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Ein Problem kommt selten allein ;)

  • Faddl
  • March 20, 2024 at 3:06 PM
  • Faddl
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    • March 20, 2024 at 3:06 PM
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich habe schon eine Weile mitgelesen, habe nun meine ersten praktischen Erfahrungen gesammelt und leider noch nicht am Ziel.

    Vielen Dank zunächst für die vielen theortischen Infos die ich bereits sammeln durfte. Praktisch steht man hier häufig von individuellen Herausforderungen - wie auch ich aktuell ;)

    Vorinformation:

    Gebohrt wird für ein dn150 (165mm) Rohr mit 7,5mm Wandstärke, leider kein Glattwand. Plan war ohne Vorwissen des Untergrundes (lediglich Wasser laut Bodengutachten ab ca 3m, sehr sandige gegend):

    • 3-4m bis Wasser kommt.
    • 3-4m Wassersäule darüber
    • 2m Filterrohre (0,3mm)
    • Schneidschuh+0,5m Sumpf


    Wir haben von oben real ca.

    • Knapp 2m Lehm
    • 0,5m Sand
    • 2,5m Lehm mit ca 20cm Steinschicht dazwischen.
    • Wasserpegel ist bereits ab ca 1,8m.

    Ab hier eher Lehm/Sand gemisch. Vielleicht 2. Wasserführende Schicht, aber kann ich nicht beurteilen, da ja schon lange Wasser steht.

    Tiefer unbekannt, geht aber voraussichtlich mit Lehm mit etwas Sand weiter.


    wir stehen vor folgendem Problem:

    Ich habe versucht, direkt die Rohre rein zu klopfen, da der Sand sonst abgesackt ist. Ab 2,6m geht nichts mehr (ca. Höhe 0,2m Steinschicht)

    Wir haben die Rohre mit ca 500kg belastet, geht nicht mehr weiter. Nach oben bringen wir sie auch nicht (sogar mit ca 800kg Zugkraft).

    Habe (zu spät) gelesen, dass sich der Lehm vermutlich etwas ausgedehnt hat und man das Rohr am besten noch nicht rein steckt. Problem war allerdings, dass der Sand bei ca 2m sonst von der Seite reingespült wurde.

    Da ich die Rohre nicht kaputt machen möchte (zum Glück haben wir die mit 7,5mm Wandstärke genommen...), ist unsere Idee nun, direkt daneben 2 weitere Löcher zu bohren und somit das Rohr zu "lösen".


    Frage(n) 1: ist das eine gute Idee oder gibt's da ne Alternative? Wenn OK: Wie setze ich die Löcher? In einer Reihe oder nebeneinander? Womit bzw wie verschließe ich diese Bohrungen danach?


    Außerdem dann die 2. Frage:

    Wie mache ich hier weiter? Mein Gedanke: dn200 Rohr mit 2m aussen Rum, damit der Sand nicht weiter runter rutscht ( groß genug gebohrt und bis auf Lehmtiefe ein einfaches kg Rohr gestoßen?) ab da rutscht nichts von der Seite rein, wir können also mit dem großen 190er Bohrer weiter durch das kg Rohr Bohren und das dn150 rein schieben.

    Oder hört der Sand auf zu runtschen? Zum Zeitpunkt, als wir das Rohr reingeschlagen haben, dachten wir es ist tiefer Sand - leider nicht


    Alternative Frage 3:

    Ist es möglich, die Wasserschicht bei knapp 2m zu nutzen, die Brunnenpumpe auf z.b. 6m zu senken und die geschlitzten Rohre bei 2-3m tiefe zu setzen, oder wird das vermutlich nichts? Wie gesagt ist bis auf diese 0,5m bei ca 2m tiefe sonst fast alles Lehm bzw Stein. Hier wird nur sehr wenig Wasser fliesen oder?

    D.h.

    • 2m Rohre bis Wasser kommt
    • 2m Filter
    • 2-3m Rohre in der die Pumpe hängt
    • 0,7m Sumpf


    Evtl ein Problem hier: Aktuell ist der Grundwasserspiegel auch sehr erholt, so viel Regen gab es die vergangenen 10 Jahre nicht... Wird das im Sommer trotzdem so sein mit diesem Oberflächenwasser bei 2m im Sand?


    In meinem Kopf sammeln sich viele Fragezeichen... Ich hoffe, ihr könnt mir hier helfen :D


    Vielen Dank und freundliche Grüße

    Faddl

  • Brunnen reinigen
  • kg49
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    • March 20, 2024 at 3:40 PM
    • #2
    Quote from Faddl

    Zum Zeitpunkt, als wir das Rohr reingeschlagen haben,

    Man schlägt keine Rohre in den Boden oder in die Bohrung.

    Ansonsten solltest Du mal zuerst hier viel lesen, dann weisst Du auch was gemacht werden kann, welche Ausrüstung man bei Lehm,,Lehm/Sandgemischen benötigt und wo es auch ziemlich zwecklos ist, einen Brunnen mit laienhaften Mitteln zu errichten.

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Faddl
    Beginner
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    • March 20, 2024 at 5:26 PM
    • #3

    Danke für deine Antwort.

    "Geschlagen" haben wir es nicht, sondern mithilfe einer Rohrzange mit gewichten rein rutschen lassen und minimal mit einem Hammer und Stück Holz nachgeholfen.

    Wie gesagt habe ich jetzt schon knapp eine 3m Wassersäule. Sollten noch deutlich mehr werden.

    Wieso sollte es dann nicht funktionieren? Ich brauche ja keine 10 m3/h, mit 2m3/h wäre ich schon zu Frieden. Als zwecklos würde ich das Vorhaben jetzt nicht bezeichnen...

