Bohrbrunnen im Münsterland

  • Hallo zusammen,

    bin neu hier im Forum und erstelle gerade im westlichen Müsterland einen Bohrbrunnen.

    Gebohrt habe ich mit einem 165mm Bohrer bis auf 2,5 m, anschließend habe ich ein 6" TNA-Vollwandrohr als Arbeitsrohr bis auf 10 geplunscht. Auf Wasser bin ich bei 2,3 m ab GOK gestoßen. Im auf 10 m abgelassenem Rohr steht das Wasser ab 2,5 m.

    Der Boden besteht aus folgenden Schichten:

    0,7 - 2,8 m Sand mit Kiesel


    2,8 - 3,5 m


    3,5 - 5,5 m


    5,5 - 10 m


    In den online verfügbaren Daten aus der näheren Umgebung ist ab einer Tiefe von ca. 4 m immer die Rede von Schluff mit Feinsand und Ton.

    In 500 m Entfernung ist ein 16 ha großer Abgrabungssee, in dem Sand und Kies abgebaut wurde. Eine Kiesschicht habe ich in meiner Bohrung leider nicht angetroffen, obwohl teilweise Nachbarn diese bei ihren Brunnenbohrungen in einer Tiefe von 5 - 8 m angetroffen haben wollen. Ein ortsansässiges Brunnenbauunternehmen meinte, das es in dieser Region stark unterschiedliche Bodenvorkommen gibt.

    Mit welchen Filtern kann ich bei diesem Boden am sinnvollsten arbeiten? Oder ist es besser, es an anderer Stelle noch einmal zu versuchen und auf eine Kiesschicht hoffen?

    Danke schon einmal vorab für eure Ratschläge.

  • Welche Fördermenge/h wird angestrebt?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Die Fotos sind ja nun nicht besonders gut, da sie eine viel zu geringe Auflösung haben (man muss einzelne Sandkörner erkennen können), aber es scheint sich offenbar um Feinstsand zu handeln.

    Feinstsand ist ein schlechter Wasserleiter, sodass man auf sehr lange Filterstrecken angewiesen ist, bei 3m³/h gehe ich von mindestens 6m aus.

    Gleichzeitig dürfte sich ein recht grosser Absenkungstrichter einstellen, sodass ich eine Bohrtiefe von mindestens 15 - 20m als angemessen empfinde.

    Verbaut werden müssten Feinsandfilter mit Kiesschüttung, wobei dann ein Arbeitsrohr von 6" für ein 4,5" Brunnenrohr schon etwas knapp ist.

    Das ist jetzt aber eine Meinung vom grünen Tisch aus.

    Du solltest zuerst mal einfach sachte das Wasser im Arbeitsrohr absaugen um festzustellen, wie das Wasser über das Brunnenrohrloch nachfliesst.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Bei 110 l/h Wasserentnahme bleibt der Wasserspiegel konstant im Rohr.

    Wenn ich mit einer Kiesschüttung von etwa 50 mm planen würde, bliebe noch ein Feinsandfilter von 2", oder?


    Beste Grüße

    Burloar

  • Bei 110 l/h Wasserentnahme bleibt der Wasserspiegel konstant im Rohr.

    Das ist gar nicht mal so schlecht. Wie tief ist denn dabei der Grundwasserspiegel abgesunken? (Wichtig)

    Die restlichen Fragen können erst später geklärt werden.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Habe einen 1 1/4" Schlauch auf 6m ins Rohr gehängt und die Pumpe gestartet und langsam gedrosselt, bis der Wasserstand nicht weiter absackte. Dies war bei 3,7m ab GOK.


    Beste Grüße

    Burloar

  • Schön, es gibt jetzt folgende Möglichkeiten:

    1. Bohren auf -20m und dann 6m Filter setzen.

    2. Bohrung nicht weiter vertiefen, Sumpfrohr und 3m Filter setzen und schaun was bei rauskommt.

    3. Zuerst weitere Versuche durchführen:

    - nähere Bestimmung des Bohrgutes: feiner Quarzsand oder mehlartig?

    Evtl. Filterprobe mit Bohrgut.

    - Erhöhung der Förderleistung und Vergleich mit absinkenden Wasserspiegel. Versuch Funktion: Absenktrichtertiefe = f(Fördermenge)

    aufzustellen.


    Als Filter käme meiner Meinung nach nur ein professioneller Feinsandfilter in 4" mit Übergang auf 4,5" Brunnenrohr in Frage, um die spätere Einbaumöglichkeit einer Tiefbrunnenpumpe zu ermöglichen.

    Für eine ausreichende Kiesschüttung hätte das Arbeitsrohr mindestens DN200 sein müssen.


    Alle Angaben unter Vorbehalt, ich hab halt keine Möglichkeit vor Ort zu sein um mal die Bohrproben zwischen den Fingern zu zerreiben.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • kg49

    Vielen Dank für die ausführlichen Infos. Bin noch unentschlossen, wie ich weiter mache.


    Hier noch mal ein Bild von der Bohrprobe aus Tiefe 5,5 - 10 Meter.

    Beim Zerreiben der Probe zwischen den Fingern ist es vergleichbar mit Schleifpapier Korngröße 400.


    Beste Grüße

    Burloar

  • Weitere Versuche dürften nicht nötig sein. Das ist Quarzsand, also im Gegensatz zu Lehm oder Schluff gut zur Förderung geeignet. Es wird nur ein guter und genügend langer Filter benötigt.

    Wenn es noch gut bohrbar ist, würde ich noch ca. 5m tiefer gehen. Wenn der Sand so bleibt, dürfte das reichen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hab mich für den 4" Feinsandfilter LOFILT4 entschieden. Gesamttiefe 16m, 5m Filterstrecke und 0,5m Sumpf.

    Vielen Dank nochmal für die super Unterstützung und hilfreichen Ratschläge.


    Beste Grüße

    Burloar

  • Das Sumpfrohr kann ruhig 1m lang sein. Falls der Absenkungstrichter so tief wird, dass ein Ansaugen über der Filterstrecke nicht möglich ist, könnte man im Sumpfrohr ansaugen.

    Viel Erfolg und berichte mal, wenn das Projekt fertig ist.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

Brunnen selber bauen