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  • Brunnenbau Lexikon
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  1. Brunnenbau-Forum
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  3. Brunnenbau Bohrbrunnen

Sumpf steht voll und Brunnenrohr haut ab

  • Fraggle
  • March 31, 2012 at 2:05 PM
  • Fraggle
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    12
    • March 31, 2012 at 2:05 PM
    • #1

    Hallo Forum!

    Eigentlich ein Luxusproblem, aber ich bin trotzdem etwas ratlos...

    Aktuelle Situation siehe angehängtes pdf (spart viele Worte).
    Brunnenrohr DN125 direkt eingeplunscht, nur auf den obersten 3 Meter ein 200er KG zur Stabilisierung des Loches.

    Nun zu meinem Problem:
    Ich würde nun gerne das Loch am Ende des Sumpfrohres mit Quellton abschließen, aber das Sumpfrohr ist ziemlich genau komplett voll mit Sand.
    Bei dem Versuch, dieses leerzuräumen haut mir aber das komplette Brunnenrohr ab, obwohl schon keinerlei Gewicht mehr drauf ist.
    Wenn ich gaaaanz vorsichtig mit der Kiespumpe bin, dann schaffe ich vielleicht 10 cm Sand rauszuräumen und das Rohr dabei nur 5cm absacken zu lassen. Aber so ganz überzeugend ist diese Arbeitsweise natürlich nicht.

    Da ich so kurz vor dem Ziel keinen Bockmist machen will, lieber erstmal die Frage hier: Was tun?

    Option 1: Rohr oben festmachen und weiterplunschen.
    Option 2: Rohr noch 60cm weiter einplunschen und dann wieder hochziehen.
    Option 3: Sch*** auf's Sumpfrohr. Quellton rein und gut.
    Option 4: Weiterbohren, weil's so schön ist. Vielleicht kommt ja irgendwann Öl. :)

    Vorschläge?

    Gruß
    Dirk

    Files

    scan0006.pdf 58.37 kB – 688 Downloads

    Grobsandinger bis Grobkiesiger GW-Leiter ca. 70 Meter mächtig (Aller-Urstromtal), Bohrbrunnen, 125mm, 10 Meter Tief, GW bei 1,5 Meter, 5 Meter Filterrohr, 0,3 mm Schlitzweite, Abschluss Tonpelletz, Kreiselpumpe Metabo P600/1600W (9000l/h, 6bar), Saugrohr PE DN50, Ansaugung bei 4m (=1 m ü. Filter), Druckschalter (3bar ein, 5bar aus), MAG 100 Liter.

  • Brunnen reinigen
  • modpl
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    2,707
    • March 31, 2012 at 2:14 PM
    • #2

    Moin,
    also ich persönlich würde Option 4 nehmen, vom Öl mal abgesehen.:rolleyes:

    Den GW-Leiter ganz zu Durchteufen ist immer am Besten.

  • Fraggle
    Beginner
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    12
    • March 31, 2012 at 2:48 PM
    • #3

    Hallo Plunschmeister,

    vielen Dank, aber ich muss doch mal nachfragen, wie wörtlich das mit dem Durchteufen des GW-Leiters zu nehmen ist, bzw. wie das genau zu verstehen ist.

    Vielleicht helfen in meinem konkreten Fall auch noch die angehängte Bohrprofile. Die stammen von der Erkundung eines Salzstockes unter unseren Füßen um ca. 1906. Unser Häuschen steht in etwa 250 Meter neben den Bohrungen 8 und 9. (Der Abstand der Bohrungen untereinander ist auch ca. 250 Meter.)

    Kurzum: Ich rechne mit ca. 50 bis 100 Meter Sand und Kies. Erst dann kommt eine Schicht Ton.

    Mir leuchtet schon ein, daß das Wasser immer sauberer wird, je tiefer ich komme, aber 100 Meter sind doch etwas utopisch.

