Pumpen... Die Qual der Wahl?!

  • Hallo Zusammen,


    ich suche zwei Pumpen: Brunnen und Zisterne


    Es ist folgende Situation:

    Ich habe eine Zisterne mit 6.600l mit Filter und beruhigten Zufall. Hierfür möchte ich eine Pumpe haben, die meine Gartenbewässerung beliefert. Die Zisterne dient also einmal als Puffer und um auch das Regenwasser zu nutzen. Ich plane die Gartenbewässerung mit 6bar zu betreiben, da die schwächste Komponente (Rain Bird RD-04-S-P45-F) max. 6,9bar verträgt (reguliert auf 3,1bar). Gern hätte ich auch einen möglichst hohen Durchfluss, damit ich möglichst viele Kreise zeitgleich betreiben kann.

    Ich habe daher nach einer Pumpe mit 6,0 bis 6,5bar gesucht und möglichst viel Durchfluss. Dabei bin ich auf folgende Pumpen gestoßen:


    Ein wenig lieäugle ich mit der Provedo B 1, aber auch die SA 80.130 scheint passend zu sein. Aber es stellen sich mir folgende Fragen:

    1. Sind meine Annahmen für die Pumpe richtig

    2. Welche Pumpe wäre für den Einsatzzweck passend? Die DR Steel 55 M5 scheint zu schön um wahr zu sein. Günstig, Leistung und einen aberwitzigen Durchfluss. Vermutlich gibt es einen Haken, den ich nicht sehe.


    Falls die Zisterne mal leerläuft, soll Wasser aus dem Brunnen nachgespeist werden. Hierfür ist also nicht so viel Leistung notwendig. Ich hatte mal mit dem Gedanken gespielt, dann über Magnetventile die Brunnenpumpe direkt für die Bewässerung zu nutzen, aber ich hätte gern alles über die Zisterne. So habe ich einen ruhiges, klares und wärmeres Wasser. Hier habe ich bisher folgende Pumpen in Betracht gezogen:


    Ich habe Pumpen mit etwas mehr Durchfluss gewählt, damit ich ggf. die Zisterne innerhalb von ca. 1h befüllen kann. Die Preise unterscheiden sich hier deutlich bei fast gleicher Leistung und Ausstattung.


    Mir ist bei den Pumpen generell wichtig, dass sie Qualitativ hochwertig sind und nicht nach 3 Jahren getauscht werden müssen. Mit Kanonen auf Spatzen schießen will ich aber auch nicht. Ich kann es kaum einschätzen, worauf ich genau achten soll und welche Pumpe in Frage kommt. Mal ließt man, dass alles aus Edelstahl sein soll, dann wiederum ist es irrelevant und die Pumpen gehen eher wegen den Lagern kaputt, da irgendwann der Motor mit Wasser vollläuft.


    Ich hoffe, dass mir hier vielleicht jemand weiterhelfen und etwas Licht ins Dunkle bringen kann.


    Viele Grüße

  • Mir ist bei den Pumpen generell wichtig, dass sie Qualitativ hochwertig sind und nicht nach 3 Jahren getauscht werden müssen.

    Das ist bei den Pumpen genauso wie bei Autos. Das eine steht ständig in der Werkstatt, beim anderen gibt es jahrelang keine Probleme. Man kann bei Pumpen nur für optimale Betriebsbedingungen (kein Sand, keine Fremdkörper, genügend Kühlung, geringe Ein- und Ausschaltfrequenzen) sorgen, der Rest ist Schicksal.

    Ansonsten musst Du Dich mit dem Gedanken anfreunden, dass Druck und Fördermenge Variablen sind, die von der Pumpenkennlinie abhängen. Wenn diese bei einer Pumpe nicht angegeben wird, wäre ich vorsichtig.

    Also solltest Du zuerst Deine gewünschten Betriebspunkte für Brunnen und Zisterne ausrechenen und danach die passende Pumpe suchen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hm, deiner Antwort würde ich entnehmen, dass es nicht auf die Pumpe ankommt, sondern auf die Betriebsbedingungen. Klar verstehe ich, dass dies auf die Lebensdauer erheblichen Einfluss hat, aber gibt es nicht Pumpen, die toleranter sind und nicht direkt aufgeben, wenn es nicht optimal läuft. Z.B. könnte ich mir vorstellen, dass einige Pumpen besser kühlen etc. aber wie erkenne ich das?


    Von den Parametern her sollte es meiner Ansicht nach her passen, aber für mich ist das schwer einzuschätzen. Beispielsweise sind die ersten beiden Brunnenpumpen auf den ersten Blick ziemlich gleich, aber der Preisunterschied ist doppelt so hoch. Weshalb, ist für mich nicht nachvollziehbar, was die Entscheidung erschwert.

  • aber gibt es nicht Pumpen, die toleranter sind und nicht direkt aufgeben, wenn es nicht optimal läuft.

