Pumpe schaltet sich nicht mehr richtig an und aus - was kann ich testen?

  • Hallo,


    ich habe heute meinen neuen Saugschlauch an meine Gardena 4000/4 angeschlossen, da ich letztes Jahr schon das Problem hatte, dass sich die Pumpe nur noch nach abziehen und wieder einstecken des Netzschalters angeschalten hat. Dann lief sie ewig über das Abschalten des Verbrauchers hinaus weiter und hat sich dann irgendwann abgeschalten. Ich habe das auf die alten und für mich nicht mehr richtig anschließbaren Schnellkupplungen geschoben, die am alten Saugschlauch, als auch an der Pumpe waren. Diese habe ich nun gegen einen Saugschlauch mit Überwurfmutter getauscht.


    Meine Pumpenkiste ist so aufgebaut: An den Saugschlauch ist die Pumpe angeschlossen, dann geht das Wasser in einen Filter über und von dort an einen dreifach Verteiler: Abgang 1 geht an einen Ventilkasten, der über Magnetventile diverse Hunter-Regner und Tropfbewässerungen mit Wasser versorgt. Abgang 2 geht an zwei Wasserhähne, Abgang 3 geht an einen anderen Ventilkasten, der ebenfalls über Magnetventile diverse Hunter-Regner-Kreisläufe mit Wasser versorgt. Alle Abgänge und der Zufluss hinter dem Filter sind über Kugelhähne verschließbar (die auf dem Bild sind aus Messing, aber mittlerweile gegen Plastik ausgetauscht). Der hier zu sehende Kompressoranschluss ist, wenn die Pumpe angeschlossen ist, immer abgebaut und stattdessen ein Verschluss auf dem Verteiler. Zur Illustration hier ein Bild:



    Jetzt habe ich den Saugschlauch angebaut, diesen mit Wasser befüllt, die Pumpe mit Wasser befüllt und auf "Start" gestellt. Strom an und den Wasserhahn an Abgang 2 auf -> Wasser lief einwandfrei, wenn auch nicht mit übertrieben hohem Druck. Danach den Wasserhahn zugedreht und die Pumpe lief ewig weiter.


    Dann habe ich Abgang 1 und 3 geschlossen, damit Wasser nur an den Wasserhahn läuft, Pumpe vom Strom getrennt und wieder eingesteckt -> Wasser kam, nicht mit übertrieben hohem Druck, Wasserhahn zugedreht und Pumpe lief noch lange weiter, bis sie ausging. Ein erneutes Aufdrehen des Wasserhahns hat sie aber nicht wieder eingeschalten.


    Danach habe ich "spaßeshalber" mal alle Abgänge und den Kugelhahn vor dem Verteiler verschlossen. Die Pumpe durfte also max. bis hinter den Filter pumpen. Wasser lief nirgends aus (hätte ich ja innerhalb des Pumpenkastens sehen müssen). Dennoch lief die Pumpe wieder sehr lange, bis sie ausging und dann beim Öffnen der Kugelhähne und eines Wasserhahns nicht wieder anlief.

    -> Wenn ich durch den durchsichtigen Deckel der Pumpe, unter dem sich der Pumpenfilter befindet, schaue, ist dort durchgehend Wasser vorhanden. Die Pumpe läuft also nicht irgendwann leer, o.ä.


    So viel zum Stand der Dinge. Meine "Hoffnung" ist, dass die Pumpe ein Problem hat (und ich nicht den Garten umgraben muss, um das Problem zu finden). Wäre dem nicht so, dann hätte sich die Pumpe ja normal ausschalten müssen, als ich alle Kugelhähne zugemacht habe, oder?


    Was ich morgen probieren will: Ich baue alles hinter der Pumpe ab und stattdessen ein PE HD Rohr per Schraubgewinde dran. Eventuell auch so einen Gardena-Schnellanschluss, um den Abnehmer abschalten zu können. Dann werde ich testen, ob sich die Pumpe auch, ohne an die eigentliche Bewässerung angeschlossen zu sein, so verhält.


    Warum ich hier nun schreibe: Habt ihr Ideen, was ich noch testen/machen kann oder woran das liegen könnte?