    Sehr gut möglich, dass wir in 1-3m wieder auf Sand stoßen.

    Wenn es nicht mehr weiter geht, kann ich immer noch auf Profis umschwenken - jedoch geht es aktuell definitiv weiter/tiefer.


    Es wäre wirklich toll, wenn mir jemand mit meinen Fragen weiterhelfen kann. Leider bin ich im Forum noch nicht auf die passenden antworten gestoßen.


    Danke!

  • Heimbrunnenbauer
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    • March 20, 2024 at 9:50 PM
    • #4

    Hallo Faddl ,

    deine Beschreibung und deine Fragen sind kaum zu verstehen, total verwirrend .

    Frage : mit welcher Ausrüstung bohrst du deinen Brunnen ?

    Mach mal zur Erläuterung eine Aufstellung von deiner Ausrüstung.

    Ohne dieses kann man deinen Gedankengängen nicht wirklich folgen.

    Gruß Jörg

  • Faddl
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    • March 21, 2024 at 11:19 AM
    • #5

    Hallo, tut mir leid wenn ich mich nicht deutlich ausgedrückt habe.

    Ich habe einen Riverside Bohrer für in dem dn150 Rohr. Mit dem komme ich leider nicht vorwärts, weil der Lehm zu hart ist. Außerdem einen dn150 innen Bohrer (jeweils ca 145mm)

    Für den Start habe ich einen 195mm Bohrer verwendet bis ich auf Wasser bzw Stein gestoßen bin.

    Eine Kiespumpe habe ich da, bringt aber bei Lehm nichts.

    Außerdem habe ich einen schweren Vollmeißel um die Steine zu zerschlagenen.

    Rohre insgesamt theoretisch 10m aber geht ja nicht weiter.


    Mit einer großen Rohrzange habe ich versucht das Rohr nach oben bzw unten zu bewegen. Leider kein Erfolg mehr...


    Bei Fragen gerne melden! Danke!

    Ich hoffe die Infos helfen.

  • Faddl
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    • March 21, 2024 at 2:39 PM
    • #6

    Hallo zusammen,

    Es gibt Fortschritt!

    Das Rohr haben wir raus bekommen, nachdem wir 3 weitere direkt Außenrum gegraben haben und dann leicht wackeln konnten. Irgendwann hat es sich dann rausziehen lassen.

    Somit ist Frage 1 erledigt.


    Warum wir nicht raus ziehen konnten? Es lag doch nicht am ausgedehnten Lehm. Der Schneidschuh hing direkt in der Steinschicht. direkt am Rand vom Rohr sitzt noch einer.

    Das ist das nächste Projekt: den Stein am Rand des bohrloches zu zertrümmern und rauszuziehen. Er ist leider etwas größer - mit einem Greifer hab ich ihn nicht bekommen. Also: Gewalt.


    Leider geht mir langsam die Kraft aus. Also erstmal eine Pause :sleeping:

    Die wasserführende Schicht bei knapp 2m habe ich mal mit der Schmutzpumpe geleert. Die reicht definitiv nicht für nen Brunnen. Frage 3 kann man somit auch vergessen.


    Wenn jemand nen Tipp hat, wie man einen Stein (vermutlich Schiefer) am Rand des loches raus bekommt, sehr gerne. Wir kommen vermutlich mit dem Bohrer drunter, können ihn dann aber nicht hoch ziehen...


    Danke! :)


    Gruß faddl

  • Heimbrunnenbauer
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    • March 21, 2024 at 3:49 PM
    • #7

    Hallo Faddl ,

    das sind ja die Infos die gefehlt haben.

    Ehrlich gesagt, ich würde den Stein Stein sein lassen und daneben komplett neu bohren.

    Ich glaube du würdest dir einiges an Arbeit ersparen wenn du die gesammelten Erfahrungen in das neue Bohrloch investieren solltest.

    Bei meinem ersten Brunnen habe ich nach ca 6m auch neu angefangen weil mein Arbeitsrohr gebrochen war ( Auflast war ca 200kg )

    Bei meinem zweiten Brunnen wäre es mir fast noch einmal so gegangen aber ich konnte das KG-Arbeitsrohr wieder ziehen ohne es zu zerstören und dann habe ich mit einem Brunnenrohr als Arbeitsrohr weitergearbeitet ( die Auflast war zum Ende ca 750kg auf 2 Zangen verteilt )

    Gruß Jörg

  • Faddl
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    • March 21, 2024 at 8:09 PM
    • #8

    Hi,

    Danke für deine Antwort!

    Den Gedanken mit dem Neustart hatte ich leider auch schon 2x...

    Sind auf 3 Stellen am Grundstück auf eine Steinschicht gestoßen, jeweils bei ca 2-2,5m.

    Beim 3. Loch sind wir mit 50kg Meisel durchgebrochen und darunter geht's weiter (im Rohr gebohrt auf aktuell 4,5m)... Vermutlich ist der Boden überall ähnlich.

    Wenn ich den Stein am eck morgen nicht weg bekomme, werde ich vielleicht wieder zurück zum ersten Loch gehen, bei dem ich am Stein aufgegeben habe...


    Oder sollte ich sowieso vielleicht wieder zum 1. Loch wechseln, weil es zwar nicht so tief ist, dafür aber die Wand der Bohrung gerade?.... Wird mir das Probleme machen?


    Ich habe hier noch detailliertere Infos zum Boden - leider nur bis 3,5m...

    Danke für die Antwort und liebe Grüße.

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