Erfahrungen Pedrollo Pumpen

  • Grüß euch!


    Ich hatte vor einiger Zeit meinen neuen Brunnen gebaut (LINK). Damit bin ich auch immer noch sehr zufrieden. Nun ist daran eine KSB Multi Eco 36D (3x400V) angeschlossen. Mein Problem ist, dass ich gern eine Beregnung von Hunter anschließen möchte, welche in der Endausbaustufe ca. 800qm beregnen muss. Das ist nicht unendlich viel aber mit MP Rotatoren dauert das halt ne ganze Weile.


    Ich habe bei einem dynamischen Druck (Fließdruck) von 3,8 Bar nur noch einen Durchfluss von ca 2m³/h. Die längste Strecke, welche überwunden werden muss ist ca. 53m in der Horizontalen. Ich würde das ganze dann mit 1" oder 1 1/4" Rohr auslegen. Viel wichtiger wäre mir im Zweifel eine neue Pumpe, um mehr Durchfluss bei 3,8 Bar zu erlangen. Jetzt hatte ich mir eine Pedrollo (LINK) angeschaut. Mir ist bewusst, dass KSB und Grundfos hier die Spitze darstellen aber ich hatte eigentlich nicht vor 1000€ für eine Pumpe zu bezahlen (habe den Text von kg49 zu deutschen und italienischen Herstellern gelesen). Meine Frage ist, ob jemand mit diesen Pumpen Erfahrungen hat. Ich konnte im Netz jetzt nicht wirklich viel darüber herausfinden, was im Allgemeinen ja schon eine Aussage für sich ist.


    Um der Frage danach vorzubeugen, warum ich keine Tiefbrunnenpumpe nutze: Ich habe eine Saugleitung, welche sich vor der Pumpe durch einen Motorkugelhahn (gesteuert durch einen Schwimmschalter) teilt. Zum einen geht eine Leitung dann in den Brunnen, die andere Leitung geht in die Zisterne, wo auch der Schwimmschalter hängt (Zisterne voll, dann Zisterne, ansonsten Brunnen). Sprich, ich möchte nach Möglichkeit mit einer Pumpe beide Abnahmestellen anzapfen, daher oberirdisch die Saugpumpe.


    Für andere Ideen bin ich auch gern offen :)


    Freundliche Grüße,



    Felix

  • Nach einem Blick auf die Kennlinie

    https://www.pumpe24.de/media/p…0n%206,0A%20000227093.pdf

    scheint mir die Pumpe überdimensioniert.

    Vielleicht solltest Du mal exakt den von Dir gewünschten Arbeitspunkt angeben.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Eine gewisse Überdimensionierung war von mir beabsichtigt ^^. Aber ich gebe Dir Recht, dass ich ganz bewusst sehr hochgegriffen habe.

    Wenn ich mir die Kennlinie der MultiEco ansehe und weiß, dass ich bei voller Öffnung ca. 3,6m³/h fördere, entnehme ich eine angenommene Förderhöhe (inkl. Verrohrung usw.) von 33m. Dabei messe ich jedoch am Manometer so gut wie keinen Druck mehr. Soll heißen, dass der dynamische Druck extrem gering ist.


    Nun ist mir nicht ganz klar, wie ich den Schnittpunkt für 3,8 Bar überlegen soll. Nehme ich den statischen Druck, lege ein paar Meter drauf (gesamt 55m schätze ich), dann hätte ich gern 5-6m³/l. So käme ich bei der 5/130-N raus. Alternativ gine noch die 6/90-N, hat mir aber zu wenig Reserven.

    Sicher habe ich einen Knick in der Überlegung, weil ich nicht genau weiß, wie ich das in den dynamischen Druck ordentlich übertrage, oder?


    Freundliche Grüße,



    Felix

  • Ich weiss jetzt nicht, ob Du meinen Artikel dazu schon gelesen hast, denn er wurde hier im Forum schon zig mal als Antwort auf Fragen zitiert.

