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  1. Brunnenbau-Forum
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  3. Brunnenbau Bohrbrunnen

Brunnenrohr abgerissen beim ersten Brunnen...

  • sumbarcher
  • June 13, 2017 at 10:17 PM
  • sumbarcher
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    • June 13, 2017 at 10:17 PM
    • #1

    Hallo liebe Gemeinde,

    erst einmal ein großes Lob an alle hier. Die Beiträge hier haben mich dazu bewegt, selber einen Brunnen zu bohren...

    Die Vorgeschichte: Garten (Hanglage) mit ca 300 qm und vielen Pflanzen. Der Boden hier besteht eigentlich nur aus Sand... Und dieses Jahr ein neuer Pool für die kleine mit 12 Kubikmeter...

    Die Stelle zum Bohren liegt am tiefsten Punkt des Gartens, ca 25m von einem kleinen Bach entfernt und ca. 2,50m überhalb des Baches.

    Die Wiese neben dem Bach ist ständig feucht.

    Brunnenbohrer bestellt mit 150mm, 6 Meter lang. Zur Probe mal gebohrt, ab 4 Meter kam Wasser. Bei 4,50m ging nichts mehr, Bohrloch immer wieder zusammengefallen.

    Ich dachte ok, das könnte tatsächlich funktionieren.

    Also Brunnenrohr bestellt: 8 Meter DN 115 + 3 Meter Filterrohr Schlitzweite 3mm(Sandboden)---blaues Brunnenrohr

    Der Plan war das Rohr direkt einzuplunschen.

    Kiespumpe selber gebaut (Schwager hat eine Metallbaufirma) 4 Zoll 90cm lang nach diversen Bauanleitungen aus dem Netz.

    Balken mit Rolle zwischen zwei Bäume in 3,50 Meter Höhe.

    Und nun zum Disaster:

    Gebohrt bis 4,5 Meter, gind super. 1Meter Vollrohr(als Sumpfrohr) + 3 Meter Filter ins Loch gestellt.

    Holzzange ran mit Vater als Gewicht(90kg) und angefangen zu Plunschen. Fortschritt war mäßig, zu Tage kam in der Kiespumpe eig. immer nur Sand. Manchmal mehr, manchmal weniger. Natürlich immer mit Fremdwasser geplunscht. Dabei ging das Rohr nur mm Weise nach unten, manchmal etwas mehr. Nach und nach das Gewicht erhöht, wenn nichts mehr in der Pumpe war mit Gestänge oder einem Fallmeißel im Rohr gearbeitet. Besser wurde es nicht. Ab und zu mal eine dünne Schicht ähnlich Ton oder Lett. Dunkelrot und klebrig. Sonst nur Sand.

    Nach gefühlt endlosen Stunden bzw Tagen war das Rohr auf 5,60m und es ging nichts mehr. Zwischendurch hatten wir das Rohr ab und an mal gedreht bzw wieder angehoben. Doch jetzt ging es weder drehen (ohne Last) noch nach unten( mit mittlerweile 500kg Auflast). Also Rohr ziehen- zwei Wagenheber unter die Zange und nach einer halben Stunde war es wieder frei.(ca 30cm nach oben gezogen)

    Danach konnte man das Rohr völlig frei bewegen, drehen und ziehen.

    1 Woche später(nach Urlaub) 60cm Sand im Rohr- rausgeplunscht, Mit Auflast ging nichts nach unten. Mit drehen und anheben/senken sind wir auf 6,10 Meter gekommen und dann wieder Stillstand. 500kg drauf, geplunscht (zwei Stunden)-kein mm nach unten. Gewicht runter.

    Das Rohr war Bombenfest, kein drehen möglich. Also wieder Wagenheber drunter- Rohr wie einbetoniert. Nach einem Tag unter Spannung konnte man es etwas drehen-aber schwer.-Wieder Spannung drauf- 1 Tag später- nichts. Das Rohr kam insgesamt ca 5 cm und dann

    Der Supergau: Das oberste Filterrohr ist über dem obersten Schlitz abgerissen.:cursing:<X;(

    1Meter Sumpfrohr und 3 Meter Filterrohr in über 2 Meter Tiefe für immer verloren...

    Was ist schief gelaufen? Ich bitte um eure Mithilfe für einen möglichen zweiten Versuch.

