Brunnen liefert kein Wasser

  • Hallo,

    mein Brunnen liefert kein Wasser mehr.

    Ich habe ihn vor 20 Jahren im Keller erstellt.

    Anfangs hatte ich einen Einspülfilter verwendet diesen hatte ich mit 10 bar Wasserdruck bei 12m eingespült. Es wurde viel Sand mitgefördert, denke mal der Filter war für das Hauswasswerwerk mit 1,4 kw Leistung zu klein. Habe dann den Filter unter Druck gezogen. Von einem Brunnenbauer habe ich ein blaues geschlitztes Filterrohr bekommen (ich weiss leider nicht mehr die Abmessungen). Das Filterrohr habe ich dann an einem PE- Rohr PN 10 40 x 3,7 auf 10,6m eingespült.

    Der Brunnen lieferte bisher immer genügend Wasser. Seit diesem Jahr jedoch nicht mehr es dauerte immer länger bis das Hauswasserwerk seinen Druck aufgebaut hatte.

    Ich wollte den Filter unter Druck mit einem Kettenzug ziehen was jedoch nicht gelang.

    Beim Versuch den Filter Drucklos zu ziehen ist das PE- Rohr oberhalb gerissen. Ich habe den Filter dann noch einmal gegengespült, leider ohne Erfolg. Jetzt kommt gar kein Wasser mehr.

    Frage wie bekomme ich den Filter gezogen um einen neuen einzuspülen. Oder macht es Sinn einen

    richtigen Brunnen in DN 115 zu erstellen? Was ja nicht so einfach in einem Waschkeller ist, lohnt sich der Aufwand?


    Über Antworten würde ich mich freuen


    digger



  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Filter gezogen werden kann. Da der Wasserstand deutlich über dem Filter liegt, wird dieser durch Überlastung verstopft bzw. verockert sein.

    Gegen die Verockerung könnte Chemie helfen, ist aber nciht ganz billig.

    Ansonsten sehe ich bei dem eingezeichneten feinen Sand bei einem Brunnen nur Chancen bei einem Kiesklebefilter oder feiner Filtergaze bei ausreichender Filterlänge.

    Dies fuktioniert aber nur, wenn man mit einem Arbeitsrohr einen Bohrbrunnen erstellt.

    Ob sich das lohnt, hängt von deinem Wasserverbrauch und den regulären Wasserkosten ab.

    Gruss

    kg49

  • Hallo kg49,

    erst einmal danke für deine schnelle Rückmeldung.

    Was würde der Einsatz von Chemie kosten? Würde nur Zitronensäure Erfolg bringen?

    Geplant hatte ich die Saugleitung mit Filter zuziehen um danach einen neuen Filter bis kurz unter dem KG- Rohr einzuspülen (ca. 2m Wassersäule über dem Filter sollten reichen?).

    Ansonsten würde ich ein neues KG- Rohr DN 100 setzen (oder sollte ich besser Brunnenrohr nehmen?). Im Keller ist das nicht so einfach bei 2m Höhe.

    Jetzt stellt sich nur noch die Frage was für einen Filterrohr ich jetzt habe, kann mich nicht mehr erinnern nach 20 Jahren. Ich habe es damals mit 10 bar Hauswasserdruck eingespült.


    Schöne Grüße


    digger

  • Würde nurZitronensäure Erfolg bringen?

    Nach allen Berichten: "Nein". Googel mal nach Wessoclean.

    Geplant hatte ich die Saugleitung mit Filter zuziehen umdanach einen neuen Filter bis kurz unter dem KG- Rohr einzuspülen (ca. 2mWassersäule über dem Filter sollten reichen?).

    Entscheidend ist nicht nur die Wassersäule, sondern auch die Bodenzusammensetzung. Du musst mit einfachen Filtern in Grobsand oder Kies stehen, sonst wird das nichts. Bei Feinsand ist ein genügend langer Kiesklebefilter oder Gazestrumpf erforderlich. Das geht aber nur mit Arbeitsrohr.


    2m Deckenhöhe sind zu knapp, unter 2,5m sehe ich keine Möglichkeit, da die erforderlichen Rohre mit 1m lang sind und ineinandergeschraubt werden müssen.

    Gruss

    kg49

  • Nach allen Berichten: "Nein". Googel mal nach Wessoclean.

