Spülbohrbrunnen

  • Hallo liebe Leidensgefährten,


    Kurze Vorgeschichte, habe einem alten Brunnenbaumeister, der das sein lebenlang gemacht hat, 2008 in Berlin über die Schulter geschaut b.z.w geholfen einen 14 m tiefen Brunnen zu bohren. Lange Rede kurzer Sinn, der Brunnen war nach etwa 6h fertig und er hat Wasser gegeben ohne Ende :)

    Er hat mit der Hand, eine Spüllanze in den Boden getrieben, ab und an nach dem Bohrgut geschaut und war bei etwa 14 m der Meinung das es passt, einige Zeit Später ist er nochmal vorbei gekommen und hat das ganze auf 9 -10 m hoch gezogen, weil zuviel Eisen im Wasser war.

    Der Brunnen funktioniert bis Heute einwandfrei. Die Kosten waren überschaubar und beliefen sich allincl. Hauswasserwerk ect. auf 1800,- €

    Leider kann ich den guten Mann nicht mehr um Rat fragen, weswegen ich nun hier gelandet bin.

    Nun bin ich dabei, 10 km Nordöstlich von Prenzlau ( Brandenburg ) Lehm und Brandenburger Geschiebemergel, selber einen Brunnen zu bohren, die Nachbarschaft sagt das es bei etwa 12 m Schichtenwasser gibt. Der Grundwasserspiegel für die Region liegt bei etwa 41 m

    Habe also auf Grund der schwierigen Bodenverhältnisse ein Brunnenspühlbohrer gekauft und mich den Sommer über mit dem Bohren beschäftigt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten, das Spülwasser ist überall hin gelaufen und nur bedingt durch das 160 mm KG Rohr, hab ich es geschaft den Bohrer auf 18 m runter zu bringen. Es ist ein Mord´s Bohrloch geworden.





    keine Sorge das KG Rohr ist nicht mehr im Bohrloch, habe es nur für die Foto´s rein gesteckt um einen Überblick zu verschaffen.


    Nun zur Bohrung und dem Bohrgut, nach einem halben Meter Mutterboden ging es in einen feinsandigen, anfänglich gelben Kies der mit der Zeit immer grauer wurde. Ab 2,20 - 2,50 m OKG hatte ich ständig eine Wassersäule, die auch Heute noch steht.

    bei etwa 13,50 m hatte ich einen dermaßenen gegendruck im Bohrgestänge, das nach dem auf schrauben des Gestänges eine Wassersäule von etwa einem halben Meter aus dem Bohrgestänge schoss. Das legte sich doch schnell wieder und wir bohrten weiter bis auf 18 m

    zum Bohrgut welches immer das selbe blieb, Feinsandiger grauer Kies mit Lehmanteil, wobei sich der Lehm ausschwemmte und an den Rändern des Bohrloch´s absetzte. Ich denke auf den Bildern recht gut zu sehen.






    Hier die Lehmablagerungen am Bohrlochrand


    Nachdem wir also bei 18 m angekommen waren, haben wir das Bohrgestänge abgebaut und waren so naiv zu glauben, jetzt den vorbeiteten GewebeFilter ( 3m ) plus 1 zoll Brunnen PE Rohr 15 m hinab zu lassen und alles wäre schön :) Filterkies hinein 1-2 mm und gut.

    Da haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn nach 11,50 m war schluß mit runter lassen, das Bohrloch war in der Zeit zusammengefallen. :( Wir haben dann doch noch eine olle Pumpe rangehängt und die stehenden Wassersäule bis 8,50 m OKG abgesaugt, dann hat die Pumpe es nicht mehr geschafft. Am nächsten morgen stand die Wassersäule wieder bei 2,50 m OKG doch die Pumpe brachte kein tropfen mehr nach oben, die Filter waren zu und wir haben alles wieder raus gezogen.


    so viel zur Bohrung und nun zu meinen Fragen und zum Ziel.


    Das minimal Ziel ist es, ein Brunnen zu erstellen welcher 1 - 2 m³ Gartenwasser am Tag hergibt.

    Der weitere Plan ist ein 200 mm KG / KS Rohr als Arbeitsrohr mittels Kiespumpe 140 mm runter zu bringen, welches später wieder gezogen wird. Ich habe vor 1m Sumpfrohr DN 150 auf 15,50 -16 m runter 2-3 m Feinsandfilter / Kiesklebefilter 0,14 mm DN 150 plus Kiesschüttung zwischen Arbeitsrohr und Feinsandfilter inclusive Abstandshalter und 11- 12 m Brunnen Glattwandrohr DN 150 bis nach oben. Eine Orlando ST 1020 auf 11,50 m hängen, da hängt sie 1 m über dem Filter und hat eine Wassersäule von 8- 9 m über sich. Das Sumpfrohr wird mit Tonpellet verschlossen.

    Nun die alles entscheidene Frage, gibt es Einwände oder verbesserungen oder noch Fragen. Ist es ein mögliche Variante diesen Brunnen zum laufen zu bringen ? Ich gehe davon aus, das die Wasserführende Schicht bei 13,50m OKG liegt.

    Das Bohrgut ( Feinsand / Kies ) werde ich morgen auf einem Foto auf Millimeterpapier nachreichen.


    Lg und vielen Dank für Eure Hilfe im voraus

  • Das Bohrgut ( Feinsand / Kies ) werde ich morgen auf einem Foto auf Millimeterpapier nachreichen.

    Das mach mal und gib auch an, wie mächtig diese Schicht ist.

