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Austausch TBP - bestehender Brunnen mit schwacher Pumpe

  • kaylou
  • June 24, 2020 at 1:35 PM
  • kaylou
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    • June 24, 2020 at 1:35 PM
    • #1

    Hallo liebe Brunnenbau-Community,

    ich freue mich dieses Forum gefunden zu haben, da das Thema rund um Brunnen, Bewässerung und Pumpen mich sehr interessiert. Warum, nun ja seit 2 Jahren bin ich selbst Besitzer eines Brunnens mit Pumpe geworden. Der Brunnen funktioniert und ich bin unendlich glücklich ihn zu haben. Jedoch könnte die Pumpe etwas mehr leisten. Darum plane ich in naher Zukunft mehrere Aktionen, wie Brunnenpflege und Austausch der vorhanden TBP.

    Zum Hintergrund:

    Der Brunnen inkl. Pumpe war durch den Vorbesitzer schon da. Ich habe viele Informationen zum Brunnen, jedoch leider nicht alle. Einiges beruht auf Schätzungen bzw. Wissen, welches ich durch Nachbarn, Vorbesitzer und eigenen Beobachtungen/Erfahrungen sammeln konnte:

    Brunnen:

    • Brunnenrohr: ca. 12cm Durchmesser
    • Material: Voll Edelstahl bis unten (der Vorbesitzer war Metaller)
    • Tiefe: 9,5-10m (bestatigt durch Vorbesitzer)
    • Wasserstand: Vor 20 Jahren bei 8m.
    • Filterstrecke: Bei ca. 9m
    • Alter: ca. 20 Jahre
    • Es hängt eine TBP irgendwo zw. 8 und 9m, sowie ein Saugschlauch für eine Schnwengelpumpe im Rohr. Beide Entnahmeoptionen funktionieren.

    TPB

    • Modell: Keine Ahnung, nie nach oben geholt.
    • Fördermenge aktuell: Selbst gemessen ca. 1000l/h Leistung direkt an der Entnahmestelle am Brunnen.
    • Fördermenge vor einer Wessoclean-Anwendung: 800l/h.
    • Druck: Nicht gemessen, jedoch deutlich weniger als der Hausdruck von den Stadtwerken. Schätze mal es kommt ca. 2 Bar von der TBP oben an.
    • Aufgrund der niedrigen Förderwerte vermute ich mal eine 2-3" TBP mit 250 bis 370 Watt (unbestätigt).
    • Kein Druckschalter, jedoch An/Aus-Schalter oben neben dem Brunnen.
    • 1" Schlauch/Rohr/Kugelhahn bis zur Entnahmestelle
    • Alter: Keine Ahnung
    • Hängt an Edelstahlseil

    Schwengelpumpe

    • Liefert ganz brav und zuverlässig ihren Dienst
    • Ob das Rückschlagventil oben in der Pumpe oder unten bei der Ansaugung liegt kann ich derzeit nicht sagen.
    • Ob die Ansaugung der Schwengelpumpe über der TBP oder unterhalb stattfindet, kann ich ebenfalls nicht sagen.
    • Vor 2 Jahren den Kolben und die Manschette erneuert.
    • Schwengel aus Edelstahl

    Schlauchsystem ab Entnahmestelle

    • 38m 3/4" Schlauch auf Schlauchwagen
    • Schlauchverbinder alle auf Gardena Profi (kompatibel) für höheren Durchfluss. Auch im/am Schlauchwagen.
    • Lediglich die Regner, Brausen und Spritzen sind mit Standard-Gardena am Ende des 38m Schlauchs angebunden.