    Ich werde es mir mal bestellen. 2 x 400g sollten ausreichen? ( 11m 11/4" PE Rohr plus Filter von 1m)


    Entscheidend ist nicht nur die Wassersäule, sondern auch die Bodenzusammensetzung. Du musst mit einfachen Filtern in Grobsand oder Kies stehen, sonst wird das nichts. Bei Feinsand ist ein genügend langer Kiesklebefilter oder Gazestrumpf erforderlich. Das geht aber nur mit Arbeitsrohr.

    Was für einen Filter habe ich jetzt, ich denke es ist ein 1m Filterrohr 0,3mm geschlitzt.

    Durchmesser? Welches Filterrohr würde mit Verschraubung durch ein DN 100 Rohr passen?

    Zur Bodenzusammensetzung bis Ende KG- Rohr feiner Sand. Der Filter wurde eingespült auf 10,6m wie da die Bodenzusammensetzung ist keine Ahnung.

    Der Brunnen lieferte ja über Jahre genügend Wasser.

    2m Deckenhöhe sind zu knapp, unter 2,5m sehe ich keine Möglichkeit, da die erforderlichen Rohre mit 1m lang sind und ineinandergeschraubt werden müssen

    Das müsste passen ich habe das KG- Rohr ja auch zusammen bekommen ansonsten gehe ich noch ein wenig in die Tiefe.


    Ich werde es jetzt erstmal mit Wessoclean ausprobieren.


    Fragen über Fragen


    Schöne Grüße


    digger

  • Ich würde 3 Tüten nehmen, dann weisst Du sicher, wenn es nicht klappt, dass es nicht an einer zu geringen Menge lag.


    DN 80 Brunnenrohr könnte passen, müsstest Du aber noch mal nachmessen. Das Problem liegt dann aber darin, dafür eine Kiespumpe oder einen Plunscher zu bekommen. Mir ist kein Fall bekannt, dass DN 80 Brunnenrohr geplunscht wurde.


    Praktisch müsstest Du das KG Rohr ziehen (mit Krallen unen einhaken und per Flaschenzug). Könnte bei 4m funktonieren.

    Anschliessend entweder DN100 Brunnenrohr einplunschen oder, was wesentlich besser wäre, ein Arbeitsrohr setzen und einen Kiesklebefilter versenken. Dann hast Du einen Brunnen für Generationen.

    Gruss

    kg49

  • So 3 Tüten Wessoclean sind bestellt.


    DN 80 Brunnenrohr könnte passen, müsstest Du aber noch mal nachmessen. Das Problem liegt dann aber darin, dafür eine Kiespumpe oder einen Plunscher zu bekommen. Mir ist kein Fall bekannt, dass DN 80 Brunnenrohr geplunscht wurde.

    Da haben wir uns wohl falsch verstanden. Ich wollte das alte PE- Rohr mit dem alten Filter ziehen und dann ein neues PE- Rohr mit 1m (oder 2m) DN 80 Filterrohr unter Wasserdruck (10 bar Hauswasserdruck) bis auf 2m unterhalb der Wassersäule einspülen. Bei 2m könnte ich den Filter wahrscheinlich später besser ziehen.

    Die Aktion habe ich ja vor 20 Jahren schon mal gemacht, damals ging es auf 10,6m.

    Sollte ich die alte Leitung nicht ziehen können würde ich DN 100 Brunnenrohr (oder sogar ein Arbeitsrohr dann könnte ich später immer noch einen Kiesklebefilter versenken) neu setzen und dann wie oben verfahren.


    ein Arbeitsrohr setzen und einen Kiesklebefilter versenken. Dann hast Du einen Brunnen für Generationen.

    Das wäre natürlich die beste Lösung, aber der Aufwand und die Kosten. Und das alles im 2m hohen Waschkeller meiner Frau.................:cursing:

    Wie würdest du den Brunnen mit Kiesklebefilter planen?

    Aber zuerst werde ich es mit Wessoclean probieren.


    Vielen Dank noch einmal


    Schöne Grüße


    digger

  • hallo digger

    Also wir haben schon des öffteren im Keller nen Brunnen gebohrt! WIr setzen dann immer nen Schwerlastdübel aan der wir die Umlenckrolle hängen. Zum Bohren selber benützen wir en Alludreibock, den wir auf verschiedene Höhen setzen könen. Unser Bohrgerät können wir immer um en Meter verlängern. Wenn wir auf Wasser kommen, setzen wir zwei Meter rohre so weit es geht und mschen dann mit Meter Stücke weiter.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • Hallo tomerb,


    vielen danke für die Tips.

