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  1. Brunnenbau-Forum
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  3. Brunnenreinigung

Brunnen fördert teilweise Sand

  • Sordl
  • July 29, 2020 at 6:22 PM
  • Sordl
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    • July 29, 2020 at 6:22 PM
    • #1

    Hallo zusammen,

    Ich habe ein kleineres oder auch größeres Problem bei meinem Brunnen.

    Der Brunnen ist Baujahr 2011 und hat eine Tiefe von 18m

    Ich hatte bis dieses Jahr keine Probleme mit dem Brunnen. Dieses Jahr habe ich aber nach der Winterpause ( der Brunnen speist meine Beregnungsanlage) sehr schmutziges Wasser und hatte einen hohen Sandanteil.Der sandfilter war nach einer Woche so zu dass die Beregner fast nicht mehr bewässerten.

    Normalerweise war eine Reinigung in einem Jahr ausreichend.

    Ich habe darauf mit dem Brunnenbauer gesprochen, der meinte ich soll mit Zitronen Säure 12,5 kg/ Wirkdauer 24 Stunden reinigen und dann das Wasser abpumpen. Wasser war dann am Anfang stark verfärbt und wurde dann klarer. Nach dieser Anwendung hatte ich aber das Problem, dass ich Roststellen an den Stellen bekomme, wo das Wasser nicht auf Pflanzen trifft - dieses Problem hatte ich vorher nicht - der hohe Sandanteil war immer noch vorhanden. Nach nochmaliger Rücksprache mit dem Brunnenbauer meinte dieser den Vorgang wiederholen aber die kiesschüttung um das Rohr solle zusätzlich von oben gewässert werden, um eventuelle Hohlräume, aufgrund von Absackungen zu schließen.

    Gesagt - getan, und wieder 12,5 kg dieses Mal mit Wirkzeit 48 Stunden - leider gleiches bzw. schlechteres Ergebnis, es kommt jetzt richtig viel Sand.

    Auffällig ist, dass am Anfang klares Wasser kommt, das trüb wird, und dann wieder klarer. Nach Ruhezeit von einer Stunde das gleiche Phänomen beim dem Anwerfen der Pumpe. Wenn man den Wasserdurchfluss herunterregelt bekommt das Wasser eine milchige Färbung und der sandanteil erscheint geringer, die Einfärbung verschwindet, wenn das Wasser eine Zeit in dem Gefäß ist und es gibt keine Ablagerungen. Der brunnenbauer meinte dass der Brunnen wohl sehr stark verockert wäre und es ein Problem mit der Einströmgeschwindigkeit des Wasser geben würde und die zu hoch wäre - er habe aber auch keine Idee wie man eine solch starke Verockerung lösen könne. Hat wer ähnliche Erfahrungen bzw. Lösungsansätze? Danke im Vorfeld.

  • Brunnen reinigen
  • kg49
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    • July 29, 2020 at 7:02 PM
    • #2

    Du hast sehr viel geschrieben, leider sehr wenig über den Brunnen.

    Quote from Sordl

    Der Brunnen ist Baujahr 2011 und hat eine Tiefe von 18m

    Welches Brunnenrohr wurde verbaut?

    Welchen Durchmesser hat der Brunnen?

    Welche Filterstecke wurde verbaut (Länge, Grösse der Filterschlitze)?

    Wurde der Brunnen unten verschlossen, wenn ja, wie?

    Wie tief liegt der Grundwasserspiegel(in Ruhe und beim Pumpen)?

    Quote from Sordl

    Normalerweise war eine Reinigung in einem Jahr ausreichend.

    Warum wurde der Brunnen jährlich gereinigt?

    Wie wurde der Brunnen gereinigt?

    Quote from Sordl

    aber die kiesschüttung um das Rohr solle zusätzlich von oben gewässert werden,

    Wurde das Brunnenrohr aussen nicht mit Ton gegen eindringendes Wasser (Regen) abgedichtet?

    Wie wurde die Zitronensäure eingeleitet?

    Welcher Oxidator wurde der Zitronensäure hinzugefügt?

    So, wenn Du das alles beantwortet hast, können wir über Dein Problem nachdenken.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Eckie
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    • July 29, 2020 at 8:07 PM
    • #3
    Quote from Sordl

    Hallo zusammen,

    Ich habe ein kleineres oder auch größeres Problem bei meinem Brunnen.