    Falls nicht, hier kommt er noch mal:

    Pumpenstärke

    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:

    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.

    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    1. Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll

    2. Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.

    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    1. Druckverluste durch Höhenunterschiede

    2. Druckverluste durch Wasserströmung

    3. Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.

    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.

    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.

    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.

    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:

    PH + Ps + PB = PA

    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.

    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.

    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.

    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Grüß Dich!


    Klar, habe ich alles schon zuvor gelesen. Zu 100% kann ich das jedoch nicht ganz auf mich anwenden, bin ich der Meinung. Ich habe ja bereits Berechnung erstellt. Ich ziehe in meinem Fall aus 8m + minimale Verrohrung inkl Abzweige. Nehme ich 1 Bar Verlust. Alles anderes verläuft nahezu auf einer Ebene. Ich würde entsprechend 1 1/4" Leitungen für die großen Längen nehmen und würde dafür 0,5 Bar Verlust ansetzen. Am Ende sollen aber noch so 3,5 Bar ankommen. Also brauche ich eigentlich eine Pumpe mit 5-5,5 Bar / 55m Förderhöhe, korrekt (etwas Luft mit einberechnet bei 5,5 Bar)? Das hat meine derzeitige KSB. Nun habe ich am Ausgang der Pumpe mal 3m 1" Schlauch angeschlossen und den Hahn so weit zugedreht, dass auf dem Manometer 3,8 Bar standen (wieder etwas Luft mit einberechnet) nun hatte ich aber nur noch 2000l/h. Hier hätte ich jedoch gern mehr. Gucke ich bei KSB auf die Kennlinie, dann sagt mir diese, dass ich (wenn ich ohne Hahn laufen lasse) bei 3600l/h eine angenommen Förderhöhe von 33m habe. In der Horizontalen sind es real aber nur ca. 10m Höhenunterschied + Einbußen bei Verrohrung vor der Pumpe. Soll heißen, das mEn viel Leistung in der Verrohrung drauf gehen muss. Daher hatte ich mir entsprechend eine deutlich stärkere Pumpe rausgesucht.


    Der Brunnen sollte ganz locker 7-8m3/h hergeben, daran liegt es nicht. Auch die Absenkung ist mit 12cm bei den 3600l/h minimal.


    Ich erkenne daher entweder meinen Denkfehler nicht oder stehe generell auf dem Schlauch. Evtl kannst Du mich erhellen?


    Freundliche Grüße,



    Felix

  • Zu 100% kann ich das jedoch nicht ganz auf mich anwenden,

    Die Rechnung ist immer richtig, wenn sie korrekt durchgeführt wird.


    Wenn ich durch Deine etwas unübersichtliche Beschreibung richtig durchblicke, gelten folgende Werte:

    Du hast ca. 2 Bar Höhenverluste:

    Ich ziehe in meinem Fall aus 8m + minimale Verrohrung inkl Abzweige. Nehme ich 1 Bar Verlust.

    In der Horizontalen sind es real aber nur ca. 10m Höhenunterschied

    Entspricht in Summe 2 Bar.

    Über die Längen, Biegungen, Filter etc. der Versorgungsleitungen schweigst Du Dich aus, rechnest mit 0,5 Bar.

    und würde dafür 0,5 Bar Verlust ansetzen.

    Also Strömungsverluste aufgerundet 1 Bar.

    Als Betriebsdruck für die Regner rechnest Du mit

    Am Ende sollen aber noch so 3,5 Bar ankommen.

    Also 3,5 + 1,0 + 2,0 Bar sind ca. 7,0 Bar erforderlicher Pumpendruck.

    Über die gewünschte Fördermenge erfolgt keine konkrete Angabe, denn

    Hier hätte ich jedoch gern mehr.

    ist kein technischer Mengenwert.

    Man kann zwischen den Zeilen rauslesen, dass evtl. 3,5m³ gewünscht werden.