    Nun zu meinem Vorhaben bzw. meiner Problemstellung. Wie man sieht, liefert die TBP nicht ausreichend Druck und auch nur eine passable Menge an Wasser. Ich betreibe immer nur einen Regner gleichzeitig. Die Spritzhöhe am Viereckregner ist mit ca. 2,00m passabel. Die Leistungsgrenze zeigt sich deutlich. Mein Primärziel ist es wesentlich mehr Förderleistung und Druck zu erhalten. Ich möchte gewapnet sein für eine zukünftige fest installierte Pipeline um 2-3 Regner parallel laufen zu lassen. Der Brunnen soll ausschließlich für die Gartenbewässerung genutzt werden, eventuell um mal einen temporären Pool zu befüllen (bspw. INTEX)

    A) Wieviel Druck/Fördermenge empfiehlt ihr für mein Vorhaben? Irgendwie hänge ich gerade bei der Pumpen-Marke IBO/Dambat fest. Erfahrungen? Wenn das Schwengelpumpenansaugschlauch wieder mit runter soll, wäre maximal eine 3" wohl drin.

    B) Beim TBP-Austausch müsste ich alles nach oben ziehen, auch den Ansaugschlauch der Schwengelpumpe, da beide Schläuche + Strom mit Kabelbinder zusammenhängen. Dann wäre der Brunnen frei. Wir würdet ihr bei einer grundsätzlichen Brunnenpflege/Wartung vorgehen? Habe einen Hochdruckreiniger mit 15m Rohrreinigungsschlauch. Wessoclean stünde auch wieder als Option zur Verfügung mit dem ich gute Erfahrungen sammeln konnte.


    Würde mich freuen über eure Expertenmeinung. Habe Angst eine zu starke Pumpe zu kaufen und so zuviel Druck zu erhalten oder gar dem Brunnen zu schaden. Vielen Dank und viele Grüße aus NRW.

    Edited once, last by kaylou (June 25, 2020 at 5:29 PM).

  • Brunnen reinigen
  • kg49
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    • June 24, 2020 at 10:55 PM
    • #2

    Also, dann wollen wir mal:

    Quote from kaylou

    Brunnen:

    Hier fehlt die Angabe der Tiefe des Grundwasserspiegels!!!

    1. In Ruhe

    2. idealerweise bei Belastung

    Quote from kaylou

    Modell: Keine Ahnung, nie nach oben geholt.

    Das ist ein Fehler. Aus der Optik kann man evtl. vieles herauslesen.

    Quote from kaylou

    Selbst gemessen ca. 1000l/h Leistung direkt an der Entnahmestelle am Brunnen.

    Also mit Wasseruhr direkt am Brunnenausgang ohne Schlauchverengung?

    Quote from kaylou

    Druck: Nicht gemessen

    Der nächste Fehler. Eine Anlage kann nur beurteilt werden, wenn Messwerte vorliegen.

    Quote from kaylou

    vermute ich mal eine 2-3" TBP mit 250 bis 370 Watt (unbestätigt).

    Der nächste Fehler: wurde die Leistung nicht gemessen? Vermuten bringt nichts, dann kann man es gleich lassen.

    Quote from kaylou

    Ob das Rückschlagventil oben in der Pumpe oder unten bei der Ansaugung liegt kann ich derzeit nicht sagen.

    ? ? ?

    Eine Tiefbrunnenpumpe hat unten keine Leitung mit Ansaugung.

    Wieso oben in der Pumpe?

    So, damit Dir die Pumpenauswahl leichter fällt, mal was zu lesen:

    Pumpenstärke

    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:

    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.

    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    • Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll
    • Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.

    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    • Druckverluste durch Höhenunterschiede
    • Druckverluste durch Wasserströmung
    • Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.

    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. http://www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.

    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.

    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.

    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:

    PH + Ps + PB = PA

    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.

    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.

    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.

    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • kaylou
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    • June 25, 2020 at 8:19 AM
    • #3

    Vielen Dank für die Rückmeldung.

