Bohrbrunnen

  • Update:


    Ich habe jetzt die Brunnenrohre bestellt.


    Der Behelfsbrunnen besteht aus Brunnenrohr DN 115 mit einer Gesamtlänge von 8m.

    Der Brunnen besteht aus Brunnenrohr DN 80 mit einer Gesamtlänge von ebenfalss 8m.


    Ein Nachbar probiert auch gerade das Bohren eines Brunnens und hat mir eine Handvoll Aushub gegeben.


    Es handelt sich hierbei um Feinsand (nicht nachgemessen, mit Kinderspielsand vergleichbar).

    Als Sandfilter habe ich einen Feinsandfilter T15 genommen.


    Da bei Feinsand die Fließgeschwindigkeit abnimmt wird die Filterstrecke auf 3m verlängert um genug Wassernachschub zu gewährleisten.


    Dazu kommt natürlich eine Bodenkappe.


    Insgesamt habe ich für die Rohre und die Kappe stand heute ca. 350 ,- bezahlt. Kostentreiber war hier natürlich der Gewebefilter.


    Entlastend für den Geldbeutel kann noch erwähnt werden, dass das Arbeitsrohr nachdem es gezogen wurde wieder verkauft werden kann.


    Schöne Grüße


    André

    Geplant:


    Bohrbrunnen: 8m Tiefe

    Filterstrecke: 3m Feinsandfilter T15

    Erdbohrer 120mm

    90mm Plunscher für Rohre DN100/115

    Arbeitsrohr Brunnenrohr DN 115

    Brunnenrohr DN 80.

    Pumpentechnik: Einhell GE-GP 9041 E

  • Hallo André,


    wie hoch steht denn nun dein Grundwasser? Du schreibst 2-5m im ersten Beitrag. Wenn ich mal so rechne, dann passt deine Planung nicht ganz.


    Mit 1m Sumpfrohr + 3m Filterstrecke bist du schon nur noch bei 4m unter GOK. Wenn du die Pumpenansaugöffnung dann noch ca. 1m über die Filterstrecke hängst...


    Da bleibt im besten Fall nur 1m Wasser über der Pumpenansaugöffnung. Da muss dann schon alles passen, damit das funktioniert. Du darfst keine Grundwasserschwankungen habe, das Wasser muss schnell genug nachfließen, damit der Pegel beim Pumpen nicht absinkt und das Grundwasser muss natürlich wirklich bei 2m GOK stehen.


    Ich würde das noch mal überdenken und vor allem den Grundwasserstand mal prüfen.


    MfG Jan

    Bohrbunnen, 115mm Brunnenrohr mit TNA Gewinde

    108mm Kiespumpe, 110mm Bohrer zum Bohren im Rohr, div. Steinfänger

    Aufbau: 60cm Sumpfrohr, 2m 0,5mm Filterstrecke, Rest Vollrohr

    Momentaner Stand: 4,25m unter GOK

  • Hallo Jan,


    das hatte ich total vergessen.


    Habe im alten Rammbrunnen mal gemessen. Das Grundwasser steht bei etwa 2m Tiefe.


    Also wäre der Aufbau folgendermaßen:


    1m Sumpfrohr + 3m Filterstrecke + 4m Rohrstrecke, von denen 2m im Wasser stehen.


    Ich weiß jetzt nicht genau ob es einen Unterschied macht, wo der Schlauchausgang liegt.

    Das dürfte doch eigentlich nicht den großen Unterschied ausmachen.


    Wenn der Ausgang über der Filterstrecke liegt, dann entstehen am oberen Ende des Filters höhere Ansaugkräfte als unten. Wenn der Schlauch im Sumpfrohr liegt, dann ist es genau anders herum. Der Unterschied ist nur, dass bei der 2. Variante mehr Sand aufgesogen werden könnte (wenn den welcher durchsickert).


    Schöne Grüße



    André

    Geplant:


    Bohrbrunnen: 8m Tiefe

    Filterstrecke: 3m Feinsandfilter T15

    Erdbohrer 120mm

    90mm Plunscher für Rohre DN100/115

    Arbeitsrohr Brunnenrohr DN 115

    Brunnenrohr DN 80.

