Rammbrunnen Schwierigkeiten beim Bohren Vorort von München

  • Hallo liebe Brunnenbau Kollegen,


    ich bin gerade dabei meinen ersten Brunnen zu bohren und habe natürlich schon viel in Foren gelesen und auch die entsprechenden Videos im Netz dazu angesehen.


    Habe mir im Internet bei Brunnen A. meinen Bohrer mit 125mm Durchmesser bestellt und bin damit auch die ersten 2,5 m verhältnismäßig zügig durchgekommen. Jetzt komme ich schon seit Tagen nicht mehr viel weiter. Bei uns sollte das Grundwasser bei ca. 2 bis 2,5 stehen. Unser Haus liegt ca noch ein Meter höher als die Messtelle der Gemeinde in ca. 200m Entfernung.


    Aktuell habe ich ca 3m gebohrt. Eigentlich müsste ich dem Grundwasser sehr nahe sein. Leider komme ich nicht mehr wirklich tiefer, da der umliegende Kies / Schotter immer wieder genau in das Bohrloch nachrutscht, wenn ich den Bohrer rausziehe. Das Bohrloch ist unten dadurch auch schon ziemlich breit geworden. Wenn ich den Bohrer einfach nur mal so weit ich noch komme reindrehe, hab ich gesehen, dass nach der leidigen Kies / Schotter Schicht Sand kommt, der dann in der Bohrschnecke war.


    Meine Frage wäre, ob es sinnvoll ist, den Rammbrunnen an dieser Stelle bereits einzuschlagen? Oder komme ich nicht umhin, mir noch so eine Kiespumpe zu kaufen mit dem dazugehörigen Brunnenrohr?


    Gerne würde ich mir diese zusätzlichen Ausgaben sparen. Ich vermute, dass ich den Rammbrunnen vermutlich noch ca 2m einschlagen müsste, um wirklich tief genug drin zu sein, damit ich unter der ersten Wasserschicht lande.


    Wie schätzt Ihr die Situation ein?



    Zur Einschätzung der Größe der Steine. Es handelt sich hier um den oben genannten 12,5 cm Bohrer.


    Viele Grüße

    Marco

  • Leider komme ich nicht mehr wirklich tiefer, da der umliegende Kies / Schotter immer wieder genau in das Bohrloch nachrutscht, wenn ich den Bohrer rausziehe.

    Dann wird es Zeit, dass Du in einem Rohr bohrst. Solange das Bohrgut nicht vom Bohrer rutscht, ist Plunschen nicht erforderlich.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Danke für den Tipp KG 49.


    Ich hab es mal kurz mit einem KG160 Arbeitsrohr probiert. Ich hatte jedoch Probleme, da sich vermutlich Steine um die 10-12 cm im Bohrloch befinden, die sich in dem Rohr verkannten... vermutlich müsste ich mit einem Steinfänger die Steine beseitigen oder mit dem Bohrer versuchen auf die Seite zu schieben, genug Platz hab ich da unten ja...


    Auf jeden Fall hab ich es mir einfacher vorgestellt mit dem Brunnen :/


    Grüße

    Marco

  • vermutlich müsste ich mit einem Steinfänger die Steine beseitigen

    Das könnte man zumindest mal probieren.

    Auf jeden Fall hab ich es mir einfacher vorgestellt mit dem Brunnen

    Ja der Münchener Schotter ist bekannt, keine schöne Gegend zum Brunnenbohren.


    Nur den Mut nicht verlieren.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • und dieses Bohrgut klebt ziemlich am Bohrer. Daher vermute ich Lehm. Wie dick sind solche Schichten normalerweise? Eigentlich sollte in der Tiefe schon langsam das Grundwasser stehen. Zumindest 200m weiter ist das so. Kann das in der kurzen Entfernung so stark differieren?


    Grüße Marco

  • Könnte das auch Lehm sein

    Ja, aber auch Ton.


    Wie dick sind solche Schichten normalerweise?

    Kein Mensch kann in die Erde schauen, da gibt es keine Norm.


