Alten Brunnen wieder nutzen

  • Hallo,

    ich bin neu hier, habe zwar bereits versucht mich zu belesen, aber ich komme nicht so recht weiter. Ich kenne mich mit einigen Dingen gut aus, aber Brunnen gehören leider nicht dazu...

    Wir besitzen einen Pferdestall, an dem es einen Brunnen (Angelegt in den 70ern), aber sonst keinen Wasseranschluss gibt. Zuletzt wurde der vor ca. 15-20 Jahren genutzt, wobei die Vorbesitzerin das Wasser immer durch einen Filter gepumpt hat, da irgendwelche "Würmer" im Wasser gewesen seien.

    Ich habe leider keine Ahnung, ob es ein Bohr- oder ein Schlagbrunnen ist, und wie genau es dort in der Tiefe aussehen könnte...

    Nun wollte ich den Brunnen gern noch einmal testen, da wir keinen Wasseranschluss auf dem Grundstück haben. Vielleicht ist die Wasserqualität ja so gut, dass wir auch die Pferde damit tränken können. Ist an einem Wochenendgebiet, in dem alle Häuser ihren eigenen Brunnen haben...

    Leider ist die alte Schwengelpumpe völlig verrostet und dichtet nichtmehr. Eigentlich hatte ich beschlossen, eine neue zu kaufen statt neuer Dichtungen. Aber das Rohr ist komplett an der Flansch des Brunnens fest, so weiß ich jetzt nicht, wie ich weiter vorgehen soll. Hebe ich die Flansch an, hebe ich das ganze Brunnenrohr mit an. Sondiert habe ich das Rohr, der Wasserspiegel ist bei 5m, die Tiefe bei 7m. Die Schnur, mit der ich sondiert habe war ziemlich rostig...

    Der eigentliche Plan war:

    1. Neue Schwengelpumpe kaufen und auf die alte platte/Flansch schrauben.

    2. Funktionstest

    3. Falls er funktioniert, optimieren


    Jetzt fehlt aber dann in der Pumpe das Rückschlagventil, wenn ich den Boden nicht tauschen kann, wenn ich es richtig verstanden habe. und das Rohr ist mit einem Innendurchmesser von 3,4-3,5mm zu dünn, um einen Schlauch einzulassen. ich traue mich auch nicht, das Rohr abzuschrauben, nicht dass es im Dunkel verschwindet. Ich bräuchte dringend eine Anleitung mit den nächsten Schritten.

    Kann es denn funktionieren, wenn ich eine neue Pumpe auf die alte Flansch setze?

    Und an welcher stelle setzte ich dann die Ventile ein, oder muss ich ggf das ganze Rohr tauschen?


    Hilflos...


    Wäre toll, wenn mir jemand helfen könnte!


    Viele Grüße, Sophie


    Viele Grüße, Sophie

  • und das Rohr ist mit einem Innendurchmesser von 3,4-3,5mm zu dünn,

    Welches Rohr ist denn sooo dünn?

    Zuerst wird es darauf ankommen festzustellen, ob der Brunnen überhaupt noch nennenswert Wasser bringt oder ob der Filter zu ist.

    Dazu giesst Du oben in das Steigrohr Wasser hinein, mindestens einen Eimer. Wenn dieses im Rohr verschwindet, ist das gut, läuft das Rohr aber über, ist der Filter oder der Bodengrund dicht.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Auf Grund einiger anderer Projekte stand das Brunnenthema still... ich habe im Sommer Wasser eingegossen und es stand im Steigrohr, daraufhin habe ich aufgegeben. Jetzt ist wieder mehr Zeit und das Thema wieder aktuell. Heute neu sondiert: der Wasserspiegel im Winter bei 4m ab der Flansch... da muss doch was möglich sein. Sollte ich einfach eine neue Pumpe aufsetzen und schauen was passiert? Leider hat sich mir die Frage mit dem Rückschlagventil noch immer nicht erschlossen...

    viele Grüße, Sophie

  • "Hebe ich die Flansch an, hebe ich das ganze Brunnenrohr mit an."


    Konntest Du tatsächlich das Brunnenrohr anheben? Wieviel cm hast Du es hochgehoben?

    und es stand im Steigrohr,

    Wie hoch? Lief das Steigrohr über?


    Bitte Versuche vollständig zu schildern.

    Leider wurde meine Frage vom 14.6.19 immer noch nicht beantwortet.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

    Edited once, last by kg49 ().

  • so dünn ist vermutlich das Steigrohr. Der Sockel ist so Massiv, dass ich da leider nicht ran komme... und wenn ich versuche die Flansch anzuheben, was mit Hebel ca. 3-5 cm gelingt, hebe ich das Steigrohr mit an.

    Das Wasser ist nur sehr langsam im Rohr versackt (mehrere Stunden) hätte ich weiter gegossen, wäre es wohl übergelaufen.

    Macht es Sinn eine neue Schwengelpumpe auf die alte Flansch zu Schrauben? Da ist eben nirgends ein Rückschlagventil... oder kann ich mir das Geld sparen?

    Danke für die Unterstützung!

  • so dünn ist vermutlich das Steigrohr.

    Nie und nimmer. Es gibt auf der ganzen Welt keine Steigrohre mit 3,4 - 3,5 mm Durchmesser. Da Du das Mass bis auf 1/10 mm genau angibst, musst Du mit einem Messschieber gearbeitet haben, richtig?

    Bitte noch mal nachmessen.

    Macht es Sinn eine neue Schwengelpumpe auf die alte Flansch zu Schrauben?

    Nein.

    Da ist eben nirgends ein Rückschlagventil..

    Was willst Du denn andauernd mit dem Rückschlagventil. Eine Schwengelpumpe besitzt ein Stechventil, das kann man ausbauen und durch ein Rückschlagventil ersetzen. Das kann Vorteile bringen, ist aber physikalisch erst mal nicht erforderlich.

    Gruss

    kg49

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    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

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  • Naja, da sag ich mal nichts dazu. Ich hatte es mir schon gedacht, aber wollte mal sehen, wann Du es merkst.

    Bei diesem Durchmesser ist es natürlich kein Problem, z.B. einen 1/2 Zoll Unterdruckschlauch in den Brunnen abzulassen und mit einer (geliehenen) Pumpe erst mal das Wasser komplett abzusaugen.

    Dabei könnte man auch feststellen, ob der Grund des Brunnens verschlammt ist oder ob man bis unten Wasser ansaugen kann. Das muss man dann mal ausprobieren.

    Die weitere Vorgehensweise hängt dann davon ob, wie "frei" der Brunnen ist und wie stark Wasser nachfliesst.

    Das Abpumpen sollte aber jemand machen, der etwas Erfahrung mitbringt. Man kann das geschickt, aber auch so machen, dass es nicht zielführend ist.

    Genauso gut kannst Du auch erstmal einfach einen 1/2 " Schlauch bis zum Grund runterschieben und dann mal "Wasser marsch", mal sehen, was dann oben rauskommt.

    Danach kann man "gegenspülen", d.h. einen Schlauch reinschieben, aber oben druckfest verschliessen. Wenn kein Gewinde oben ist, muss man sich was einfallen lassen. Danach wieder mit Wasser (unter Druck) spülen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

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  • Donna

    Bitte Beitrag löschen und neuen Thread aufmachen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

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