Brunnenstube läuft voll

  • Hallo Zusammen,


    im Sommer habe ich meinen Rammbrunnen gebaut, und dann direkt eine Brunnenstube aus gemauerten Betonsteinen dazu.
    Als Deckel habe ich eine selbst gegossene Betonplatte verwendet. Diese hat leider für die Griffe 4 Löcher von ca. 1,5cm.
    Nun hat es die letzten Tage oft und viel geregnet, und mir ist die Brunnenstube nun schon zwei mal bis fast oben hin voll gelaufen. (Was man recht deutlich am rausfliegenden FI merkt, wenn die Stromversorgung für die (im Winter abgebaute) Pumpe dann unter Wasser steht.


    Nun ist es so, dass die Brunnenstube nach unten offen ist, sie steht aber in einer Lehmschicht, vielleicht noch 30 cm oder etwas mehr. Darauf kommen jetzt erstmal 20cm Kies zum versickern.


    Das klappt wohl jetzt nicht mehr. Was kann ich dagegen jetzt machen? Sicherlich das abdichten wichtig, aber ich werde das ja nie ganz dicht bekommen und das Teil ist jetzt so Dicht nach unten, das da Tagelang garnix mehr abläuft wenn es einmal drin steht.


    Ich würde jetzt den Kies entfernen und mit dem Bohrer ein Loch bis in die nächste durchlässigere Schicht bohren. Dort dann ein Rohr einsetzten und dies mit feinem Kies füllen, damit das Wasser ablaufen kann. Klingt das ok, oder ist das Unsinn?


    viele Grüße


    Biertrinker

  • Das kann gehen.
    Nur sei sehr vorsichtig das nicht mal was schädliches dann durch den Abfluss ins Grundwasser kommt. Das wäre sehr, sehr teuer für dich.


    Vielleicht solltest du eine Vertiefung in die Brunnenstube einbringen und da eine kleine Schmutzwasserpumpe einbauen die sich je nach Wasserstand selbst einschaltet und das Wasser hinaus befördert.
    Würde die Lösung vorziehen.

  • Hallo,


    eventuell das Wasser aus dem Schacht weggleiten.( waagerecht aus dem Bodengrund). In einem größeren Abstand eine Bohrung und Drainagerohr rein zum versickern.( Habe ich als Überlauf an meiner Zisterne)
    ODER


    einfach für den Winter eine Überdachung drüber stellen, eine Art kleines Brunnenhaus.

  • Moin Moin zusammen,


    ich kenne das Problem. Leider muss ich meinen Vorredern widersprechen.


    @Fellnase & Plunschmeister : Sorry !!!



    Denn wenn die Denkschicht, Lehm oder Tonhaltig ist speichert diese viel mehr Wasser als Sand oder Kies, zu dem kommt die sperrende Schicht aus Ton oder Lehm. Der Grund warum deine Brunnenstube immer voll läuft ist das die Brunnenstube von unten offen ist und das Wasser von unten dann einströmt. Die Lösung hast du schon selbst geschrieben.
    DN 115 Rohr einbringen durch die Ton oder Lehmschicht. Damit das Wasser schneller ablaufen kann. Drainage würde für noch mehr Wasser in der Brunnenstube sorgen denke ich. Ebenso wie das Abpumpen, da sich durch Ausschwemmungen die Kapilare bilden würden und alles beschleunigen würde.
    Am besten wäre gewesen wenn du die Brunnenstube aus einem guss gemacht hättest mit Boden und ablauft für Regenwasser.


    Gruß Krischi

  • Krischi,


    da hast du Recht, aber du hast meinen Vorschlag falsch verstanden, konnte dieses offenbar nicht richtig rüber bringen.


    Mit KG-Rohr über Schachtboden das Wasser ableiten, eine Bohrung im sicheren Abstand zum Brunnen( hier muss ich Fellnase beipflichten), Bohrung durch die Lehmschicht und Drainagerohr rein zum senkrechten versickern.
    Ein einfaches Brunnenrohr zu versenken bringt nichts, dann schon Filterrohr.


    Muss dir aber auch widersprechen oder ich habe es auch falsch verstanden?


    Das Wasser versickert und staut sich auf der Lehmschicht auf. Denn die Lehmschicht lässt ja nur sehr langsam das Wasser durch.( das meinst du damit, das Wasser kommt von unten).


    Mit der Überdachung liege ich natürlich falsch würde nichts bringen.

  • Moin, Moin


    Quote

    Nun ist es so, dass die Brunnenstube nach unten offen ist, sie steht aber in einer Lehmschicht, vielleicht noch 30 cm oder etwas mehr. Darauf kommen jetzt erstmal 20cm Kies zum versickern.


