Brunnen 2.0

  • Hallo Brunnenfans,


    nach einiger Zeit habe ich den zweiten Versuch gestartet, der hoffentlich erfolgreicher wird als der Erste! :rolleyes:
    Bin gestern in einer Tiefe von 5,30m auf Wasser gestoßen. Das Wasser war ganz plötzlich und auch in einiger Menge im Loch. Daraufhin habe ich versucht noch mit dem 130mm Schneckenbohrer weiter an Tiefe zu gewinnen, was jedoch nur bedingt funktionierte. Am Geräusch, wenn der Bohrer läuft, höhrt man, dass der Untergrund steinig ist. Mir ist jetzt nicht ganz klar womit ich es dort zu tun habe. Nach meinem Verständnis müsste der Bohrer weiter an Tiefe gewinnen, sollte es sich um reinen Kies handeln, auch wenn das Bohrgut beim rausziehen logischerweise wieder runtergespült wird. Ist das ein Denkfehler?


    Weiteres Vorgehen habe ich wie folgt angedacht. 115er (oder besser 125er?) Brunnenrohr mit 0,5m Sumpfrohr 1m (oder besser 2m?) Filter einstellen und versuchen mit einer Kiespumpe weiterzukommen.
    Sollte das nicht funktionieren verbleibt das Brunnenrohr im Bohrloch und ich versuche einen Rammbrunnen mit 2m Fiterstrecke zu schlagen. Gibts Verbesserungsvorschläge oder kritische Anmerkungen?


    Bilder vom letzten Bohrgut stelle ich nachher nochmal dazu.


    Besten Gruß

    Bohrer 130mm, Wasser ab 5,30m, Tiefe 7,10m


    0-3m Lehm hart, braun
    3-3,80m Lehm weich (feucht), gelb mit Sand
    3,80-5,00m Lehm hart, braun
    5,00-5,50m Lehm mit zunehmend hellen Sandsteinen (bis große Wallnußgröße)
    5,50-6,20m schlammig, sandiger Kies (2mm bis 40mm)
    6,20-7,00m weißer bis rötlicher Sand
    ab 7m Sandstein


  • Das ist ein Teil des letzten Bohrgutes, habe den Schlamm etwas weggespült. Ist jetzt getrocknet... Die letzten Sandsteinteile waren nicht mehr hell sondern eher rotbraun.

    Bohrer 130mm, Wasser ab 5,30m, Tiefe 7,10m


    0-3m Lehm hart, braun
    3-3,80m Lehm weich (feucht), gelb mit Sand
    3,80-5,00m Lehm hart, braun
    5,00-5,50m Lehm mit zunehmend hellen Sandsteinen (bis große Wallnußgröße)
    5,50-6,20m schlammig, sandiger Kies (2mm bis 40mm)
    6,20-7,00m weißer bis rötlicher Sand
    ab 7m Sandstein

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  • Hallo Blaster


    Hast du deinen Riverside- Bohrer noch?
    Wenn ja, dann kannst du dir dort ein Rückschlag einbauen.
    Funktioniert, jedenfalls bei meinen Bodenverhältnissen wunderbar.
    Über ein Gestänge solange drehen (bei mir 2-3 Umdrehungen) und dann 10 cm kurz anziehen, das etwa 40 -50 cm.
    Danach alles etwa 1 Meter anheben und das BR tiefer bringen.
    Bohrer wieder ablassen und noch mal das ganze.
    Das Gestänge ziehe ich mit einer Seilwinde wieder raus.
    Kleinere Steine sind kein Problem und man merkt schnell, wenn man auf einen größeren Stein gestoßen ist.



    Gruß Bohne

  • Hallo Bohne,


    den hab ich noch. Nur passt er so nicht an mein Bohrgestänge. Habe mir mittlerweile ein motorgetriebenes zugelegt (1,6kw). Verstehe auch nicht so genau Dein Vorgehen. Du bohrst damit im Rohr denke ich. Anstatt einer Kiespumpe? Ich glaube ich kann mir das Sparen, weil mein Bohrgut komplett flüssig mit Steinen und Kies vesetzt ist. Auch ist mir nicht ganz klar wie ich da einen Rückschlag einbauen soll, der nicht beim reindrehen kleingemahlen wird.