    • Ich weiß, ich werde wohl nicht drumrumkommen alles mach hochzuholen. Dadurch habe ich die genaue Tiefe in der die TBP hängt, könnte sie dann begutachten und könnte den Brunnenschacht weiter analysieren. Wollte auch schon mal mit einer kl. Rohrkamera runter, aber weiter als 5m kam ich nicht, weil die Schläuchr und die Stromleitung sich irgendwann an der Rohrwand verwinden und die Kamera dann steckenbleibt.
    • Ja selbst gemessen mit einer speziellen Tüte, die ich von einer Firma habe. In diese muss man 10sec Wasser reinlaufen lassen und an der Skala dann einen Wert ablesen. In der Tüte stand der Wasserstand nach 10sec bei 18l/min, ergo 1080l/h. Die Entnahmestelle ist ca. 1m über dem Erdboden (1" Rohr, an dem ein Gardena Profi Stecker hängt). Das Ergebnis ist plausibel, denn habe auch schon die Zeit mal gemessen bis ein 10l Eimer voll ist.
    • Druck kann ich derzeit leider nicht messen, habe keinen Druckschalter oder ein Manometer. Gibt es andere einfachr Möglichkeiten?
    • Die elektr. Leistung zu messen ist auch nicht so einfach. Die Pumpe hat keinen Schukostecker sondern ist direkt mit dem Gehäuse des Ein/Aus-Schaltern verkabelt. Hier könnte man ggf. das Gehäuse öffnen und abkabeln und ein Messgerät zwischenschalten.
    • Das Rückschlagventil ist der Schwengelpumpe zuzuschreiben und hat somit nichts mit der TBP zu tun.

    Danke für den Tip, Ilich werde mal den Druckverlust ausrechnen. Mittelfristig komme ich wohl nicht drumherum die Pumpe hochzuholen um weitere Inspizierungen durchführen zu können.

    Anbei mal ein paar Fotos um die Gegebenheiten besser einschätzen zu können.

    Über weitere Tips bin ich sehr dankbar. Viele Grüße

  • Lumpi
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    • June 25, 2020 at 9:01 AM
    • #4

    Bei dem Schalter würde ich auf einen 3-Phasen-Schalter tippen. Das muß zwar nicht bedeuten, daß die Pumpe dann auch einen Drehstrommotor hat, denn es könnte ja auch nur die eine Phase einer Wechselstrompumpe über den Schalter laufen, aber es liegt zumindest nahe, daß es sich um eine 400V Pumpe handelt. Mach mal bitte den Schalterkasten auf und sieh das nach. Bei diesem geringen Druck und der geringen Fördermenge könnte es durchaus möglich sein, daß das Drehfeld für die Pumpe, falls es denn eine Drehstrompumpe ist, falsch herum ist?!

  • kaylou
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    • June 25, 2020 at 10:04 AM
    • #5

    Ohne den Kasten aufgemacht zu haben kann ich so gut wie ausschließen, dass es 400V sind. Die Details: Am Hauptschaltkasten ist der Garten mit einer einphasigen 25A und FI abgesichert. Von da aus gehts zu einer Unterverteilung mit drei einphasigen 10A Automaten, welche letzen Endes drei separate Stromkreise im Garten speisen (1x Gartenspots, 1x für eine große Standlaterne und 1x für die Pumpe).

    Wie gesagt, da am Hauptschaltkasten nur eine Phase für den Garten anliegt, gehe ich stark von 230V Wechselstrom aus. Ich werde den Pumpenschaltkasten aber mal öffnen und mir das noch etwas genauer anschauen.

  • Lumpi
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    • June 25, 2020 at 10:19 AM
    • #6

    Das wäre ja auch zu einfach gewesen...;)

    Ich habe gerade auf den Bildern gesehen, daß von der Pumpe zur Zapfstelle ein Schlauch montiert ist?! Der könnte natürlich auch defekt sein. Da gehört ein PE-Rohr hin. ;)

    Wäre nicht wunderlich, bei der Kombination Wasserhahn und manueller Pumpenschaltung.

