Durchmesser sollte ich nehmen?

    Blaue oder orangene Rohre? (welche Unterschiede sind das)


    Stefan

  • Hallo


    wenn ich mir das so nochmal durch den Kopf gehen lasse, komme ich zu dem Schluss, dass mit den "orangenen Rohren" KG Rohre gemeint sind. Die kommen natürlich nicht in frage.

    Aber, ich hebe in einem anderen Thread gelesen, dass du den Ratschlag gegeben hasst, die Einlassöffnung der Bohrung mit einem KG-Rohr zu stabilisieren und es mit Holzkeilen zu sichern. Werde ich tun. Was meinst du: 1 Meter KG-Rohr oder 2 Meter? Bei den billigen KG-Rohren kommt es nicht drauf an. Ich lass auch 4 Meter runter. Kann ja an der Muffe einige Löcher bohren, damit ich das KG-Rohr später wieder raus bekomme. oder sollte das drin bleiben?


    Stefan

  • Der preis für ein Wochenende finde ich günstig.

    Um den beurteilen zu können, müsstest Du ihn angeben.

    Glaubst Du, Du wirst an einem Wochenende fertig? Ich glaube, das wäre Forenrekord.

    Welcher Durchmesser und welche tiefe wären da günstig?

    Ich glaube, das Loch und die senkrechte Bohrung machen Dir doch Kopfzerbrechen.


    Da Du sowieso früher oder später das Bohrloch "einfassen" solltest, kannst Du das auch gleich machen:

    Du besorgst Dir ein KG Rohr, 1m lang. Durchmesser so gross, dass Dein Bohrer mit etwas grosszügigem Spiel durchpasst. Dann buddelst Du ein Loch, sodass das KG Rohr noch so ca. 10 cm herausschaut.

    Mit Wasserwaage oder ähnlichem Equipment (z.B. Handyapp) richtest Du das Rohr senkrecht aus. Dann schüttest Du die Erde um das Rohr wieder rein, kontrollierst noch einmal den lotrechten Sitz und stampfst die Erde fest.

    Jetzt kannst Du deinen Bohrer in das KG Rohr ablassen und bohren. Wenn Du den Bohrer herausziehst, fällt keine Erde in Dein Bohrloch und wenn später geplunscht wird, läuft kein Wasser hinein.

    Wenn Du Feierabend machst, kannst Du einen Deckel draufsetzen und bist sicher, dass nichts hineinfällt.

    Gruss

    kg49

  • Hallo kg49


    danke, jetzt habe ich es verstanden.

    Ist halt mein erster Brunnen8o:thumbup:

    Da der Brunnen mal auf einem befestigten Sitzplatz steht, werde ich das KG-Rohr mit Magerbeton fixieren. Dann passiert nichts mehr und für das Pflaster habe ich gleich einen Aufbau.

    Was meinst du: 120er Brunnenbohrer und dann die 80er Brunnenrohre?


    Stefafn

  • Hallo


    ach ja: das komplette Set von Montag bis Donnerstag oder von Freitag bis Sonntag 45 Euro plus Dreibein und Umlenkrolle (evtl. bastel ich mir das selbst (hat jemand eine Bauanleitung)) 15 Euro.

    Ist ein Wochenende für den Brunnen wirklich knapp bemessen?


    Stefan

  • Hallo


    lass mich zusammen fassen:


    Equipment und Materialliste:

    Brunnenbohrer 150er 8Meter

    KG-Rohr DN160 1 Meter

    Brunnenrohr DN 115 ca. 14 Meter

    Filterrohr passend zu den DN115 2 Meter.


    Ich setze und fixiere ein KG-Rohr DN 160 (Innendurchmesser 152mm)

    Dadurch bringe ich eine Bohrung mit 150mm ca. 8 Meter tief an. Ich gehe davon aus, dass, wenn ich 150 mm bohre, das Bohrloch größer wird und das KG-Rohr mit 160mm und das Brunnenrohr mit 125mm Außendurchmesser aufnimmt.

