Der 2te Versuch

  • Hallo,

    so, nun berichte ich von meinem nächsten Wassergewinnungsversuch.

    Gestern mal angefangen und mit Erdbohrer wieder auf 3 Meter runter bis der nasse Sand kam. Ging einfach nix mehr.

    Heute Grünes KG Rohr geholt. Grünes weil es 50% stabiler ist und ich nicht vollständig gelyncht werden will für die Verwendung eines KG Rohres.
    Blaues TNA Brunnenrohr ist zur Zeit nur mit langer Wartezeit zu bekommen. Zumindest mit DN 150.
    Erste Rohr dann sicherheitshalber gleich nochmal gezogen damit es schön beweglich bleibt. Soll ich das eigentlich bei jedem Rohr machen?
    Also heute dann das erste KG Rohr in der Erde versenkt und (noch mangels Plunscher, dieser kommt erst morgen) mit dem Erdbohrer darin weitergebohrt.
    2te Rohr ist auch aufgesetzt. Da die Dinger 2 Meter lang sind, Leiter neben dran gestellt und 6 Meter Bohrgestänge hineinmanövriert und gebohrt.
    Das zweite Rohr ist nun 95 cm weit drin. Jetzt komme ich nochmal auf oben genannte Frage an, soll ich das Rohr auch nochmal 50 cm rausziehen und runtersetzen damit ich es später herausbekomme?
    Habe in das unterste Rohr mein altes Kletterseil mit 11mm eingebaut und hab nen 2 Tonnen Flaschenzug für die Bewegung.
    So, morgen kommt hoffentlich der Plunscher. Ich habe nunn auf 5 Meter runtergebohrt. Die Rohre stehen noch bei 4,2 Meter da der Bohrer nur 130 mm hat die Rohre jedoch 160 Außendurchmesser. Bin auch bisher ohne Auflast ausgekommen nur gedreht die Dinger. Damit sich bloß nix verkantet oder verformt. Ich denke mit dem Plunscher kriege ich den Überstand weg. Jetzt ist es eher ein Lehmfeinsand Gemisch welches ich kaum aus dem Eimer bekomme ebenso sind tlw. faustgroße Feuersteine dabei. Wenn andere Steine dabei sind auch eher scharfkantiges Zeug. Ist das der Geschiebemergel?
    Übrigens habe ich eine tolle Methode zum Herausbohren von Sand im Wasser entwickelt. Einfach ein (Achtung es kommt das Unwort des Forums) KG Rohr mit 120 mm über den Bohrer mit 70 cm Länge schieben und der Sand stapelte sich im Rohr und man kann ohne weiteres eine 50 cm Säule herausholen.
    Etwas skeptisch werde ich ja inzwischen auf Grund der KG Rohr Phobie. TNA Gewinde ist aber sehr schwer zeitnah zu bekommen (fühestens in einer Woche) ist normales Trapezgewinde realistisch zu verwenden oder fahre ich damit genauso gegen die Wand auf Grund der Muffen? Noch kann ich mein KG Rohr mit blossen Händen auf und ab bewegen....
    Morgen gehts weiter.
    Viele Grüße

    Florian

  • Wenn Du mit KG Rohr so gut vorankommst, dann sei doch froh: viel Geld gespart. Und wenn es nicht klappt, hält sich der Verlust an Arbeitszeit auch noch in Grenzen.


    Ich habe 14m bis zum Wasser gebohrt, und dann auf 20m geplunscht, und das war sehr viel Arbeit. Wenn mir da am Ende eine Muffe geplatzt wäre bei 200kg Auflast und etwas gewackel hätte ich mich in den allerwertesten gebissen.


    Ich würde vermuten, Du hast mit den stabileren KG Rohren bei deinen Bodenverhältnissen einen guten Kompromiss gefunden.

  • Na dann hoffen wir einfach mal das Beste. Würde der verdammte Plunscher nicht bei DHL festhängen...... Wahrscheinlich ist er zu schwer um in den Laster geladen zu werden :-)

    Liege ich mit meiner Vermutung richtig, dass es sich um Mergel handelt?

    Ist die Annahme, dass das Rohr, bei vollständigem Abbau der Seitenwand durch den Plunscher, besser reinrutscht?

    Leider sind ja die Muffen an den Seiten vom KG Rohr. Hier habe ich am meisten Sorge, dass etwas schief läuft im Sinne von "Sperre" und nix geht weiter. Gibt es hier noch "Tricks"

    Sollte ich meterweise Fotos vom Aushub machen um eine Einschätzung von Euch zu erleichtern?

  • Hallo Forum


    Aktuell bin ich bei 4,6m angekommen. Grundwasser steht ab GOK bei 2,6m im Rohr. Aber nur mühsam. Das Material welches ich fördere ist lehmig/feinsandig mit kieseln. Beim Bohren spüre ich öfters größere Steine die ordentlich gegen den Bohrer kanten. Mit dem Bohrer komme ich auf 6 Meter.

