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Verbindungsteile Saugleitung - Pumpe .... Materialauswahl?

  • SusiH
  • July 4, 2023 at 11:55 AM
  • SusiH
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    • July 4, 2023 at 11:55 AM
    • #1

    Hallo in die Runde,

    wir haben vor, die kompletten Teile, die nach dem PE-Rohr kommen, neu zu machen. Bisher sieht das ganze so aus, macht aber scheinbar Probleme bzgl. undichter Verbindungen:

    Die schwarzen Kunststoff-Fittiche sind nur testweise angebaut, eigentlich war das blaue Teil samt Rückschlagventil (siehe letztes Bild) dran.

    Nachdem ich in einem anderen Thema in diesem Forum freundlich darauf hingewiesen wurde, dass die ganze Konstruktion an sich nicht wirklich gut ist, wollen wir es jetzt "richtig" machen.

    1. Frage: Was würdet ihr empfehlen, um die Installation fachgerecht zu gestalten?

    2. Frage: Haltet ihr die Pumpe (Gardena HWW 5000/5 inox eco) für "zu groß"?

  • Brunnen reinigen
  • Lumpi
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    • July 4, 2023 at 12:14 PM
    • #2
    Quote from SusiH

    Frage: Haltet ihr die Pumpe (Gardena HWW 5000/5 inox eco) für "zu groß"?

    Wovür zu groß?!

    Rammbrunnen, Bohrbrunnen, Schachtbrunnen, Zisterne, ...?

    Wie viel Wasser läuft pro Stunde nach?

    Wie viel Wasser wir benötigt?

    Quote from SusiH

    1. Frage: Was würdet ihr empfehlen, um die Installation fachgerecht zu gestalten?

    Der Spiralschlauch im PE-Fitting ist jedenfalls totaler Mist.

    Aus welcher Tiefe wird das Wasser denn gesaug?

    Bei geringer Höhendifferenz zwischen Wasseroberfläche und Pumpe klappt es eigentlich gut mit PP-Fittingen am PE-Rohr.

    Bei größerer Höhendifferenz würde ich dann entweder Stützhülsen im PE-Rohr verwenden, oder direkt auf die Beulco-Messingfittings mit festem Stützrohr übergehen. (meiner Meinung nach die besten PE-Verschraubungen, aber auch nicht ganz günstig)

  • SusiH
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    • July 4, 2023 at 12:30 PM
    • #3
    Quote from Lumpi

    Wovür zu groß?!

    Rammbrunnen, Bohrbrunnen, Schachtbrunnen, Zisterne, ...?

    Wie viel Wasser läuft pro Stunde nach?

    Wie viel Wasser wir benötigt?

    Hallo Lumpi!

    gebohrter Brunnen

    Wie viel Wasser nachläuft? :/ Wie kriege ich das raus?

    Es wird ein kleiner Wochenend-Bungalow mit der Anlage versorgt.

    Dusche und WC, Küche mit Geschirrspüler, Gartenschlauch.

    Quote from Lumpi

    Der Spiralschlauch im PE-Fitting ist jedenfalls totaler Mist.

    Aus welcher Tiefe wird das Wasser denn gesaug?

    Bei geringer Höhendifferenz zwischen Wasseroberfläche und Pumpe klappt es eigentlich gut mit PP-Fittingen am PE-Rohr.

    Bei größerer Höhendifferenz würde ich dann entweder Stützhülsen im PE-Rohr verwenden, oder direkt auf die Beulco-Messingfittings mit festem Stützrohr übergehen. (meiner Meinung nach die besten PE-Verschraubungen, aber auch nicht ganz günstig)

    10,50 m gebohrt, aktuell 9,30 m tief, die Wassersäule steht bei 6,00 m.

    (Der Brunnen soll aber gespült werden.)

    Ich will jetzt nicht sagen, Geld spielt keine Rolle ;) , aber es soll endlich vernünftig werden, also geben wir das aus, was es eben kostet.

    Welchen Schlauch sollen wir statt des Spiralschlauchs nehmen?

  • Lumpi
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    • July 4, 2023 at 1:04 PM
    • #4
    Quote from SusiH

    10,50 m gebohrt, aktuell 9,30 m tief,

    ...über 1m Sand / Kies... im Rohr? Das ist viel. Habt ihr erst ein Vollrohr verbaut, oder unten direkt mit Filterschlitzen begonnen?

    Quote from SusiH

    Wie viel Wasser nachläuft? :/ Wie kriege ich das raus?

    ...durch Abpumpen mit einer größeren Pumpe, unter Auslittern der Fördermenge unter Betrachtung der Wasserspiegelabsenkung.