    Man sollte als Pumpenbetreiber die Randbedingungen so gestalten, dass es für die ausgewählte Pumpe optimal läuft. Mit etwas physikalischen und technischen Kenntnissen lässt sich das durchaus realisieren.

    Sind die Randbedingungen weniger optimal, z.B. Sandeintrag, muss man halt eine Pumpe wählen, die von ihrer technischen Konzeption dafür geeignet ist. Papier ist geduldig, nicht jede werbewirksame Aussage wird durch die Realität bestätigt.

    Weshalb, ist für mich nicht nachvollziehbar,


    Das ist aber leicht zu erkennen:

    1. NoName Produkt.

    2. Markenprodukt.


    Wobei man nicht sagen kann, dass das Markenprodukt durch seinen doppelten Preis auch doppelt so lange hält.

    Man kann aber schon schauen, ob der Hersteller technische Informationen herausgibt, wie die Pumpe im Inneren aufgebaut ist. Z.B. Lagerung und Kühlung des Motors, Aufbau und Konzeption des Hydraulikteils.

    Viele dieser Pumpen sind für den Hobbybereich konzipiert. Schau Dir mal Werbeaussagen für diesen Bereich und für professionelle Anwendungen an, dann erkennt man schon die Dokumentationsunterschiede.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Danke für die Info. Einige Pumpen sind zwischenzeitlich rausgefallen, weil ich mich bei den Daten verrechnet habe. Bin bei 9m Förderhöhe fälschlicherweise von 9bar ausgegangen und nicht von 0,9bar.


    Das Problem ist, dass ich einerseits die Herstellernamen nicht kenne und somit nicht einschätzen kann, was ein Markenprodukt ist und was NoName. Des Weiteren kenne ich die technischen Details nicht um einschätzen zu können, ob Prinzip A oder B die bessere Kühlung ist.


    Kannst du einen Vorschlag für einen Brunnen- und Zisternenpumpe machen bzw. welche würde dir spontan Einfallen?

  • Jeder Brunnen mit seiner Wasserförderung und Verteilung ist eine individuelle technische Anlage und erfordert, wenn man es richtig machen will, eine zeitaufwändige Planung. Allein die Auswahl der Förderdaten einer Pumpe ist nicht so ganz einfach, sodass häufig Kompromisse gemacht werden müssen. Aus diesem Grund gebe ich gerne Tips zur Auswahl bzw. Dimensionierung, schlage jedoch keine konkreten Modelle vor. Die endgültige Entscheidung muss der Anwender treffen.

    Wenn einer überhaupt nicht in der Lage ist, dazu eine Entscheidung zu treffen (ich frage mich dann immer, wie dann ein Auto gekauft wird), empfehle ich die erforderlichen Pumpendaten zu berechnen und beim grossen Strom zu schauen, ob man da etwas passendes findet. Dort gibt es viele Erfahrungsberichte, die sorgsam gelesen, sehr lehrreich sind.

    Hier nun als Hilfestellung ein Text zur Pumpenauswahl:


    Pumpenstärke


    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:


    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.


    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    • Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll
    • Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.


    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    • Druckverluste durch Höhenunterschiede
    • Druckverluste durch Wasserströmung
    • Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.


    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.


    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.


    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.


    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:


    PH + Ps + PB = PA


    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.


    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.


    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.


    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.


    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Danke für die Info. Das hatte ich schon in einem anderen Beitrag gelesen. Ich formuliere meine Frage anders ;-)


    Welchen Hersteller könntest du empfehlen. Ich ziehe den Vergleich mal zu Autos. Ich suche etwas im Bereich 3er/5er BMW, Audi A4/A5, Mercedes C Klasse und somit kein Ferrari, Lambo, oder billigen Kleinwagen.

  • Aus eigener Erfahrung, da ich mittelfristig meinen Octavia Kombi ersetzen möchte:

    Gib mal die von Dir favorisierten Autotypen zusammen mit dem Stichwort Probleme bei Google rein und vergleiche die Resultate mit Hyundai 20 oder Hyundai 30.


    Selbst Grundfos, eine sehr renommierte Fa. im Pumpenbau, fabriziert nicht nur problemfreie Pumpen.

    Aber Du solltest zuerst mal rausfinden, welcher Pumpentyp für deinen Brunnenaufbau geeignet ist. Evtl. kannst Du eine Pumpe mit Mantelstromkühlung einbauen.

    Abgesehen davon wurde zur Sandfreiheit des Brunnens noch gar kein Wort verloren.