    Vielen Dank und viele Grüße!

  • Dennoch lief die Pumpe wieder sehr lange, bis sie ausging und dann beim Öffnen der Kugelhähne und eines Wasserhahns nicht wieder anlief.

    Das hört sich an, als wenn der pumpeninterne Druckschalter defekt ist.

    Du solltest die Pumpe ausbauen und mit einem Wasserbehälter (z.B. Fass) testen. Wenn Fehler wieder auftritt, Druckschalter defekt.

    Lösung:

    - neue Pumpe oder

    - Pumpendruckschalter überbrücken und mit externen Druckschalter betreiben.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Habt ihr Ideen, was ich noch testen/machen kann oder woran das liegen könnte?

    Wenn Du am Pumpenausgang ein Absperrventil schließt und die Pumpe stoppt nicht nach ca 10 sek, ist die Steuerung in der Pumpe defekt. Egal was da noch im Garten verbaut ist.


    Selbst reparieren kann man da vermutlich nichts.


    Die Alternative ist eine Pumpe mit einer externen, sprich oben drauf geschraubten Steuerung. Die könnte man dann tauschen und die Pumpe weiter nutzen.


    Gruß

    Peter

  • Dankeschön für den Tipp. Das mit dem Fass als Wasserquelle ist eine gute Idee. Grundsätzlich wird ja Wasser gefördert, dann mache ich mir eines voll und hänge da den Saugschlauch rein.


    Ich habe auch nochmal in die Anleitung geschaut. Ich muss auf jeden Fall auch mal die LEDs beobachten, ob / wie diese ggf. blinken.


    Mein Onkel ist Pumpenschlosser (schon lange in der Rente). K.A., ob der noch was macht, aber eventuell kann der sie auch nochmal reparieren - wobei sich Druckschalter eher nach Elektrik anhört, als nach etwas mechanischem?!


    Aber ich probiere deinen Tipp auf jeden Fall aus und werde mich dann ggf. nochmal melden, falls ich eine neue Pumpe brauche, was ihr eventuell für meine Beregnung empfehlen könnt. Die Pumpe war nämlich schon weit vor der Beregnung da und ist wohl auch nicht optimal.

  • wobei sich Druckschalter eher nach Elektrik anhört,

    Ja


    dann mache ich mir eines voll und hänge da den Saugschlauch rein.

    Der Ansaugschlauch muss mit Wasser gefüllt werden und die Pumpe muss höher stehen als das Fass.

    Den Ausgang der Pumpe wieder in das Fass leiten.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Vielen Dank für deine Antwort, Peter. Da haben wir uns überschnitten mit unseren Antworten.


    Ja, 10 Sekunden sind das nie im Leben, die die Pumpe noch läuft. Das ist viiiieeel länger. Ich würde schätzen, es geht eher in Richtung eine Minute oder länger. Kann ich aber auch stoppen.


    Eine Pumpe mit Aufbau oben wäre wohl zu hoch, da ich nur 40 cm an Höhe in dieser Betonkiste habe. Diese Pumpe hat es jetzt auch mehr als 15 Jahre gemacht.


    Was ich vergessen hatte zu erwähnen, warum ich auch nicht denke, dass es an den Leitungen liegt: Ich blase jedes Jahr alle Leitungen per Kompressor aus, bis aus den Regnern, Wasserhähnen, Tropfern kein Wasser mehr kommt. Wenn überhaupt dürfte da also nur noch minimal Wasser in den Leitungen stehen und so kalt wird es im Norden von Ba-Wü grundsätzlich nicht und diesen Winter schon gar nicht, dass da was hätte frieren und die Leitungen zum Platzen bringen können. Die Pumpe befindet sich komplett entleert in der Zeit immer in der Scheune. UND: Das Problem fing auch schon im Lauf des letzten Sommers / Anfang Herbst an. -> ein Leitungsproblem hat auch keiner in den Raum gestellt, ich wollte die Info nur noch zusätzlich geben.

  • Vielen Dank für deine Antwort kg49.


