Alten Brunnen modernisieren (Sand vermeiden)

  • Hallo zusammen,


    ich bin neu hier im Forum und bitte um Eure Unterstützung:

    Die aktuelle Situation:

    Wohnhaus mit Brunnen im Keller (gebaut 1969).

    Betonrohr Innendurchmesser 320mm, Aktuelle Tiefe bis Boden: 6,2 m

    Wassersäule aktuell über dem Boden 4,1m

    Letztes Jahr bei Dürre nur knapp 2m

    Im letzten Jahr war der Brunnen nur knapp 4,5m tief. Ich habe ihn dann wieder auf 6,5m vertieft.

    Unten hängt eine Agora-Tec® AT- 4" Brunnenpumpe sandresistente Tiefbrunnenpumpe mit max: 8 bar und 2800l/H.

    Jetzt nach einem Jahr zieht die Brumme wieder sehr viel sehr feiner Sand, was trotz Filter (Gardena) zu Problemen bei der Gartenbewässerung führt.

    Mein Plan:

    Einbringen eines 200er Brunnenrohrs (insgesamt 7m) mit entsprechendem Filter.

    Aufbau von unten :

    0,5m Sumpfrohr

    2m Gewebefilterrohr mit 0,14mm

    2m Filterrohr 0,75

    2m Brunnenrohr

    0,5m Brunnenrohr


    Was haltet ihr von dem Plan.

    Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich am Ende Dichtungston einbringe. Gegebenenfalls habe ich bei 7m eine Kiesschicht. Fände es auch nicht so tragisch, wenn ich ab und zu wieder nachplunschen muss.


    Danke für euere Hilfe.


    Gruß

    Mith

  • 2m Gewebefilterrohr mit 0,14mm

    2m Filterrohr 0,75

    ? ? ?

    Wozu zwei veschiedene Filtertypen?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Wozu zwei veschiedene Filtertypen?

    Das untere Filterrohr steckt ja im Sand, deshalb der feinere Filter.

    Das zweite rohr beginnt etwa 1m über der Wasseroberfläche, so dass ich davon ausgehe, dass hier der "Sanddruck" nicht so hoch ist.

    Gruß

    Mith

  • as zweite rohr beginnt etwa 1m über der Wasseroberfläche

    Was soll denn ein Filterrohr über der Wasseroberfläche?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Was soll denn ein Filterrohr über der Wasseroberfläche?

    Sorry, über dem Brunnengrund, aber natürlich noch im Wasser.

    Ich will mit dem zweiten Rohr erreichen, dass das Wasser schneller nachfließen kann, weil es eine größere Durchflussmenge pro Zeit erlaubt.

    Für das genannte Rohr habe ich aber keine Messwerte gefunden,

  • Ich will mit dem zweiten Rohr erreichen, dass das Wasser schneller nachfließen kann

    2m Filterrohr 0,75

    Ach, dieses Rohr steckt in Feinkies?

    Das ist aber eine ungewöhnliche Bodenschichtung,

    erst Feinkies

    und dann

    wieder sehr viel sehr feiner Sand,

    Feinsand?

    Wirklich ungewöhnlich.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hmm, ich glaube, mein erster Post wurde falsch verstanden.

    Es handelt sich um einen fertigen alten Brunnen aus Betonrohren innen 32cm

    Der Brunnen ist 6,2m tief.

    Im Brunnen steht etwa 4m Wasser.

    Ich möchte in diesen Brunnen ein dünneres Brunnenrohr (200er) einziehen, das ich unten abdichten kann, damit kein Sand mehr gezogen wird.

    Um auch bei Niedrigstand ausreichend Wasser zu haben und auch aus Stabilitätsgründen möchte ich mit dem neuen Rohr bis auf 7m runter gehen.

    Ich gehe davon aus, dass in der Tiefe auch noch Feinsand ist, der im Laufe der Zeit (ca. 50 Jahre) in den Brunnen gezogen wurde.

    Mit 0,5m Sumpftohr steckt das erste Feinfilterrohr halt noch 0,5m im Sand, der wirklich sehr fein ist. Wie schon beschrieben habe ich trotz Gardenafilter Sand im Wasser.

    Ich würde ja zwei Gewebefilterrohre nehmen, bin mir aber nicht sicher ob das Wasser schnell genug nachströmt (Die Pumpe macht 2800 l/h

  • Hmm, ich glaube, mein erster Post wurde falsch verstanden.

    Tja, meine Sig wird halt nicht gelesen bzw. ignoriert.

    Der Brunnen ist 6,2m tief.

    möchte ich mit dem neuen Rohr bis auf 7m runter gehen.

    D.h. mit 0,5m Sumpfrohr sind die Filterrohre bis auf 30cm in dem Betonrohr.


    Der Feinsand wird sich zwischen Filterrohr und Betonrohr einlagern und früher oder später so hart bzw. dicht sein, dass keinerlei Wasser mehr durchfliesst.


    Vergiss das Ganze und spar Dir Arbeit und Geld.

    Filterrohre haben nicht die Aufgabe zu filtern, auch wenn sie so heissen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Vergiss das Ganze und spar Dir Arbeit und Geld.