    An Aufgewicht liegen inkl. mir rund 120kg momentan an. Aber ich glaube an der Seite blockiert in diesem megaharten Grund ein Stein das Rohr damit es weiterrutschen kann. Die Kiespumpe geht auch nur bis genau zum Rohrende und fördert dort kaum etwas.

    Bringt drehen des Roheres hier etwas? Ich habe Angst dass der Stein da unten an meinem Rohr Schaden anrichtet.....

    Ich habe davon gelesen, dass man ein Winkeleisen am Bohrgestänge befestigen soll, aber ich habe Sorge, dass dieses am Ende unten liegen bleibt. Kann mir hierzu jemand Tipps geben?

    Vielen Dank schonmal für Eure Unterstützung

  • Die Kiespumpe geht auch nur bis genau zum Rohrende und fördert dort kaum etwas.

    Mal mit einer Stange (oder einem Fallmeissel) am Untergrund kratzen und schauen, ob Material gelöst werden kann, welches von der Kiespumpe gefördert werden kann.

    Wenn dies der Fall ist, mal die Rohrtour 30cm ziehen und versuchen in dieser Position Material zu fördern. Wenn der Boden zu hart ist, benötigst Du einen anderen Bohrkopf, evtl. einen Edelman Bohrer oder einen Riverside Bohrer, das hängt vom Untergrund ab.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Moin,

    heute war ich wieder am Rohr. Sonntag konnte ich noch mit dem Bohrer unter das Rohr. Heute war erstmal Sand mit dem Grundwasser aufgeschwemmt worden und das Rohr war genau bei der Unterkante voll mit Sand. Also erstmal ein wenig gepumpt und das Zeug hochgeholt. Heute war ohnehin nicht viel Zeit. Morgen gehts früher in den Feierabend und auf die Baustelle. Dann wird das Rohr mal leergepumpt und anschl. ein Stück gezogen und mal gucken ob der Stein am Rand sich dann löst. Anbei ein Bilder des heutigen Aushubs an der Rohrunterkante bei 4,6 Meter. Am interessantesten finde ich die kleinen weißen Stückchen, Kreide oder Muschelkalk. Lässt sich ganz einfach zwischen den Fingern zerreiben. (Grundwasser steht unverändert bei ca. 3m unter GOK).

    Danke für deine hilfreiche Antwort kg49!

  • Heute früher Feierabend gemacht und los gings.

    Was soll ich sagen. Von 15:00 bis 20:00 bin ich nun wenigstens wieder am Anfang.

    Zuerst das Rohr hochgezogen wie empfohlen.

    Dann mit der Kiespumpe festgehangen. Oberste Rohr wieder abgeschraubt und das Rohr noch weiter gezogen.

    Gezerrt gewürgt geflucht usw. Irgendwann war sie raus.

    Also nochmal das Ding runter. Schön vorsichtig..... FESTGEHANGEN. Arghs. Alles nochmal. Insgesamt 60 cm Verlust.

    Auflast erhöht. 140 kg.

    Nun bin ich kurz vor dem Punkt an dem ich gestern Abend war. Mal sehen ob ich weiter runterkomme aber morgen muss erstmal die Büroarbeit nachgeholt werden.

    Wenigstens war in den letzten Fuhren wieder kleines Steinzeug dabei. Feuersteine und runde Kiesel im Sand / Lehm.

  • Das Wochenende ist da und ich kann wieder richtig loslegegn.

    Heute direkt von 17:00 bis 20:00 gepumpt.

    Das Rohr einige male hin und hergedreht.

    Leider sind jetzt einige KG Rohr Schnipsel beim Fördergut dabei. Wie abgehobelt.

    Auf jeden Fall gepumpt gepumpt und gepumpt. Anfangs Sand (Wahrscheinlich noch Reste von der Rohrzugaktion. (Knapp 2 Schubkarren) Nun wieder Lehm kleine Steine und Sand, Leider immer nur ca. 7cm in der Pumpe an Material.

    Eben noch in den Baumarkt und eine Gartenkralle und Winkeleisen besorgt sowie Bohrverlängerungen. Kam mit meinem 6 Meter Bohrer nicht mehr auf Grund.

    Rohr steht bei 4,76m unter GOK. Auflast liegt bei 120kg + zeitweise mich = 200kg.

    Morgen steht der ganze Tag zur Verfügung. Ziel sind 6m für dieses Wochenende.....

    Aushubbilder kommen dann von morgen.

  • Leider sind jetzt einige KG Rohr Schnipsel beim Fördergut dabei. Wie abgehobelt.