    Das kann natürlich Deine jetzige Pumpe nicht leisten, da diese bei 3500L/h nur noch einen Druck von knapp 3,5 Bar hat.


    Einen Arbeitspunkt von 7 Bar, 3500L/h besitzt die 5/130N.

    Ist weniger Druck erforderlich (geringere Druckverluste in den Zuleitungen), käme auch die 5/200N in Betracht, die bei geringerer Förderleistung keinen so grossen Druckzuwachs hat. Hier macht sich die relativ flache Kennlinie positiv bemerkbar.


    Es stellt sich konkret die Frage, wie korrekt sind die Druckverlustberechnungen in den Leitungen.

    Solltest Du Dir über die Druckverluste Deiner Leitungen unsicher sein, kannst Du diese natürlich auch mit einem Druckmesser konkret ausmessen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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  • Wie immer ein exzellenter Beitrag, vielen Dank.


    Über die gewünschte Fördermenge erfolgt keine konkrete Angabe, denn

    ist kein technischer Mengenwert.

    Man kann zwischen den Zeilen rauslesen, dass evtl. 3,5m³ gewünscht werden.


    Das ist korrekt. Eine Angabe habe ich in der Tat nicht konkret gemacht. Je mehr am Ende rauskommt, desto weniger Kreise muss ich ziehen, was mir natürlich entgegen kommt, weil ich auch mal zwei parallel laufen lassen könnte.

    Ich sehe zudem, dass ich mich verschrieben habe. Ich schrieb ja "In der Horizontalen...", meine aber "In der Vertikalen". Sprich die Entfernung von Pumpe zum Ende des Saugschlauches betragen eben diese ca. 10m. (8m Schlauch + Verrohrung und Biegungen), weshalb ich dort 1 Bar als Verlust angesetzt hatte. In der echten horizontalen Ebene ist es so gut wie eben. Hier reden wir über max. 0,5-1m Unterschied.

    Sprich, es könnten auch 6-6,5 Bar reichen. Ich würde die 5/130N jedoch zur Sicherheit nehmen, um im Zweifel etwas mehr Luft zu haben.

    Meine Eingangsfrage bezog sich jedoch vornehmlich auch auf die Einschätzung der Pumpe selbst. Grundsätzlich bin ich ja ein Freund von Qualität, zu einem fairen Preis. Das schließt sich jedoch meist gegenseitig aus. Meinst Du, dass Die Pumpe ihr Geld Wert ist? Ggf. hast Du, aus deiner Erfahrung heraus, eine bessere Alternative?


    Freundlcihe Grüße,



    Felix

  • Meinst Du, dass Die Pumpe ihr Geld Wert ist? Ggf. hast Du, aus deiner Erfahrung heraus, eine bessere Alternative

    Leider nein, ich beschäftige mich hauptsächlich mit Tiefbrunnenpumpen.

    Aber gegen die Pumpen der Fa. Pedrollo ist nichts Negatives im Netz bekannt. Auf YT hat sie jedenfalls, was Tiefbrunnenpumpen betrifft, einen vorbildlichen Auftritt.

    Kreiselpumpen sind ja bauartbedingt recht robust und wenn Dein Händler Ersatzteile bereit hält oder besorgen kann, sollte nichts dagegen sprechen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Vielen Dank für Dein Feedback. Dann werde ich diese wohl anschaffen und für die Beregnungsanlage verwenden.

    Deine Schriften bzgl. Tiefbrunnenpumpen habe ich auch schon in einigen Threads gelesen und war kurz in Versuchung die Zisterne nicht mehr anzuschließen. Ich hätte sie dann jedoch umsonst einbauen lassen, was ich zu schade fände.


    Freundliche Grüße,



    Felix

  • Zisternen sind nie umsonst eingebaut, sondern fast immer geldvernichtung. ;-)


    Erzähl doch mal mehr über deine Saugleitung...

    Durchmesser

    Rohr oder Wellschlauch

    Rückschlagventil

    das Umschaltventil

    ....

