Brunnen liefert mehr Sand / Filter oft versandet

  • Hallo. Ich habe seit 2 Jahren einen Brunnen, der einwandfrei funktionierte. Seit kurzem kommt aber vermehrt Sand.


    Kurzer Aufbau:

    8,0m Rohr versenkt DN115 Rohr

    Filterrohr von 5,8 bis 7,8m (also 2m Filterrohr, Schlitzweite 0,75mm schätze ich)

    Boden des Filterrohrs ist offen. Kein Quellton. Der Boden ist offen und steht nur auf dem Sand.

    Wasserstand unter Last 3,1m nach 700L Fördermenge

    Pumpe Ansaugung bei 3,5m

    Wasserstand ohne Last 2,8m

    Pumpe: Tiefbrunnenpumpe Agora-Tec 3"

    Druckschalter

    Membran-Ausgleichsgefäß 20L

    Filter: Haus-Trinkwasser BWT Bolero

    Tiefe gemessen: 7,83m


    Nach 5 Jahren Tiefe gemessen 7,79m. Also 4cm Tiefe verloren



    Am Anfang hatte ich einen "Billig-Filter aus der Bucht und musste den 2x pro Gartensaison reinigen. Da mir aber der Filter nicht fein genug war, habe ich den Billig Filter durch einen Haus-Trinkwasser Filter ersetzt.


    Wie kommt das Problem? Ich kann Wasser fördern und dann merkt man die Wassermenge wird plötzlich weniger. Wenn ich den Wasserhahn schließe und die Pumpe baut den Druck fertig auf, wird die Pumpe abgeschaltet. Öffne ich nun den Wasserhahn kommt kurz viel Druck, der gleich massiv abnimmt.


    Den Filter spülen kann ich mit vollem Wasserdruck, also liegt das Problem am Filter.

    Nach Filter spülen ist das Problem gleich wieder weg, halt nicht für lange.

    Der Spülvorgang läuft wie folgt ab: Ich stelle einen Eimer unter den BWT Filter, drehe oben am Filter und es passiert NICHTS. Dann tröpfeln ein paar Sandkörner raus, die dann mehr und mehr werden bis der mega Wasserdruck den Filter durchspülen. Der Eimer hat dann unten nach Abstehen sichtbar Sandeintrag aus dem Filter.


    Liegt es nicht am Filter, sondern am Brunnen? Kann ich da was verändern oder beeinflussen? Pumpe andere Höhe etc. Boden verschließen da ich ja 4cm Höhe verloren habe (Messfehler können aber nicht wirklich ausgeschlossen werden...)? :(

    Oder vielleicht liegt das Problem mit dem (scheinbar extrem feinen) Filter zusammenhängt, wollte aber eure Erfahrung dazu mal hören, welche Alternative ich zu dem BWT Filter nehmen könnte. Oder bringt es was, den Billig-Filter VOR den BWT Filter zu schalten?

    Viele Fragen - wenig Erfahrung. :/


    Schönen Dank für eure Meinung.

  • Filterrohr von 5,8 bis 7,8m (also 2m Filterrohr, Schlitzweite 0,75mm schätze ich)

    Wieso schätzt Du? Lt. Bohrbericht aus 2020 hast Du doch den Brunnen selbst erstellt und den Boden mit Quellton verschlossen.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • Hallo zusammen, vorab Danke für eure Anteilnahme. Hier die Antworten:


    Wieso schätzt Du? Lt. Bohrbericht aus 2020 hast Du doch den Brunnen selbst erstellt und den Boden mit Quellton verschlossen.

    Gruss

    kg49

    Jup. Ist korrekt. Nur kam der Quellton paar Tage später wieder hoch. Ich habe keine Löcher in das Sumpfrohr gebohrt damals. Von daher könnte ich Quellton + Kies, nur Kies einbringen.


    Du hast die Ursache für deinen Sand schon selbst beschrieben !

    Ohne Bodenverschluß ist dein Problem schon vorprogrammiert.

    Verschließe den Boden und es müßte wieder alles funktionieren

    Gruß Jörg

    Ja sehe ich mittlerweile auch so. Komisch, dass über ein Jahr das mit dem Sandeintrag nicht so heftig war. Da hatte ich aber auch den Billigfilter dran, der sicherlich mehr an Sanddurchgelassen hat.


    So pauschal würde ich das nicht behaupten.

    Wie war denn der Boden i Bereich des Filterrohrs und vor allem ganz zuletzt beim Plunschen?