    Die Umlenkrolle habe ich vor 20 Jahren auch so befestigt.

    Gebohrt habe Ich gar nicht, der Abstand zur Kellerwand beträgt nur 40cm.

    Zuerst habe ich gegraben und dann mit viel Wasser ein größeres Stützrohr eingeplunscht. Als ich auf Wasser kam mit KG DN100 weitergemacht.

    KG- Rohr würde ich nicht mehr einsetzen.


    Schöne Grüße


    digger

  • Hallo,


    hier noch mal ein Bild von einem 1" Schlauch. Der Schlauch war druckseitig ca. 10 Jahre eingebaut. Der Brunnenfilter müsste sich ja mit dem gleichen Material zugesetzt haben? Was ist das? Ich hoffe Wessoclean hilft da.



    Schöne Grüße


    digger

  • Sehr interessante Ablagerungen. Es sollte sich um Eisenverockerungen ggf. um Manganverbindungen handeln, die von Bakterien ausgeschieden werden.

    Wenn der ganze Saugschlauch so voll ist, wundert es mich nicht, dass kaum noch Wasser kommt. Ob dann allerdings 3 Beutel ausreichen?

    Gruss

    kg49

  • Habe gestern das Wessoclean nach Anleitung eingebracht.

    Heute dann mit einer Schwengelpumpe saubergepumt (3 Speißfässer voll).

    Dann das Hauswasserwerk angeschlossen, mit diesem kann ich kein Wasser ansaugen.

    Hauswasserwerk ist i.O. Wasser aus einem Eimer ansaugen geht. Woran könnte es noch liegen? Rückschlagventil? obwohl das leichtgängig ist. Baut die Schwengelpumpe einen höheren "Saugdruck" auf?


    Schöne Grüße


    digger

  • Habe es noch einmal versucht jetzt klappt es. Die Wassermenge ist bescheiden.

    Bei 20m 3/4" Schlauch freier Austrag 8,5l/min Druck am Hauswasserwerk gegen 0 bar. Habe jetzt erstmal eine halbe Stunde gepumpt. Habt ihr noch Tips?


    Schöne Grüße


    digger

  • Heute dann mit einer Schwengelpumpe saubergepumt (3 Speißfässer voll).

    Es ergeben sich folgende Fragen:

    1. War die herausgepumpe Brühe ordentlich braun?

    2. War das Pumpen mit der Schwneglpumpe normal? Das heisst, gab es einen Gegendruck, federte der Schwengel?

    3. Wie war die Fördermenge mit der Schwengelpumpe? Normal oder kam wenig Wasser?

    Gruss

    kg49

  • 1. War die herausgepumpe Brühe ordentlich braun?

    Braun ja, wässrig

    2. War das Pumpen mit der Schwneglpumpe normal? Das heisst, gab es einen Gegendruck, federte der Schwengel?

    Es gab Gegendruck und der Schwängel federte nach. Ich habe die Ledermanschette der Pumpe erneuert habe es drauf geschoben.

    3. Wie war die Fördermenge mit der Schwengelpumpe? Normal oder kam wenig Wasser?

    Für mich war es normal, schätze 1l pro Hub.

  • Es gab Gegendruck und der Schwängel federte nach.

    Dies bedeutet zweierlei:

    1. Die Ledermanschette ist i.O.

    2. Der Ansaugfilter ist verstopft .

    Ob Pkt.2 an noch vorhandener Verockerung liegt oder einfach Sand die Gaze zugesetzt hat, kann von hier nicht beurteilt werden.

    Einfach mal einen Wasserschlauch an das Brunnenrohr anschliessen und gegenspülen. Dabei langsam anfangen, damit der Sand ausserhalb des Filters nicht sofort zusammengepresst wird und dann langsam steigern. Auf der Wasseruhr beobachten, ob Wasserfluss zunimmt.

    Falls Wasserfluss zufriedenstellend ( so ab ca. 400L/h), Schwengelpumpe verwenden und langsam anpumpen. Schwengel sollte nicht federn. Falls Schwengel immer noch federt, ist die Entnahmestelle, wo der Filter sitzt, ungeeignet.

    Gruss

    kg49