    Ich hab da auch noch eine Kleinigkeit hinzuzufügen.
    Wie schon beschrieben, ist die Lehmschicht wie eine Sperrschicht, die nur wenig bis gar kein Wasser versickern lässt. Durch das versenken der Brunnenstube in den Lehm und der Kiesschicht, hast du dir einen super Drainageschacht gebaut. Das Wasser was sich auf der Lehmschicht staut, läuft dir durch die Kiesschicht in die Brunnenstube und versucht die gleiche höhe anzunehmen die sie über der Lehmschicht hat.
    Ich glaube , dein Problem wäre nicht so groß, hättest du den ausgebuddelten Lehm von außen wieder an der Brunnenstube angestampft. Vielleicht kannst du das noch nachholen. Etwa 30-40cm dick und du hast mit weit weniger Wasser in der BS zu kämpfen.
    Oder was meinen die anderen dazu?


    Gruß Bohne

  • Moin ,

    Quote

    Oder was meinen die anderen dazu?


    Die Brunnenstube ist ja gemauert, nur unten offen so glaube ich. Eine Option wäre und hier greife ich die Idee von dir auf Bohne, die Brunnenstube unten zu schließen, die Außenseiten freizulegen und eine Schicht Quellton ringsherum einzubringen.


    biertrinker:
    Ich würde nicht in der Brunnenstube bohren, um das Wasser nach unten versickern zu lassen.
    Rammbrunnen sind da auch sehr anfällig. Durch das Versickern direkt am Brunnen werden natürlich wieder Feinsandanteile mit nach unten in den Filterbereich gespült. Man hat wieder Sandeintrag.
    Nur mal so , es sind Fehler,die man auch selber einmal gemacht hat.

  • Moin moin zusammen,


    @Fellnase & Plunschmeister:


    Danke.
    Es geht nur gemeinsam sonst wird´s einsam!:rolleyes:


    also die Idee von Bohne ist auch nicht schlecht sehe das mit dem Ton drum herum so als Kostenfaktor aber nun gut.
    Habe dich wirklich falsch verstanden PM. Mit dem Filterrohr war auch bei mir gemeint. Auf jedemfall wird das richtig arbeit. Denke nur das ein Neubau besser und genau so schnell geht wie die Reparatur versuche.
    Gruß Krischi

  • Moin, Moin


    An Quellton hatte ich da auch garnicht gedacht. Wenn der Lehm der raus geholt wurde sauber ist, dann den gleich wieder verwenden und vielleicht noch was dazu besorgen. Nach den Prinzip werden ganze Teiche angelegt statt Folie. Jetzt in nach hinein, kann ich euch nur beipflichten, ist wirklich genau zu überlegen was man macht.


    Gruß Bohne

  • Hallo Zusammen,


    gestern hatte ich leider keine Zeit hier rein zu schauen, erstaunlich was sich da getan hat ;-)


    Nun ist neu Bauen sicher keine gute Alternative, der Garten ist nicht sehr groß und alles darüber ist fertig, ink. Rasen. Ganz davon abgesehen wie lange es gedauert hat das so weit zu bekommen.


    Daher würde ich bevor ich über sowas nachdenke erstmal alles andere vorher versuchen.


    Nun ist ja die erste Frage, wo kommt das Wasser genau her. Direkt von Oben, oder doch von der Seite, also aus dem Erdreich. Und wenn aus der Erde, dann durch die Mauer durch, oder von Unten rein?
    Nur, wie soll ich das raus bekommen? Mein Ansatz wäre jetzt ne Große Folie drüber zu legen und ein paar Tage zu warten, dann zu schauen ob der Brunnen voll ist oder nicht.


    Eine kleine Bohrung durch die Lehmschicht sollte aber doch auch Wasser abführen können, was über den Lehm in den Brunnen läuft?


    Ich habe gerade nochmal geprüft, in 4 Tagen sind jetzt etwa 300L zusammen gekommen. Aber es hat auch die letzten Tage dauernd heftig geregnet. Ich denke das könnte knapp auch für Regen von Oben passen.


    Was die Bohrung angeht. Ich denke da wäre noch viel Abstand zwischen Filter und "Abfluss-Bohrung". Die Bohrung würde wohl so auf etwa 1,5m runter gehen, der Filter beginnt bei 6 Metern tiefe. Wenn das noch ein Problem ist, dann ist es hier nicht das größte. im Abstand von 10 Metern gibt es hier mehrere Häuser deren Baugruben alle durch diese Schicht durch gehen.