    Bisher ein Denkfehler?

    Wenn ich 8 Meter tief bin und mit dem Bohrer nicht mehr weiter komme, da ich nur 8 Meter habe, schiebe ich die Brunnenrohre ein und mache mit Plunschen weiter. Wasser habe ich genug. Mir stehen 10m³ aus einer Zisterne zur Verfügung.

    Beim Plunschen wird das Brunnenrohr immer tiefer rutschen, bis ich auf Endtiefe (Grundwasserspiegel plus 2-3 Meter) bin.

    Schaut mal drüber, ob irgendwo ein gravierender Fehler ist.

    Wie ist das mit dem Filter? Gehe ich damit zuerst in das KG-Rohr oder muss ich, sobald ich tief genug bin, die Brunnenrohre wieder hochholen und mit dem Filter beginnen. Wobei das, meiner Meinung nach, unsinnig wäre, das Loch wird nicht so lange aufbleiben.

    Und wenn Filter zuerst, wie bekomme ich den unten zu, damit kein Sand etc. in das Brunnenrohr kommt?

    Viele Fragen, ich weiß. Ist aber auch ein schwieriges Thema.


    Stefan

  • da ich nur 8 Meter habe,

    Mal schon Verlängerungen für Steine einplanen, die nicht in die Kiespumpe passen.

    und mache mit Plunschen weiter.

    Du solltest dafür eine Kiespumpe, keinen Plunscher nehmen.

    Filterrohr passend zu den DN115 2 Meter.

    Zum Filterrohr kann man eigentlich nichts sagen wenn man die Bodenverhältnisse nicht kennt. Hast Du Grobsand, reichen 2m Filter 0,3mm vollkommenaus, um 2m³/h zu fördern.

    Liegt Feinsand vor,der wesentlich weniger Wasser durchlässt, sind u.U. 4 - 6m Filter erforderlich. Ganz abgesehen davon, dass man dann einen Feinsandfilter braucht, um sandfrei Wasser zu fördern.

    Grundwasserspiegel plus 2-3 Meter)

    Das kommt nicht hin. Du brauchst mindestens 2m Wasser über dem oberen Filterende, besser 4m. Dann kommt die Filterstrecke, 2 - 6m und zuletzt 1m Sumpfrohr, welches mit Tonpellets verschlossen wird, damit kein Sand eindringt.

    Gehe ich damit zuerst in das KG-Rohr

    Die Rohrtour, die Du absenkst, beginnt mit dem Sumpfrohr, dann kommen die Filterrohre und dann bis oben hin Vollrohre.

    Und wenn Filter zuerst, wie bekomme ich den unten zu, damit kein Sand etc. in das Brunnenrohr kommt?

    Hatten wir schon, s.o.

    Ist aber auch ein schwieriges Thema.

    Das ist absolut richtig, aber die Thematik wird im Internet rauf und runter gekaut. Es gibt hier kaum eine Frage, die nicht schon mindestens zig Mal im Internet beantwortet wurde.

    Deswegen: Lesen, Lesen und noch einmal Lesen.

    Das einzige Problem dabei ist, dass manche Dinge widersprüchlich dargestellt werden (wie so vieles im Netz). Da sollte man dann nachfragen.

    Gruss

    kg49

  • Mal schon Verlängerungen für Steine einplanen, die nicht in die Kiespumpe passen.

    Du solltest dafür eine Kiespumpe, keinen Plunscher nehmen.

    kg49

    Hallo kg49


    ich lese ja schon, was das Zeug hergibt.

    Aber so richtig schlau wird man im Netz nicht. Da muss ich fragen.

    Des mit "Verlängerungen" kapier ich nicht. Wenn Steine im Weg sind, ich meine größere, geht's nicht weiter. Oder wie meinst du das?

    Ich ging auch bisher davon aus, dass "Kiespumpe" und "Plunscher" zwei Namen für das Gleiche sind.

    ich googel gleich. Vielleicht erkenne ich den Unterschied.


    Gruß


    Stefan

Brunnen selber bauen