Spülbrunnen oder Trockenbohrung

  • Hallo liebe Experten,

    wir brauchen für unseren Gemüseanbau (ca. 3000m²) etwa 2 - 3 m³ Wasser am Tag und hatten uns entschlossen, vom Profi einen Brunnen bohren zu lassen. Leider hagelt es nur Absagen (zu weite Entfernung / keine Kapazitäten frei) Deshalb überlegen wir nun, selbst einen Brunnen zu bohren. Der Grundwasserspiegel liegt etwa bei 7,5 m; gemessen an einer Probenentnahme der Stadtwerke In 100 m Entfernung. Das Grundstück liegt etwa 500 m von der Lenne entfernt. In 2018 habe ich mit einem Handbohrer 150mm einen Test gemacht und bin bei 1,5 m auf reichlich Kieselsteine bis 15 cm gestossen. Deshalb wollen wir eine gebrauchte Brunnenbohrmaschine kaufen und hinterher wieder verkaufen.


    Nun ist die Frage, welches Verfahren bei der Menge an Steinen geeignet ist. Ich denke mal, es kommt wohl nur eine Trockenbohrung in Frage. Kriegt man mit einer 180mm Bohrschnecke die Kiesel raus oder werden die immer wieder abrutschen. Wie kriege ich es hin, dass das gebohrte Loch nicht immer wieder zusammenfällt?


    Für Eure Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

  • etwa 2 - 3 m³ Wasser am Tag

    Das ist ja nicht gerade viel, das schafft jeder Rammbrunnen. Wichtiger sind folgende Fragen:

    In welcher Zeit soll diese Menge gefördert werden? Oder anders gefragt: Für welche Fördermenge/h soll der Brunnen ausgelegt werden?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo kg49,

    vielen Dank für die schnelle Antwort. Da wir im Garten keinen Stromanschluss haben, soll die Tiefbrunnenpumpe über ein vorhandenes Stromaggregat (Benzin) betrieben werden. Das Aggregat soll natürlich nicht den ganzen Tag laufen. Ich denke mal, die 3 m³ sollten in einer Stunde gefördert werden. Das Wasser wird dann in vorh. Tanks gespeichert, damit es sich anwärmen kann. Gegossen wird dann mit einer fest anggeschlossenen benzinbetriebenen Pumpe (2" Einhell)

  • Die nächste Frage ist die erforderliche Brunnentiefe.

    Der Grundwasserspiegel liegt etwa bei 7,5 m; gemessen an einer Probenentnahme der Stadtwerke In 100 m Entfernung.

    Von diesem Brunnen wäre das Schichtenverzeichnis sehr nützlich. Mal besorgen und hier einstellen.

    Übrigens, muss eine interessante Gegend von Deutschland sein, wo 15cm grosse Steine als Kiesel bezeichnet werden. Lt. DIN hat Grobkies eine Grösse von 20 - 63 mm.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo kg49


    habe ein aktuelles Schichtenverzeichnis aus 2018 gefunden. Kann dieses aber nicht deuten, scheinbar geht es nur bis zu einer Tiefe von 1,2 m. Ich weiss nicht, ob das hilfreich sein kann.


    Der Link verweist auf eine PDF-Datei


    https://www.google.de/url?sa=t…Vaw0g6efwVFYqKnG3HFmgnxyE


    Auf Seite 6 ist auf der Karte ein Kreis dargestellt; genau am linken Rand ist unser Grundstück. Werde mal bei der unteren Wasserbehörde anfragen.

  • Der Anhang, insbesondere Anlage 2, fehlt.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Der Anhang, insbesondere Anlage 2, fehlt.

    Gruss

    kg49

    Hallo,

    habe von der unteren Wasserbehörde folgende Auskunft bekommen:


    rund um die ehemalige Wassergewinnung „Genna“ liegen Grundwassermeßstellen der Stadtwerke Iserlohn.

    Westlich des Grundstücks „Lennestraße 27“ liegt ein Beobachtungsbrunnen mit folgendem Bohrprofil:

    GOK bis -4,00 m Flußkies/Schotter; darunter ca. 80 cm Schluffe; bis – 5,20 m feiner Flußkies; bis – 6,60 m Flußkies/Schotter;

    darunter eine 1,00 m dicke Tonschicht, die über dem Massenkalk (- 7,60 m) liegt. Grundwasserstände sind nicht eingezeichnet.


    Eine von mir beobachtete Messung einer Grundwassermeßstelle vor 2 Jahren ergab einen Stand von 7,5 m

  • bis – 5,20 m feiner Flußkies; bis – 6,60 m Flußkies/Schotter;

    Das wäre ideal für einen Bohrbrunnen.


    darunter eine 1,00 m dicke Tonschicht, die über dem Massenkalk (- 7,60 m) liegt.

    Das ist ein NoGo für einen Bohrbrunnen

    Wenn die Angabe 7,50m stimmt, scheint ein Förderbrunnen mit Hobbymitteln nicht möglich.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo ich bin´s noch mal,


    was wäre denn bei diesem Schichtenaufbau besser; eine Spülbohrung oder eine Trockenbohrung?


    Danke für die Antwort

  • Das hängt vom Equipment ab und wie tief gebohrt werden soll.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo kg49,


    ich denke mal, es sind 10 - 12 m erforderlich.

    Folgendes Gerät soll angeschafft werden (siehe Bild).


    Technische Daten:

    -Höhe 2,80 m

    -Breite 1,45 m

    -Tiefe 1,0 m

    Zum Ausrichten für eine Bohrung die gerade verläuft, sind drei Kurbeln angebracht die man verstellen kann.

    Der Motor 380V hat 1,5 KW mit einem Schutzschalter.

    Der Kran hebt bis zu 600 kg.

    12 Bohrstangen = 20 Meter

    2 Bohrköpfe 80 mm und 150 mm im Durchmesser die Vidia bestückt sind.

    Austattung:

    Speziell damit der Bohrkopf im Bohrloch nicht hängen bleibt gibt es einen übergang dabei.

    2 Maulschlüssel

    1 Rohrschraubstock


  • und bin bei 1,5 m auf reichlich Kieselsteine bis 15 cm gestossen.

    Vom Bauchgefühl und aus verschiedenen Forenberichten her würde ich sagen, dass das Gerät zu schwach ist.

    Vor einem Kauf würde ich mir auf jeden Fall Bohrungen dazu anschauen bzw. eine praktische(!) Einweisung dazu geben lassen.

    Versuche mal hier im Forum Berichte von Maschinenbohrungen zu finden. Ich weiss, das ist nicht so ganz einfach, aber die Zeit würde ich mir nehmen.

    Es bieten sich da ältere Berichte oder Meinungen der Forenmitglieder Yuri, modpl und modfe an, die aber alle schon seit längerer Zeit hier nicht mehr aktiv sind.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

Brunnen selber bauen