Welchen Filterkies (Filter sollte man bei ziemlich sandigem Boden benutzen?

  • Hallo zusammen,

    wir bohren gerade einen Brunnen ca 10m tief mit ausen Rohr Dn200 innen rein soll ein dn100 Filterrohr 3m. Meine frage ist jetzt welchen Filter und Filterkies soll ich nehmen bei fein sandigem Boden? Wo bekommt man den richrigen Filterkies her.

    Ich hoffe auf schnelle antwort damit ich unsern Brunnen schnell inbetrieb nehmen kann.

  • Hallo und herzlich willkommen im Club der Feinsandfreunde e.V. ;-)


    Die Korngröße des Filterkieses hängt von der Korngröße des Sades ab. Guck mal in der Suchfunktion nach. Ich habe die auch seiner Zeit bemüht und meine was von 4 - 5 facher Größe gelesen zu haben, bin mir aber jetzt auch nicht 100 % sicher.


    Aber mal eine kurze Frage aus eigener Neugier. Wie Tief mußt Du mit Deinem DN200 und wie fein ist Dein Sand, den Du förderst?


    Gruß Unix

  • Hi,

    Quote

    Meine frage ist jetzt welchen Filter und Filterkies soll ich nehmen bei fein sandigem Boden? Wo bekommt man den richrigen Filterkies her.


    Hier kommen Feinsandfilter( Gewebefilter)zum Einsatz:
    0,14mm sandfilter DN 100 4 Zoll Filterror


    Zusätzliche Filterkiesschüttungen sind dann in aller Regel nicht notwendig.
    Feinsand ist nicht sehr ergiebig, von daher sollte man die Filterstrecke verlängern.
    Also statt 2m beispielsweise 3 oder 4m Filterstrecke.

  • Man kann die Korngröße nur ganz sicher mit speziellen Sieben ermitteln. Dies habe ich auch machen lassen und von dem Ergebnis hängt dann natürlich ab welchen Filter man verwenden kann bzw. muß.


    Ich für meinen Fall habe beschlossen, dass ich die feinsten Gewebefilter verwenden werde und zusätzlich eine Filterkiesschüttung einbringen werde.


    Aber wie gesagt, es hängt von dem Bohrgut ab, welches du förders.


    Eine Kiesschüttung setzt allerdings voraus, dass Du entweder entsprechend groß dimensionierte Spülbohrung durchführst oder aber mit einem entsprechend großem Schutzrohr arbeitest.


    Beide Varianten sind natürlich bedeutend kostenintensiver, als wenn Du einen Schlitzfilter direkt runterplunscht. Weder Gewebefilter, noch Kiesklebefilter lassen sich direkt abteufen.

  • Wo kann man denn so ne Bodenanalyse machen lassen?
    5cm Filterkies sind eh geplant wie gesagt Dn200 Schutzrohr und Dn 100 Filterrohr.
    Bei einem Brunnen sollte man nicht sparen, man will ja nicht jedes Jahr nen neuen Bohren. Lieber einmal richtig statt 3mal schlecht.
    Wir haben jetzt noch 3m vor uns dann haben wir 10m das sollte reichen unser Grundwasserstand fängt bei 2,80m an.
    Hattest du bei deinem Feinsand auch ein paar kleine Kiesel drin?

  • Also ich habe auch vereinzelt, aber wirklich ganz vereinzelt, vielleicht pro Schubkarre 1 - 2 kleine Kiesel von ca. 5mm Größe drin. Sonst ist es bei mir alles Feinsand. Ich beneide Dich um Deinen Anfang vom GW


    Mit 10m solltest Du also gut hinkommen, selbst wenn Du 5m Filterstrecke verbauen würdest, was Du aber nicht mußt.


    Achso, die Feinsandanalyse habe ich von einem Bekannten machen lassen, der entsprechende Siebe zur Verfügung hat.


    Gruß Unix

  • Moin,
    Feinsand hat in etwa eine Korngröße von 0,06mm bis 0,2 mm.
    Wenn der überwiegende Anteil aus Kiesel besteht, dann hast du keinen Feinsand.
    Feinsand ist in geringem Anteil immer vorhanden, darum wird ein Brunnen ja auch Klargepumpt bzw. Entsandet.

  • Also dann brauche brauche ich wohl doch keinen Feinsandfilter. Bei mir sind viel mehr kiesel drin.
    Weisst du zufällig was für Siebe man dazu braucht. Und was für eine menge man sieben muss?

    Gruss


    Das sind mehrere Siebe übereinander, also in "Etagen" angeordnet, diese werden von oben nach unten imme feiner und so wird die Korngröße und deren Anteil bestimmt. Gesiebt wird das Bohrgut aus der Endtiefe und davon ca. ein halbes Kilo getrockneten Sand / Bohrgut. Kommt aber auch auf die Siebe drauf an.


    Mach doch mal ein Foto von Deinem Bohrgut und legen ein 1-Cent-Stück daneben, dass man sich mal ein "Bild" von dem Bohrgut machen kann.


  • Nabend,


    ich lese hier mehr als ich schreibe...aber eine Frage habe ich jetzt doch ...:rolleyes:
    Kann man diese Sandfilter "runterplunschen" ohne sie zu beschädigen, oder muss man zunächst mit einem "Arbeitsrohr" größeren Durchmessers runter...dann diesen SandFilter rein in das Arbeitsrohr...und abschließend "Arbeitsrohr" ziehen bis zumindest über Filter ?


    Oder kann man für das Arbeistrohr evtl. auch ein normales, relativ groß geöffnetes Filterrohr verwenden und das unten lassen..?

  • Hallo Norbert,
    Gewebefilter oder andere z.B. Kiesklebefilter werden auf keinen Fall direkt heruntergeplunscht! Direktes Plunschen geht nur mit Schlitzfiltern. Du hast es schon richtig vermutet, steht hier im Forum eigentlich auch alles sehr oft und ausführlich beschrieben, wird ein Gewebefilter in einem Arbeitrsrohr eingestellt und mit Vollrohr ausgebaut, danach wird das Arbeitsrohr gezogen. Alternativ kann man natürlich Spülen, spart das Arbeitsrohr.

  • Laut Rückmeldung per Mail von moschirot wurde das Brunnenprojekt erfolgreich beendet!


    Nachdem der Brunnen, der zuvor mit Bohrrohr und mit einer Filterkiesschüttung, 2m Filterstrecke mit einer SW von 0,3mm erstellt wurde nur wenig Wasser lieferte, wurde die Bodenkappe des Brunnens wieder geknackt.( Bohrrohr war leider bereits gezogen)


    Durch Plunschen wurden die Rohrtour noch weitere 3m abgeteuft, so das die 2m Filterstrecke nun unter der Filterkiesschüttung im Bodengrund aus Kies steht.


    Bei Pumpversuche unter Vollast fördert der Brunnen ca. 4m³/h ohne das der Waserstand im Brunnen absinkt.



    Gratulation!!!
    P.S. moschirot, falls ich etwas vergessen habe, ergänze bitte.
    Ansonsten haben fertig hier.

Brunnen selber bauen