Senkrechte Bohrung

  • dass "Kiespumpe" und "Plunscher" zwei Namen für das Gleiche sind.

    Eine Kiespumpe hat einen Kolben und erzeugt selbst ihren Unterdruck durch ziehen des Kolbens, ein Plunscher ist ein Rohr mit einer Gummiklappe unten und erzeugt seinen Unterdruck durch geschicktes Auf- und Absenken.

    Wenn Steine im Weg sind, ich

    dann wird es interessant. Entweder mit dem Bohrer aufnehmen oder einen Steinfänger bauen.

    Beim plunschen dürfen die Steine nicht grösser als die Öffnung der Kiespumpe oder des Plunschers sein. Sonst benötigt man einen Fallmeissel.

    Gruss

    kg49

  • Ist ein Wochenende für den Brunnen wirklich knapp bemessen?

    Diese Frage von Dir hatte ich übersehen, da sie aber sehr wichtig ist, möchte ich noch nachträglich darauf eingehen.

    Wie lang ein Brunnenbau (also nur die Bohrung) dauert, kann Dir kein Mensch voraussagen. Zum einen ist sie abhängig von der Tiefe, zum anderen vom Bohrgrund.

    Je tiefer die Bohrung geht und je unbekannter der Bohrgrund ist, umso mehr steigt die Wahrscheinlichkeit, dass "Überraschungen" auftreten.

    Das können Steine sein, deren Beseitigung oder Bergung Stunden, wenn nicht gar Tage dauern kann. Dann können Bodenschichten auftreten, deren Durchbohrung Schwierigkeiten bereitet, z.B. Lehm oder Ton.

    Wenn man Berichte im Netz liest, kann man die Dauer einer Bohrung mit Tagen bis Wochen angeben.

    Die erste Bohrung, die ich hier vor fast 30 Jahren bei mir gemacht habe, war auch nicht an einem Wochenende beendet. Gut, später wenn Erfahrung vorliegt, das Werkzeug optimiert ist und ein Team eingespielt ist, geht es deutlich schneller, aber Du musst ja auch erst mal lernen, und das dauert.

    Dies soll Dich nicht entmutigen, das Projekt zu starten. Nur ob das Ausleihen der Geräte für ein Wochenende so sinnvoll ist, das bezweifele ich.

    Ich möchte folgenden Vorschlag machen:

    Versuche doch nur erst einmal den Bohrer auszuleihen. Dann kannst Du mit Bohren anfangen und siehst, welcher Boden Dich erwartet.

    Viellecht kannst Du bis zum Grundwasser bohren, ohne dass das Loch zusammenfällt, vielleicht musst Du im Rohr weiterbohren bzw. plunschen.

    Und glaube mir, wenn Du erst mal 10m alleine gebohrt hast, weisst Du, was Du gemacht hast und bist dankbar für eine Pause bis zum nächsten Wochenende.

    GRuss

    kg49

  • Hallo kg49


    es wird aufwändiger.

    2 Nachbarn wollen mitmachen. d. H. wir bohren 3 Brunnen.

    Wir werden erst mal mit dem Erdbohrer so tief bohren, wie das Gestänge hergibt. Also 8 Meter (außer ich finde noch jemanden, der längere verleiht).

    Einen Plunscher oder eine Kiespumpe werden wir uns kaufen und dann so vor uns hin bohren. Mal sehen, wie es läuft.

    Ratschläge habe ich hier bekommen. Wenn ich das Equipment fest zusammen habe, werde ich weiter fragen. Oder auch schon vorher.

    Wir planen die Aktion für den Herbst. Ich habe hier noch ein Projekt "Klimakeller", das ich erst abschließen möchte, danach Urlaub und dann geht es los.


    Gruß


    Stefan

  • Wir werden erst mal mit dem Erdbohrer so tief bohren, wie das Gestänge hergibt. Also 8 Meter.

    Hallo,


    Schon Mal informiert wo das Grundwasserstand bei euch steht?