    Der Brunnen ist Baujahr 2011 und hat eine Tiefe von 18m

    Ich hatte bis dieses Jahr keine Probleme mit dem Brunnen. Dieses Jahr habe ich aber nach der Winterpause ( der Brunnen speist meine Beregnungsanlage) sehr schmutziges Wasser und hatte einen hohen Sandanteil.Der sandfilter war nach einer Woche so zu dass die Beregner fast nicht mehr bewässerten.

    Normalerweise war eine Reinigung in einem Jahr ausreichend.

    Ich habe darauf mit dem Brunnenbauer gesprochen, der meinte ich soll mit Zitronen Säure 12,5 kg/ Wirkdauer 24 Stunden reinigen und dann das Wasser abpumpen. Wasser war dann am Anfang stark verfärbt und wurde dann klarer. Nach dieser Anwendung hatte ich aber das Problem, dass ich Roststellen an den Stellen bekomme, wo das Wasser nicht auf Pflanzen trifft - dieses Problem hatte ich vorher nicht - der hohe Sandanteil war immer noch vorhanden. Nach nochmaliger Rücksprache mit dem Brunnenbauer meinte dieser den Vorgang wiederholen aber die kiesschüttung um das Rohr solle zusätzlich von oben gewässert werden, um eventuelle Hohlräume, aufgrund von Absackungen zu schließen.

    Gesagt - getan, und wieder 12,5 kg dieses Mal mit Wirkzeit 48 Stunden - leider gleiches bzw. schlechteres Ergebnis, es kommt jetzt richtig viel Sand.

    Auffällig ist, dass am Anfang klares Wasser kommt, das trüb wird, und dann wieder klarer. Nach Ruhezeit von einer Stunde das gleiche Phänomen beim dem Anwerfen der Pumpe. Wenn man den Wasserdurchfluss herunterregelt bekommt das Wasser eine milchige Färbung und der sandanteil erscheint geringer, die Einfärbung verschwindet, wenn das Wasser eine Zeit in dem Gefäß ist und es gibt keine Ablagerungen. Der brunnenbauer meinte dass der Brunnen wohl sehr stark verockert wäre und es ein Problem mit der Einströmgeschwindigkeit des Wasser geben würde und die zu hoch wäre - er habe aber auch keine Idee wie man eine solch starke Verockerung lösen könne. Hat wer ähnliche Erfahrungen bzw. Lösungsansätze? Danke im Vorfeld.

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    Ich bin mal ganz ehrlich jetzt: das hört sich alles sehr schlecht an.

    Bei so viel Sand sind mehrere Ursachen möglich. Das Filterrohr hat eine zu grosse Schlitzweite für deinen Boden und Die Kiesschüttung ist schlecht ausgeführt worden oder sogar unterlassen. Ich wette, eine schnelle Spühlbohrung, von der ich sowieso nicht viel halte.

    Es könnte ein Riss in der Filterstrecke oder im Vollrohr aufgetreten sein, es fehlt ein Deckel unten vielleicht. Aber trotzdem darf das alles nicht passieren wenn der Brunnen von einem Fachmann angelegt wurde. Die Geschichte mit dem jährlichen reinigen ist lächerlich.

    Eine Brunnenreinigung habe ich noch nie gemacht, werde ich auch niemals machen.

    Wenn ich einen Brunnen bohre und meine Kunden rufen mich nach einem Jahr an, dass mengenweise Sand in den Brunnen strömt kriegen sie entweder einen neuen Brunnen umsonst, oder ihr Geld zurück.

    Ich würde dem Brunnenbauer das erst mal knallhart vorschlagen, aber 2011 ist ziemlich lange her, das wird nichts mehr bringen.

  • Sordl
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    • July 30, 2020 at 3:25 PM
    • #4

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die schnelle Reaktion.

    Ich habe mich wohl falsch ausgedrückt, der besagte Filter der gereinigt wurde ist der Vorfilter meiner Beregnungsanlage. Das habe ich dann immer 1 mal im Herbst gemacht.

    Das war also nicht der Brunnenfilter.

    Zu den Fragen:

    Brunnenrohr ist blau Wandstärke ca.5mm

    Durchmesser Rohr125 mm

    Filterschlitze 0,3

    Bohrloch 350mm

    Kiesschüttung ca. 1-3mm

    Verschluss unten mit Kst.Schraubkappe

    Von oben: 10m Blindrohr - 2m Filterohr - 2m blindrohr - 2m Filterohr.