    Optimal wäre eine Skizze der geplanten Rohrtour.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Hallo kg49,


    hier nun wie angekündigt und gewünscht, die Foto´s auf Millimeterpapier des Bohrgut ( Feinsand ) und eine Skizze meiner Vorstellung




    hab noch mehr Bilder vom Bohrgut, falls notwendig auch mit anderen Lichtverhältnissen


    nun folgt meine Skizze





    ich hoffe das es zu erkennen ist. Die Wasserführende Schicht liegt meiner Annahme nach um 13,50 m, wie mächtig sie ist dazu kann ich nichts sagen, weil ich auch nicht weiß woran man das erkennt.

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob mein Projekt so durchführbar ist, um zum Erfolg zu kommen ?

    Wessen ich mir jedoch sicher bin, das ich mir die 140mm Kiespumpe plus Holzzange DN 200 kaufen werde / muß, zuzügl. KS Rohr DN 200 um überhaupt weiter zu kommen, dazu müßt ich nur wissen ob mein Plan so überhaupt realisierbar ist !

    Desweiteren muß ich mir nen 3 Bein baun in entsprechender Höhe mit Umlenkrolle und Seilwinde, also Arbeit ohne ende :)

    Für Hinweise auf Fehler in meiner Annahme / Denkweise wäre ich sehr Dankbar.

    geht nich, gibt´s nich und wo ein Wille ist auch ein Weg


    Lg Klock

  • Mach noch mal ein oder zwei Aufnahmen, Nahaufnahmen!

    Es sind einzelne Sandkörner interessant, das Bild sollte so sein, dass die mm Kästchen etwa auf dem Bildschirm die Grösse einer Briefmarke habe.

    Den Sand streust Du dann wie Salz auf Brot.

    Wenn ich richtig gesehen habe, handelt es ich dabei um Mittelsand.

    Du brauchst dann nicht unbedingt ein Arbeitsrohr, keinen Feinsandfilter und keine Kiesschüttung.

    Die Menge der Wasserförderung hängt dann ausschliesslich von der Stärke dieser Schicht ab. Wen sie endet, erkennst Du an anderem Bohrgut.

    Die Skizze solltest Du so einstellen, dass man den Kopf nicht verdrehen muss.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • da bin ich wieder mit dem Nächsten Versuch






    besser bekomm ich´s nich hin, die kannst Du auch noch vergrößern ohne das sie verschwimmen




    und das wäre der Plan, der Rohrroute ohne sich den Hals zu verrenken :)

    bitte meine sauklaue zu entschuldigen


    Lg Peer

  • Alle drei Bilder sind von hier aus nicht aufrufbar.

    Wenn Du es bei Deinem Rechner überprüft hast, wurden sie aus dem Cache geladen.

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    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Ja das ist ne gute Frage, ich dachte entweder oder Gewebefilter mit der kleinsten Maschenweite von 0,14 mm oder einen Schlitzwandfilter .

    Ich bin für den Kiesklebefilter, leider kann ich den nicht, in DN 150 finden im Netz.

    Ganz ehrlich, ich hab keine Ahnung und davon ne ganze Menge, mit dem Kiesklebefilter wäre ich warscheinlich am besten dran, rede ich mir jedenfalls ein ;)

  • Hallo Kg49

    das sieht gut aus, aus Deiner Antwort entnehme ich, das ich mit dem Kiesklebefilter wohl richtig liege, in Gedanken, und da es keinen weiteren Komentar zur Rohrroute gibt, gehe ich davon aus, das die wohl funktionieren könnte ?

    Kann man das eingeplunschte Arbeitsrohr mehr oder weniger leer pumpen ? um schon mal eingeschwämmte Lehmanteile raus zu holen, bevor man das Filterrohr abteuft ?


    vielen Dank und Lg Peer

  • Kann man das eingeplunschte Arbeitsrohr mehr oder weniger leer pumpen ?

    Das muss man sogar, denn Du brauchst den Platz im Arbeitsrohr für Deine Brunnenrohrtour.

    Vergleiche bitte noch einmal die Aussendurchmesser der geplanten Kiesklebefilter mit dem Innendurchmesser Deiner Arbeitsrohre.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Hallo Kg 49,

    bin Deinem Rat gefolgt und habe die Innen & Außendurchmesser verglichen.

    Das ist schlichtweg so nicht machbar, 199 / 200 ohne Krümmung der Rohrtour 1mm spiel / luft. Das ist selbst mit mit einem Kiesklebefilter DN 125 / 173 mm über Kies Außen noch relativ eng. ( Danke für den Tip ) müßte die ganze Rohrtour auf DN 125 oder DN 115 reduzieren, da wie sagst der Durchmesser des Rohres/Filters nicht so entscheidend ist, wie die eigendliche Kiesschicht der Wasserführenden Schicht, wenn ich das richtig verstanden hab.

    Brauche auch noch ein Rat / Tip zum auspumpen des Arbeitsrohr´s, welche Pumpe könnte / Kann ich dafür verwenden ? Die, die ich hatte versagt ab 8,5m


    vielen Dank und Gruß Peer

  • Ja da haben wir es wieder, ich habe das Problem nicht klar definiert ;)

    es ging mir dabei darum, die Wassersäule abzupumpen wenn das Arbeitsrohr mittels Kiesbüchse in die entsprechende Tiefe / Höhe gebracht wurde.

    Ich glaube kaum das ich die Wassersäule von 15m im Arbeitsrohr mit der Kiespumpe leer bekomme.

    Welche Pumpe wäre für mich unter o.g. Bedinungen zu empfehlen ?

    Verty Nova 200 m mit eingebauten Schwimmer oder die

    Schmutzwasserpumpe max. 450l/min max. 18,5m Förderhöhe

    Aqua Marathon Vibro 1700l - Brunnenpumpe ?


    Lg Peer


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