    Vielleicht reichen die 8m ja schon...


    Schaut mal einfach hier die Bohrungen (grünen Punkte), bei euch in der Gegend an. Da könnt ihr schauen was euch erwartet und planen.

    http://www.bohrungen.nrw.de


    In Dinslaken bekommt man günstig Brunnenrohr über eBay Kleinanzeigen.

    Ist ja nicht ganz so weit weg und wenn ihr für alle holt, dürfte sich auch die Strecke lohnen.


    Grüße

    Dirk

    Gruß Dirk

    alias VaraEdo


    Wenn das die Lösung ist,

    dann hätte ich gerne mein Problem zurück.

  • Hallo Dirk


    das Grundwasser steht ziemlich sicher bei 14Meter Tiefe. Da beißt keine Maus einen Faden ab. Ich bin aber ziemlich zuversichtlich, dass ich bzw wir da ran komme.

    Ich bin gerade dabei, mehr über die vorhandenen Bodenschichten zu erfahren. Hoffe das klappt.

    Danke dir für die Bezugsquelle in Dinklage. Werde ich mal nachsehen. ist wirklich nicht weit.


    Gruß


    Stefan

  • Hallo,


    heute bekam ich das angeforderte Schichtenverzeichnis. Es wurden Bohrungen durchgeführt ca. 250 m östlich von mir und ca. 300 m südwestlich. Näher gibt es kein Schichtenverzeichnis. Beim drüberschauen denke ich, dass die Schichten bei den beiden Bohrungen ziemlich identisch sind. Also nehme ich an, dass ich hier die gleichen Erdschichten antreffe. Ich setze beide Schichtdaten ein. Über Kommentare bzw. abzusehende Schwierigkeiten bin ich wie immer erfreut.


    Stefan


    Erdschichten_0001.pdf

  • Grundwasser ab 14m?

    Tabelle 2 ist besser, aber im Prinzip muss nach beiden Verzeichnissen das was werden. Sieht gut aus.

    Aber bohren (!) bis zum Grundwasser. Zu viel Sand und Kies unterwegs, da kann zugeführtes Wasser weglaufen. Zu dritt kein Problem, falls keine Steine im Weg sind.

    Hier könnte man auf ein Arbeitsrohr verzichten, 2 -6m Filter 0,3mm je nach gewünschter Wasserfördermenge.

    Am Anfang klarpumpen erforderlich, später sollte der Brunnen sandfrei laufen.

    Gruss

    kg49

  • Noch eine kleine Ergänzung:

    Ihr bohrt ja 3 Brunnen, nacheinander nehme ich an.

    Da wäre natürlich zu überlegen, ob man nicht doch ein Arbeitsrohr setzt. Ihr habt dadurch 100%tige Sicherheit des richtigen Filters und nur 1/3 der Kosten, wenn man alleine bohrt.

    Gruss

    kg49

  • Hallo


    gekauft habe ich jetzt:

    28 Meter Brunnenrohr DN 115

    8 Meter Filter DN115

    waren ziemlich günstig. Sollen für mit und einen Nachbarn sein. Der Dritte Nachbar will mit KG Rohren arbeiten. Soll er.

    Wollte auch noch einen Bohrer mit 8 Meter Gestänge kaufen, hat mir aber jemand anderes weggeschnappt.

    Welchen Bohrer (Durchmesser) soll ich nehmen?

    Eine Kiespumpe werde ich mir kaufen (falls jemand eine gebrauchte abgeben will, nur her damit) Welchen Durchmesser soll ich ins Auge fassen.


    Stefan

  • Hallo


    Arbeitsrohr!

    Ein ausreichen dimensioniertes Rohr, welches das Brunnenrohr aufnimmt und danach gezogen wird.

    Das wären bei mir 18 Meter. KG-Rohre wären dafür wahrscheinlich geeignet.

    Gut, ich sehe genau, welche Schicht auf der Höhe der Filterrohre liegt und kann den Filter darauf abstimmen. Klarer Vorteil.