    Dass die Pumpe höher stehen muss war mir bewusst. Das Wasser wieder in das Fass zu leiten macht Sinn. Ich hätte es wohl eher direkt auf die Pflanzen laufen lassen. Es im Fass zu behalten macht aber mehr Sinn. Das Fass ist natürlich keine 8 m hoch (Ansaugschlauchlänge) und entsprechend hoch kann ich auch die Pumpe nicht stellen. Kann es ein Problem sein, wenn der Schlauch "spiralförmig" in den Fass liegt? Kann das das Ansaugen negativ beeinflussen?

  • Kann das das Ansaugen negativ beeinflussen?

    Eigentlich nicht. Das Fass muss auch keine 8m hoch sein, da der Druckschalter der Pumpe getestet werden soll und nicht ihr Ansaugvermögen.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Ich muss mich "leider" mit dem Resultat des Tests melden und bin nicht wirklich schlauer, als zuvor.


    Testaufbau war wie folgt: Ein großes Fass, etwa bis zur Hälfte mit Brunnenwasser gefüllt. Den Saugschlauch habe ich spiralförmig in das Fass gelassen und auf einen Balken oberhalb des Fasses die Pumpe gestellt. An den Ausgang der Pumpe habe ich einen Hahnstück, daran einen etwa 1,5 m langen Schlauch und an dessen Ende einen Gießstab befestigt, damit ich die Wasserentnahme auch beenden kann.


    Die Pumpe hat (ohne vorheriges nachfüllen von Wasser in den Saugschlauch oder die Pumpe -> das Wasser aus dem Brunnen war noch im Schlauch und in der Pumpe) problemlos funktioniert: habe ich den Gießstab abgestellt, lief die Pumpe noch ~10 Sekunden und hat dann abgeschalten. Habe ich den Gießstab wieder angestellt hat alles wieder funktioniert.


    Teil 2 des Tests: Den Saugschlauch wieder zurück in den Brunnen gelassen und die Pumpe oberhalb des Pumpenkastens abgestellt und erneut an den Strom angeschlossen. Gießstab an: Wasser lief, Gießstab aus, die Pumpe lief lange weiter. Dabei konnte ich beobachten, dass die "Pump On"-LED wie wild am Blinken war. Ob das nun 1* oder 4**x pro Sekunde war, wie in der Anleitung beschrieben, kann ich aber nicht beurteilen, da deren Blinken nur so schwach war.


    Test 3: Die Pumpe erneut in den Schacht gestellt, da ich mir dachte, vielleicht ist die Wassersäule ja erst bei 7,8 m erreicht und dadurch, dass die Pumpe außerhalb der Kiste steht, hängt der Ansaugkorb nicht im Wasser. Das Resultat war aber dasselbe wie bei Test 2, nur, dass ich die LED nicht mehr sehen konnte.

    Quote from *

    Grüne LED blinkt langsam (1x pro Sekunde)
    .Die Fördermenge ist druckseitig zu gering (unter 90 l/h).
    Die Pumpe läuft nach und schaltet dann ab. Sie schaltet wieder
    ein, sobald der Druck den Schaltdruck von ca. 2,2 bar erreicht
    hat (z. B. bei Leckage).
    .Die Pumpe ist kurz davor, nach Beendigung der Wasserentnahme abzuschalten.

    Ich würde tippen, dass die LED 4x pro Sekunde geblinkt hat und die Fördermenge einfach zu gering ist.

    Da die Ansaugung aus dem Fass problemlos geklappt hat, könnte es an der Menge an Wasser im Brunnen liegen (Wasser wird ja immer noch gefördert, wenn auch nicht mit starkem Druck)? Oder ist vielleicht die Pumpe zu schwach die 8m senkrecht zu fördern?

    Habt ihr Ideen, woran es noch liegen könnte und was ich noch testen kann?


    Ich habe schon überlegt, eine Art "Pendel" herunterzulassen, um zu sehen, ob dieses bei z.B. schon 6 m oder 6,5 m oder 7 m nass ist, um zu sehen, wo die Wassersäule steht.

  • Ich habe schon überlegt, eine Art "Pendel" herunterzulassen, um zu sehen, ob dieses bei z.B. schon 6 m oder 6,5 m oder 7 m nass ist, um zu sehen, wo die Wassersäule steht.

