Neues Projekt Brunnenbau

  • Hallo. Ich habe mich nun wochenlang eingelesen und möchte nun mein"erlerntes" vor dem Baubeginn euch gegenlesen lassen.


    Ich wohne im Raum Aschaffenburg und habe in knapp 200m Entfernung einen Bach. Vor 20 Jahren war noch Hochwasser Gebiet und bei starkem Regen stieg das Wasser im Keller durch die Fugen.

    Dann wurde eine Straße gebaut und seit dem ist der Grundwasser Pegel gesunken.

    Ich habe eine Pumpe geschenkt bekommen und möchte diese verwenden. Wenn das nicht gehen sollte macht ja nichts, war gratis. Es handelt sich um die Agora Tec 3" diese ist sandverträglich.


    Ich möchte im Sommer pro Woche ca. 150L Wasser nur fördern und schätze die Pumpe schafft das locker. Anwendung mit kleinem Vorfilter für Gartenbewässerung und Hochdruckreiniger. Zur Zeit verwende ich eine Regentonne mit Pumpe und halb Zoll Schlauch. Reicht völlig.


    Bohren möchte ich mit einem 150mm Bohrer den ich auch geschenkt bekommen habe.

    Auswahl Rohr je nach Körnung in KG 125mm Ausführung. Da passt die Pumpe oder eine größere locker noch rein.


    Die Rohre möchte ich von außen mit Kunststoffschrauben sichern damit beim absenken nichts auseinander fällt. Auch die Endkappe wird fixiert. Schrauben natürlich in VA.

    Die unteren beiden 1m Rohre geschlitzt mit Endkappe am Boden. Somit kann nur Wasser mit minimal Sand eindringen und hoch gefördert werden. Die durchschnittliche Körnung ist also größer als die Schlitzstärke. Somit kann ich erst die Rohre kaufen nachdem ich ausreichend Wasser habe.

    Nach der Pumpe folgt der Vorfilter und mein Druckschalter der zur Zeit bei 3 Bar ein und bei 4 Bar aus geht. Regentonne mit Pumpe...


    Die Regentonne mit 1000L ist super porös und wird sich bald auch selbst zersetzen. Von daher wird es bis auf die KG Rohre eine günstige spannende Aufgabe. Die 1000L haben bis auf Ausnahmen immer ausgereicht trotz langer Trockenphasen.


    Ich habe natürlich die Brunnen Rohre gesehen und studiert zum verschrauben, doch sehe ich den Mehrpreis für meine Zwecke nicht ein.


    Ich plane trotz des hohen Grundwasserstand 5m runter zu gehen um genug Reserve zu haben.


    Das Loch um das Rohr möchte ich dann mit Kiesel wieder füllen um nachrutschen zu vermeiden.


    So nun hoffe ich das soweit alles passt und freue ich auf angemessene freundliche Kommentare.


    Schöne Grüße Herbert

  • Ich habe natürlich die Brunnen Rohre gesehen und studiert zum verschrauben, doch sehe ich den Mehrpreis für meine Zwecke nicht ein.

    Tja wenn Du das so siehst...

    Mach deine eigenen Erfahrungen mit selbst geschlitzten KG-Rohren, wenn Du denen von zig Usern und Hobbybrunnenbauern nicht traust.

    Dieser Ratschlag ist nicht diskutabel und bedarf auch keiner Begründung, da diese in zig Brunnenbauberichten zu finden ist. Dabei sind insbesondere die gescheiterten Brunnenbauberichte von Interesse.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo Herbert,


    da muss ich KG leider recht geben. Mich wundert ja, das er neuerdings so „handzahm“ antwortet :D.


    Aus fachlicher Sicht ist dein geplanter Aufbau samt der verwendeten Materialien eine absolute Katastrophe und ein Paradebeispiel an Unwissenheit.


    Es ist so ziemlich alles falsch. Und wenn dir bei deinen geplanten 5m dein Brunnen mit professionellem Material keine geschätzten 100€ wert sind tut es mir leid. Ich kann gar nicht glauben, dass dundichbhier wirklich eingelesen hast, denn dann währe dir dieser Zahn anhand der Erfahrungsberichte sicherlich schnell gezogen worden !


    Nichts für ungut !

    Standort: 29693 Aller Leine Tal
    Erstellter Brunnen: Borhrbrunnen, 150`er Arbeitsrohr, 125`er Brunnenrohr
    Bekannter Grundwasserstand: ca. 4,5 Meter
    Bodenverhältnisse: weicher Heidesand "Mollersand" ab 5 Meter feiner Kies
    Brunnentiefe: 10 Meter (1m Sumpfrohr, 2m Filter, 7m Brunnenrohr)

  • Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

    Da aber die Saison noch nicht richtig begonnen hat, die Beiträge hier noch überschaubar sind und meine Nerven noch nicht gelitten haben, hier mal die entscheidenden Sätze, aus denen hervorgeht, dass Du noch mal nachlesen müsstest:


    Die Rohre möchte ich von außen mit Kunststoffschrauben sichern damit beim absenken nichts auseinander fällt. Auch die Endkappe wird fixiert.