    Kann das in der kurzen Entfernung so stark differieren?

    Ja, vor allem, wenn Lehm oder Ton im Spiel sind.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Wenn die Messtelle in 200m Entfernung bereits in Deiner Tiefe Wasser hat, sind die geologischen Unterschiede im Grund recht gross.

    Wenn auf dem Grundstück die Möglichkeit besteht, würde ich es noch mal an einer anderen, entfernteren Stelle probieren.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo liebe Kollegen,


    nach einer längeren Durststrecke, beim Bohren durch Lehm und Schotter bin ich jetzt endlich auf Grundwasser gestoßen bei ca. 4m. Jetzt ist das Bohrloch noch vollgelaufen so dass der Bohrer ungefähr 4.50m im Bohrloch ist und ca 1.2m Wasser drin steht. Jetzt komme ich mit dem Bohrer nicht mehr weiter, da erstens der Sand oder was das auch immer ist vom Bohrer läuft im Wasser und zweitens vermutlich größere Steine im Bohrloch das weiter bohren verhindern.


    Jetzt meine Frage.


    1) ich würde jetzt versuchen wollen meinen Rammbrunnen noch Max 50 bis 100cm einzuschlagen. sollte das Tief genug sein? muss ich noch tiefer?


    2) könnte ich den Filter in der sandigen Schicht platzieren?


    3) ich würde mir gerne bei Erdbohrer.de einen Rammbrunnen Set mit Rohren, Pumpenstock und Filter bestellen. Was für einen Rammfilter sollte ich bestellen? Innenfilter oder Messing Außenfilter?


    Viele Grüße

    Marco

  • ich würde jetzt versuchen wollen meinen Rammbrunnen noch Max 50 bis 100cm einzuschlagen. sollte das Tief genug sein? muss ich noch tiefer?

    Die obere Filteröffnung sollte mindestens 1m unter dem Grundwasserspiegel liegen.

    ) könnte ich den Filter in der sandigen Schicht platzieren?

    Um das beurteilen zu können, muss man die Grösse der Sandkörner kennen.


    Innenfilter oder Messing Außenfilter?

    Du kannst nur einen Innenfilter nehmen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo,

    vielen Dank für Deine sehr schnellen Antworten!


    Entspricht der Grundwasserspiegel der Höhe des jetzt in dem Loch stehenden Wassers?


    Wie kann man die relevante Größe eines Sandkorns bestimmen? Hattest Du die Bilder gesehen, als Du mir geantwortet hattest?


    Ich kann nur einen Innenfilter nehmen, weil Steine im Bohrloch sind?


    Grüße und vielen Dank! :-)

  • Entspricht der Grundwasserspiegel der Höhe des jetzt in dem Loch stehenden Wassers?

    Ja, kann aber jahreszeitlich schwanken.


    Wie kann man die relevante Größe eines Sandkorns bestimmen?

    Professionell werden genormte Siebe verwendet.

    Im Hobbybereich:

    Indem man den Sand wie Salz auf mm-Papier streuselt und mit einem Vergrösserungsglas die Körner pro mm oder cm (je nach Grösse) auszählt.

    Geht auch mit scharfem(!) Foto und Vergrösserung auf dem Bildschirm.

    Ich kann nur einen Innenfilter nehmen, weil Steine im Bohrloch sind?

    Ja und weil der Filter "geschlagen" wird.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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  • Du solltest zwar die Körner nicht pro mm² zählen, sondern pro mm

    die Körner pro mm oder cm (je nach Grösse) auszählt.

    und das kann man mit einer Nadel und einem Vergrösserungsglas recht gut hinbekommen.

    Man sieht aber auch so, dass der Sand zu fein für einen Rammbrunnen ist.

    Da musst Du tiefer gehen.

    Entweder weiter bohren oder auf gut Glück versuchen, einen Rammfilter einzuschlagen.

    Frag mich nicht nach den Erfolgsaussichten, in den Boden kann ich auch nicht reinschauen.

    No risc, no fun.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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