Bohren in Brunnensohle eines Schachtbrunnens?

  • Hallo zusammen,

    Im Keller meines Hauses befindet sich seit den frühen 90er Jahren ein Schachtbrunnen (8m bis zur Sohle, mit Schachtringen aus Beton, 1m Durchmesser), dem ich über ein Hauswasserwerk zuverlässig ausreichend Wasser für die Gartenbewässerung entnehmen konnte. Infolge der letzten beiden trockenen Sommer, zweier Neubohrungen meiner unmittelbaren Nachbarn und wahrscheinlich auch wegen der Entnahme zu großer Wassermengen ist dieser nun versandet und komplett trocken gefallen. Ich würde ihn aber gern regenerieren.

    Tiefer zu graben scheidet für mich aus, da der oberste Brunnenring im Estrich des Kellers steckt, ich mir Gedanken um die Statik des Hauses mache und auch nicht solche riesigen Aushubmengen haben möchte.

    Ich spiele jetzt mit dem Gedanken, in dem Schacht von Hand einige Meter tiefer zu bohren und das HWW im Brunnen zu installieren. Meine Nachbarn hatten zunächst 10 Meter bohren lassen, mussten aber auf 13m nachbohren.

    Was meint ihr zu dieser Idee? Könnte das klappen? Welche Nachteile könnte das Bohren durch die Brunnensohle eines Schatbrunnens haben?:confused:

  • Welche Nachteile könnte das Bohren durch die Brunnensohle eines Schatbrunnens haben?

    Ohne nähere Kenntnis der Örtlichkeiten vermute ich mal keine, wenn die Bohrung richtig gemacht wird, also so, dass der Brunnen absolut sandfrei läuft.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Brunnen Sohle klingt gut.....


    was genau verbirgt sich unten als Grund ?


    ich habe mich vor einigen Wochen auch erstmalig an ein solches Projekt gewagt. Eher aus Neugier.....


    fairer weise muss ich allerdings gestehen, dass der Schachtbrunnen außerhalb des Hauses war, wenn auch direkt einen Meter neben dem Haus, 5m tief. Gleiches Problem - im Laufe der krassen Sommer fast trocken. Hier war unten lediglich ein fliess und darauf 30cm Kies. Diese Schicht wurde durch den Eigentümer entfernt.....


    Im Schacht noch ca 50cm Wasser. Daher direkt das Arbeitsrohr rein und angefangen zu plunschen......


    Ging ab wie ne Rakete und nach 2,5 Stunden waren wir auf 11,5m Endtiefe.

    Die Schwierigkeit besteht darin, dass das Arbeitsrohr nicht den typischen Halt durch die Erde hat, sondern man auf der Holzschelle hin und her schwenkt wie ein Zirkus Elefant auf dem Gummiball.


    Naja, hat ja gut geklappt.


    bei dir natürlich deutlich beengtet im Keller für Dreibein um co.


    Aber - möglich ist alles, man muss es nur wollen !

    Standort: 29693 Aller Leine Tal
    Erstellter Brunnen: Borhrbrunnen, 150`er Arbeitsrohr, 125`er Brunnenrohr
    Bekannter Grundwasserstand: ca. 4,5 Meter
    Bodenverhältnisse: weicher Heidesand "Mollersand" ab 5 Meter feiner Kies
    Brunnentiefe: 10 Meter (1m Sumpfrohr, 2m Filter, 7m Brunnenrohr)

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