    Wenn ich euch richtig Verstanden habe, dann ist das Fazit bis hierhier wohl:


    -Wenn es kein direktes Niederschlagswaser ist, Wände abdichten, eventuell Boden schließen.
    -Wenn es direktes Niederschlagswasser ist, Dekel so dicht wie möglich machen, eventuell Abfluss einabauen.


    kann man das so zusammenfassen?


    Ich denke ich Pumpe dann jetzt gleich nochmal leer und packe eine Plane drüber...


    vielen Dank und viele Grüße


    Biertrinker

  • Hallo biertrinker,


    Quote

    Nun ist ja die erste Frage, wo kommt das Wasser genau her.


    Lese doch bitte einmal die vorherigen Beiträge etwas sorgfältiger, denn durch jede Antwort die du hier erhältst investiert der Beantworter ja auch ein bisschen von seiner Freizeit.:rolleyes:


    Und nochmals, leite das Wasser nicht durch den Brunnen ab!


    So passe auf, die schnellste und günstigste Methode die Brunnenstube Pott- dicht zu bekommen:
    Du streichst diese von Innen mit Dichtschlemme( ein Kunststoff Zementgemisch). Kann man auch auf feuchten Untergrund streichen, und ist sogar für Trinkwasser geeignet.Nur bei diesem Wetter würde ich das nicht machen.
    Deinen selbst gegossenen Deckel von Innen und Außen streichen, die Löcher mit Gummipfropfen oder ähnlichem abdichten.
    Natürlich muss die Brunnenstube von unten geschlossen sein. ( Beton oder Betonsteine in Mischung legen).
    Habe meine Zisterne vor 7 Jahren damit auch nur von Innen gestrichen, da ich eine Blindverschalung gemacht hatte, ist immer noch dicht.
    Kann mich aber nicht mehr erinnern, wie das Zeug genau heißt. Habe aber noch irgendwo einen Rest herumliegen und werde mal nachsehen.
    Melde mich heute Abend nochmals.

  • Hallo Plunschmeister,


    vielen Dank für den Tipp mit der Dichtschlämme, das werde ich auf jeden Fall schonmal machen, das klingt sinnvoll.


    Ich habe die Beiträge schon alle gelesen, da ja mehrere verschiedene Meinungen vertreten sind wollte ich nur die Erkenntnisse etwas zusammenfassen. Auserdem kann ja hier jeder nur mutmaßen was es sein kann, aus der ferne kann man leider nicht reinschauen.


    So, ich habe in der Zwischenzeit den Schacht wieder leer gepumpt. Nach gut einer halben Stunde war noch kein neues Wasser zu sehen. Allerdings ist der Zeitraum wohl auch etwas kurz dafür. Ich habe jetzt erstmal den Deckel mit einer Folie abgedeckt, das sollte wohl den Wassereintrag von Oben durch den Deckel weitestgehend verhindern. Wenn er jetzt wieder voll läuft, dann ist es wohl eindeutig Wasser aus dem Boden was sich da sammelt.


    Könntest du mir das mit dem "Nicht in den Brunnen ableiten vielleicht noch etwas genauer erklären? Was passiert dann? Ich würde ja wenn dann nur durch diese eine Lehmschicht bohren. Erhöhe ich damit die Fließgeschwindigkeit so stark? Könnte mann das nicht durch eine geschickte Füllung des Rohres kompensieren? Der Grund warum ich hartnäckig nach dieser Lösung frage ist, dass das das einzige ist was ich im Moment machen kann. Abdichten wird wohl erst im Frühjahr gehen wenn es wieder wärmer ist. Dann würde ich so oder so schauen das ich das Teil dicht mache, dann sollte ja auch über das Rohr nichts mehr in den Boden gelangen.


    nochmal sorry, dass ich da so hartnäckig bin, mir lässt das im Moment keine ruhe.


    viele Grüße


    Biertrinker

  • Ok, kleiner Nachtrag. Nach dem Abdecken habe ich jetzt nochmal rein geschaut, das Wasser war so etwa 4-5cm gestiegen.


    Somit ist es wohl eindeutig kein direkter Regen. Da ich dann jetzt wohl am Ende bin mit meinen Möglichkeiten habe ich die Steckdose demontiert und das Kabel so weit wie möglich nach oben gebunden. Jetzt also Standby bis zum Frühjahr wenn es trocken und warm wird, dann Bodenplatte Betonieren und Wände abdichten.


    Kleine frage dazu dann noch. Kann ich das Brunnenrohr einfach so einbetonieren? Oder nimmt das dann eventuell Schaden? Ich könnte ja ein Kunststoffrohr drum stellen, aber dann ist da wieder eine undichte Stelle...


    vielen dank und viele Grüße


    Biertrinker

Brunnen selber bauen