    Pumpentechnik: Einhell GE-GP 9041 E

  • Hallo noch mal,


    klar ist schon mal, dass der Ansaugschlauch auf keinen Fall in der Filterstrecke hängen darf. Wenn der Brunnen unten verschlossen und ordentlich angelernt ist, gibt es keinen Sandeintrag mehr und du kannst im Sumpfrohr ansaugen. Mit deinem Feinsandfilter sollte sowieso kein Sand mehr in den Brunnen kommen.

    Das wird in deinem Fall warscheinlich die beste Option sein...hatte ich ganz übersehen, dass du das ja so lösen kannst.


    Willst du unbedingt oberhalb der Filterstrecke ansaugen, dann musst du dies ca. einen Meter über der Filterstrecke tun, damit die genannten Ansaugkräfte nicht nur im oberen Bereich auftreten, sondern verteilt auf die gesamte Filterstrecke.


    MfG Jan

    Bohrbunnen, 115mm Brunnenrohr mit TNA Gewinde

    108mm Kiespumpe, 110mm Bohrer zum Bohren im Rohr, div. Steinfänger

    Aufbau: 60cm Sumpfrohr, 2m 0,5mm Filterstrecke, Rest Vollrohr

    Momentaner Stand: 4,25m unter GOK

  • Hallo,


    Ich wollte den Schlauch so weit wie möglich nach unten legen, damit ich keine Probleme mit Grundwasserschwankungen habe.

    Ich werde nächste Woche mit dem Bohren anfangen. Da ich hauptsächlich feinen Sand erwarte, sollte das Bohren nicht allzu schwer sein.


    Schöne Grüße


    André

    Geplant:


    Bohrbrunnen: 8m Tiefe

    Filterstrecke: 3m Feinsandfilter T15

    Erdbohrer 120mm

    90mm Plunscher für Rohre DN100/115

    Arbeitsrohr Brunnenrohr DN 115

    Brunnenrohr DN 80.

    Pumpentechnik: Einhell GE-GP 9041 E

  • Wohl etwas zu grobmaschig für "mehligen" Sand.

    Ausserdem ist eine der Hauptaufgaben des Filterkieses, den Zugang zum Filterrohr frei zu halten. Ohne Kies besteht die Gefahr, dass das Filterrohr verstopft.

    Mir liegen allerdings keine Erfahrungen mit Filtergewebe ohne Kiesschüttung vor.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ok hätte ich dazu schreiben sollen.

    Die Kiesschüttung war mir klar daß sie gemacht werden muss, deswegen habe ich es nicht geschrieben 😊👍.

    Aber zusätzlich, zu der Kiesschüttung wäre das doch nicht verkehrt oder ?

  • Mit der richtigen Kiesschüttung (Material, Korngrösse und Schichtstärke) hätte ich keine Bedenken.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Update:


    Ich habe die letzten Tage angefangen mit dem Bohren.

    Der erste Meter war kein Problem. Habe ihn mit dem Spaten ausgehoben, da ich einen Schacht anlegen möchte und das Rohrende unterhalb des Bodens liegen soll. Der Brunnen soll oben abgedeckt werden, damit er von Außen nicht sofort sichtbar ist.

    Ich musste insgesamt 6 mal ansetzen, da ich bei ca. 1m auf Steine gestoßen bin.

    Beim sechsten Mal habe ich mir diese Schicht dann genauer angesehen und festgestellt, dass es sich dabei um Bauschutt handelt.

    Mit einem Hammer und einer Gewindestange (es wäre sicherlich auch anders möglich gewesen) habe ich dann diese ca. 40cm Schicht abtragen können.


    Dann ging es weiter mit dem Erdbohrer (Marke Eigenbau vom Nachbarn). In 2,5m Tiefe kam dann Wasser. So war ich dann doch noch etwas erfreut über den Stand nach Tag 2.


