Optimale Entnahmemenge für meinen Brunnen ermitteln.

  • Hallo,


    gibt es eine Vorgehensweise womit Ich über den Daumen gepeilt die ideale Entnahmemenge für meinen Brunnen ermitteln kann. Bin in diversen Beiträgen drüber gestolpert, dass dies für die Langlebigkeit eines Brunnens sinnvoll sein kann.


    Ich habe gelesen man könnte zum Beispiel die Wassersäule messen im ruhenden Zustand und dann beim pumpen. die Wassersäule im Auge behalten und über Kugelhahn die Fördermenge regulieren und durch pumpen in Eimer die aktuell geförderte Menge ermitteln.


    Nur wie das jetzt genau geht habe ich noch nicht finden können. Bzw. wie weit darf die Wassersäule sinken.


    Man kann es wohl auch berechnen, aber dafür müsste man exakte Daten über die Gesteinsarten/-schichten und Anzahl und Größe der wasserführenden Schichten hab ich nicht :whistling:


    Oder halte ich mich stumpf an den Wasserschlauch und fördere immer nur so viel, wie dauerhaft ohne Druckverlust aus dem Schlauch läuft.

  • und durch pumpen in Eimer die aktuell geförderte Menge ermitteln.

    Wenn gemessen werden muss, dann anständig. Zu einem ordentlichen Brunnen gehört ein Wassermengenmesser, also eine Wasseruhr.

    Nur wie das jetzt genau geht habe ich noch nicht finden können.

    Kein Wunder, in den meisten Forenbeiträgen, nicht nur in Brunnenforen, wird nachgeplappert, was woanders aufgeschnappt wurde. Nur selten findet man physikalische oder technische Begründungen. Die einzige technisch akzeptable Begründung, die in Foren besprochen wird ist, den Wasserstand nicht weiter absinken zu lassen als bis auf 0,5m über der oberen Filterkante. Dies ist darin begründet, dass keine Luft vom Filter angesaugt werden darf.


    Um es noch mal ganz deutlich zu sagen: das was Du hast, ist ein Loch im Boden aber kein ordentlicher Brunnen. Das Projekt ist begründet in der Mergelbodenschicht, die normalerweise nicht als Wasserleiter betrachtet wird.

    Der Brunnenbauer kannte die regionalen Bodeneigenschaften und hat mit seinen Mitteln und seiner regionalen Erfahrung das Beste daraus gemacht: Ein tiefes Loch gebohrt um die Bodenschicht zu "entwässern". Gleichzeitig hat er darauf aufmerksam genacht, dass die Menge der Wasserförderung begrenzt ist.


    Ein normaler Brunnen ist entweder in Fels gebohrt und fördert Kluftenwasser oder in Lockergestein mit entsprechend angepassten Filtern. Alle Regeln der Brunnenbaukunst beruhen auf diesen Untergründen. In Nichtleitern wie Mergel baut man normalerweise keine Brunnen. Deswegen gibt es dafür auch keine Regeln wie z.B. die optimale Wasserförderung.

    Du musst da Deine eigenen Erfahrungen sammeln.

    Als persönlichen Ratschlag kann ich Dir nur empfehlen, die Wasserförderung nach der Wassertrübung auszurichten. Das heisst solange die Förderung zu steigern, bis das Wasser trübe wird. Solange klares Wasser gefördert wird, ist m.E. alles o.k.

    Testweise könnte man in Abständen von Wochen versuchen, die Fördermenge zu erhöhen.

    Frage: Wozu ist eigenlich der Vorfilter da?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Der Vorfilter ist in der Pumpe integriert.


    Und beim Bohren durch die Mergelschicht wurden ja immer wieder, wenn auch nur sehr dünne, weichere Abschnitte durchbohrt, diese nämlich die jetzt offensichtlich das Wasser bringen. Wenn es zu 100% Mergel wäre müsste mein Brunnen doch trocken sein, oder nicht ?


    Aber gut, man kann das Thema offensichtlich schnell beenden insofern es für mich keine Relevanz hat, weil kein Filter im Bohrloch ist. Also liegt mein Hauptaugenmerk schlichtweg auf klarem Wasser und einer Pumpe die nicht ständig Luft zieht.


    keep it simple... gefällt"

  • wenn auch nur sehr dünne, weichere Abschnitte durchbohrt,

    Da sollte man das Bodenmaterial kennen.

    Das hätte der Brunnenbauer dokumentieren müssen um beurteilen zu können, ob dafür evtl. ein Filter erforderlich gewesen wäre.

    Für "Wasseradern" im Mergel wäre natürlich wieder kein Filter erforderlich.

    Für weitere Überlegungen fehlt es einfach an Dokumentation während er Brunnenerstellung.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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