Alter Brunnen mit Sandinhalt

  • Hallo zusammen,

    Für euch erfahrenen Brunnenbauer sicherlich kein neues Thema. Doch bevor ich Geld in die Hand nehme um etwas zu verändern, würde ich mich über einen Erfahrungsaustausch, der mir sicherlich hilft, sehr freuen.


    Situationsbeschreibung: Auf unserem Grundstück befindet sich ein alter Brunnen. Laut Aussage eines Nachbarn war dieser mal 13 Meter tief.

    Der Brunnen ist auf den ersten 4,5 Metern mit 100ern Schachtringen (Betonringen) angelegt. Ab da geht ein PVC Rohr DN 200 mit querschlitzen weiter in die Erde. Daran konnte sich der Nachbar noch erinnern. Ist wohl ein altes schwarzes dickwandiges Rohr (Rohr welches im Verbau von Frischwasserleitungen verbaut wird.

    Vom Oberrand der Schachtrinne weiter durch das PVC Rohr, ist man bei ca. 7,50 an der Wasseroberfläche.

    Anfänglich stand ca. 1 Meter Wasser dort drin. Der Nachbar hat uns eine Klutsche besorgt. Damit haben wir jetzt bis auf 12 Meter Tiefe ganz feinen Sand heraus gefördert. Es ist ein feiner weißer Mischsand, der ganz feine Anteile besitzt. Wenn er trocken ist, fast wie Pulver. Versuche mal ein Bild mit anzuhängen.


    Jetzt haben wir zurzeit eine Wassersäule von ca. 4,5 Metern.


    Den Schacht würde ich gerne aus Sicherheitsgründen mit Kies befüllen.


    Meine Überlegung war jetzt ein neues Rohr einzubringen. Z.B. DN 115 unter unten einen Verschlussdeckel und dann ein Sunpfrohr (Länge? Eventuell 2 Meter). Dann ein Sandfilterrohr (2 Meter) TA 20 für Feinsand bis 0.14 mm. Und daran dann Rohre bis zur Erdoberfläche.


    Jetzt stellt sich die Frage, ob ich das alte Rohr drin lassen soll, oder ziehen soll. Ich denke, dass alte Rohr geht raus.


    Oder zwischen dem alten Rohr mit Material verfüllen soll.

    Da habe ich keinen Plan zu. Der eine schreibt, nicht verfüllen der andere sagt verfüllen. Der eine sagt mit feinem Kies, der andere sagt mit Splitt. Und so geht es weiter.


    Hoffe es ist nicht zu viel Text und alle wichtigen Infos sind drin.


    Schon jetzt besten Dank für Eure Hilfe.

  • So kann man keinen Sand beurteilen. Der gehört getrocknet auf mm Papier gestreuselt(!) und anschliessend hochauflösend(!) fotografiert.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • und hoffe man kann es auf den Bildern beurteilen.

    Wie stellst Du Dir das vor? Man kann mit den Bildern nichts anfangen, da man einen _Grössenvergleichsmassstab_ braucht.

    Es geht nicht nur darum, einzelne Körner zu erkennen, sondern man muss auch abschätzen können, wie gross diese im Durchschnitt der Probe sind.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Vielleicht hilft dir das hier weiter.

    https://www.papersnake.de/millimeterpapier/


    Viele Grüße

    Fabian

    Bohrbrunnen im Osten Brandenburgs geplant.

    Schichtenverzeichnis:

    0 - 2,0 m u. GOK: mittelsandiger Feinsand (fS, ms)

    2,0 - 2,7 m u. GOK: feinsandiger Grobsand (gS, fs)

    2,7 - 4,4 m u. GOK: grobsandiger Mittelsand (mS, gs)

    4,3 - 8,0 m u. GOK grobsandiger Feinkies (fG, gs)

    8,0 - 17,0 m u. GOK grobsandiger Mittelsand (mS, gs)


    Grundwasser ab 5,5 m u. GOK


    geplanter Aufbau DN125 Glattwandrohr:

    0 - 9 m u. GOK: Vollrohr

    9 - 12 m u. GOK: Filterrohr, Schlitzweite 0,3 mm

    12 - 12,8 m u. GOK: Sumpfrohr

Brunnen selber bauen