    Quote from SusiH

    Es wird ein kleiner Wochenend-Bungalow mit der Anlage versorgt.

    Dusche und WC, Küche mit Geschirrspüler, Gartenschlauch.

    Ich würde vor allem ein Druckgefäß samt meschanischem Druckschalter intergrieren.

    Quote from SusiH

    Welchen Schlauch sollen wir statt des Spiralschlauchs nehmen?

    "....

    Bei größerer Höhendifferenz würde ich dann entweder Stützhülsen im PE-Rohr verwenden, oder direkt auf die Beulco-Messingfittings mit festem Stützrohr übergehen. (meiner Meinung nach die besten PE-Verschraubungen, aber auch nicht ganz günstig)

    "

    Kein Schlauch, sondern PE-Rohr mit vernünftigen Verschraubungen!

    Alles in mind. 1". So wenig wie möglich in die Saugseite einbauen.

  • SusiH
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    • July 4, 2023 at 2:07 PM
    • #5
    Quote from Lumpi

    ...über 1m Sand / Kies... im Rohr? Das ist viel. Habt ihr erst ein Vollrohr verbaut, oder unten direkt mit Filterschlitzen begonnen?

    laut Brunnenbauer 2 m Filter und 8,50 m Vollrohr 1/4 Zoll

    (Kann das sein mit 1/4 Zoll? Hört sich dünn an...)

    Quote from Lumpi

    Ich würde vor allem ein Druckgefäß samt meschanischem Druckschalter intergrieren.

    Die Pumpe hat doch Druckkessel und Druckschalter. :/

    Quote from Lumpi

    Bei größerer Höhendifferenz würde ich dann entweder Stützhülsen im PE-Rohr verwenden, oder direkt auf die Beulco-Messingfittings mit festem Stützrohr übergehen. (meiner Meinung nach die besten PE-Verschraubungen, aber auch nicht ganz günstig)

    Kein Schlauch, sondern PE-Rohr mit vernünftigen Verschraubungen!

    Alles in mind. 1". So wenig wie möglich in die Saugseite einbauen.

    Beulco Klemmverbinder oder Steckverbinder? Gibts sowas auch als Winkel, oder wie kriegen wir den Bogen hin?

    Das Rückschlagventil dann gleich dahinter?

    Und was als Anschluss direkt an die Pumpe?

    Gardena schreibt in der Bedienungsanleitung der Pumpe:

    [...Bei Festinstallation der Pumpe im Innenbereich zur Hauswasserversorgung ist das Hauswasserwerk zur Reduzierung von Geräuschen und Vermeidung von Beschädigungen der Pumpe durch Druckschläge nicht fest mit starren Rohren, sondern über flexible Schlauchleitungen mit dem Rohrnetz zu verbinden...]

    [...Saugschläuche ohne Gewindeanschluss über ein AnschlussStück mit dem Anschluss der Saugseite verbinden und luftdicht verschrauben...]

    Das wäre dann sowas:

    Das nehmen, aber in Messing?

  • PeterB
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    • July 4, 2023 at 2:23 PM
    • #6

    Gegen einen vernünftigen Schlauch ist nichts einzuwenden.

    Was aber garnicht geht, ist diese Anbindung des Schlauches an an die PE-Verschraubung. Der Schlauch darf nicht in die Verschraubung. Er muss über eine Schlauchtülle befestigt werden, die in den PE-Verbinder eingeschraubt wird.

    Der sollte wirklich besser aus Messing sein. Es muss nicht unbedingt Beulco sein. Bewährt hat sich dieser:

    PE-Rohr Klemmverbinder Winkel 90° Messing 1" IG x 32 mm » Lotze Wassertechnik
    Itap 1 Zoll IG x 32 mm Typ 045
    lotze-wassertechnik.de
    PE-Rohr Klemmverbinder Winkel 90° Messing 1" AG x 32 mm » Lotze Wassertechnik
    Itap 1 Zoll AG x 32 mm Typ 040
    lotze-wassertechnik.de

    Und den Rückflussverhinderer nicht vergessen;-)

    Grüße

    Peter

  • SusiH
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    • July 4, 2023 at 2:34 PM
    • #7

    Hallo Peter,

    gibts sowas auch mit anderen Winkeln außer 90°? Wir

    Und wieso Innen- und Außengewinde?

  • kg49
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    • July 4, 2023 at 2:49 PM
    • #8
    Quote from SusiH

    laut Brunnenbauer 2 m Filter und 8,50 m Vollrohr 1/4 Zoll

    (Kann das sein mit 1/4 Zoll? Hört sich dünn an...)

