Bohrbrunnen in Recklinghausen

  • Guten Abend zusammen,


    ich bin der Markus und neu hier im Forum.


    Ich habe mir überlegt einen Bohrbrunnen zu erstellen, nachdem die Nachbarn auch einen Brunnen haben.
    Gebohrt habe ich mit einem 180er Bohrer bis auf 6,5m. Hier ist eine Schicht mit grauem, matschigem Lehm und ca. 20cm Wasser. Jedes mal wenn ich den Bohrer erneut absenke kann ich diesen um ca 1m so runterdrücken, nach einer umdrehung ist er dann wieder voll mit dieser Pampe. Ich komme nicht wirklich tiefer. Könnte man KG Rohr als Arbeitsrohr versenken, um diese Schicht (ich denke es rutscht immer nach) zu umgehen und damt dann weiter bohren? Ziel ist es ein DN125 Brunnenrohr zu verbauen. Wenn ich alles richtig verstanden habe, kann ich ja erst plunschen, wenn ich definitiv auf Grundwasser stoße. Ab da dann 2-3m Filterstrecke plus Supfrohr. Richtig soweit?


    Nach den Höhenangaben und Meßstellen, müßte ich nun gerade auf Niveau der A2 sein. Die nächste Meßstelle gibt einen Grundwasserstand von ca 57m NHN an. Ich liege bei 69,5m.


    Ich danke schonmal für Antworten und hoffe alles so gut als möglich beschrieben zu haben.

  • Ich habe heute nochmals einen Versuch gewagt. Zu Anfang war das Bohrloch von 6,5m auf 5,5m wieder zu mit diesem grauen Zeugs. Also wieder runter bis auf 6,5m gebohrt, aber es füllt sich immer wieder auf. Was kann ich da machen? Hat bitte jemand eine Idee?


    Vielen Dank
    Markus

  • Das Bohrloch fällt Dir immer wieder zusammen.
    Egal ob Du jetzt ein Arbeitsrohr- oder ein Brunnenrohr nimmst, ohne Rohr geht es nicht weiter. In diesem Rohr musst Du dann entweder bohren oder plunschen. Falls Du kein Wasser zum Plunschen im Bohrloch hast (Grundwasser), muss Du Wasser von oben hinzugeben. Soviel, dass es zum Plunschen reicht.
    Das in das Bohrloch hineingestellte Rohr muss mit einem Gewicht belastet werden, sodass es möglichst schnell im Bodengrund versinkt.
    Gruss
    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Das Bohrloch fällt Dir immer wieder zusammen.
    Egal ob Du jetzt ein Arbeitsrohr- oder ein Brunnenrohr nimmst, ohne Rohr geht es nicht weiter. In diesem Rohr musst Du dann entweder bohren oder plunschen. Falls Du kein Wasser zum Plunschen im Bohrloch hast (Grundwasser), muss Du Wasser von oben hinzugeben. Soviel, dass es zum Plunschen reicht.
    Das in das Bohrloch hineingestellte Rohr muss mit einem Gewicht belastet werden, sodass es möglichst schnell im Bodengrund versinkt.
    Gruss
    kg49


    Macht es denn Sinn ein DN200 KG Rohr zu versuchen einzusetzen um damit etwas tiefer zu kommen?Um dann (sobald diese Schicht durchbrochen ist) innen mit dem Handbohrer weiter zu bohren? Das mit dem beschweren ist mir schon klar, soll ja runter das Rohr. Nur jetzt schon Brunnenrohr wollte ich noch nicht einsetzten. Wer weiß was noch kommt. Ich wollte versuchen den Durchmesser für mein eigentliches Brunnenrohr so groß wie möglich zu halten. Bin leider noch totaler Newbie auf dem Sektor.


    Danke
    Markus

  • Ich wollte versuchen den Durchmesser für mein eigentliches Brunnenrohr so groß wie möglich zu halten.


    Wozu? Man versucht den Aufwand (und damit den Durchmesser) so gering wie möglich zu halten. Ein Brunnenrohr mit DN115 sollte für jede 4" Pumpe mehr als ausreichend sein.
    Ein überdimensioniertes Arbeitsrohr hat eigentlich nur den Vorteil, wenn man teleskopartig in die Tiefe muss, weil das zuerst gesetzte Arbeitsrohr partout nicht mehr rutschen will. Das weiss man aber nicht vorher.
    Generell würde ich bei Arbeitsrohren mehr zu KS-Rohren als zu KG-Rohren raten. Die Eigenschaften von KS-Rohren und ihre Verarbeitung sind von mir hier schon mehrfach beschrieben worden und mit der Suche im Archiv zu finden. Der einzige Nachteil scheint die Beschaffbarkeit zu sein. KG Rohre gibt es in jedem Baumarkt, KS Rohre nur im gut sortierten Baufachhandel bzw. auf Bestellung.
    Gruss
    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Wozu? Man versucht den Aufwand (und damit den Durchmesser) so gering wie möglich zu halten. Ein Brunnenrohr mit DN115 sollte für jede 4" Pumpe mehr als ausreichend sein.
    Ein überdimensioniertes Arbeitsrohr hat eigentlich nur den Vorteil, wenn man teleskopartig in die Tiefe muss, weil das zuerst gesetzte Arbeitsrohr partout nicht mehr rutschen will. Das weiss man aber nicht vorher.
    Generell würde ich bei Arbeitsrohren mehr zu KS-Rohren als zu KG-Rohren raten. Die Eigenschaften von KS-Rohren und ihre Verarbeitung sind von mir hier schon mehrfach beschrieben worden und mit der Suche im Archiv zu finden. Der einzige Nachteil scheint die Beschaffbarkeit zu sein. KG Rohre gibt es in jedem Baumarkt, KS Rohre nur im gut sortierten Baufachhandel bzw. auf Bestellung.
    Gruss
    kg49


    Ja, ich habe die Diskussionen und auch Deine Beiträge zu KS Rohren und auch KG gelesen. Bislang bin ich also wohl von komplett falschen Voraussetzungen ausgegangen. Ich dachte bislang je größer das Brunnenrohr desto besser.