    Am nächsten Tag Rohr rein und dann mit dem Plunscher weiter (ebenfalls Marke Eigenbau vom Nachbarn - Ein Stück Fallrohr und eine Blechdose - genial) .

    An Tag drei habe ich dann einen Meter geschafft (immer nur nach Feierabend).


    An Tag 4 dann Ernüchterung. Es tat sich erstmal nichts. Sand gefördert, aber das Rohr sank nicht weiter ein.

    Ich habe dann mal die Länge des Rohres gemessen, waren ca. 4,06m. Habe dann das Maßband in das Rohr gehalten, runter bis es auf Sand aufsetzte und siehe da, nur 3,6m.

    Konnte also nicht weiter einsinken.

    Wahrscheinlich gelangt über Nacht wieder Sand in das Rohr, entweder durch das Ansteigen des Grundwasserspiegels, da ich während des Plunschens ja Wasser entnehme oder durch die Gezeiten (weiß der Kuckuck).


    Dann ging es wieder 1m runter und dann doch die große Ernüchterung. Seit dem geht nichts mehr. Ich fördere Sand, ich müsste eigentlich schon ca. 2m weiter sein, aber das Rohr bewegt sich nicht. Es gelangt auch immer wieder Sand in das Rohr. Hatte mit dem Maßband anfangs 4,7m gemessen. Nach mehreren Hüben dann nur 4,6m.


    Zum besseren Verständnis: 4m Rohr sind im Boden und darüber noch ein 1m Rohr aufgeschraubt. Deshalb messe ich 4,7m. Nicht das einer nachrechnet und sich wundert.


    Mit dem Maßband bin ich gestern Abend aber auf 5m gekommen, also dort, wo das Rohr endet. Mit dem Plunscher komme ich aber nich soweit. Habe am Seil jeden Meter eine Markierung gemacht. Beim Plunscher fehlen ca. 30cm. Ich kann aber weiterhin Sand fördern.


    Meine Ideen:


    Mit einer Kamera schauen was los ist. Wenn ich es denn überhaupt sehen würde.

    MIt einem Bohrer runter und versuchen den Sand unter dem Rohr zu bewegen. Dann sollte es möglich sein, dass Rohr ein Stück tiefer zu drücken.

    Wenn das Rohr irgendwo aufsitzt, dann mit dem Bohrer versuchen, den Gegenstück zu entfernen oder wegzudrücken.


    Hättet ihr noch Ideen?


    Grüße


    André

    Geplant:


    Bohrbrunnen: 8m Tiefe

    Filterstrecke: 3m Feinsandfilter T15

    Erdbohrer 120mm

    90mm Plunscher für Rohre DN100/115

    Arbeitsrohr Brunnenrohr DN 115

    Brunnenrohr DN 80.

    Pumpentechnik: Einhell GE-GP 9041 E

  • Wie hoch ist die Rohrauflast?

    Wenn Sand im Rohr hochsteigt, muss Wasser hinzugegeben werden, um den Druck des Grundwassers zu verringern.

    Bod

    Ich fördere Sand, ich müsste eigentlich schon ca. 2m weiter sein, aber das Rohr bewegt sich nicht

    Du bohrst jetzt, wie man sagt, in die Breite, es entsteht ein Hohlraum.

    MIt einem Bohrer runter und versuchen den Sand unter dem Rohr zu bewegen.

    Kannst Du probieren, da Du aber Sand bereits förderst, wird es nicht viel bringen.

    Auflast auf 300-500KG erhöhen, wenn Rohr immer noch nicht sinkt, steht es auf einem Stein o.ä. Dann Rohr ca. 50cm ziehen und erneut plunschen.

    Erst wenn das ohne Erfolg, weitere Massnahmen ergreifen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo kg,


    was man beim Bohren alles bedenken muss ;)


    Auflast auf das Rohr bin zurzeit ich. 110 Kilo haben bisher gereicht um das Rohr problemlos nach unten zu treiben.


    Wenn ein Hohlraum entsteht und das Rohr auf etwas aufliegt, dann müsste dieser Gegenstand doch absinken, außer er ist so groß, dass das Loch keine Rolle spielt. Ein Kieselstein müsste dann doch schon freiliegen und herunterfallen.