    Ich habe deinen Beitrag zum Brunnenbau jetzt nicht durchgelesen, aber im Eingang steht was von ca 5,xx m zu erwartender Wasserstand unter GO.

    Je nach Rohr oder sogar Wellschlauch, ganz abgesehen von Bögen, Verschraubungen, Motorventil.... wirst du kaum mehr als die 3,5m³ Wasser mit einer Saugpumpe gefördert bekommen.


    Gruß

    Lumpi

  • wirst du kaum mehr als die 3,5m³ Wasser mit einer Saugpumpe gefördert bekommen.

    Das interessiert mich jetzt aber mal. Ich habe gross keine Erfahrungen mit Saugpumpen, aber ich kann mich an meine Zeiten vor vielen Jahren erinnern, wo wir mit einer Tragkraftspritze (TS 8/8) aus ca. 6m Höhe Wasser aus einem Fluss gepumpt hatten.

    "Etwas" mehr als 3,5m³/h.

    Gross

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo Lumpi,


    gern gebe ich mehr Infos (von unten nach oben):


    Grobsieb (Korb) 1"

    Rückschlagventil 1"

    7m PE-Leitung 1"

    T-Stück (Ein Ausgang derzeit geschlossen. Gedacht für Schwengelpumpe.)

    Rückschlagventil 1"

    50cm Panzerschlauch mit Spirale

    1" Motorkugelhahn (kein Ventil, Durchgängig 1")

    50cm Panzerschlauch mit Spirale

    Feinfilter

    Pumpe


    Ohne auf die 3,8 Bar dynamischen Druck zu achten fördere ich derzeit 3,6m3/h. Nach meinem physikalischen Verständnis sollte hier mehr drin sein. Der Aufbau der Kreiselpumpe im Sinne der Laufräder und die Leistung des Motors sollten entscheidend sein. Klar ist irgendwann Schicht aber mEn nicht bei 3,6m3/h. Wie kommst Du denn auf Deine Aussage?


    Mein Gedanke ist, dass wenn ich eine deutlich stärkere Pumpe oben ansetzen, dann kommt auch mehr raus. Mein Verständnis ist, dass dies nicht proportional passieren kann. Aus diesem Grund hatte ich zu Beginn des Threads auch viel zu hoch gegriffen. Sicher auch, weil die größere Pumpe derzeit im Angebot ist und nur 10€ mehr kostet, als die "Kleinere" (sonst um die 80€ Unterschied).


    Der Brunnen ist auf dem Papier für bis zu 14m3/h dimensioniert (bei freiem Zulauf). Das zu erreichen ist weder mein Ziel noch für mich sinnvoll (wird sich auch nicht erreichen lassen, denke ich). Wenn ich es schaffen sollte etwas weniger als die Hälfte zu fördern, dann ist das für mich deutlich ausreichend.


    Freundliche Grüße,



    Felix

  • Das interessiert mich jetzt aber mal. Ich habe gross keine Erfahrungen mit Saugpumpen, aber ich kann mich an meine Zeiten vor vielen Jahren erinnern, wo wir mit einer Tragkraftspritze (TS 8/8) aus ca. 6m Höhe Wasser aus einem Fluss gepumpt hatten.

    "Etwas" mehr als 3,5m³/h.

    Gross

    kg49

    Du solltest schon ganz zitieren!


    Je nach Rohr oder sogar Wellschlauch, ganz abgesehen von Bögen, Verschraubungen, Motorventil.... wirst du kaum mehr als die 3,5m³ Wasser mit einer Saugpumpe gefördert bekommen.

    Wenn die Saugleitung es hergibt, kannst du riesige Mengen Wasser aus 6m Tiefe "saugen".


    Aber genau da liegt ja nunmal bekanntlich das Problem...es wird nichts gesaugt, sondern durch die Atmosphäre hoch gedrückt. Das Wasser wird im Idealfall mit ca 1bar Druck hoch gedrückt.