    Der Wasserspiegel liegt bei ca.4-5m

    Keine Tonabdichtung außen - der Brunnen ist abgedeckt durch einen. Schacht, hier kann also fast kein Regenwasser hinkommen.

    Die Zitronensäure habe ich als Pulver in den Brunnenschacht gegeben.

    Kein Oxidator nur Zitronensäure.

    Danke für die Hilfe und Grüße

  • kg49
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    • July 30, 2020 at 6:04 PM
    • #5
    Quote from kg49

    Warum wurde der Brunnen jährlich gereinigt?

    Warum wurde der Filter gereinigt? Normalerweise nicht erforderlich bei einem gut angelegten Brunnen

    Quote from Sordl

    Die Zitronensäure habe ich als Pulver in den Brunnenschacht gegeben.

    Das war falsch.

    1. Regenerationsmittel werden ausserhalb des Brunnens aufgelöst und über einen Schlauch direkt in den Brunnenfilterbereich geleitet.

    2. Zitronensäure alleine ist kein gutes Regenerationsmittel. Da gibt es bessere Ferigprodukte.

    Hast Du Eisen oder Mangan im Wasser?

    Der Brunnen wurde schlecht angelegt, da eine Schutzzone für die Pumpe vorhanden ist und der Grundwasserstand (wahrscheinlich) unter der obersten Filteröffnung liegt.

    Er hätte 5m tiefer gebohrt werden müssen, es sei denn, dass unterhalb des Brunnens nur noch Lehm o.ä. liegt.

    In welcher Tiefe hängt die Pumpe?

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Sordl
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    • July 30, 2020 at 6:46 PM
    • #6

    Hi ,


    Die jährliche Reinigung bezieht sich auf den sandfilter der Beregnungsanlage , nicht der vom Brunnen. Den Filter der Beregnungsanlage habe ich sauber gemacht, weil sich über ca. 5 Monate Sand sammelt. War aber nicht viel. Nochmals es handelt sich nicht um den Brunnenfilter.

    Die Pumpe hängt genau in der Mitte 2m blindrohrs also auf 13m.

    Ich habe Eisen im Wasser und zur Zeit eben das massive Sandproblem.


    Unterhalb ist Lehm.

    Mir ist gestern noch etwas aufgefallen, ich weiß aber nicht ob das wichtig ist - ich habe gestern mit dem Schlauch den Garten gegossen. Mir kam es vor als ob der Druck schwangt. Nicht stark aber man merkt eine gewisse Schwankung, die aber nur ganz kurz ist.


    Gruß

    Sordl

  • kg49
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    • July 30, 2020 at 6:56 PM
    • #7

    Dann wird es Zeit, den Brunnen zu inspizieren.

    1. Aktuelle Brunnentiefe feststellen.

    2. Falls Veränderungen feststellbar, mit einer Kiespumpe mal probieren, ob Sand förderbar ist.

    Bei dem Brunnenaufbau (0,3mm Schlitze + 1-3mm Kies sollte es eigentlich keinen Sandeintrag geben.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Sordl
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    • July 30, 2020 at 9:26 PM
    • #8

    Ok danke.

    Ich versuche einmal mein Glück.

    Das rostige Wasser, kann das etwas mit dem falschen einbringen von der Zitronen Säure zu tun haben und dass die Säure nach und nach das Eisen löst, weil noch Reste drin sind?

  • kg49
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    • July 30, 2020 at 9:29 PM
    • #9

    wie heisst es so schön: Alles kann, nichts muss.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Eckie
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    • July 31, 2020 at 8:20 AM
    • #10
    Quote from Sordl

    Mir ist gestern noch etwas aufgefallen, ich weiß aber nicht ob das wichtig ist - ich habe gestern mit dem Schlauch den Garten gegossen. Mir kam es vor als ob der Druck schwangt. Nicht stark aber man merkt eine gewisse Schwankung, die aber nur ganz kurz ist.


    Gruß

    Sordl

    Das bedeutet meistens dass der Wasserspiegel gerade mal genügt. Die Pumpe würde ich mal 1 Meter sacken lassen und dann testen ob der Druck jetzt wohl gleich ist.

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