    2 Threads und wir wissen immer noch nicht, wie der Brunnen tatsächlich aussieht bzw. ausgebaut ist....

    Ich gehe mal davon aus, dass Dir kein Brunnenausbauplan vorliegt aber Du könntest ihn doch zumindest mal mit Worten beschreiben:

    - Farbe des Brunnenrohres

    - Durchmesser des Brunnenrohres

    - Aufbau des Brunnenkopfes

    oder wenn das nicht geht, mal dazu Fotos machen.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • SusiH
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    • July 4, 2023 at 3:10 PM
    • #9

    Zugegebenermaßen weiß ich darüber nicht viel.

    Das ist das, was ich vom Brunnenbauer habe:

    Dann hat er mir noch ein blaues Filterrohr gezeigt und gesagt, dass er sowas unten reingebaut hat. Den Durchmesser kan ich aus der Erinnerung heraus nur schätzen, so ca. 80 mm?

    Oben guckt schwarzes PE-Rohr mit blauen Streifen raus. (Das, was auf dem 3. Bild oben als abgeschnittener Rest dran ist.)

  • PeterB
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    • July 4, 2023 at 4:32 PM
    • #10
    Quote from SusiH

    gibts sowas auch mit anderen Winkeln außer 90°? Wir

    Nein

    Quote from SusiH

    Und wieso Innen- und Außengewinde?

    Nicht und, sondern oder, je nachdem mit welchen Teilen Du anschließen möchtest.

    Quote from SusiH

    Das wäre dann sowas:

    Diese Tülle zB würde auf ein Außengewinde passen.

  • SusiH
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    • July 6, 2023 at 1:05 PM
    • #11

    Nochmal mit dem Brunnenbauer gesprochen. Unabhängig vom "Entkiesen" des Brunnens sollen wir bei unseren Brunnenbedingungen ein HWW von höchstens 2.500 l/h Förderleistung nehmen.

    Was müsste ich noch für Angaben liefern, damit ihr mir dazu was sagen könnt?

    Ich müsste dann morgen eins besorgen, deshalb wäre es schön, wenn ihr mir helfen könntet, indem ihr die Ansicht des Brunnebauers bestätigen oder ihr widersprechen würdet.

  • kg49
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    • July 6, 2023 at 2:11 PM
    • #12
    Quote from SusiH

    sollen wir bei unseren Brunnenbedingungen ein HWW von höchstens 2.500 l/h Förderleistung nehmen.

    Tja, der Brunnenbauer weiss offensichtlich, das er keinen optimalen Brunnen erstellt hat, denn die Brunnenbedingungen hat er ja zu verantworten, es sei denn, dass er durch Auftragsvorgaben o.ä. daran gehindert wurde, einen optimalen, sandfreien Brunnen zu erstellen.

    Die Beschränkung auf 2500L/h (eher m.M. nach 1500L/h) ist natürlich eine Aussage für Laien und technisch nichts wert, denn entscheidend ist nicht die mögliche Leistung des HWW, sondern die tatsächliche Wassermenge, die pro Stunde abgenommen wird.

    Für Laien: Wenn man den Hahn beim Bewässern nicht zu weit aufdreht, bleibt halt die Förderung kleiner als die maximal mögliche Förderung der Pumpe.

    Das kontrolliert man natürlich mit einem Wasserzähler, da ich aber Deinen Kommentaren entnommen habe, dass Du Messinstrumente bei Pumpen für nicht unbedingt erforderlich hältst, ist es vielleicht tatsächlich nicht so verkehrt, eine leistungsschwache Pumpe zu nehmen, ansonsten hättet ihr die alte behalten können.

    Stellt sich nur die Frage, für welchen Arbeitspunkt sollen die 2500L/h Pumpenmaximalleistung gelten?

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • SusiH
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    • July 6, 2023 at 3:12 PM
    • #13
    Quote from kg49

    Tja, der Brunnenbauer weiss offensichtlich, das er keinen optimalen Brunnen erstellt hat, denn die Brunnenbedingungen hat er ja zu verantworten, es sei denn, dass er durch Auftragsvorgaben o.ä. daran gehindert wurde, einen optimalen, sandfreien Brunnen zu erstellen.

    Zur damaligen Ausführung meinte der Brunnenbauer, dass die Bodenbeschaffenheit leider keine größere Tiefe und einen längeren Filter/Saugrohr möglich machte. Da wir diesbezüglich Laien sind, haben wir nunmal das, was er sagt, für richtig gehalten.

