Mein Brunnenprojekt

  • Hallo,


    ich möchte Euch meinen bisherigen Fortschritt zeigen und natürlich im Anschluss auch noch ein paar Fragen loswerden.

    Geplant ist ein Bohrbrunnen in Kelkheim am Fuße des Taunus mit einem Durchmesser von DN115 oder DN125, ich bohre derzeit mit einem 150mm Handbohrer und stehe bei ca. 3,70m unter GOK.

    Wasser staut sich über Nacht immer ca. 40cm auf (hat es auch schon bei 2,20m getan), läuft aber nicht nach. GW habe ich also noch nicht erreicht.


    Hier mal ein Bild vom „Loch“:

    [Blocked Image: http://up.picr.de/33700445rn.jpg]


    Probleme gab es bisher bei zwei Wurzeln in ca. 80cm tiefe (kein wirkliches Problem) und einer Tonschicht (graues extrem klebriges Zeug zwischen 2,20m und 3,40m). Es hat zwar gedauert, aber es ging weiter.


    Jetzt bin ich aber in einer Schicht angelangt, in der ich nicht richtig weiterkomme und mir ein paar Tipps erhoffe. Es handelt sich um eine grobe Kiesschicht mit dicken Steinen. Der Bohrer fördert sehr wenig bis gar nichts mehr und klemmt eigentlich permanent fest. Ich muss zurückdrehen oder mit Gewalt versuchen den Bohrer zu lösen.

    Das Bohrgut sieht so aus:

    [Blocked Image: http://up.picr.de/33700446cs.jpg]


    [Blocked Image: http://up.picr.de/33700447ae.jpg]



    Wie soll ich weiter vorgehen? Einen Steinfänger bauen, die Steine aus dem Weg räumen und weiter bohren oder doch besser das Brunnenrohr einbringen und anfangen zu plunschen? Aber ich befürchte, dass ich wegen den Steinen dann auch nicht weiterkomme.


    Am Bohrgrund habe ich schon einen richtige kleine Höhle ausgebuddelt…


    Gruß

    Jan

  • Hier mal ein Bild vom „Loch“:

    Saubere Bohrung. Zur Stabilität des Bohrloches könnte man ein 0,5 - 1,0m 200er KG Rohr einsetzen.

    Das Bohrgut sieht so aus:

    Das ist unangenehmes Bohrgut.

    Du könntest schaun, ob die meisten Steine in eine Kiespumpe passen, die plunschen und die grössten mit einem Steinfänger bergen.

    Oder einen Bohrer mit grösserem Wendelabstand mit ganz geringer Steigung nehmen.

    Machen wir uns aber nichts vor, es ist Knochenarbeit, die sich hinzieht.

    Am Bohrgrund habe ich schon einen richtige kleine Höhle ausgebuddelt…

    Du solltest vermeiden, in die Breite zu bohren. Irgendwann stürzt das ein, meistens zu einem unpassendem Zeitpunkt.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Saubere Bohrung. Zur Stabilität des Bohrloches könnte man ein 0,5 - 1,0m 200er KG Rohr einsetzen

    Gute Idee, werde ich machen, danke für den Tipp.



    Das ist unangenehmes Bohrgut.

    Du könntest schaun, ob die meisten Steine in eine Kiespumpe passen, die plunschen und die grössten mit einem Steinfänger bergen.

    Oder einen Bohrer mit grösserem Wendelabstand mit ganz geringer Steigung nehmen.

    Muss ich schauen, sieht aber eher danach aus, dass die Steine nicht in die Kiespumpe passen :-( Steinfänger ist in Arbeit...


    Meinst du ich soll ein Rohr einbringen und im Rohr weiterarbeiten oder lieber erst mal ohne weitermachen?


    Danke

    Jan

  • Hallo,


    also mit dem Bohrer gewinne ich keine Tiefe mehr und fördere auch nur sehr wenig Material. Der Bohrer „läuft“ gefühlt zur Seite uns verkeilt sich dann immer an größeren Steinen. Es hat sich unten bereits eine kleine Höhle gebildet. Mit dem Steinfänger kann ich hier und da einen Stein hochholen, aber beim Stochern mit dem Gestänge ist gefühlt nichts im Weg. Ich würde jetzt Rohr bestellen und versuchen mit Kiespumpe und bohren im Rohr durch diese grobe Kiesschicht (Sieht aus wie ein Flussbett. Angeblich verlief hier früher mal der Bach bis er umgeleitet wurde) zu gelangen.