    Also eigentlich wollte ich 60cm noch tiefer gehen mit dem Rohr. Es ging aber nicht. bei den letzten Plunschvorgängen kam Sand, Schlamm und Steine- Ich denke, ein Stein liegt so doof unter dem Rohr, dass dieser nicht mit dem Plunscher hoch kommt und ich nur den Sand rundherum angesaugt habe. Nach Stundenlang plunschen habe ich dann entschlossen es zu lassen.


    Habe einen anderen Beitrag gelesen, der auch keine Löcher im Sumpfrohr hat. Feiner Kies waren die Lösung. Das werde ich auch in den kommenden Tagen starten. Wenn das nicht der Erfolg ist, kommt der eben mit dem selbsterstellten Plunschmonster wieder raus ;-).


    Da ich erst in paar Tagen "mit dem Update" starte, bin ich offen für eure Meinung zu Kies.

  • Wie, in welchem Umfang, über welchen Zeitraum, mit welchem Volumen, ... ist der Brunnen denn angepumpt worden?

    Wenn du kiesigen Boden im Bereich des Sumpfrohrs hast, glaube ich noch nicht so recht daran, daß der Sand von unten ins Rohr gelangt.

  • Boa das ist ja schon lange her. Hab ich nicht notiert aber ich gebe mal wieder was noch im Kopf ist: Brunnen fertig gestellt. Tiefbrunnenpumpe mit Drossel über paar Stunden laufen lassen. Ca. 50L pro Stunde für 5 Stunden. Ab dann normale Nutzung

  • 1. Ein Sumpfrohr muss nicht unbedingt gelocht werden, damit Quellton hält. Der Quellton gehört in einen Damenstrumpf. Dieser "Sack" wird mit der Kiespumpe oder einem anderen schweren Gegenstand auf den Brunnenboden gedrückt.

    Danach lässt man den Ton ca. 48 Std quellen. Jetzt kann man den Tonpfropfen mit Kies beschweren.

    Der Ton muss dichten, der Kies ggf.beschweren. Wenn die Filterstrecke ausreichend dimensioniert wurde und der Wasserstand beim pumpen kaum absinkt, muss noch nicht mal Kies geschüttet werden.


    2.


    Tiefbrunnenpumpe mit Drossel über paar Stunden laufen lassen. Ca. 50L pro Stunde für 5 Stunden.

    Das ist kein Klarpumpen.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


  • So da bin ich wieder mit Neuigkeiten.


    Mir scheint, als wären es 2 Probleme wegen dem Sand. Die Pumpe hat wohl am Rohr Kontakt gehabt und dadurch war die Pumpe lauter als normal. Dadurch gab es Vibrationen, die ggf. den Sand reingerüttelt haben. Problem 2 der offene Boden.

    Lösung 1: Die Pumpe hängt nun wieder mittig und ist nahezu wieder nicht hörbar.

    Lösung 2:

    Ich habe mal gemessen. Der Brunnen hat an Tiefe 12cm verloren. Plunscher angesetzt und wieder auf 7,83m runter. Da ich feinen Kies und groben Kies da habe, habe ich es damit erstmal probiert. Eingebracht und platt gedrückt: 11cm Kies Körnung 2mm und darüber 14cm Kies Körnung 5-6mm. Quellton kann ja immer noch rein...


    So danach habe ich langsam Wasser gefördert. Ventil nahezu geschlossen. Nach ein paar Stunden kam dann fast klares Wasser raus.

    5 Stunden gewartet. Nochmals gepumpt mit voller Leistung: Klares Wasser für längere Zeit. Also war das für mich erstmal erfolgreich.

    Heute wieder gepumpt. Nach 10min war mein Filter wieder komplett mit Sand voll.


    Der momentane Grundwasserspiegel ist in den Bächen sehr gesunken. Diesen Wassermangel konnte ich ja auch messen. Es fehlen knapp 30cm Wasserhöhe im Brunnen. Vielleicht kommt der viele Sand durch den Wassermangel?

    2.


    Das ist kein Klarpumpen.

    Gruss

    kg49

    Was darf ich denn dann unter Klarpumpen verstehen?

    Kann ich das noch nachholen?

  • Kann ich das noch nachholen?

    Nach 2 Jahren? Nach dieser Zeit kann man, wenn es erforderlich ist, einen Brunnen regenerieren, aber klarpumpen? Das macht man unmittelbar nach der Brunnenerstellung, wenn sich die Bodenschichten noch nicht "abgelagert" haben.

    Seit kurzem kommt aber vermehrt Sand.

    Für mich heisst das, der Brunnen war noch nie absolut sandfrei.


    Stell doch mal ein Schichtenverzeichnis und einen Brunnenausbauplan hier ein, vielleicht kann man dann mehr sagen.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.


Brunnen selber bauen