    Dann wollen wir mal hoffen, dass es hält. Es kann ja auch längs aufreissen.


    Leider immer nur ca. 7cm in der Pumpe an Material.

    Wenn die Kiespumpe nichts fördert, muss im Rohr gebohrt werden.

    Auflast liegt bei 120kg + zeitweise mich = 200kg.

    Wenn gefördert wird und das Rohr nicht rutscht, ist die Auflast zu gering (Oder das Rohr steht auf einem Stein)

    Immer mal wieder ein Stück ziehen (wenige cm genügen) und schaun, wie es dann rutscht. Wird immer wieder die gleiche Tiefe erreicht ohne voran zu kommen, ist ein Stein im Weg.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Die Katastrophe nimmt ihren Lauf.

    Beim Steine rausschlagen und hebeln ist die Kralle gebrochenen. Müsste in die Kiespumpe passen aber noch ist sie nicht wieder da. Beim raushauen auch das Rohr beschädigt. 2 Plastik Stücke mit je 2 cm Kantenlänge kamen hoch.

    2 cm ging das Rohr tiefer. Drehbar ist das Rohr nur zu 90 grad. Nischen das Rohr angehoben mit Kettenzug. Kaum Besserung. Auflast inzwischen 180 bzw 260kg. Bohrtiefe immer noch 4,4m.

    Spaßeshalber mal leergepumpt. Kommen ca 100 Liter hoch. Nach 10 Minuten wieder meine 3 Meter Wasser unter gok. Mit dem Hochdruckreiniger die muffen in der Erde freigespült falls die bremsen. 1 cm nachgerutscht. Seltsamerweise ist immer wieder 20 - 40 cm Sand im Rohr.

    Werde die Rohrtour wahrscheinlich komplett ziehen und neu einsetzen. Es sei denn es gibt Geistesblitze.

  • Kommen ca 100 Liter hoch. Nach 10 Minuten wieder meine 3 Meter Wasser unter gok.

    !00L in 10' sind 600L/h. Für den Anfang nicht schlecht. Das scheint steigerungsfähig zu sein.

    Werde die Rohrtour wahrscheinlich komplett ziehen und neu einsetzen.

    Das ist nicht unvernünftig, auch in Hinblick auf die Rohrbeschädigung.

    Du kannst dann ggf. das defekte Rohr unten abschneiden.

    Wenn Du erneut vesenkst, solltest Du mal in Erwägung ziehen, zuerst die Muffe zu versenken.

    Generell macht sich aber bemerkbar, dass KG Rohr bei weitem nicht so stabil wie Brunnenrohr ist.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Moin moin,

    ich weiß nicht ob ich nun das Posting "Der dritte Versuch" nennen muss aber für mich ist es der gleiche Vorgang.

    Ich habe heute die Rohrtour komplett gezogen und neues KG Rohr mit der Muffe voran umgehend versenkt. Direkt 3,8m noch reinbekommen. Verlust somit nur 85cm.

    Überall liest man davon dass man KG Rohr nicht verwenden soll, aber manchmal ist es für den Laien dann schwer nachzuvollziehen. Nun einmal ein paar Beweisbilder für den Nachteil von KG Rohren unten anbei.

    Mich würde noch interessieren warum mit der Muffe voran sinnvoll ist. Nun habe ich ja unten einen größeren Durchmesser und kann nix wegdrücken / wegschneiden. Ich habe es aber mal gemacht in anbetracht der bei mir nicht vorhandenen Expertise.

    Nun 3 mal die Pumpe hochgeholt und schon bei 3,9m.

    Morgen Abend gehts weiter.


  • warum mit der Muffe voran sinnvoll ist.

    Du hast Dir die Antwort schon selbst gegeben, allerdings mit einer falschen Schlussfolgerung.

    und kann nix wegdrücken / wegschneiden.

    Du darfst auch nichts wegdrücken, denn alles Material, was weggedrückt wird, drückt später wieder auf das Rohr. Du musst das Material in das Rohr drücken, damit es gefördert wird.

    Gerade bei festen Böden ist es wichtig, mit dem grössten Durchmesser zu bohren, damit die Muffen später, wenn sie das feste Material erreichen, nicht klemmen. Deswegen nimmt man ja auch Glattwandbrunnenrohr.


    Um diesen Materialtransport in das Rohr zu fördern, wird das unterste Rohr auch innen angefast.

    Auf Deinem Foto des beschädigten Rohres sieht man eine Fase, allerdings aussen (damit das Rohr besser in die Muffe rutscht). Normalerweise fast man das mit einer Flex um.

    Das wurde bereits hier in Bohrberichten so häufig geschildert, dass ich davon ausgegangen war, dass Du das auch gemacht hast.

    Schaun wir mal, wie es weiter läuft.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

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