Trockenlaufschutz für altes Hauswasserwerk. Wie, Wo, Was?

  • Hallo zusammen,


    ich bin neu hier und absoluter Laie. Allerdings interessiere ich mich zunehmend für das Thema Hauswasserwerk, da ich seit 2 Jahren ein Wochenenendhaus besitze, in dem ein Hauswasserwerk installiert ist, das ca. 30 Jahre alt sein dürfte.

    Es besteht aus einem Druckkessel mit geschätzt irgendwas zwischen 300 und 500 Litern (Hergstellt in der Sowjetunion) und einer Kreiselpumpe (die möglicherweise nicht ganz so alt ist) und 3phasig mit 400 Volt läuft. Auf dem Druckausgleichsbehälter ist ein Druckschalter neuer Bauart montiert und die Pumpe pumpt ab 2 bar, bis der Druck wieder bei 4 bar ist. Das Hauswasserwerk versorgt ein Bad, eine Küche und eine Gartenstelle. Der Druck ist gut, lediglich wenn 2 Rasensprenger laufen, schafft es die Pumpe nur mit Mühe die 4bar zu erreichen. Es leckt nichts oder tropft, lediglich den Boiler haben wir letztes Jahr getauscht. Alles einwandfrei.


    Wie tief der Brunnen und wie hoch die Ansaugung ist, weiss ich nicht, auch nicht wo der Brunnen überhaupt liegt.

    In diesem Jahr möchte ich eine Gartenbewässerung mit Zeitschaltuhr an der Gartenstelle anbringen und 2 - 3 mal am Tag sprengen. Im letzten Jahr ist die Pumpe einmal trockengelaufen und deswegen möchte ich einen Trockenlaufschutz montieren, da wir ja nicht immer da sind. Und da ist der Punkt an dem ich Hilfe benötige: Hinsichtlich ELT habe ich einen befreundeten Elektriker, der mir alles anschliessen würde, aber welches Produkt in Frage kommt und wo es installiert wird weiss ich nicht.

    Ich möchte es so simpel wie möglich halten und dachte an sowas:

    https://www.pumpendiscounter.d…=628&proid=10025&skat=640


    Jedoch finde ich in der Art nichts für einen 400 Volt Anschluss ausser diesem Gerät, das jedoch nicht für ein Hauswasserwerk geeignet ist, aufgrund des Druckkessels:


    https://duggmbh.de/pumpensteue…erungen/product-3541.html


    Ausserdem bin ich auf Steuergeräte gestoßen, die den Trockenlaufschutz per Überstromüberwachung gewährleisten, was mir am simpelsten erscheint was die Montage angeht. Aber auch hier: Keine Ahnung was geht und was nicht.


    Bevor ich also weiter im Nebel herumstochere, frage ich hier nach Rat: Wie gehe ich die ganze Sache am besten an? Unten anbei Fotos der ganzen Konstellation.


    Besten Dank schonmal!

  • Jedoch finde ich in der Art nichts für einen 400 Volt Anschluss

    Brauchst du auch nicht. Die Steuerung schaltet halt nicht die Pumpe direkt sondern ein 400V Schütz welches dann die Pumpe schaltet. Wird dein Freund wissen wenn er Elektriker ist, vielleicht hat er ja sogar noch ein entsprechendes Schütz in seiner Grabbelkiste.

  • Danke. Das heißt ein Trockenlaufschutz mit 230 Volt ist möglich. Jetzt ist die Frage ob ich eine wähle der den Durchfluss überwacht und zwischen die Leitungen gebaut wird, oder auf die Pumpe, oder einen per Überstromüberwachung. Wie ist denn da die Meinung?


    (Sorry wie gesagt ich bin Laie)

  • Überstrom spricht an wenn die Pumpe zuviel Strom zieht...also wenn sie gefressen hat...ein bisschen spät, oder? Da reicht dann auch ein Leitungsschutzschalter.

    Ergo Durchflussmengenmesser.

    Lasse mich aber gerne vom echten Fachpublikum überstimmen ;).

  • Ganz echt ? Da dreht sich mir ja schon wieder der Magen um....


    Der Brunnen ist letztes Jahr schon trocken gelaufen ? Und jetzt willst du an diesen Brunnen (welcher dein Bad, Küche, etc versorgt) eine Beregnungsanlage hängen, welche 2-3 mal täglich läuft ?


    Das nicht dein Ernst ?


    Bohr dir draußen an passender stelle einen neuen Brunnen mit sparsamer Tiefbrunnenpumpe und installier daran deine Beregnung......

    Standort: 29693 Aller Leine Tal
    Erstellter Brunnen: Borhrbrunnen, 150`er Arbeitsrohr, 125`er Brunnenrohr
    Bekannter Grundwasserstand: ca. 4,5 Meter
    Bodenverhältnisse: weicher Heidesand "Mollersand" ab 5 Meter feiner Kies
    Brunnentiefe: 10 Meter (1m Sumpfrohr, 2m Filter, 7m Brunnenrohr)

  • Ja ich meine das Ernst. Das die Pumpe einmal trockengelaufen ist, bedeutet ja nicht zwangsweise, dass der Brunnen trocken ist. Das Trockenlaufen war Anfang des Jahres und den Rest des Jahres lief alles einwandfrei. Wir reden hier von einer Datsche, die 7 Monate im Jahr an durchschnittlich 2 Wochenenden genutzt wird. Einen neuer Brunnen ist (derzeit) keine Option.

  • Jedoch finde ich in der Art nichts für einen 400 Volt Anschluss ausser diesem Gerät, das jedoch nicht für ein Hauswasserwerk geeignet ist, aufgrund des Druckkessels:


    https://duggmbh.de/pumpensteue…erungen/product-3541.html

    Deine jetzige Anlage wird über einen Druckschalter gesteuert. Das aber funktioniert vernünftig nur, wenn der mit einem Kessel kombiniert ist. Das klassische HWW


    Die obige Steuerung (Schaltautomat) funktioniert ohne Kessel. Den Kessel könntest Du "stilllegen".


    Der Schaltautomat startet sobald der Druck auf den Einschaltdruck abgesunken ist und stoppt nachdem die Fließgeschwindigkeit nach dem Schließen des Vebrauchers oder wg Wassermangels unter einen definierten Wert gesunken ist.


    Vorteil:


    - Trockenlaufschutz

    - der gelieferte Wasserdruck bleibt konstant

    - Kontrolle und Wartung des Kessels entfällt


    Nachteil:


    - Pumpe wird bei jedem Öffnen eines Verbrauchers sofort gestartet

    - Die Anlage reagiert empfindlich gegen Undichtigkeiten wie ein tropfender Wasserhahn. Dann wird die Pumpe permanent ein- und ausgeschaltet.


    Um dieses Takten zu unterbinden wird häufig empfohlen, nach der Steuerung ein Ausdehnungsgefäß als Puffer zu installieren. Ob das geht oder nicht, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. Hier wurde darüber schon ausführlich geschrieben. Der Lieferant dieser Steuerung zumindest weißt ausdrücklich darauf hin, dass ein Ausdehnungsgefäß die korrekte Funktion beeinträchtigt.

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