  • Brunnen reinigen
  • kg49
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    • June 13, 2017 at 10:41 PM
    • #2

    Im Prinzip habt ihr alles richtig gemacht.

    Zu denken gibt mir:

    Quote from sumbarcher

    wenn nichts mehr in der Pumpe war mit Gestänge oder einem Fallmeißel im Rohr gearbeitet

    Es ist möglich, dass ihr dabei durch eine sehr harte Schicht gegangen seid und nachher, als mit Wasser gearbeitet wurde, ist dieses Wasser aus den Filterschltzen z.T. ausgetreten (gespritzt) und diese harte Schicht ist aufgequollen. Es kann auch sein, dass Wasser von oben in das Bohrloch hineingelaufen ist. Nur eine Vermutung!

    Eine Lösung würde ich nur darin sehen, dass ihr bei einer erneuten Bohrung mit einem Arbeitsrohr arbeitet und sehr sorgfältig darauf achtet, dass kein Wasser an dem Arbeitsrohr aussen hinabläuft.

    Es wäre interessant, wenn noch Bodenproben aus diesen Schichten vorliegen würden, dann könnte man das mal in einem Glas Wasser ausprobieren.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • sumbarcher
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    • June 13, 2017 at 10:46 PM
    • #3

    Danke für die schnelle Antwort. Das mit der harten Schicht wäre sicher möglich, doch das Rohr hat sich Minuten vorher noch völlig frei bewegt. Erst nach der der Auflastung mit 500kg. Ist es komplett fest geworden. Wasser von aussen ist eigentlich auch nicht möglich, war alles trocken bei uns letztes Wochenende...Und den Sand den wir gefördert haben haben wir öfters beim leeren der Kiespumpe in einen Eimer. War immer lose und nicht klebrig. Die Schichten die wir durchstoßen haben waren auch nicht wirklich dick. Max. 10 cm. Kann so eine Schicht das Rohr so fest halten? Viele Grüße

    Edited once, last by sumbarcher (June 13, 2017 at 10:55 PM).

  • kg49
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    • June 13, 2017 at 11:08 PM
    • #4
    Quote from sumbarcher

    Kann so eine Schicht das Rohr so fest halten?

    Eigentlich nicht. Ich habe keine Erklärung für das plötzliche Verhalten des Rohres. Man könnte jetzt in jede Richtung spekulieren, z.B. dass durch die hohe Auflastung (also wirklich sehr hoch) das Rohr zwischen Steine oder Felsen geklemmt wurde, aber das ist wirklich spekulativ und bringt uns nicht weiter.

    Stutzig macht halt die enorme Auflast, die in dieser Höhe eigentlich hier noch nie geschildert wurde. Es gibt im Sand so Phänomene, die physikalisch recht interessant sind. Man kann, wenn man im Sand buddelt und Wasser dabei ist, ziemlich tief buddeln, solange man den Sand in Bewegung hält. Stoppt man und der Sand kommt zur Ruhe, so bekommt man kaum den Arm mehr aus dem Loch.

    Vielleicht hat ein ähnliches Phänomen Dir das Rohr plötzlich festgebacken.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

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  • tomerb
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    • June 14, 2017 at 7:25 PM
    • #5

    Hallo sumbacher

    Ich vermute mal, das du die Muffe in den festeen Boden gedrückt hast und sich dann feiner Sand da zu gesehlt hat ,der durch das Wasser wunderbar da zwichen laufen konnte. Da für spricht auch das du es schon mal schwer gezogen bekommen hast.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • tomerb
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    • June 14, 2017 at 7:28 PM
    • #6

    Ach ja dann noch was! Ich würde mal mit ne Plunche versuchen! Denn beim Plunchen wird unten etwas mehr wech genommen als das Rohr groß ist.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • sumbarcher
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    • June 14, 2017 at 7:50 PM
    • #7

    Hallo tomerb,

    die Kiespumpe war zuletzt 25cm unter dem Rohr...

    Das mit der Muffe dachten wir auch, aber das letzte mal war das Rohr vor 60cm fest,

    der Abstand der Muffen ist aber größer...

    Komisch ist, das das Rohr als wir es letztes mal wieder frei bekommen haben,

    über drei Meter draussen war und ohne Widerstand wieder hinein ging.

    Und zu der Auflast-Frage von kg 49...