  • kaylou
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    • June 25, 2020 at 10:46 AM
    • #7

    Guter Tip. Ja das wäre möglich. Bedeutet aber, dass alles hochgeholt werden muss. Das ist ein Akt, da ich die Schwengelpumpe auch abmontieren muss um den Ansaugschlauch der Schwengelpumpe mit hochzuziehen (wie gesagt alle Schläuche und Stromkabel sind mit Kabelbindern zusammen getüddelt). Wenn dann alles einmal oben wäre, hätte ich auch Gewissheit was für eine TBP da unten werkelt. Somit wäre der Brunnen dann einmal frei und ich würde die Gunst der Stunde dann nutzen für eine Kamerauntersuchung und eine Brunnenspülung + Wessoclean-Anwendung. Alles nicht mal eben gemacht. Aber ich komme wohl nicht drumherum.

    Wie würde ich bei einer Brunnenspülung mit einem Hochdruckreiniger + Rohrreinigungsschlauch genau vorgehen? Erst Schlauch ablassen und dann mit Druck spülen oder von oben an schon powern. Kommt der Dreck dann hoch, wie muss ich mir das vorstellen? Gibt es irgendwas dabei zu beachten oder ist es gar nicht empfohlen sowas zu machen? Danke vorab.

  • Lumpi
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    • June 25, 2020 at 12:24 PM
    • #8

    Die vier Schrauben unten am Fuß der Schwengelpumpe sind doch in drei Minuten gelöst..dann kanst du die doch auf die Seite legen und hast Platz um alles zu bergen.

    Die Idee mit der Kamera ist ja ganz gut! Dann weißt du zumindest, wie der Filter beschaffen ist.

    Das mir der Brunnenspülung würde ich erst mal vergessen.

    Ok, dein Brunnen ist oben offen und auch noch vertieft, also läuft dort zwangsläufig Dreck rein. Über dessen Abhilfe würde ich mir ernsthaftere Gedanken machen.

  • kaylou
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    • June 25, 2020 at 2:37 PM
    • #9

    Habe deshalb erst kürzlich unter der Abdeckung noch ein feinmaschiges Edelstahlnetz geschraubt (kann man vlt. erkennen). Vorher konnte durch die groben Löcher der Platte allerhand Zeug rein (Tannennadeln u.a.). Staub und feinkörniger Dreck kann trotzdem noch reinfallen oder durch Regenwasser an den Seiten eingeschwemmt werden.

    OK, dann lass ich erstmal die Spülung und hole mal bei Gelegenheit alles hoch und mache eine Kamerafahrt nach unten. Dann weiß man definitiv mehr. Saugrohr begutachten und ggf. durch PE-Rohr tauschen wäre auch drin (in jedem Fall wenn eine neue Pumpe kommt). Ich habe auch nochmal beim Vorbesitzer einige Eckdaten angefordert. Danke und melde mich wieder sobald ich mehr weiß.

  • kaylou
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    • June 25, 2020 at 4:50 PM
    • #10

    Sodale, ich habe Infos vom Vorbesitzer bekommen, z.T. sehr aufschlussreich.

    • Brunnen ist ca. 20 Jahre alt
    • Schacht vollständig aus Edelstahl
    • Tiefe ca. 9,5-10m
    • Wasserstand vor 20 Jahren bei 8m.
    • TBP ist wohl noch die erste! O_O halten die sooo lange?
    • Filterstrecke bei 9m, ob Löcher oder Schlitze wusste er nicht mehr, und auch nicht wie lang der Filterbereich ist.

    Weiteres dann also erst wenn ich eine Kamerauntersuchung mache.

    Was sagt ihr zu den Angaben?

  • kg49
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    • June 25, 2020 at 6:09 PM
    • #11
    Quote from kaylou

    Wasserstand vor 20 Jahren bei 8m.

    Diese Angabe ist nicht eindeutig.

    In 8m Tiefe oder steht das Wasser 8m hoch, gemessen vom Grund?

    Normalerweise wird die Tiefe des Grundwasserspiegels angegeben.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • kaylou
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    • June 25, 2020 at 7:19 PM
    • #12
    Quote from kg49

    Diese Angabe ist nicht eindeutig.

    In 8m Tiefe oder steht das Wasser 8m hoch, gemessen vom Grund?