    Bei einem 8m langen Wellschlauch als Saugleitung, plus Bögen, Absperrventil, ... werden bei zB 25mm Innendurchmesser schnell die Grenzen bei 5 m Wassertiefe und 60Liter pro Minute erreicht sein!


    Gruß

    Lumpi

  • Hallo Felix,


    mir fehlen die nötigen Daten um was genaues dazu sagen zu können, aber bei dem Saugrohraufbau bleibt dir einiges an Druck im warsten Sinne des Wordes auf der Strecke.

    8,5 bis 9m Rohrlänge, zwei Rückschlagventile, das T-Stück, die Panzerschläuche, Filter, etliche Verschraubungen...

    Es gibt hier vielleicht Leute, die dir genau aufsummieren können, was an Druckverlust das bei 3,6m³/h ausmacht, aber grob würde ich behaupten, es sind in Summe mind. 0,3bar. Ich glaube eher mehr.. Plus die 0,5bar wegen deiner ca 5m Höhendifferenz bis zum Wasserstand - da bleibt nicht mehr viel Reserve. Sollte der Druckverlust sogar noch etwas größer sein, bist du mit der Verrohrung am Limit des Machbaren.



    kg49, ich lasse mich sehr gerne eines Besseren belehren, sollte ich falsch liegen, aber nach meinem Verständnis wird sich die Wassermenge bei Felix Verrohrung nicht mehr wesentlich erhöhen lassen.


    Gruß

    Lumpi

  • Grüße!


    mir fehlen die nötigen Daten um was genaues dazu sagen zu können

    Was genau brauchst Du noch? Ich gebe gern mehr Infos, wenn Du mir sagst, was fehlt.


    8,5 bis 9m Rohrlänge, zwei Rückschlagventile, das T-Stück, die Panzerschläuche, Filter, etliche Verschraubungen...

    Bis zur Pumpe sind es ziemlich genau 8,4m Länge von Ende Grobsieb zur Pumpe. Die Flexschläuche haben ebenfalls einen Durchmesser von 1". Das benannte T-Stück ist so angeschlossen, dass das Wasser der Pumpe nicht durch den "Knick" muss. Einzig im Motorkugelhahn. muss das angesaugte Wasser einmal durch einen 90°-Knick. Ich habe versucht die Sache so aufzubauen, dass möglichst keine Winkel entstehen, sondern seichte Biegungen.


    Es gibt hier vielleicht Leute, die dir genau aufsummieren können, was an Druckverlust das bei 3,6m³/h ausmacht, aber grob würde ich behaupten, es sind in Summe mind. 0,3bar. Ich glaube eher mehr.. Plus die 0,5bar wegen deiner ca 5m Höhendifferenz bis zum Wasserstand - da bleibt nicht mehr viel Reserve.

    Ich gebe Dir erstmal Recht, dass derzeit natürlich nicht viel Reserve ist. Aber wenn ich oben eine Pumpe anschließe, die ein Vielfaches an Leistung hat ggü meiner jetzigen Pumpe und in der Theorie 9,8 Bar (Förderhöhe 98m) schafft, dann sehe ich immer noch nicht das Problem :/ Gemessen an der jetzgen Pumpe stimme ich deiner Aussage zu. Bzgl. einer Stärkeren jedoch nicht.

    Nehmen wir mal an, dass Deine Aussage allgemein gültig sei. Dann würde ich jetzt steil behaupten, dass es ab einem gewissen Punkt gar kein Sinn ergäbe stärkere Pumpen zu kaufen / herzustellen, wenn diese nicht direkt über dem Wasser hängen. Natürlich gemessen an "normalen" Bedingungen und nicht an einem 200mm Saugschlauch. Ich würde also verstehen, dass jeder mit einem Brunnenaufbau wie bei mir (der nach meinem Verstandnis alles andere als super speziell ist), nur eine Pumpe mit meinen Kennwerten braucht, alles andere sei sinnfrei. Verstehe ich Dich richtig?


    Freundliche Grüße,



    Felix

Brunnen selber bauen