    Ich habe auch noch kein Rohr und auch noch keins bestellt. Schwanke zwischen 125er und 115er. Bin mir nicht ganz sicher ob ich das 125er reinbringe, jedoch will ich auch nicht, dass das 115er schlackert. Der Bohrer hatte so ca. 125-130mm. Das Loch sieht von oben zwar sehr gerade aus, nur kann ich nicht ausschließen, dass der Bohrer bei Steinen immer mal ein bisschen seitlich weggelaufen ist und es deswegen einige Wellen im Bohrloch hinterlassen hat. Daher die Frage 115er oder 125er Rohr...

    Bohrer 130mm, Wasser ab 5,30m, Tiefe 7,10m


    0-3m Lehm hart, braun
    3-3,80m Lehm weich (feucht), gelb mit Sand
    3,80-5,00m Lehm hart, braun
    5,00-5,50m Lehm mit zunehmend hellen Sandsteinen (bis große Wallnußgröße)
    5,50-6,20m schlammig, sandiger Kies (2mm bis 40mm)
    6,20-7,00m weißer bis rötlicher Sand
    ab 7m Sandstein

  • Hallo Blaster


    Quote

    Schwanke zwischen 125er und 115er. Bin mir nicht ganz sicher ob ich das 125er reinbringe


    Das würde ich von der KP abhängig machen. Bei 108'er KP - 115'er BR. Bei sehr groben Material, mit viel Wasser und wenig Sand, brauchst du aber einen Kolben, der viel Unterdruck erzeugt, sonst bekommst du die Steine nicht in die KP.

    Quote

    Ich glaube ich kann mir das Sparen, weil mein Bohrgut komplett flüssig mit Steinen und Kies vesetzt ist.


    Bei sowas nehme ich den meine Bohrschappe. Gleicher Bohrer, nur anderer Bohrkopf.
    Ist aber nur was für Handbohrungen.


    Gruß Bohne

  • Hey Bohne,


    die Kiespumpe habe ich ebenfalls noch nicht angeschafft.
    Ich hätte auch die Möglichkeit mit einem Stufenmeisel erst mal weiter zu bohren anstatt der Schnecke. Dieser sollte sich doch im Gegensatz zur Schnecke in den Kies treiben lassen oder nicht? Worum es mir geht ist auzuschließen, dass es sich um was anderes als groben Kies handelt, evtl. Sandstein. Wenn ich sicher bin auf Kies zu sein, kann ich mit KP und Rohr loslegen. Daher nochmal die Frage: Lässt sich eine Bohrschnecke oder ein Stufenmeisel im Normalfall in Kies versenken?
    Wenn das im Normalfall geht (bei mir geht es jedenfalls mit der Schnecke nicht) bin ich nicht auf reinem Kies und könnte daher auch noch nicht mit einer KP arbeiten.


    Beste Grüße

    Bohrer 130mm, Wasser ab 5,30m, Tiefe 7,10m


    0-3m Lehm hart, braun
    3-3,80m Lehm weich (feucht), gelb mit Sand
    3,80-5,00m Lehm hart, braun
    5,00-5,50m Lehm mit zunehmend hellen Sandsteinen (bis große Wallnußgröße)
    5,50-6,20m schlammig, sandiger Kies (2mm bis 40mm)
    6,20-7,00m weißer bis rötlicher Sand
    ab 7m Sandstein

  • Blaster:
    verstehe nicht so ganz, was du da machst. Bohrst du unter Wasser? Bei groben Kies verkantet sich der Schneckenbohrer, hast du angenommen festes Gestein hörst du nur ein schaben.
    Stufenmeißel ist ehe etwas für bindigen Boden oder für Spülbohrungen im Lockergestein.
    Habe in meinem Album einen Bohrer für groben Kies, nur auch hier kannst du Bohrgut fördern, wenn du im Bohrrohr arbeitest.
    Brunnenrohr so groß wie möglich auswählen, falls es notwendig ist später einmal teleskopartig in die Tiefe zu gehen!