    Gibt's da vielleicht einen sinnvollen Kompromiss?

    Images

    • Bohrprofile.jpg
      • 69.76 kB
      • 1,357 × 542

    Grobsandinger bis Grobkiesiger GW-Leiter ca. 70 Meter mächtig (Aller-Urstromtal), Bohrbrunnen, 125mm, 10 Meter Tief, GW bei 1,5 Meter, 5 Meter Filterrohr, 0,3 mm Schlitzweite, Abschluss Tonpelletz, Kreiselpumpe Metabo P600/1600W (9000l/h, 6bar), Saugrohr PE DN50, Ansaugung bei 4m (=1 m ü. Filter), Druckschalter (3bar ein, 5bar aus), MAG 100 Liter.

    Edited 2 times, last by Fraggle: Frage besser formuliert (March 31, 2012 at 4:01 PM).

  • Fraggle
    Beginner
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    12
    • March 31, 2012 at 4:07 PM
    • #4

    Achja, noch ein Gedanke:

    Zwischen 9 und 10 Meter hatte ich ja eine herrlich grobe Schicht Kies und Geröll. Darunter wurde es wieder deutlich feiner.

    Wäre es nicht dumm, so tief runter zu gehen, daß die Filterstrecke schon wieder an der Geröllschicht vorbei ist?

    Gruß
    Dirk

    Grobsandinger bis Grobkiesiger GW-Leiter ca. 70 Meter mächtig (Aller-Urstromtal), Bohrbrunnen, 125mm, 10 Meter Tief, GW bei 1,5 Meter, 5 Meter Filterrohr, 0,3 mm Schlitzweite, Abschluss Tonpelletz, Kreiselpumpe Metabo P600/1600W (9000l/h, 6bar), Saugrohr PE DN50, Ansaugung bei 4m (=1 m ü. Filter), Druckschalter (3bar ein, 5bar aus), MAG 100 Liter.

  • Ollispapa
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    56
    • March 31, 2012 at 10:57 PM
    • #5

    Wenn Du doch schon genug Wasser hast und die Qualität Deinen Wünschen entspricht, würde ich Option 2 wählen!

    René
    ...der um den Brunnen tanzt!

    Von Frauen kann man alles erfahren, man darf nur keine Fragen stellen!

  • modpl
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    • March 31, 2012 at 11:11 PM
    • #6
    Quote

    ...aber 100 Meter sind doch etwas utopisch.

    Kann ja keiner ahnen, das du solche Bedingungen hast.

    Wenn du keine Brunnenrohre mehr zum versenken hast, dann musst du halt Schluss machen.
    Kann das von hier aus nicht beurteilen, ob der Sand sich in das Sumpfrohr drückt.
    Also probiere Variante 1. Das Brunnenrohr befestigen und plunschen. Aber kontrollieren, ob sich das SR wieder füllt. Passiert dieses, ziehst du Sand aus der Umgebung ins SR, dann solltest du abbrechen.
    Dann würde ich mit 20-30 cm mit Tonpellets verfüllen und auf das SR verzichten.

  • Fraggle
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    12
    • April 4, 2012 at 12:19 PM
    • #7

    So, das Brunnenbauprojekt ist beendet!

    Hab zufällig am Samstag auf einer Party einen Dipl.-Ing. Wasserwirtschaft getroffen und mich noch etwas beraten lassen.
    Darauf hab ich mir Montag spontan beim ortsansässigen Brunnenbauer noch ein paar Meter Rohr besorgt und die Zigarettenpause der Jungs dort auch zum Löchern genutzt.

    Im Großen und Ganzen haben aber alle Experten meine Pläne abgenickt. :)

    Fazit:
    - Noch 2 Meter weiter runtergegangen.
    - Dann abgebrochen, weil Fortschritt und Aushub immer weniger zusammenpassen. D.h. ich hole mit Material aus der Umgebung hoch.
    - Rohr leicht hochgezogen um den Sumpf freizukriegen.
    - Material strömt aber schon bei kleinsten Druckschwankungen im Rohr nach. (Mittel- und Grobsand)
    - Also Feierabend, schnell die Tonpellets drauf. Bloß nicht mehr anrühren und ein paar Tage warten.