    Quote from kg49

    Die Beschränkung auf 2500L/h (eher m.M. nach 1500L/h) ist natürlich eine Aussage für Laien und technisch nichts wert, denn entscheidend ist nicht die mögliche Leistung des HWW, sondern die tatsächliche Wassermenge, die pro Stunde abgenommen wird.

    Für Laien: Wenn man den Hahn beim Bewässern nicht zu weit aufdreht, bleibt halt die Förderung kleiner als die maximal mögliche Förderung der Pumpe.

    Wenn nicht die Leistung der Pumpe sondern die entnommene Wassermenge über den Brunnenzustand entscheidet , ist es also egal, ob die Pumpe überdimensioniert ist - Hauptsache, man nimmt nicht zu viel Wasser, oder?

    Heißt, wenn wir den Brunnen überbeansprucht haben, weil wir zu viel Wasser innerhalb kurzer Zeit gezogen und damit Kies/Sand nachgezogen haben, wäre das mit einer kleinen Pumpe genauso passiert wie mit einer größeren.

    Quote from kg49

    Das kontrolliert man natürlich mit einem Wasserzähler, da ich aber Deinen Kommentaren entnommen habe, dass Du Messinstrumente bei Pumpen für nicht unbedingt erforderlich hältst, ist es vielleicht tatsächlich nicht so verkehrt, eine leistungsschwache Pumpe zu nehmen, ansonsten hättet ihr die alte behalten können.

    Hmmm, dass ich keinen Wert auf Messinstrumente bei Pumpen lege, ist irgendwie eine Unterstellung. Ich behaupte mal, der Großteil der nichtfachlichen Hauswasserwerk-Nutzer macht sich einfach weiter keinen Kopf, er stellt das Wasser an und wieder ab. Daraus Ignoranz abzuleiten finde ich ein bisschen übertrieben. X/

    Auch hier: Wenn ich es richtig verstanden habe, müsste man die Entnahmemenge regelmäßig im Auge behalten, dann kann die größere Pumpe bleiben.

    Allerdings habe ich dann das mit der Pumpengröße wohl doch nicht richtig verstanden - wenn ich eine Förderleistung von 1.500l/h vor mir sehe, frage ich mich, wann wir jemals selbst mit mit gleichzeitigem Betrieb von z.B. Dusche und GS oder Wasserschlauch und GS jemals so viel Wasser in einer Stunde verbraucht haben sollten. Wir haben keinen Pool, keine Rasensprenger o.ä. Und es gibt auch keine Duschexszesse - es wird noch nichtmal täglisch geduscht.

    Wir sind ziemlich sparsame Leute, vor allem was Energie betrifft.

    Quote from kg49

    Stellt sich nur die Frage, für welchen Arbeitspunkt sollen die 2500L/h Pumpenmaximalleistung gelten?

    Arbeitspunkt? :/

  • kg49
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    • July 6, 2023 at 4:00 PM
    • #14
    Quote from SusiH

    wäre das mit einer kleinen Pumpe genauso passiert wie mit einer größeren.

    Keine Ahnung, es kommt immer auf die augenblickliche Entnahme an.

    Quote from SusiH

    Ich behaupte mal, der Großteil der nichtfachlichen Hauswasserwerk-Nutzer macht sich einfach weiter keinen Kopf, er stellt das Wasser an und wieder ab.

    Leider, leider. Der Bestand an Brunnen wächst und auch die Ignoranz der Benutzer gegenüber diesem technischen System, was nicht immer, aber immer öfters ein sensibles System ist. Begründen lässt sich dies, dass immer mehr Firmen aus Unprofessionalität oder Zeit- bzw. Kostengründen Brunnen bohren, die nicht mängelfrei sind. Immer mehr Laien versuchen, selbst einen Brunnen zu bauen. Was ja nicht verkehrt ist, aber früher wurde über die Wintersaison sich mit der Thematik beschäftigt und die Leute wussten, worauf es ankommt.

    Heute wird erwartet, dass nicht mehr technische Kenntnisse als beim Autofahren erforderlich sind (wo kommt der Treibstoff rein, wo schalte ich die Pumpe ein). Dabei wird übersehen, dass die meisten Brunnen "auf Kante genäht " sind und bei weitem nicht die Zuverlässigkeit eine heutigen PKWs haben.

    Wers nicht glaubt, kann die Berichte über Probleme in allen Brunnenforen nachlesen.

    Quote from SusiH

    Arbeitspunkt?