  • Hallo Plunschmeister,


    ja, ich habe ca. 20 cm Wasser im Bohrloch. Ich wollte klären wie ich weiter mache. Daher wollte ich wissen mit welchem Untergrund ich es derzeit zu tun habe, um herauszufinden ob ich mich nun nach einer Kiespumpe umsehen muss oder mit meinem Bohrgerät weiterarbeiten sollte. Habe ja wie in der Signatur zu sehen einige Meter an Lehm hinter mir. Zuletzt kam schlagartig das Wasser ins Loch und der Schneckenbohrer lässt sich nicht weiter ins Erdreich treiben. Wenn er dreht rumpelt es unten permanent und er bleibt auch immer wieder hängen. Ich denke, dass könnte das von dir angesprochene Verkanten sein. Ich möchte ausschließen auf einer geschlossenen Sandsteinschicht gelandet zu sein, auf der ich mit einer Kiespumpe nichts ausrichten könnte. Wenn ich nun irgendeinen Bohrer, Stufenmeisel, Schnecke oder sonst was relativ zügig weiter einbohren könnte hätte ich ausgeschlossen auf einer festen Schicht zu sitzen. Daher die Frage ob das Einbohren im Normalfall bei (grobem)Kies geht. Wie würdest Du weitermachen? Ich denke an Rohr einstellen und mit kräftiger Kiespumpe loslegen.


    Das Trockenbohrgerät, welches ich habe, habe ich von einem bekannten gekauft. 12m 3/4 " Gestänge (Schraubverbindung) zwei Schneckenbohrer und drei Stufenmeißelbohrer sind dabei. Die Stufenmeisel wurden vom Vorgänger eingesetzt um harten (steinigen) Grund zu lockern und anschließend mit der Schnecke zu fördern. Das Bohren mit dem 1,6kw Motor erleichtert schon einiges und das ziehen des Gestänges mittels Seilzug ebenfalls.


    Besten Gruß

    Bohrer 130mm, Wasser ab 5,30m, Tiefe 7,10m


    0-3m Lehm hart, braun
    3-3,80m Lehm weich (feucht), gelb mit Sand
    3,80-5,00m Lehm hart, braun
    5,00-5,50m Lehm mit zunehmend hellen Sandsteinen (bis große Wallnußgröße)
    5,50-6,20m schlammig, sandiger Kies (2mm bis 40mm)
    6,20-7,00m weißer bis rötlicher Sand
    ab 7m Sandstein

  • Hallo Blaster,
    nun gut eine Bohrschnecke wird auch auf einer festen Gesteinsschicht rumpeln( Druck vom Bohrgerät und die Schnecke greift nicht ins Material).
    Du solltest es nur probeweise mit dem Stufenmeißel versuchen, sodenn er Hartmetall bestückt ist. Dieser sollte in einer Sandsteinschicht greifen und ruhig laufen, in einer losen groben Gesteinsschicht rumpeln.

  • Moin Plunschmeister,<br>
    genau diese Information hatte ich gehofft zu bekommen.<br>
    <br>
    Derzeit ist es so, wenn ich die Schnecke normal laufen lasse hebt und senkt sich das Bohrgerät in einem bestimmten Rhythmus um ca. 5mm. Wenn ich Druck darauf gebe verhakt es sich relativ schnell und der Motor schaltet ab.<br>
    <br>
    Die Bohrschnecke (unten die Spitze und die Schneide am Wendelbeginn) ist mit Hartmetallplättchen bestückt, ging daher wirklich gut durch den Lehm. Werde nochmal probehalber mit dem Stufenmeisel bohren um dessen Laufverhalten zu beobachten.<br>
    <br>
    Zum Thema Brunnenrohr, werde mich für DN 115 entscheiden. Habe gelesen, was mir auch einleuchtet, dass Glattwandrohr 'weniger' Stabil ist. Denke, dass bezieht sich auf das Gewicht welches man auflegen kann. Wenn bei Vollrohr 500kg gehen geht bei Glattwandrohr wieviel? Ich würde Glattwandrohr bevorzugen, weil ich mir in dem vermutlich groben Untergrund sonst keinen Gefallen mit den Muffen tue. Oder sind die Muffen ausschließlich beim Drücken durch Lehm problematisch?<br>
    <br>
    Vielen Dank schon mal!<br>
    <br>
    Gruß