    Eine hervorragende Idee.

    2x messen:

    Einmal wenn die Pumpe nicht läuft und einmal beim Laufen der Pumpe.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • ich habe heute meinen neuen Saugschlauch an meine Gardena 4000/4 angeschlossen,

    Der grüne Schlauch, den Du da verwendest, hat so seine Tücken. Die Anschlüsse sind nicht so einfach unterdruckdicht zu bekommen. Schau Dir das Video an.


    PVC Saugschlauch sicher montieren und Auswahl der richtigen Schellen
    Wen es interessiert, ich hab die Schläuche und Schellen hier gekauft:Schlauch: http://www.ebay.de/itm/TOP-QUALITAT-PVC-Spiralschlauch-Saugschlauch-METERWARE-...
    www.youtube.com


    Wenn Pumpen aus dem Eimer funktioniert und dann nicht aus dem Brunnen, liegt es vielleicht daran, dass beim Saugen aus dem Brunnen mehr Luft angesaugt wird als beim Saugen aus dem Bottich.


    Gruß

    Peter

  • Vielen Dank für deine Antwort, Peter.


    Das Video habe ich mir angeschaut und kannte ich auch schon, da ich mir den Schlauch zuerst selbst zusammenbauen wollte.


    Da es ein vorkonfektionierter Schlauch ist und ich dasselbe Problem mit dem alten Schlauch hatte, würde ich mal davon ausgehen, dass es nicht am Schlauch liegt. Ich kan natürlich trotzdem mal die Schlauchschelle lösen und schauen, ob der Stutzen fest drin ist.


    Zum Messen der Wassersäule bin ich bisher noch nicht gekommen. Das steht aber morgen auf meiner Agenda.

  • Ich habe jetzt mal den Test gemacht. Die Wassersäule startet im Brunnenschacht ab 6,50 - 7 m. Über den Schacht hinaus brauche ich nochmal 25 cm Schlauch für den Anschluss an die Pumpe. Der Schlauch selbst ist 8 m lang. Die Wassersäule sollte also passen. So weit ich das mit meiner Messmethode nachvollziehen kann hat sie sich auch nicht wirklich (in dem Bereich 6,50 - 7 m) verändert, als die Pumpe lief.


    Dennoch hat die Pumpe dann ab einem best. Zeitpunkt die LED "No Water" angezeigt. Nach einem drücken des Reset-Knopfes lief sie aber direkt wieder an und hat auch wieder über Minuten Wasser geliefert -> ich habe damit dann zwei Gießkanten im Schneckentempo voll gemacht.


    Das Verbindungsstück Schlauch -> Pumpe habe ich versucht zu bewegen bzw. aus dem Schlauch zu bekommen. Mit normaler Muskelkraft war da aber 0,0 zu machen.


    Habt ihr noch Ideen, was ich machen könnte? Ich werde parallel mal ein Ticket anlegen bzgl. Pumpenempfehlungen, in die ich meinen Bewässerungsaufbau versuche zu beschreiben. Wenn ihr jetzt nicht noch die super Idee habt, was ich noch tun kann, würde ich eine Pumpe kaufen und sehen, ob es damit klappt.

  • lief sie aber direkt wieder an und hat auch wieder über Minuten Wasser geliefert -> ich habe damit dann zwei Gießkanten im Schneckentempo voll gemacht.

    ?

    Wieso im Schneckentempo?

    Fördert die Pumpe Luft?

    Wurde der Auslass des Druckschlauches der Pumpe mal unter Wasser gehalten um zu sehen, ob Luft gefördert wird?

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Vielen Dank für deine Antwort, kg49.


    Es kommt einfach nur wenig Wasser raus. Ich habe sowohl den Gießstab, als auch den Schlauch der am Pumpenausgang angeschlossen war, in die Gießkanne gehangen. Dabei hat es nie wirklich gesprudelt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass da Luft mitkommt.


    War das so gemeint oder habe ich es falsch verstanden?


    Meine Fragen zu einer neuen Pumpe habe ich hier gepostet. Ich hoffe, es ist nicht zu lange und ihr könnt etwas damit anfangen / mir helfen:


Brunnen selber bauen