    Nun kommt aber die nächste Schwierigkeit:
    Wie und womit kann ich den neuen Brunnen am besten freipumpen?

    Man soll ja erst mit halbem Nenndurchfluß und danach mit dem doppelten freipumpen. D.h. ich muss erst mit 4-5 m^3/h und dann mit 20 m^3/h pumpen und das ganze noch mit Feststoffanteilen.

    Den o.g. Brunnenbauer hab ich mal gefragt, ob die das machen könnten... 2 Stunden Einsatz Schmutzwasserpumpe plus Anfahrt sollen 500 € kosten. Das vergessen wir also mal.

    Aber wie mach ich's sonst?

    Hat hier evtl. jemand Erfahrungen mit dem abschnittsweisen Entwickeln der Filterstrecke?

    Gruß
    Dirk

    Grobsandinger bis Grobkiesiger GW-Leiter ca. 70 Meter mächtig (Aller-Urstromtal), Bohrbrunnen, 125mm, 10 Meter Tief, GW bei 1,5 Meter, 5 Meter Filterrohr, 0,3 mm Schlitzweite, Abschluss Tonpelletz, Kreiselpumpe Metabo P600/1600W (9000l/h, 6bar), Saugrohr PE DN50, Ansaugung bei 4m (=1 m ü. Filter), Druckschalter (3bar ein, 5bar aus), MAG 100 Liter.

    Edited 6 times, last by Fraggle (April 8, 2012 at 11:18 AM).

  • modpl
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    • April 4, 2012 at 1:54 PM
    • #8
    Quote

    So, das Brunnenbauprojekt ist beendet!

    Was verstehst du darunter? Wurde der Ringraum bereits wieder verfüllt?
    Falls du noch Tonpellets über hast, würde ich persönlich nochmals über dem 1. Filter von oben gesehen eine Tonsperrschicht setzen.
    Also Ringraum bis Abschluss Filter mit Bohrgut auffüllen, dann eine Sperrschicht ( ca. 1m) mit Ton und weiter auffüllen ( Bohrgut).

    Pumpst du erst klar und verfüllst du danach, fängst du wieder von vorne an.

  • Fraggle
    Beginner
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    • April 4, 2012 at 4:59 PM
    • #9

    Naja, da ich das Brunnen- und Filterrohr direkt eingeplunscht habe, also ohne Arbeitsrohr, gibt's da nicht wirklich einen Ringraum, den ich verfüllen könnte. (Von den ersten 3 Metern mal abgesehen. Die Filterstrecke kommt aber erst nach 6 Metern.)

    Oder hab ich Dich evtl. nicht richtig verstanden? :confused:

    Nichtsdestotrotz wollte ich das Ganze erstmal eine Woche in Ruhe lassen, damit sich der Boden um die Bohrung herum komplett setzen kann.

    Gruß
    Dirk

    Grobsandinger bis Grobkiesiger GW-Leiter ca. 70 Meter mächtig (Aller-Urstromtal), Bohrbrunnen, 125mm, 10 Meter Tief, GW bei 1,5 Meter, 5 Meter Filterrohr, 0,3 mm Schlitzweite, Abschluss Tonpelletz, Kreiselpumpe Metabo P600/1600W (9000l/h, 6bar), Saugrohr PE DN50, Ansaugung bei 4m (=1 m ü. Filter), Druckschalter (3bar ein, 5bar aus), MAG 100 Liter.

  • modpl
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    2,707
    • April 4, 2012 at 6:54 PM
    • #10
    Quote

    Oder hab ich Dich evtl. nicht richtig verstanden?

    Nein,ist schon richtig. War der Meinung das Kg war länger.

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