    Aaaber, 18 Meter KG-Rohr aus der Erde ziehen stelle ich mir nicht so lustig vor. Wie sollen die KG-Rohre befestigt werden? nur durch den Gummi? Wenn ich oben, sagen wir mit einer Seilwinde ziehe, ist doch die Chance gegeben, dass sich die Rohre auseinander ziehen. Ist der Vorteil des angepassten Filters so groß, dass ich den Aufwand mit Arbeitsrohr und ziehen desselben, kompensieren?

    Oder habe ich so problematischen Boden, dass ein Arbeitsrohr auf alle Fälle auf die to do-Liste muss?


    Stefan

  • Was genau ist ein Arbeitsrohr?

    Wieso kann ich dann den Richtigen Filter erarbeiten?

    Das ist eigentlich im Forenarchiv zu finden.


    Bei einer Bohrung wird nur im Hobbybereich das Brunnenrohr sofort versenkt. Risiko dabei ist, dass man Bodenschichten trifft, für die das Rohr mit seinem Filter nicht optimiert wurde, da die genaue Bodenzusammensetzung IMMER unbekannt ist.

    Deswegen bohrt man mit einem Rohr grösseren Durchmessers auf volle Länge durch.

    1. Man kennt jetzt alle Bodenschichten genau

    2. Da das Rohr grösser ist, kann man entweder einen Feinsandfilter bei Bedarf setzen oder eine Kiesschüttung vornehmen, wenn das Originalbrunnenrohr abgesenkt wurde.

    Anschliessend wird das Arbeitsrohr gezogen.


    Hier bei mir ist viel Feinsand. Für meinen Brunnen habe ich knapp 20m Arbeitsrohr versenkt und anschliessend 4m Feinsandfilter gesetzt. Das war vor 20 Jahren. Ich warte immer noch auf das erste Sandkorn, was hochgepumpt wird. Verstopfte Regner kenne ich nicht.


    Das ist jetzt Ansichtssache. Will man 100% sicher gehen, nur mit Arbeitsrohr.

    Kommt es einem auf ein paar Sandkörner nicht an, dann braucht man das bei eurem Boden nicht. Vorausgesetzt, ihr habt die gleiche Schichtenfolge.

    Die 1 gefällt mir nicht so gut, da ist eine Feinsandschicht dazwischen.


    Ihr werdet das schon richtig machen. Der 1. Brunnen ist auch das grösste Risiko.

    Ein altes jugoslawisches Sprichwort, welches mir ein Arbeitskollege vor über 40 Jahren erzählte, lautet:

    Baut man Häuser so gilt:

    Das erste Haus für den Feind,

    das zweite für den Freund

    und erst das dritte für einen selbst.

    Passt irgendwie.

    Gruss

    kg49

  • Da haben sich die Posts überlagert, Du warst schneller, während ich noch geschrieben habe.

    KG Rohr hat weder als Brunnen- noch als Arbeitsrohr, vor allem bei den Tiefen, etwas verloren. Die Bodendrücke können so gross sein, dass es splittert. Genauso, wenn ein Stein im Weg ist.


    Im professionellen Bereich sind Arbeitsrohre aus Stahl, sie werden ineinander verschraubt.

    Im Hobbybereich ist die beste Lösung, Brunnenvollrohr zu nehmen, und zwar Glattwandrohr ohne Wulst.

    Wem das zu teuer ist, kann bei leichten Böden ohne grosse Steine, Lehm etc. auch Kabelschutzrohre nehmen. Damit habe ich hier sehr gute Erfahrungen gemacht. Die gibt es ohne Wulst mit Klebemuffe. Die werden nur nicht geklebt, sondern mit kleinen, aber vielen Schrauben verschraubt. Wie beim Nähen: viele kleine Stiche.

    Pro Verbindung habe ich 12 - 16 Schrauben verwendet und damit problemlos das Rohr aus 20m gezogen. Dabei stand es 10m im Wasser.

    Gruss

    kg49

Brunnen selber bauen