    Nur eine Frage noch. Egal ob ich nun direkt auf Brunnenrohr gehe oder ein kleineres Arbeitsrohr. Ich kann dann nur noch plunchen und hoffen tief genug zu kommen. Ist das richtig? Es sei denn ich besorge mir einen kleineren Bohrer und versuche es damit noch einmal wenn die Schicht es zuläßt.


    Gruß
    Markus

  • wenn du mit dem Bohrer auf Grundwasser bist ...dann gehts mit Plunschen besser als mit Bohren.Ich selber bin mit einem 160er KG Rohr ca 12 Meter tief dann ging nix mehr weiter...in das KG Rohr dann richtiges Brunnenrohr DN115 und dann geplunscht mit einer 90er Kiespumpe und das Rohr mit 200kg Last rutschte fast von alleine in die Tiefe :)





    warum sind die Bilder gedreht....? :(

  • Ich hab mir heute 10m KG Rohr besorgt und Material für eine Kiespumpe. Die Kiespumpe ist nun fast fertig, leider mein Zeh auch, nachdem sie aus 1,5m denselben traf ;) Morgen geht es weiter. Kann mich wieder rühren. Arbeitssicherheitsschuhe genannt "Croqs" sollte man besser nicht anziehen auch wenn man nur mal kurz was schauen will.

  • na dann maximale Erfolge...habe heute auch weiter gemacht,da meine Brunnenrohre heute gekommen sind,musste aber feststellen das mein Wasserstand im KG Rohr 4 Meter waren... nun im Brunnenrohr nur noch 1 Meter :( bin jetzt 3Meter unter dem KG Rohr.Was ist die Ursache ?Brunnenrohr DN 115 1Meter Sumpfrohr ,3Meter Filterstrecke 0,5 mm bin jetzt bei 15 Meter Tiefe Nachbar ist bei 20 Meter...kann es sein das es das es mehrere Wasserführende schichten gibt?Kiespumpe fördert Sand ca. 0,5 bis bis 1mm ab und zu gröberen Kies...


    Danke

    Bohrbrunnen 22 Meter ,160er KG Schutzrohr


    Brunnenrohr DN115


    1m Sumpfrohr


    3m Filter 0,5

    Edited once, last by kick_1 ().

  • kann es sein das es das es mehrere Wasserführende schichten gibt?


    Unter der Erde ist alles möglich ;-). Mehrere verschiedene Wasserschichten sind aber durch wassersperrende Bodenschichten getrennt.
    Gruss
    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ich war heute mal fleißig, habe mal KG Rohr DN160 7m eingebaut, um das mit dem plunschen mal zu üben. Geht fantastisch. Brunnenrohr ist nun geordert und ich hoffe das denn auch klappt. Anbei auch ein paar Bilder von meinem Eigenbau. Leider fehlt mir noch ne M16 Ringmutter, aber die werde ich hoffentlich mirgen bekommen. Der Sog ist auf jeden Fall schon nicht übel.


  • Ich plunche derzeit nur noch Dreckwasser und komme nicht 1cm mehr tiefer, dabei müßte da noch jede Menge Mergel sein. Nun weiß ich nicht ob meine Eigenbau Kiesbüchse nichts taugt, oder ob das Problem woanders liegt. Rentas bietet Kiespumpen zum Verleih, die man einmal ziehen kann und dann muß man sie raufholen. Ist doch auch nicht im Sinne der Erfinders oder?


    Hat vielleicht jemand eine Idee was ich versuchen könnte. Würd ungern ne Kiespumpe ordern um dann festzustellen, das das Problem woanders liegt.


    Gruß
    Markus

  • Hallo,


    wenn du Mergel hast...glaube ich es nicht das es mit der Kiespumpe funktioniert,da der Mergel ja sehr hart ist und erst mal gelöst werden muss.
    Ich hatte das selbe problem habe mir an das Bohrgestänge eine alte Gartenkralle gebaut und so die härteren Schichten gelockert und dann wieder geplunscht...ist zwar sehr aufwändig gewesen hat aber super funktioniert.

  • Hallo,


    schau mal in mein Album, Bild 3 und 11.
    Ist im Prinzip ein Riversidebohrer mit Rückschlagklappe.
    Zur Arbeitsweise: Zwei bis vier Umdrehungen, dann kurz hoch reißen, sofort wieder runterdrücken und das Ganze von vorn.
    Nach einigen Wiederholungen solltest der Bohrer voll sein (wenn der Lehmanteil im Mergel nicht zu hoch ist) und man kann ihn mit einer Seilwinde ziehen.


    Gruß Bohne

Brunnen selber bauen