    Filterrohre haben nicht die Aufgabe zu filtern, auch wenn sie so heissen.

    Der Feinsand wird sich zwischen Filterrohr und Betonrohr einlagern und früher oder später so hart bzw. dicht sein, dass keinerlei Wasser mehr durchfliesst.



    Was würdest du tun?

    So tief runter, bis ich durch den Sand bin und auf Kies stoße?

    Welches Rohr dann verwenden?

    Könnte bei 7m sogar schon der Fall sein, vielleicht bei 7,5m

    oder

    Nur mit dem Sumpfrohr in den Sand gehen und welches Filterrohr dann über dem Sand verwenden?


    Gruß

    M

  • Nur mit dem Sumpfrohr in den Sand gehen und welches Filterrohr dann über dem Sand verwenden?

    Gar keins. Anscheinend ist es noch nicht bei Dir angekommen, dass man kein Filterrohr in eine Betonröhre stellen kann.


    So tief runter, bis ich durch den Sand bin und auf Kies stoße?

    Das wäre ein vernünftiger Weg. Unklar ist, ob er zum Erfolg führt.

    Welches Rohr dann verwenden?

    Wenn Kies vorhanden, dann 0,5 - 0,75 Schlitzweite. Aber keiner kann in die Erde schauen. Deswegen verwendet man Arbeitsrohre.

    Hier mal ein kleiner Artikel von mir dazu:


    Filterrohre und Kiesschüttung


    Es wird viel zu viel gebuddelt und viel zu wenig nachgedacht beim hobbymässigen Brunnenbau. Und manche "Profis" denken auch zu wenig.


    Im Prinzip gilt grundsätzlich (Ausnahmen bestätigen die Regel, die zu schildern wäre zu umfangreich):

    Ein "profimässig" erstellter Bohrbrunnen wird immer mit einem Arbeitsrohr errichtet, damit eine Kiesschüttung auf das Schichtenverzeichnis abgestimmt werden kann.

    Das Filterrohr hat dabei nicht die Aufgabe zu filtern, sondern ist Gerüst für die filternde Kiesschicht. Zwischen Arbeitsrohr und Brunnenrohr muss genügend Platz sein, um eine wirksame Filterkiesschicht schütten zu können.

    Alternativ dazu gibt es im Fachhandel (kein Baumarkt) sogenannte Kiesklebefilter oder Kiesbelagfilter (sehr teuer, aber gut), die man statt einer Kiesschüttung verbauen kann.

    Die Abstimmung von Filterkies oder Kiesklebefilter auf die Bodenschicht ist eine komplexe Überlegung, die sehr umfangreich werden kann, um maximale Ergebnisse zu erzielen.

    Da hobbymässig erstellte Brunnen nicht der Wasserversorgung von Stadtteilen dienen, können hier Abstriche an das maximal Mögliche gemacht werden.



    Will man ohne Arbeitsrohr arbeiten, ändern sich die Verhältnisse gravierend.

    Jetzt dient das Filterrohr nicht mehr als Traggerüst für eine genau abgestimmte Kiesfilterschicht, sondern als Traggerüst für das Erdreich um die Filteröffnungen.

    Da man meistens nicht weiss, wie sich das Erdreich zusammensetzt, bleibt einem nichts anderes übrig, als die kleinste Schlitzweite zu nehmen und zu hoffen, dass das passt.

    Ist der Boden um die Filter zu fein, so gehen die Körner durch die Filterschlitze und der Brunnen wird ständig Sand führen.

    Haben die Bodenkörner die gleiche Grösse wie die Filterschlitze, so werden diese in einem hohen Umfang verstopfen und den Wassereintritt stark verringern.

    Nur wenn die Körner grösser als die Filterschlitze sind, können sie sich wie eine Filterkiesschüttung an das Filterrohr anlegen.

    Nun besteht der Boden ja nicht aus gewaschenem und gesiebten Sand bzw. Kies, sondern es sind alle möglichen Korngrössen in einer Probe zu finden. Deswegen muss man einen Esslöffel getrockneten Boden auf mm-Papier streuen, um ihn beurteilen zu können.

    Die grösseren Körner sollten grösser als die Filterschlitze sein, die kleineren, das sogenannte Unterkorn, sollte kleiner als die Schlitze sein.

    Beim Klarpumpen eines Brunnens wird im Idealfall das Unterkorn durch die Schlitze abgepumpt, im Laufe der Zeit immer weniger und der Brunnen wird sandfrei.


    Ob man nun ein Arbeitsrohr setzt, mit Kiesschüttung oder Kiesklebefiltern arbeitet, oder das Rohr direkt abteuft, muss jeder Hobbybrunnenbauer selbst entscheiden.

    Manchmal sind Erfahrungen der unmittelbaren Nachbarschaft oder Schichtenverzeichnisse der zuständigen Ämter nützlich. Sie sind aber nie(!) eine Garantie für den Boden,den man dann tatsächlich antrifft. Innerhalb weniger Meter können sich die Bodenverhältnisse massiv verändern.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

Brunnen selber bauen