Spülzusatz,was ist das....

  • Hallo Leute, bin jetzt auch hier nachdem ich seit einer Woche versuche einen Brunnen zu Bohren und heute aufgegeben habe....
    Habe gebohrt bis 4,5m ,danach 160 KG Stützrohr rei und mit Plunscher weitergemacht....
    soweit gut nur habe ich nur 1,5 m reingeplunscht bekommen, jetzt fördere ich zwar noch etwas sand(sehr fein und wenn ohne Wasser auf der Wiese sehr fest)aber das Rohr geht nicht tiefer rein, 150 KG schon drauf, bohrer geht problemlos durch das Stützroh und in den dünnen fließenden Sand....
    Möchte jetzt spülen und werde mir ne Lanze bauen und ne Pumpe besorgen, aber ich habe mal gesehe das die Brunnenbauer irgendwas in das Wasser machen, damit das Spülloch beim spülen nicht zusammenfällt und man die Lanze nach erreichter Tiefe auch wieder problemlos rausbekommt, um die Filterrohre zu setzen.
    Nun meine Frage : Was ist das für ein Zeug, wo bekomme ich das und wie dosiert man es, ich möchte ja nicht das die Spülpumpe dabei drauf geht,
    Danke für eine Antwort.

  • Ich wohne in einem Gebiet in Niedersachsen, welches wohl ab 1m Tiefe nur aus Sand besteht. Das mit der Lanze und der Benzinmotorpumpe habe ich schon oft bei einem Brunnenbauer gesehen und möchte es deshalb auch austesten.Ich habe jetzt bei 4,5m absolut dünnlüssigen superfeinen Sand und das soll bis zu einer Tiefe von 22 Metern so aussehen, zumindest ist der tiefste in unserem Wohngebiet soweit unten. Das witzige ist manche haben unheimlich hohe Anteile von Eisen und andere so gut wie nichts.... .
    Was ist nun besser tiefer oder weiter oben das Filterrohr setzen....?
    MfG Frank

  • Das mit der richtigen tiefe ist immer so eine Sache was den Eisengehalt betrifft, die Filterauswahl ist bei Feinsand auch schwer da beim Spülen der Filter sehr schnell gesetzt werden muß.Aus welcher Gegend in Niedersachsen kommst Du ?
    Gruß Rammbrunnen


    Ich wohne in Hammah bei Stade und die Strasse heißt auch noch "Sandheide".
    Als unser Haus 2000 gebaut wurde , konnte ich bis 3m tiefe sehen was für Schichten sich da befinden.die mussten damals auch aufpassen mit dem Grundwasser, da das Jahr 1999/2000 sehr nass war.
    Filterrohre sind schon vorbereitet, 2" mit schlitzweite 0,5 und zusätzlich wurde ein Kunststoffgewebe herum gelegt und verschweißt.....
    Gruß Frank

  • Hallo und ein Moin Moin,
    also Antisol und Bentonit bekommst du entweder, wie ich auch beim freundlichem Raiffeisengenossenschaft
    (Verwese als Quelle die Firma Pumpenboese)
    oder wenn die es nicht besorgen können dann halt im Internet.


    Lotze Wassertechnik


    Kostet aber Porto und Versand.


    Dort bekommst du alles, wenn du dir unsicher bist Hilft man dir auch mit dem Tel.


    Aber wo soll denn auf den Bildern da dein Filter sein.


    Gruß

  • Also das sollte hier keine Werbung für einen Shop, eine Firma oder sonstiges sein!!!


    Wollte nur behilflich sein.


    @ Fellnase:
    Ich habe den ganzen Shop von Erdbohrer durch sucht und weder Bentonit oder Antisol gefunden. Wenn es das doch hier geben sollte ist des verdammt gut versteckt.


    MFG
    Krischi

  • Mit der Kiespumpe habe ich versucht mein Loch, welches ich mit nem Bohrer auf 5,50m gebracht habe noch weiter nach unten zu bringen.....hat aber trotz 160er KG Stützrohr nicht funktioniert, es ist immer ganz feiner Sand nachgeflossen....Die Kiespumpe hat mein Vater gebaut...absolute Qualität, er war Schlossermeister.....
    Habe das Projekt jetzt erst mal auf nächstes Jahr verschoben...
    Die jetzige Stelle ist ungünstig zum Spülen, zu nahe am Haus und am Kellerschacht, ausserdem war der Boden hier schon mal aufgegraben als das Haus gebaut wurde, daduch habe ich hier scheinbar auch Bauschutt, welcher nach unten rutscht und meine Versuche zunichte macht.
    Habe mir ne benzinpumpe organiesiert und auch schon getestet, funktioniert gut....aber erst im nächsten Frühjahr...
    Bis dahin.

  • Grüß dich Hietschi,


    möchstest du wirklich eine spülbohrung durchführen oder nur dein KG Rohr tiefer einspülen ??
    Weiß klingt ziemlich ähnlich hat aber so gut wie nichts miteinander zu tun.


    Beim einspülen ( wird oft in der Grundwasserabsenkung eingesetzt ) wird eine Lanze mittels Druckspülung in den ( sand ) Boden eingedrückt. Verwendet wird hier nur eine Klarwasserspülung ohne Zusätze. Es wird kein Spülungskreislauf aufgebaut, die Bohrlochstabilität wird hier vernachlässigt bzw. unwichtig da die Lanze ( Schutzrohr ) gleich mit bis zur Endtiefe eingebracht wird.


    Spülbohrung : meist wird ein Spülkreis aufgebaut, die Spülung tritt ausserhalb des Bohrgestänge aus wird in eine Spülgrube oder Behälter geleitet. Dort setzt sich der Feststoffanteil ab und die Spülung wird über eine Spülpumpe wieder zum bohren verwendet. Das Bohrverfahren wird ohne Schutzrohre ( wenn überhaupt dann nur Standrohr ) duchgeführt, die Bohrlochstabilität ergiebt sich aus hydro. statischen Überdruck plus gewissen Spülungszusätzen ).


    Achtung : das war jetzt alles grob vereinfacht rüber gebracht, ohne Details wie Filterkuchen, Aufstiegsgeschwindigkeit, Trichterauslaufzeit usw.


    Also nur so zum Spaß mit dem Spülbohren anfangen halt ich für etwas übertriegen.

Brunnen selber bauen