    Bohrer 130mm, Wasser ab 5,30m, Tiefe 7,10m


    0-3m Lehm hart, braun
    3-3,80m Lehm weich (feucht), gelb mit Sand
    3,80-5,00m Lehm hart, braun
    5,00-5,50m Lehm mit zunehmend hellen Sandsteinen (bis große Wallnußgröße)
    5,50-6,20m schlammig, sandiger Kies (2mm bis 40mm)
    6,20-7,00m weißer bis rötlicher Sand
    ab 7m Sandstein

  • Moin,

    Quote

    Die Bohrschnecke (unten die Spitze und die Schneide am Wendelbeginn)


    Ok, hat die Bohrschnecke eine Steigung, ist das Bohrverhalten ja noch schlechter.

    Quote

    Oder sind die Muffen ausschließlich beim Drücken durch Lehm problematisch?


    Nein auch bei sehr groben Kies.

  • Alles klar,


    kannst Du vielleicht nochmal einen Richtwert zur max. Auflast bei Glattwandrohr geben?


    Will auch die Tage die DN 115 Glattwandrohre bei euch bestellen. Welche Schlitzweite ist zu Empfehlen? Plane 2m Filterstrecke. Rohre sollen direkt abgeteuft werden, also keine separate Kiesschüttung möglich.


    Ist eine Kiespumpe 110mm Durchmesser für dieses Rohr geeignet oder zu groß bemessen?


    Besten Gruß

    Bohrer 130mm, Wasser ab 5,30m, Tiefe 7,10m


    0-3m Lehm hart, braun
    3-3,80m Lehm weich (feucht), gelb mit Sand
    3,80-5,00m Lehm hart, braun
    5,00-5,50m Lehm mit zunehmend hellen Sandsteinen (bis große Wallnußgröße)
    5,50-6,20m schlammig, sandiger Kies (2mm bis 40mm)
    6,20-7,00m weißer bis rötlicher Sand
    ab 7m Sandstein

  • Quote

    kannst Du vielleicht nochmal einen Richtwert zur max. Auflast bei Glattwandrohr geben?


    Kann ich nichts zu sagen, ich arbeite nicht mit diesen Rohren. ( aber Fellnase)

    Quote

    Ist eine Kiespumpe 110mm Durchmesser für dieses Rohr geeignet oder zu groß bemessen?


    Ist zu groß. Das DN 115 ist innen ca. 114mm. Hat die Rohrtour irgendwo einen leichten Bogen, bleibt man mit der KP hängen. Ich arbeite mit einer KP 102mm in DN 115.

    Quote

    Will auch die Tage die DN 115 Glattwandrohre bei euch bestellen. Welche Schlitzweite ist zu Empfehlen?


    Kann ich von hier aus nicht beurteilen- der überwiegende Teil nimmt SW 0,3mm, dann ist man auf der sicheren Seite.
    Bleiben deine Bodenverhältnisse so, könnte man eine SW von 0,5mm bis 0,75mm in Betracht ziehen.

  • Schönen guten Morgen!


    Habe gestern die Rohre bestellt.


    @Fellnase
    Kannst Du vielleicht noch etwas zur max. Auflast bei Glattwandrohren sagen?


    Außerdem habe ich mir gestern nochmal Gedanken darüber gemacht, bei welchen Böden es Sinn macht in das Sumpfrohr Zacken zu schneiden. Da wäre ich auch nochmal um einen Rat Dankbar. Denke beim reinen Abteufen bringen die Zacken keinen Vorteil. Eher wenn man das ganze Rohr drehen würde um ggf. blockierende Steine zu bewegen. Ist das so? Und wenn ja was machen beim Drehen die Gewinde so mit?


    Besten Gruß

    Bohrer 130mm, Wasser ab 5,30m, Tiefe 7,10m


    0-3m Lehm hart, braun
    3-3,80m Lehm weich (feucht), gelb mit Sand
    3,80-5,00m Lehm hart, braun
    5,00-5,50m Lehm mit zunehmend hellen Sandsteinen (bis große Wallnußgröße)
    5,50-6,20m schlammig, sandiger Kies (2mm bis 40mm)
    6,20-7,00m weißer bis rötlicher Sand
    ab 7m Sandstein

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