Wassermenge fällt nach ca. 2 Std. Pumpen-Dauerbetrieb ab und Luft wird dann angesaugt

  • Hallo an alle Teilnehmer/innen,




    zunächst die „technischen“ Daten meines Brunnens – soweit ich als Laie dies beschrieben kann:

    • Brunnen wurde vor ca. 25 Jahren mit einer Art Wasserlanze auf ca. 7-8m gebohrt/gespült.
    • Ab der vorgenannten Tiefe beginnt eine mindestens 20m dicke Mergelschicht, so daß man hier wohl von Oberflächenwasser spricht.
    • Aus dem Erdboden ragt nur ein 40er PE-Rohr
    • Daran sind jetzt angeschlossen: TVL-Messing-PE-Rohrverbinder mit 1 ¼ Zoll Verschraubung, Roma Messing-Rückschlagventil (Verschraubungen mit Loctite-Gewindedichtfaden abgedichtet), Messing-Schlauchverschraubung, 1 Zoll klarer PVC-Saug-Druck-Schlauch mit eingelegtem Verstärkungsdraht, GEKA Saug- und Hochdruckkupplung, Grundfos JP5 Pumpe
    • 25m Gartenschlauch ½ Zoll, großer Gardena Rechtecksprenger „Zoom L“




    PROBLEM




    Die Anlage hat seit Jahren viel Luft und nur wenig Wasser gezogen, wodurch der o. g. Sprenger „Gardena Zoom L“ nur ca. 2,5m Wurfhöhe hatte.




    Nachdem vor ca. 3 Wochen die o. g. Messingteile und PVC-Saug-Schlauch verbaut wurden ergab sich bei der Wiederinbetriebnahme folgende Situation:

    • die Pumpe hat nach ca. 40 Sekunden die Wassersäule aus der Tiefe angesogen, für ca. 30 Sekunden kam ein Wasser-Luft-Gemisch und dann nur noch Wasser. Pumpe lief wunderbar ruhig.
    • Also wohl alles dicht und der Sprenger schaffte ca. 5m Wurfhöhe! HURRA!!
    • ABER: nach ca. 2 Std. Dauerbetrieb ließ die Wassermenge stetig nach und Luft war wieder dabei – Sprenger-Wurfhöhe wieder nur 2,5m
    • Am Folgetag keine Erholung der Wassermenge beim Pumpen-Neustart, daher erneut die PE-Verschraubung gelöst und nach Schmutz auf der Dichtung gesucht - war aber alles sauber!
    • Kurios: Bei Wiederinbetriebnahme ergab sich die unter Pos. 3) bis 5) beschriebene Situation erneut
    • Ergo: Immer, wenn die Wassermenge abfällt, hilft es jedes mal das PE-Rohr zu belüften, die Wassersäule neu aus der Tiefe ansauge zu lassen um dann wieder die volle, luftfreie Wassermenge für eine begrenzte Zeit nutzen zu können. 2-3 Tage warten, um die Wassermenge in der Tiefe „regenerieren“ zu lassen, helfen nicht.




    Der ca. 35-40 Jahre alte Brunnen beim Nachbarn in ca. 20 m Entfernung zeigt diese Probleme nicht!




    Weiß jemand Rat?




    Mit bestem Dank im Voraus für Eure Tipps




    Walter

  • Das geschilderte Phänomen kann zwei Ursachen haben:

    1. Der Wasserspiegel sinkt unterhalb des Filterrohres.

    2. Die Ansaugleitung verläuft nicht kontinuierlich ansteigend.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Hallo kg49,

    Besten Dank für Deine prompte Antwort.

    Bezogen auf Deine Analyse habe ich noch Fragen/Anmerkungen:

    A) Ich meine mich noch dunkel daran erinnern zu können, dass damals senkrecht nach unten gebohrt/gespült wurde - falls du das mit Deiner Antwort bezogen auf den PE-Rohrverlauf meinst.

    B) Wenn der Wasserspiegel unter den Filterabschnitt abfällt, wie kommt es dann durch die Belüftung des PE-Ansaugrohres zu einer "Spontanregeneration" des Wasserniveaus/der Wassermenge in der Tiefe, während 2-3 Tage abwarten nichts bringt?

    MfG Walter

  • falls du das mit Deiner Antwort bezogen auf den PE-Rohrverlauf meinst.

    Unter der Erde ist es immer senkrecht, aber über der Erde?


    wie kommt es dann durch die Belüftung des PE-Ansaugrohres zu einer "Spontanregeneration" des Wasserniveaus/der Wassermenge in der Tiefe,

    Diese Frage könnte man nur versuchen zu beantworten, indem man mit einem Druckmesser die Druckverhältnisse im Ansaugschlauch während dieser Vorgänge überprüft.

    Wo sitzt überall ein RV? Auch am Filter in der Tiefe?

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Hallo kg49,

    Das PE-Rohr ragt ca. 30cm senkrecht aus dem Erdboden und soweit ich weiß, ist nur das eine Roma Rückschlagventil mit 2 Belüftungsschrauben vorhanden. Dieses neue Ventil scheint auch dicht zu sein ("Saug-Blas-Test" war unauffällig).

    Wenn ich Dich richtig verstehe, dann müsste ich zwischen PE-Rohrverschraubung und Rückschlagventil ein Messing T-Stück einsetzen und auf den dortigen, freien Abgang dann einen Druckmesser? Welcher Druckmesser (Modellbezeichnung? ) wäre geeignet?

    MfG Walter

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