Filter schnell voll (Hauswasserwerk mit Brunnenwasser)

  • Hallo erstmal :)


    Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen & ich hoffe, dass ich in der richtigen Kategorie schreibe.


    Da wir kein öffentliches Wasser haben, wird unser Haus mit einem Brunnen versorgt. Fragt mich nicht ob es ein Rammbrunnen oder ein Bohrbrunnen ist und wie tief es ist. Ich weiß es nicht. Wir haben das Haus vor 3 Jahren gekauft. Das Haus ist 20 Jahre alt.


    Im Anhang füge ich euch ein Bild des Setups im Keller.


    Es ist ein BWT Filter angeschlossen bevor das Wasser in die oberen Stockwerke zur Benützung kommt. Den Filter musste ich alle 6 Monate austauschen (der filter blinkt wenn 6 monate vorbei sind). Und es war immer normal voll mit Sand.


    In letzter Zeit ist der Filter bereits nach einem halben Tag schon voll mit Schlamm so dass nicht genug Wasser durchkommt ( Der Druck sinkt). Sobald ich den Filter austausch bzw. reinige ist wieder alles normal. Im Anhang ist ein Foto des verschmutzten Filters.


    Was kann der Grund sein? Und was ist die Lösung?


    Bitte um Hilfe

  • Deine Pumpe saugt statt Wasser mit etwas Sand nun also schlammiges Wasser.

    Das Rohr das im Bild vom Keller links unten in der Bodenplatte versinkt ist wohl der fragliche Brunnen? Denn dann würde ein Problem mit der Verrohrung von einem aussenliegenden Brunnen ins Haus ja schonmal ausfallen.

    Bliebe nur der Brunnen selbst, und ohne Infos über denselben ist jede Diagnose Kaffeesatzleserei.

    Nützt nix, die Verrohrung muss runter und du musst reinschauen.

  • Und es war immer normal voll mit Sand.

    Normal ist das nicht sondern spricht für einen mangelhaft erstellten Brunnen. Ein richtig erstellter Brunnen ist sandfrei.

    Wenn das Rohr, welches aus dem Boden kommt, das Brunnenrohr ist und es keine blaue Farbe hat, so spricht vieles dafür, dass auch bei der Materialauswahl gepfuscht wurde.

    Zumindest, wenn sich das Anliegen in Deutschland befindet. Ausserhalb können andere Vorschriften gelten. Zum Standort hast Du aber nichts gesagt.


    Jetzt versuche mal das Ansaugrohr zu ziehen, um mehr über den Brunnen in Erfahrung zu bringen. Wenn es sich nicht ziehen lässt, handelt es sich entweder um einen Rammbrunnen (halte ich für unwahrscheinlich) oder das Brunnenrohr hat sich mit Schlamm und Sand gefüllt.


    Was haben denn die bisherigen Wasseruntersuchungen ergeben? Da es sich um Trinkwasser handelt, sollten diese regelmässig vorgeschrieben und erfolgt sein.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Wir benutzen es nicht als Trinkwasser sondern nur für dusche, wc spül- bzw. Waschmaschine. Wir sind in Niederösterreich (AT) in einem kleinen dorf und es ist fast zur Gänze ein Ackerbau-Gebiet. Den Brunnen gibts wahrscheinlich seit langem. Wir wohnen seit drei Jahren und bisher war auch alles normal. Seit kurzem eben sehr schlammig. Das irritiert mich eben.


    Gibt es am Ende des Rohres eine Art Vorfilter oder so ähnlich, das jetzt vielleicht defekt ist? Ist es auch vielleicht wegen dem Winter so und wird zum Sommer besser?


    Das unser Dorf das öffentliche Wasser bekommt dauert noch ca. 3 Jahre laut unserer Gemeinde.

  • Gibt es am Ende des Rohres eine Art Vorfilter oder so ähnlich, das jetzt vielleicht defekt ist?

    Zumindest hat sich etwas im oder am Brunnenzulauf geändert. Ohne Kenntnis des Brunnenaufbaus ist aber keine konkrete Aussage möglich.

    Ist es auch vielleicht wegen dem Winter so und wird zum Sommer besser?

    Es gibt nichts, was es technisch nicht gibt. Ich glaube aber nicht, dass sich dann etwas ändert.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Moin,


    Dazu in kürze meine ersten Gedanken:


    - wenn ihr das Wasser nur als brauchwasser im Haus nutzt geht da lächerlich wenig durch (im Gegensatz zum bewässern im Garten z.b.)


