Brunnen in Drainageschacht

  • Hi,

    Bin neu hier im Forum und hoffe mein Wissen zum Brunnenbau noch zu vertiefen. Stehe kurz vor meinem ersten Brunnenbau. :) Habe einiges über den Brunnenbau gelesen aber nichts genaues zu meinem Vorhaben gefunden.

    Hier ein paar Eckdaten:

    Bevor wir unser Häuschen gebaut haben wurde ein Bodengutachten erstellt. Dabei wurde auf 5 m Tiefe gebohrt. Die ersten 3-4 m sind Schluff dann kommt sandiger Kies. Wasser wurde in 4,5 m Tiefe gefunden.

    Mein Tiefbauer hat eine Drainage an unserem Keller verbaut. Diese endet in ca 3 m Tiefe in einem Entwässerungsschacht. Die Sohle des Schachtes geht auf 4 m Tiefe runter. Dieser Schacht wurde aus Betonringen und Beton Fertigboden gebaut. Die untersten 50 cm bestehen aus einem geschlossenen Ring. Darüber sind die Ringe mit Löchern versehen -> um anfallendes Drainagewasser zu versickern.

    Ergo ergibt sich dass grundsätzlich 50 cm Abwasser im Schacht stehen.


    Jetzt mein vorhaben:

    Um mit das Bohren/Abteufen einfacher zu gestalten wollte ich in diesem schacht mir einen Brunnen errichten. Außerdem kann ich darin das ganze Jahr die Technik (HWW, Stromkabel und Schläuche) an einer Wandkonsole belassen und nur bei Bedarf wenn ich meinen Garten giesen will herausholen.

    Ich dachte daran mittels 200 mm Kernbohrer die Sohle des Schachtes aufzubohren. (Das Wasser darin habe ich bereits mit einer Pumpe rausgeholt. Es ist kein GW nur Oberflächenwassser) Dann mittels 150 mm Handbohrer bis zum Wasser bohren. Anschließend 1 m Sumpfrohr, 2 m Filterohr 0,5 mm und ca. 5 m Brunnenrohr mit Kiespumpe einbringen.

    Das Brunnenrohr plane ich ca 2 m über Schachtsohle stehen zu lassen.


    Den Bereich zwischen Brunnenrohr und Schachtsohle (also meine Kernbohrung) erst mit Quellton, dann mit Beton verschließen.


    Denkt ihr das geht gut?

    Habe Bedenken dass evtl das anfallende Oberflächenwasser, welches immer ca 50 cm im Schacht steht irgendwann nach unten ins GW sickert. Das will ich vermeiden...

    Ist mein Aufbau (Quellton und zubetoniert) dicht genug?


    Vielen Dank für eure Anregungen,

    Gruß Durian

  • Das sind so Konstruktionen, zu denen keine Erfahrungen vorliegen.

    Wenn keine Steine vorliegen, sind 4m schnell gebohrt.

    Abwasser und Brunnen gehören nicht zusammen, auch wenn sie durch Ton getrnnt sind.

    Noch eins:

    die Technik (HWW, Stromkabel und Schläuche)

    Das gehört in keinen Schacht mit Deckel. Korrosionsgefahr.

    Die Geräte sind spritzwassergeschützt, aber nicht gasdicht, d.h. bei hoher Luftfeuchtigkeit, im Schacht gegeben, dringt das in der Luft befindliche Wasser in Elektrogeräte und Verbindungsstecker ein. >>> Kontaktkorrosion mit allen unangenehmen Folgen.

    Gruss

    kg49

  • Abwasser und Brunnen gehören nicht zusammen, auch wenn sie durch Ton getrnnt sind.

    sorry, es handelt sich natürlich um Wasser der Kellerdrainage... kein Schmutzabwasser. Nur Sickerwasser



    Und das mit der Korrosion der Pumpe leuchtet mir ein. Dann evtl doch eine Tauchpumpe.



    Mir geht es darum den Brunnen nicht zu sehen. Da bietet sich solch ein Schacht an.

    Die Frage ist nur wie trenne ich das Oberflächewasser vom GW?

  • Moin

    Vielleicht wäre eine Doyma Dichtung was für dein Vorhaben. Ist halt nicht ganz günstig sollte aber bei einer guten kernbohrung auch gegen Drückendes Wasser Dicht sein . Ist halt nur die Frage ob die Brunnenrohre dem Druck dauerhaft standhalten .

    Gruß Jannik

Brunnen selber bauen