    Ich habe bisher immer mal wieder kleine Holzteile hochgezogen (max. 3cm lang). Ich gehe aber nicht davon aus, dass dort etwas größeres liegt, bis auf diese kleinen Teile habe ich nichts anderes auf der gesamten Strecke gehabt.


    Das mit dem Hohlraum leuchtet ein, wo soll der Sand sonst herkommen, wobei ich glaube, dass dieser Raum vom umgebenden Sand wieder zufließt und sich diese Löcher im Erdreich "verteilen". Deshalb sinkt das Rohr nicht weiter, sondern hat immer noch Auflagefläche.


    Ich werde mal Wasser einfüllen bei jeder Hebung und schauen wie weit ich komme.


    Sollte das nicht reichen, ziehe ich das Rohr ein Stück und versuche es dann nochmal.


    Wahrscheinlich muss ich jetzt regelmäßig Wasser nachgeben. Der Druck wird ja nicht kleiner mit steigender Tiefe.


    Grüße


    André

    Geplant:


    Bohrbrunnen: 8m Tiefe

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    Arbeitsrohr Brunnenrohr DN 115

    Brunnenrohr DN 80.

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  • sich diese Löcher im Erdreich "verteilen".

    leider nicht gleichmässig, sondern nach oben. Dort bildet sich dann ein Erdtrichter.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Kann auch sein das ein Stein im Rohr liegt der nicht in deinen Plunscher passt. Durch den Unterdruck hebst du den Stein an und der Sand strömt vorbei. Meine Erfahrung zeigt das sich der Stein durchaus 50 cm im Rohr befinden kann. Leihe dir von deinem Nachbarn mal seinen Steinfänger und hol das Ding raus.

  • Update:


    Habe gestern noch einmal versucht das Rohr weiter runter zu bekommen.

    Leider hatte ich Probleme mit dem Plunscher.

    Dieser ist meiner Meinung nach zu leicht, da ich beim anziehen nicht den Kolben hebe, sondern den Plunscher. Außerdem macht es sich zusehends bemerkbar, dass der Kolben aus einer Dose besteht, diese rostet nämlich. Das erschwert es zusätzlich, den Kolben nach oben zu ziehen, da sich die Dose im Rohr verhakt.


    Das aber nur am Rande.


    Ergebnis des erneuten Versuchs war nix. Keinen Zentimeter weiter gekommen. Der Hinweis mit dem Grundwasser hat mich weitergebracht. Es ist kein Sand mehr nachgelaufen, auch wenn nicht so viel davon nach oben kam.


    Das etwas unter dem Rohr liegt halte ich auch für möglich.

    Ob es ein Stein ist weiß ich natürlich nicht. Ich denke aber eher nicht, da ein Stein ja nicht alleine in 4m Tiefe mal so rumliegt. Wahrscheinlicher wird es ein Stück Holz sein, da ich immer wieder kleine Holzteile nach oben ziehe.


    Ich werde jetzt versuchen, das Rohr ein wenig anzuheben um dann nochmal zu pumpen. Wenn das Rohr dann nicht weitergeht, muss es ein Hindernis da unten geben und ich muss neu anfangen.


    Neue Herausforderung: wie kann ich das Rohr anheben?


    Ich hatte überlegt, eine Leiter drüber zu stellen, dort ein Balken quer zu legen, An diesem eine Umlenkrolle und mit einem Seil dann das Rohr hochziehen.

    Oder durch das Gewindestück am Rohr ein Loch bohren, Stange durch und dann versuchen mit einer Drehbewegung das Rohr hochzuziehen. Dabei Aber nur ein Rohr durchbohren, damit das andere, das aufgeschraubt wird, das Loch wieder verschließt.


    Grüße



    André

    Geplant:


    Bohrbrunnen: 8m Tiefe

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    Erdbohrer 120mm

    90mm Plunscher für Rohre DN100/115

    Arbeitsrohr Brunnenrohr DN 115

    Brunnenrohr DN 80.

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