    Normalerweise wird die Tiefe des Grundwasserspiegels angegeben.

    Gruss

    kg49

    Definitiv ist der Wasserstand bei 8m Tiefe gemeint. Hatte im Frühjahr schon eine Kamera mal bis ca. 4-5m Tiefe drin und hatte noch kein Grundwasser gesehen gehabt. Nunja, das mit den 8m war vor knapp 20 Jahren. Ich müsste mal recherchieren wie der Grundwasserspiegel sich so entwickelt hat.

    Edited once, last by kaylou (June 25, 2020 at 8:08 PM).

  • kg49
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    • June 25, 2020 at 8:11 PM
    • #13

    Bist Du Dir wirklich sicher, dass der Brunnen10m tief ist und der Grundwasserspiegel 8m tief liegt? Erstaunlich, dass die Schwengelpumpe problemlos läuft.

    Es tut mir leid es sagen zu müssen, aber lieber der Wahrheit ins Auge sehen:

    Wenn der Brunnen 10m tief ist und der Grundwasserspiegel bei -8m liegt, dann ist das kein Brunnen, sondern ein Loch im Boden.

    Es wird nie möglich sein, nennenswerte Wassermengen pro Stunde elektrisch zu fördern. Egal wie die Filteröffnungen aufgebaut sind, die Pumpe wird immer im Filterbereich hängen und es droht damit die Gefahr der Verockerung.

    Nur bei sehr geringer Förderung in der Grössenordnung einer Schwengelpumpe (also 600 - 800 L/h) wird eine langfristige Wasserentnahme problemlos möglich sein.

    Unbedingt die angegebenen Werte überprüfen.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • kaylou
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    • June 25, 2020 at 10:59 PM
    • #14
    Quote from kg49

    Bist Du Dir wirklich sicher, dass der Brunnen10m tief ist und der Grundwasserspiegel 8m tief liegt? Erstaunlich, dass die Schwengelpumpe problemlos läuft.

    Es tut mir leid es sagen zu müssen, aber lieber der Wahrheit ins Auge sehen:

    Wenn der Brunnen 10m tief ist und der Grundwasserspiegel bei -8m liegt, dann ist das kein Brunnen, sondern ein Loch im Boden.

    Es wird nie möglich sein, nennenswerte Wassermengen pro Stunde elektrisch zu fördern. Egal wie die Filteröffnungen aufgebaut sind, die Pumpe wird immer im Filterbereich hängen und es droht damit die Gefahr der Verockerung.

    Nur bei sehr geringer Förderung in der Grössenordnung einer Schwengelpumpe (also 600 - 800 L/h) wird eine langfristige Wasserentnahme problemlos möglich sein.

    Unbedingt die angegebenen Werte überprüfen.

    Gruss

    kg49

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    Völlig plausibel und nachvollziehbar was du schreibst. Habe mich auch schon gewundert als ich die Angaben vom Vorbesitzer erhalten hatte. Enttäuschung macht sich bei mir breit. Irgendwie sind die Daten aber auch leicht widersprüchlich, denn immerhin ist der Brunnen ja schon 20 Jahre alt und wurde für die Gartenbewässerung stetig verwendet. Auch die Pumpe ist noch die erste, was mich ebenfalls sehr wundert. Sie leistet weiterhin fleißig ihren Dienst mit konstanten 1000l/h und einem gerade so passablen Druck von ~2 bar. Vor einem Jahr hatte ich sogar mal vergessen die TBP abends auszumachen und sie lief eine ganze Nacht durch. Als ich das morgrns bemerkte schoss das Wasser immer noch wie gehabt aus dem Regner.

    Ja du hast Recht, ich muss mal alles hochziehen, untersuchen und eine Kamerauntersuchung bis unten mal machen. Nur dann habe ich Gewissheit wie es um Pumpe und Brunnen tatsächlich steht.

    Vielen Dank für deinen/euren Rat. Sobald ich das durchgeführt habe, melde ich mich wieder.

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