Welche Pumpe? + andere kleine Fragen

  • Guten Tag liebe Pumpengemeinde.


    Ich habe einen Bohrbrunnen, wie tief dieser ist weiß ich leider nicht genau. Der Rohdruchmesser vom Rohr ist 125mm.

    Ich konnte leider im Internet nichts finden, was meinen Anforderungen entspricht, beziehungsweise habe ich auch nicht die Ahnung, auf was man alles achten muss.


    Zur Zeit habe ich eine Gardena Gartenpumpe mit ca 3600l/h Fördermenge. An der Gartenpumpe ist eine 7m Ansauggarnitur. Das Grundstück ist sehr groß, deshalb bewässere ich die Pflanzen mit einem 1/2" Schlauch, Länge ca 70m. Das Problem ist, dass ich keine zwei Rasensprenger damit betrieben bekomme. der Druck ist zu niedrig.

    Zwecks der Tiefe: Mit der 7m Sauggarnitur hatte ich bisher immer Wasser. Ich messe das mal aus.


    Ich bräuchte (oder hätte gerne) eine Tauchdruckpumpe für meinen Brunnen.

    Ich muss die ganzen Pflanzen und Hecken die über das Grundstück verteilt sind bewässern. Dann würde ich gern noch ein Teil der Wiese bewässern, gern mit zwei bis drei Beregnern.

    Das Brunnenwasser ist glasklar, wenn es aus dem Schlauch kommt. Ich habe noch keine Schmutzpartikel wie Sand wahrnehmen können. Dennoch sollte die Pumpe vielleicht ein wenig Sandverträglich sein, sodass sie nicht nach einem halben Jahr abdankt. ALLERDINGS ist das Wasser anscheinend Eisenhaltig, denn die Pflanzen und Blumenkästen werden bräunlich-rostig.

    Dann sollte die Pumpe wenn möglich einen normalen Netzstecker besitzen, den ich einfach in die Steckdose stecken kann. Plug&Play.


    Also nochmal als Kurzfassung:


    Ich brauch eine Pumpe, mit der ich zwei bis drei Rasensprenger auf einer Länge von bis zu 70m betreiben kann.

    Einen Perlschlauch, für die Neuanpflanzung der Hecke (Auch wenn ein Perlschlauch wohl nicht mit hohem Druck vereinbar ist)

    Die Pumpe sollte ein wenig Sandverträglich sein, zwecks eventuellem Sand(wenig) im Brunnen und rostigem Wasser.

    Wenn möglich einen normalen Netzstecker für die Steckdose. (keinen Drehstrom)


    Ist es zu verwirklichen, dass die Pumpe nur läuft wenn auch Wasser entnommen wird ?



    Ich hoffe meine Aussagen klingen nicht allzu doof, ich habe nur leider keine Ahnung von dem Gebiet.

    Wie viel Druck benötigt wird usw..


    Mit freundlichen Grüßen

  • Du brauchst keine neue Pumpe, sondern eine Leitung mit dem richtigen Durchmesser.

    Rechne einfach mal nach:

    http://www.druckverlust.de/Online-Rechner/index.html

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Erst rechnen. Die Druckverluste der Leitung sind das eine (hier aber bei der Länge sehr entscheidend), der Druckbedarf der Regner das andere und die Kennlinie der Pumpe der letzte Faktor.

    Ich geb Dir noch was zum Lesen, ist zwar für den Pumpenkauf geschrieben, beinhaltet aber alle Druckfragen in einer Beregnungsanlage:

    Pumpenstärke


    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:


    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.


    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    • Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll
    • Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.


    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    • Druckverluste durch Höhenunterschiede
    • Druckverluste durch Wasserströmung
    • Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.


    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.


    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.


    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.


    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:


    PH + Ps + PB = PA


    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.


    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.


    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.


    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.


    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hängst Du Dich immer in andere Threads rein?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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