    Meint ihr das ist der richtige Weg?


    Ich möchte das Brunnenrohr mit TNA-Gewinde in DN125 (wegen der 6,5mm Wandstärke, oder reicht auch das DN115? Preislich sind die ja fast gleich.) bestellen und dazu passend einen Bohrkopf zum Lockern und Bohren im Rohr.

    Würdet ihr einen 110mm Bohrkopf passend zur 108mm Kiespumpe nehmen oder lieber einen etwas kleineren Bohrkopf, z.B. 90mm? Die Frage ist, welche Vor- bzw. Nachteile der eine oder andere haben könnte beim Bergen von festsitzenden Steinen oder beim Lockern des Untergrundes.


    Gruß Jan

  • Hallo,


    hier ein kleines Update. Von Bildern und Berichten hier im Forum habe ich mich inspirieren lassen, mein Sumpfrohr unten etwas zu verbessern…angeschrägt und leicht verstärkt, siehe Bilder.

    Ich habe jetzt das Brunnenrohr eingebracht und konnte es mit der Kiespumpe ohne größere Schwierigkeiten und ohne Auflast bis auf 3,90m absenken.

    Jetzt ist allerdings Schluss, da die Kiespumpe nicht mehr fördert und auf einem großen Stein aufsetzt. Das Brunnenrohr vibriert beim Fallenlassen der Kiespumpe. Auch mit dem Bohrer „fühle“ ich nur festen Untergrund und da bohrt sich nichts.


    Wie soll ich weiter vorgehen? Das Rohr wieder ziehen und mit einem Steinfänger mein Glück probieren? Den Stein im Rohr versuchen zu zertrümmern. Oder ohne Rohr zertrümmern? Was meint ihr?


    Hier ein paar Bilder:

    [Blocked Image: https://up.picr.de/35588754gs.jpg]


    [Blocked Image: https://up.picr.de/35588756cl.jpg]


    [Blocked Image: https://up.picr.de/35588758xk.jpg]


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    [Blocked Image: https://up.picr.de/35588761rq.jpg]


    [Blocked Image: https://up.picr.de/35588762kh.jpg]



    MfG

    Jan

  • Das Wasser stand bis 1,4m unter GOK, aber es läuft nichts nach. Ich kann es abpumpen (immerhin 40-50 Liter), aber es läuft nur sehr langsam nach. Nach einer Stunde stand noch nicht mal ein Meter wieder im Loch.

    Ich muss also jetzt mit Fremdwasserzugabe plunschen.


    MfG

    Jan

  • Gut, denn unter Wasser kann man schlecht eine Fallramme einsetzen.

    Du kannst versuchen, den Stein mit einer Ramme zu zerstören, wenn er zu gross für das Rohr ist, um ihn mit einem Steingreifer zu fördern.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Hallo,


    es gibt neue Erkenntnisse:

    - Die Überstände der Nieten am Schneidschuh verursachen einen deutlichen Wiederstand (habe ich beim Anheben des Rohres bemerkt). Es ist also momentan kein Schneidschuh sondern eher ein Bremsschuh und muss angepasst werden.

    - Ich konnte mit dem Steinfänger einige faustgroße Steine bergen und muss nach der Anpassung des Schneidschuhs mal schauen, ob ich jetzt tiefer komme oder wie es weitergeht.


    Die Frage in die Runde: Macht ein Schneidschuh überhaupt Sinn?


    Meine Gedanken dazu:

    - ich nehme damit die Belastung vom Rohr

    - Durch die Zacken am Schneidschuh kann dieser durch drehen "schneiden"

    - Der Schneidschuh ist etwas größer als das Brunnenrohr, sodas der Wiederstand für das Rohr geringer wird



    Bis bald


    Jan

  • Hallo,


    ich habe die überstehenden Popnieten jetzt entfernt und den Schneidschuh mit bündigen Schrauben befestigt.


    Das Rohr setzte nach dem erneuten Einbringen bei ca. 3,60m auf und ich kam durch einfaches drehen auf 3,90m runter. Da stand ich vorher auch schon, also erst mal kein weiterer Gewinn. Ich hatte schon Angst, dass wieder auf dem gleichen Stein wie vorher stehe, aber mit Kiespumpe und einer Auflast von 75kg (mich) ging es dann sehr schnell auf 4m runter. Juhuu, ich bin am Stein vorbei!

    Jetzt steht noch ca. 30cm Material im Rohr, welches ich erst mal rauskiespumpem muss.


    MfG Jan

Brunnen selber bauen