    Du kannst aber schon Vorarbeit leisten, nämlich den für Deine Zwecke geeigneten Betriebspunkt berechnen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Zu den Autos: Ohne jetzt zu suchen, ist mir klar, dass man z.B. bei einem 3er BMW mehr Probleme bei Google als bei einem Hyundai. Der Grund ist ganz einfach: Wie lange gibt es schon einen 3er BMW und wie viele Stück werden davon verkauft? Hyundai gibt es schon länger auf dem Markt klar, aber erst seit der BMW Entwicklungschef zu Hyundai gewechselt ist und man ihm freie Hand gibt, kommt die Mark. Mein Vergleich zielte nur darauf ab zu zeigen, dass ich eine erprobte und solide Marke suche und vom Modell her eher im oberen Mittelfeld.


    Klar, es gibt immer Ausreiser und man kann nicht per se sagen, dass eine Pumpe perfekt laufen wird. Aber renommierte Hersteller setzen wohl eher auf Qualität, sodass die Pumpe zuverlässiger laufen sollte.


    Ich bin aber irgendwie noch kein Stück weiter gekommen, außer der Tatsache, dass ggf. eine Mantelstromkühlung interessant wäre. Einen Betriebspunkt kann ich ja erst ermitteln, wenn ich die Kurve der Pumpe kenne. Auch die anderen Angaben wie Pumpentyp etc. verwirren eher.


    Meine aktuelle Suche bezieht sich auf Druckpumpen. Beim Brunnen sollte es eine 4'' mit Trockenlaufschutz und einer Fördermenge zwischen 4-6m³/h sein. Druck ist eigentlich egal, da es nur ein Nachspeise ist. 3bar sollten reichen. Bei der Zisterne brauche ich min 4m³/h, besser 6m³/h und 6bar Druck. Besser 6,5bar.

  • Einen Betriebspunkt kann ich ja erst ermitteln, wenn ich die Kurve der Pumpe kenne.

    Nein, da hast Du etwas nicht verstanden. Vergleiche Anleitung in Post #6 zur Pumpenstärke.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Quote

    Der Betriebspunkt einer Kreiselpumpe ist der Schnittpunkt der Drosselkurve H(Q) und der Anlagenkennlinie H A (Q). Dabei ist H(Q) die pumpenbedingte, H A (Q) die anlagenbedingte Größe.

    Quote

    Der Betriebspunkt einer Pumpe in einer Heizungs-, Solar- oder Wasserversorgungsanlage ergibt sich am Schnittpunkt der Pumpenkennlinie und Anlagenkennlinie.

    Wie gesagt, um den per Definition beschrieben Betriebspunkt zu ermitteln, benötige ich die Analgenkennlinie und Pumpenkennlinie. Die Pumpenkennlinie liegt nicht vor und ich habe keinen Anlagenkennlinie, sondern nur einen spezifische "Anlagenpunkt". Und wie bereits gesagt:


    Zisterne: min. 6bar und 4.000l/h. besser 6,6bar und 6.000l/h

    Brunnen: min. 1bar und 3.000l/h; besser 6.000l/h

  • Wie gesagt, um den per Definition beschrieben Betriebspunkt zu ermitteln, benötige ich die Analgenkennlinie und Pumpenkennlinie.

    Diese Definitionen stammen nicht von mir! Sie beziehen sich auf den tatsächlichen Betriebspunkt einer vorhandenen Anlage, der gerade bei Heizunsanlagen individuell eingestellt werden kann und auch muss, da dort Heizkörper unterschiedlich eingeschaltet werden. (Geregelte Pumpe).

    Diese Betriebsmöglichkeit entfällt meistens bei Brunnen, da kaum ein Anwender seine Pumpe z.B. durch Frequenzanpassung regelt.

    Die Berechnung des erforderlichen Betriebspunktes für eine Brunnenanlage bei "normalen" Pumpen habe ich geschildert. Da gibt es auch kein mindestens oder besser, sondern genau einen(!) Betriebspunkt, der sich nach dem max. Förderbedarf und Druckbedarf richtet.

    Bei der Konzeption der Anlage muss sich der Anwender natürlich überlegen, wie er die Anlage bei verringertem Bedarf steuert. Das ist aber alles in verschiedensten Berichten hier im Archiv des Forums zu finden.


    Wenn Du auf meine Ausführungen nicht eingehen möchtest und Dir die Berechnung zu mühsam ist, ist es Deine Entscheidung.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Naja, die T.I.P. EJ6 Plus macht 5,7bar bei 6.3m³. Leider darf sie nur 3h am Stück laufen. die Leistungsaufnahme liegt bei 1,25kW


    Alternativ hätte ich dann noch die SA80.130, Orlando A80G, oder Pedrollo 4/8.


    Alle Pumpen sind deutlich unter 3kw. Auch wenn ich 6'' Pumpen nehmen würde.


    Das Problem ist, dass die Pumpen keine schwimmende Entnahme haben und ich somit sicherstellen müsste, dass Sie keinen Sand aus der Zisterne ziehen. Zwar habe ich einen Filter vor dem Zisternenzulauf, aber kann ja nicht schaden, wenn man eine schwimmende Ansaugung hat.

Brunnen selber bauen