Belüftungsautomat Speck PM15

  • Guten Abend an das Forum,


    seit Kurzem arbeitet mein Hauswasserwerk von Speck (PM 15 150L Kessel) nicht mehr einwandfrei. Nach kurter Wasserentnahme springt die Pumpe erneut an, was auf ein zu geringes Luftpolster schließen lässt. Ich habe den Kessel nach undichten Stellen kontrolliert und ein Leck am Belüftungsautomaten seitlich am Kessel, überhalb des Schlauches festgestellt. Siehe Foto. Daher tendiere ich den gesamten Belüftungsautomaten auszuwechseln.

    In den Fehlerursachen der Betriebsanleitung steht jedoch, daß die Schnüffelventillippe an der Pumpe auszutauschen sei.


    Was ist eure Einschätzung wie die Fehlerbehebung anzugehen ist?


    Dank im Voraus, Florian

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  • Genau, die Gummilippe vom Schnüffelventil an der Pumpe muss gewechselt werden.


    Im Druckkessel hebt sich bei steigendem Wasserstand ein Schwimmer. Dieser gibt im Luftwart eine Bohrung frei, durch welche über das Schüffelventil der Pumpe Luft eingesaugt wird. Die Luft gelangt dann über das Förderwasser in den Druckkessel, der Wasserstand in diesem sinkt und verschließt die Bohrung im Luftwart.

    So wird das Luftpolster automatisch reguliert.

    Ist die Gummilippe am Schnüffelventil defekt, tritt am Luftwart nunmehr Wasser aus.



    Beste Grüße aus dem http://brunnen-forum.de

  • Ich würde das Schüffelventil rausschrauben und die Gummilippe in Augenschein nehmen.

    Ist diese noch i.O., ist gegebenenfalls die Dichtung am Druckkessel defekt, also dort, wo der Luftwart verschraubt ist.

    Das stellt dann natürlich einen größeren Aufwand dar, um diese zu wechseln.

    Besten Gruß.

  • Die Dichtung am Druckwart ist i.O., jedenfalls tritt an dieser Stelle kein Wasser aus. Dieses tritt unter der kugelförmigen Ausstülpung am Luftwart selber aus.


    So wie ich recherchiert habe, könnte aber auch ein zu hoher Wasserstand im Brunnen selbst die Ursache für das falsche Luft/Wasser Verhältnis und das damit verbundene häufige Anspringen der Pumpe sein, stimmt das? Bei mir steht das HW im Keller und der Wasserstand im Brunnen ist jetzt im Winter sehr hoch. Wenn das die Ursache wäre, sollte ich ein zusätzliches Ventil vor das HW einbauen, oder?


    Florian

  • Guten Abend,

    heute habe ich das Snüffelventil ausgewechselt, was nicht schlecht war, denn das alte Gummiventil war schon recht ausgehärtet und ein Wechsel an der Zeit.

    Leider hat sich das Problem des häufigen Nachpumpens damit nicht behoben.

    Also bin ich raus zum Brunnen und habe den Wasserstand gemessen. Er ist ca 50 cm unterhalb der Pumpe , jedoch ist dies nicht ungewöhnlich. Früher war er ähnlich hoch und das HW hat nicht so schnell nachgepumpt.

    Mir ist jedoch aufgefallen, daß der Schlauch vom Belüftungsautomaten zum Schnüffelventil innen leicht rostig war. Ohne den Belüftungsautomaten ausgebaut zu haben, vermute ich, daß dieser nicht mehr so recht funftioniert. Wobei ich nicht genau weiss, wie er eigentlich funktioniert.

    Daher meine Frage: Was macht der Automat für die Pumpe, wenn der Schwimmer unten ist und was, wenn er oben ist, also der Wasserstand auf der Hälfte des Kessels ist?


    Vielleicht "hängt" der Schwimmer (da er eingerostet) und gibt nicht den wirklicher Wasserstand wieder?


    Meine nächsten Schritte wären, den Brunnen abzupumpen (was ich eh machen muss) um zu sehen, ob das Problem am Wasserstand liegt und in einem zweiten Schritt den Belüftungsautomaten zu tauschen. Der kostet zwar 120 Euro aber das HW hat auch lange Zeit brav gearbeitet.

    Ich danke für eure Hilfe, Gruß Florian

  • Wenn der Wasserstand im Kessel zu hoch steigt, d.h. zu wenig Luft im Kessel ist, steigt auch der Schwimmer und gibt eine Bohrung ausserhalb des Kessels frei. Über diese Bohrung und dem daran angeschlossenen Schlauch zieht die Pumpe über das Schnüffelventil bei jedem Kolbenhub eine geringe Menge Luft ein und schiebt diese Luft über die Druckleitung in den Kessel. Diese Luft verdrängt das Wasser, der Schwimmer fällt, die Bohrung wird verschlossen, das Schüffelventil kann nicht mehr schnüffeln und alles ist gut, bis zum nächsten mal.

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