    - dafür sind deine Verschmutzungen echt krass. Brunnen / Filter sind Schrott !


    - dein Brunnen hat unten einen Filter. Das ist der eigentliche Filter. Dieser wird auf den vorgefundenen Boden abgestimmt. Wenn dies qualifiziert erfolgt ist ein Brunnen nahezu sandfrei. Der zweite Filter oben ist maximal eine Sicherheitseinrichtung und im Regelfall nicht nötig.


    - du wirst um einen neuen Brunnen nicht herumkommen.

    Standort: 29693 Aller Leine Tal
    Erstellter Brunnen: Borhrbrunnen, 150`er Arbeitsrohr, 125`er Brunnenrohr
    Bekannter Grundwasserstand: ca. 4,5 Meter
    Bodenverhältnisse: weicher Heidesand "Mollersand" ab 5 Meter feiner Kies
    Brunnentiefe: 10 Meter (1m Sumpfrohr, 2m Filter, 7m Brunnenrohr)

  • Hallo,

    auf dem Foto der Anlage steht ja die Pumpe.

    Anhand des Typenschildes läßt sich herausfinden, aus bis zu welcher Tiefe die Pumpe überhaupt fördern kann.

    Länger wird das Rohr wohl nicht sein, an dem das Filtersieb offensichtlich hinüber ist.

    Wenn der obere Filter mit der "Wartungsblinkleuchte" so dreckig ist wird auch das Dehngefäß wohl eine Reinigung benötigen.

    Wenn man von oben Wasser in das Rohr gibt, lässt sich auch ungefähr die Tiefe bestimmen.

    Je nach Durchmesser passt ja eine gewisse Wassermenge auf eine gewisse Länge.

    Also, sagen wir mal beispielsweise bei 1,25 Zoll Innendurchmesser gehen auf 3cm 50ml.

    - Nur als Beispiel-.

    Oder von oben mal mit Luftdruck arbeiten, ca. 2 bar raufgeben und lauschen ob es unten gluggert.

    Dabei sollte auch Kenntnis erlangt werden können, ob unten ein Rückschlagventil verbaut wurde.

    Und dann mal Wasser direkt pumpen, ohne Dehngefäss, in einen Eimer .

    Wurde der Bohrbrunnen eventuell mal sehr gequält in den letzten Sommern?

    Muss der Druckschalter an der höchsten Stelle verbaut sein, und ohne Flex- Schlauch?

    Warum ist kein Flexschlauch verbaut nach der 90° Biege VOR der Pumpe?

    Es scheint sich um eine 400V Pumpe zu handeln.

    Vermutlich müssen alle Leitungen , auch nach dem Wartungsfilter mit Blinkleuchte, ordentlich gespült werden.

    Ob der Bohrbrunnen gerettet werden kann durch vertiefen und Austauschen der Steigleitung weiss ich leider nicht.

    MfG

  • Moin,

    Alles nettesten, bringt aber überhaupt nichts, bzw hat nichts mit dem Problem zu tun. Ist ne Saugpumpe, also technisch maximal eine Tiefe von 8m möglich. Vermutlich weniger.....

    An der Saugleitung ist doch extra ein T-Stück mit Kugelhahn. Da eine Schnur samt Gewicht runterlassen dann hast du die tiefe. Aber was soll es bringen? Es dringt Sand ein. Dies kann nur passieren wenn der Filter oder das Rohr gebrochen / durchgegammelt oder sonst was ist.....

    Die Steigleitung im Keller zu ziehen und dort neu zu bohren - nahezu unmöglich, bzw ein immenser Aufwand.

    Ich würde im Aussenbereich in der Nähe einen neuen Brunnen bohren, einen vernünftigen Durchbruch / Bohrung durch die Mauer mit entsprechender Abdichtung und das bestehende System an den neue. Brunnen anbinden. Währe erstmal der geringste Aufwand und bis zur Fertigstellung kann wenigstens der alte Brunnen notdürftig betrieben werden.....,

    Standort: 29693 Aller Leine Tal
    Erstellter Brunnen: Borhrbrunnen, 150`er Arbeitsrohr, 125`er Brunnenrohr
    Bekannter Grundwasserstand: ca. 4,5 Meter
    Bodenverhältnisse: weicher Heidesand "Mollersand" ab 5 Meter feiner Kies
    Brunnentiefe: 10 Meter (1m Sumpfrohr, 2m Filter, 7m Brunnenrohr)

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