    Wir haben mehr aus Verzweiflung immer weiter erhöht, weil es einfach nicht weiter ging.

    Eigentlich ging es mit Gewicht gar nicht abwärts, nur durch drehen und heben/senken sind wir cm Weise nach unten gekommen.

  • tomerb
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    • June 15, 2017 at 9:19 AM
    • #8

    Oky doch arbeitet ne Kiespumpe anders als ne Plunsche! Bei der Pumpe saugste das Material ins Rohr! Bei der Plunsche erzeugst du durch das Anziehen eine Verwirbelung die aber etwas weiter geht als die Größe der Plunch und von da her machte die Plunch en größere öffnung als die Kiespumpe! KAnnst auch auf Youtube sehen.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • sumbarcher
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    • June 15, 2017 at 7:10 PM
    • #9

    =OOk, dann werd ich beim nächsten Versuch schnell noch nen Plunscher bauen...

    Eine Frage: kann es sein das wir bei den ersten Versuchen durch das heben und senken bzw stauchen das Rohr unten beschädigt haben und es deshalb so schwer bzw gar nicht nach unten ging?

    Zwei Stunden für 5 cm sind ja wirklich nicht viel. Manchmal ging gar nichts weiter obwohl wir 20 cm unter dem Rohr frei hatten. Da müsste das Rohr doch mit so viel Gewicht mal weiter gehen?

    Aber nur wenn wir es entlastet haben, gedreht und dann raus und rein gestaucht haben ging es nach unten. Bei einer festen Schicht, ok. Aber im Sand? Habe im Plunschgut ein kleines Stück Rohr gefunden. Ist Aussengewinde... The content cannot be displayed because it is no longer available.

  • tomerb
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    • June 15, 2017 at 7:54 PM
    • #10

    Hm ich vermute ehr, das durch die Kiespumpe nicht genügent Platz in den fetsen Schichten gemacht wierd! Dann must du die Muffen da durch bekommen und das spricht wieder da für, das das Rohr durch drehen und erneutes ziehen runter gegangen ist! die Plunch macht unten mehr Platz da du durch dem Ziehen unten ne grözere verwirbeelung machst. Die Kiespumpe ist bei Sand da gegen hervoragend.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • sumbarcher
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    • June 15, 2017 at 8:30 PM
    • #11

    Ok, danke schon mal dafür. Meinst du so eine feste Schicht hält das Rohr mit 500 kg wirklich auf? Iss ja irre. Bin wirklich am überlegen ob ein zweiter Versuch sich lohnt oder ich dann früher oder später die nächsten hundert Euro in Form von blauen Rohren begrabe.

    Die Sache mit dem Arbeitsrohr wollte ich mir eigentlich sparen, zumal ich mich frage ob das dann nach unten geht. Es wäre ja noch größer...

  • kg49
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    • June 15, 2017 at 9:56 PM
    • #12

    Ich kann nicht beurteilen, ob die her erstellten Theorien zur Muffenverdickung richtig sind, ich möchte nur darauf hinweisen, dass es blaues Brunnenrohr als Glattwandrohr gibt, also ohne Muffenverdickung.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • tomerb
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    • June 15, 2017 at 10:48 PM
    • #13

    Ja weiss ich! Doch selbst diese haben sich schon so festgeklemt das wir sie nicht mehr gezogen bekommen haben! Das selbe hatten wir mal mit en Stahlrohr! Normalerweise reicht die kleine Maschine um das Rohr mit 20 Meter zu ziehen! Doch da haben wir ne Hydraulickpresse mit 25tonnen leistung benötigt um das Rohr zu ziehen. WIr hatten dort erst Muhränenkies und dan feiner Treibsand. Als wir durch ihn durch waren hatten wir ne 10 zentimetr Lehmschicht. Anschließend wieder grob KIes und steigendes Wasser. WIr hatten bis auf den Lehm kein Wasser und als wir durch ihm wahren stieg das Wasser um gut 2 Meter. Ich vermute mal. Das durch dem Wasser sich der Sand in den Zwieschenraum gespühlt hat und so das Rohr verkeilt hat. Könnte auch sein, das durch dem Wasser sich größere Steine ans Rohr gedrückt haben und dann der Feine Sand da zwischen ist und alle zusammen geprest hat. Ach ja die Stahlrohre drehen wir auch immer nur rein.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

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