    Ein typisches Beispiel, was man mit Ignoranz beschreiben könnte. Früher wäre bei einem unbekannten Begriff (man kann nicht alles wissen) erst mal gegoogelt worden (wobei diese Suchmachinen im Vergleich zu den 70er Jahren die reinsten Paradiese sind, damals gab es Hochschulbibliotheken und sonst nichts.) und wenn dann etwas noch unklar war, wäre gezielt nachgefragt worden.

    Heute wird erwartet, dass einem die Probleme mundgerecht gelöst und serviert werden.

    Naja, hier die passende "Mahlzeit" zu dem Begriff:

    Hinweis: Der im folgenden Artikel verwendete Begriff Betriebspunkt wird bei angeschlossenen Pumpen in Anlagen Arbeitspunkt genannt.

    Pumpenkennlinie

    Betrachtet man Pumpen im Baumarkt oder online im Netz, so fällt einem auf, dass sich auf dem Typenschild oder bei den technischen Angaben zwei Werte befinden, die anscheinend die Eigenschaften der Pumpe beschreiben: Eine Druckangabe und eine Wassermengenangabe.

    Z.B. kann man lesen 5 Bar / 3000L/h

    Da 10m Wassersäule einen Druck von ca. 1 Bar hat, werden die Drücke häufig auch in Höhenangaben angegeben, d.h. es kann auch stehen: 50m / 3000L/h.

    Man könnte jetzt annehmen, dass die genannten Daten die Eigenschaften der Pumpe beschreiben, also 3000L/h bei einem Druck von 5 Bar gefördert werden. Ein folgenschwerer Irrtum!

    Es ist leicht einzusehen, dass eine Pumpe ihren höchsten Druck hat, wenn der Pumpenausgang verschlossen ist, also die Fördermenge 0L/h beträgt.

    Genauso ist es nachvollziehbar, dass die höchste Wassermenge gefördert wird, wenn der Pumpenausgang offen ist, also kein Schlauch angeschlossen ist. Ist der Ausgang offen, kann dort kein Druck aufgebaut werden, also liegen dort 0 Bar an.

    Diese zwei Zustände nennt man auch Betriebspunkte. Sie entsprechen kaum dem praktischen Betrieb.

    Aber genau diese zwei Betriebspunkte werden bei Pumpen angegeben, also die maximal mögliche Fördermenge und der maximal auftretende Druck. Beide können nie zusammen auftreten!

    Zwischen beiden Betriebspunkten sind unendlich viele Kombinationen möglich.

    Man kann sich das so vorstellen, als ob die Pumpe aus dem Eingangsbeispiel (50m/3000L) in einem Teich neben einem 60m hohen Turm stehen würde.

    Lässt man die Pumpe frei laufen, so fördert sie 3000L/h, ihr Druck beträgt 0 Bar.

    Schliesst man sie an einen langen Schlauch an, den man langsam am Turm hinaufzieht, so hat sie bei 10m einen Druck von 1 Bar, bei 30m von 3 Bar, bei 50m von 5 Bar und bei 60m immer noch 5 Bar. Das Wasser, das durch den Schlauch fliesst, wird immer weniger, je höher der Schlauch gezogen wird. Ab 50m fliesst überhaupt kein Wasser mehr aus dem Schlauch heraus.

    Zu jeder Schlauchhöhe gehört also ein anderer Druck und eine andere Fördermenge.

    Das sind die verschiedenen Betriebspunkte einer Pumpe. Sie werden entweder in einer Tabelle oder mit einer Kurve dargestellt. Diese Kurve nennt man Pumpenkennlinie, bei der man zu jedem Pumpendruck die dazugehörende Fördermenge bzw. zu jeder Fördermenge den dazugehörenden Pumpendruck ablesen kann.

    Ergänzend sei noch gesagt, dass einige Pumpenhersteller neben dem Maximaldruck bzw. der maximalen Fördermenge auch den Betriebspunkt angeben, bei dem die Pumpe ihren besten Wirkungsgrad hat.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • SusiH
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    • July 6, 2023 at 4:54 PM
    • #15

    Danke für die ausführliche Antwort.

    Die Tabellen mit dem höheren Arbeitsdruck bei steigenden Arbeitshöhen hatte ich mir von Gardena angeguckt. Ich kann aber deine Frage nicht "verstehen". Die Pumpe steht ebenerdig und es ist ein Bungalow, damit ist nach der Pumpe keine Entnahmestelle höher als 2m, und das auch nur in der Dusche.

    Ich hatte vor dem Kauf damals bei Gardena angerufen, um mich beraten zu lassen. Dort wurden ein paar Details zur geplanten Anwendung abgefragt und man empfahl mir die große Pumpe.

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