    Somit kann ich erst die Rohre kaufen nachdem ich ausreichend Wasser habe.

    Ich plane trotz des hohen Grundwasserstand 5m runter zu gehen um genug Reserve zu haben.

    Dann wurde eine Straße gebaut und seit dem ist der Grundwasser Pegel gesunken.

    Das Loch um das Rohr möchte ich dann mit Kiesel wieder füllen um nachrutschen zu vermeiden.

    So, mach Dir darüber mal Gedanken und lies mal Erfahrungsberichte unter diesen Gesichtspunkten.

    Generell solltest Du Dich auch mit der Technik des Plunschens vertraut machen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Kein KG Rohr!!!! Ganz einfach, die Gefahr das es bricht ist einfach zu groß. Mir ist selbst ein richtiges Brunnenrohr (Blau) gebrochen,mach dir den Gefallen und spar nicht am falschen Ende, Problem ist du merkst das erst was hier dir versucht wird zu erzählen wenn du gebohrt hast und versuchst die erste Muffe unter dem gebohrten zu plunschen. Viel Spaß dabei!!!

  • OK. Danke Leute. Na deswegen habe ich ja vor dem Bau von Brunnen gefragt und auch vor dem Kauf von Rohren.


    So dann Korrektur wie ich mich weiter eingelesen habe.

    Blaues Brunnen Rohr und unten offen. Wenn ich dann einige Meter tief bin das blaue Rohr rein und mit Gewichten beschweren. Dann auspumpen und das Rohr rutscht weiter runter.

    Was mache ich aber wenn nun das blaue Rohr drin ist und es kommt ein Stein? Wie kann ich dann da tiefer runter?

  • Nunja kommt auf die Größe an, die kleineren schluckt ne gute Kiespumpe ansonsten muss man sich mit einem Art Steingreifer basteln, da gibt's im Netz genug Anleitungen. Fang doch erst mal an, keiner kann in den Boden schauen wie es bei dir aussieht, viele Probleme sieht man wirklich erst wenn es soweit ist

  • Vielen Dank. Das ist ein guter Rat dem ich folgen kann.


    Basierend auf geringem Wasser Bedarf, vorhandener Pumpe und Bohrer würde ich 125mm Brunnen Rohr verwenden.


    Nun habe ich gesehen dass es außen glatt und mit Muffe gibt. Welches wäre denn zu bevorzugen?


    Das muss ich ja beim Beginn bestellen um dann sobald richtig Wasser in Sicht ist das einzubringen und dann mit dem Plunscher weiter runter zu gehen.

    Ist meine Vorgehensweise korrekt?


    Bitte um Unterstützung. Vielen Dank

  • Hallo liebe Helfer.


    Gute Neuigkeiten. Nach knapp 6 Stunden habe ich bei 2,5m Wasser. Es fließt immer sofort nach. Bin nun bei 3,2m angelangt und es ist noch immer klebriger extrem nasser Lehm.


    Ich werde nun versuchen noch 2m runter zu gehen mit dem Bohrer. Der Bohrer dreht mittlerweile wieder sehr leicht durch den Schmierfilm. Oder muss ich jetzt schon mit einer Kiespumpe ist Plunscher anfangen? Ein bisschen Rat wäre super hilfreich.


    Vielen Dank euch.

  • Oder muss ich jetzt schon mit einer Kiespumpe ist Plunscher anfangen?

    Solange mit dem Spiralbohrer problemlos Bohrgut gefördert werden kann und das Bohrloch nicht zusammenfällt, muss nicht mit einer Kiespumpe gearbeitet werden.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Alles klar danke.


    Aber ich könnte doch jetzt schon mein Brunnenrohr bestellen oder? Die Wasseroberkante steht ja schon fest. Ich gehe noch 3m runter.


    Ist das ein guter Vorschlag?

    Mein Bedenken ist: wenn ich jetzt weiter bohre und dann fällt mir bis das Rohr da ist das immer weiter zusammen?



    Danke um Unterstützung

  • Ich gehe noch 3m runter.

    Du hast wahrscheinlich das Grundwasser erreicht (Es könnte auch Oberflächenwassersein), befindest Dich aber in einer Bodenschicht, aus der nicht nennenswert Wasser gefördert werden kann.

    Du musst solange bohren, bis Du (Grob-) Sand oder Kies erreicht hast.

    Mein Bedenken ist: wenn ich jetzt weiter bohre und dann fällt mir bis das Rohr da ist das immer weiter zusammen?

    Das merkt man eigentlich beim Bohren, ob die Wand stabil ist. Natürlich verbleibt ein Restrisiko.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • OK danke der Info. Dann bohre ich weiter bis ich ein anderes Material bekomme als Lehm.


    Zur Info. Nach 8 Stunden habe ich bei 2m schon Wasser. Das ist also gewaltig angestiegen.. Und es hat heute in großen Umkreis nicht geregnet.


    Gebt ihr mir bitte noch Info ob es Sinn macht jetzt das Rohr schon zu kaufen?

Brunnen selber bauen