Planung Bohrbrunnen im märkischen Sand

  • Hallo,

    meine Name ist Fabian und ich plane im Osten Brandenburgs einen Brunnen zu bohren und ihn mit einer Tiefbrunnenpumpe zu betreiben. Damit möchte ich unseren Garten (ca. 800 qm) bewässern und irgendwann vielleicht auch mal einen Pool füllen (das soll hier aber keine Beachtung finden). Ich habe dies Frage bereits in einem anderen Forum zum Brunnenbau gestellt, bin dort aber nur auf wenig Resonanz gestoßen. Um möglichst viel Input zu kommen, möchte ich auch hier Meinungen einholen. Ich hoffe das ist ok für euch.


    Der Grundwasserspiegel liegt nach Messung einer nahen Messstelle bei ca. 5,5m unter GOK.

    Durch die Kenntnis über das Schichtenverzeichnis einer Grundwassermessstelle, ca. 70 m von uns entfernt, gehe ich von folgendem Bodenaufbau aus:

    0 - 2,0 m u. GOK: mittelsandiger Feinsand (fS, ms)

    2,0 - 2,7 m u. GOK: feinsandiger Grobsand (gS, fs)

    2,7 - 4,4 m u. GOK: grobsandiger Mittelsand (mS, gs)

    4,3 - 8,0 m u. GOK grobsandiger Feinkies (fG, gs)

    8,0 - 17,0 m u. GOK grobsandiger Mittelsand (mS, gs)



    Angedacht ist eine Brunnenrohr mit DN 115,

    0 - 8,5 m u. GOK: Vollrohr

    8,5 - 11,5 m u. GOK: Filterrohr, Schlitzweite 0,3 mm

    11,5 - 12,5 m u. GOK: Sumpfrohr



    Was haltet ihr von dem geplanten Aufbau?

    Haltet ihr es für realistisch, dass ich den Brunnen klargepumpt bekomme? Immerhin werden Teile des Mittelsandes (0,2 - 0,63 mm) den Filter passieren.

    Welche Förderleistung, ist dem Brunnen im angedachten Substrat (grobsandiger Mittelsand im Filterbereich) bei 3 m Filterrohr á 3 mm Schlitzweite zuzutrauen?

    Reicht DN115 aus oder sollte ich auf DN125 rauf? Ich habe hier gelesen, dass man in DN125 im Notfall ein dünneres Rohr mit Feinsandfilter einstecken und das DN125 dann in Arbeitsrohr-Manier einfach ziehen könnte.

    Noch eine letzte Frage: Kann mir noch jemand einen Shop empfehlen, bei dem ich Glattwandrohr bekomme? Ich habe bisher nur einen Shop gefunden, dort sind die Glattwandrohre aber erst in 4 Wochen lieferbar. Ich habe deswegen schon überlegt Muffenrohre zu kaufen. Aber das würde ich später sicher bereuen.



    Herzliche Grüße

    Fabian

    Bohrbrunnen im Osten Brandenburgs geplant.

    Schichtenverzeichnis:

    0 - 2,0 m u. GOK: mittelsandiger Feinsand (fS, ms)

    2,0 - 2,7 m u. GOK: feinsandiger Grobsand (gS, fs)

    2,7 - 4,4 m u. GOK: grobsandiger Mittelsand (mS, gs)

    4,3 - 8,0 m u. GOK grobsandiger Feinkies (fG, gs)

    8,0 - 17,0 m u. GOK grobsandiger Mittelsand (mS, gs)


    Grundwasser ab 5,5 m u. GOK


    geplanter Aufbau DN125 Glattwandrohr:

    0 - 9 m u. GOK: Vollrohr

    9 - 12 m u. GOK: Filterrohr, Schlitzweite 0,3 mm

    12 - 12,8 m u. GOK: Sumpfrohr

  • Immerhin werden Teile des Mittelsandes (0,2 - 0,63 mm) den Filter passieren.

    Lies mal den folgenden Artikel und achte auf den Begriff "Unterkorn" sowie dessen Verhalten bei der Filterung:


    Filterrohre und Kiesschüttung


    Es wird viel zu viel gebuddelt und viel zu wenig nachgedacht beim hobbymässigen Brunnenbau. Und manche "Profis" denken auch zu wenig.


    Im Prinzip gilt grundsätzlich (Ausnahmen bestätigen die Regel, die zu schildern wäre zu umfangreich):

    Ein "profimässig" erstellter Bohrbrunnen wird immer mit einem Arbeitsrohr errichtet, damit eine Kiesschüttung auf das Schichtenverzeichnis abgestimmt werden kann.

    Das Filterrohr hat dabei nicht die Aufgabe zu filtern, sondern ist Gerüst für die filternde Kiesschicht. Zwischen Arbeitsrohr und Brunnenrohr muss genügend Platz sein, um eine wirksame Filterkiesschicht schütten zu können.

    Alternativ dazu gibt es im Fachhandel (kein Baumarkt) sogenannte Kiesklebefilter oder Kiesbelagfilter (sehr teuer, aber gut), die man statt einer Kiesschüttung verbauen kann.

    Die Abstimmung von Filterkies oder Kiesklebefilter auf die Bodenschicht ist eine komplexe Überlegung, die sehr umfangreich werden kann, um maximale Ergebnisse zu erzielen.

    Da hobbymässig erstellte Brunnen nicht der Wasserversorgung von Stadtteilen dienen, können hier Abstriche an das maximal Mögliche gemacht werden.



    Will man ohne Arbeitsrohr arbeiten, ändern sich die Verhältnisse gravierend.

    Jetzt dient das Filterrohr nicht mehr als Traggerüst für eine genau abgestimmte Kiesfilterschicht, sondern als Traggerüst für das Erdreich um die Filteröffnungen.

    Da man meistens nicht weiss, wie sich das Erdreich zusammensetzt, bleibt einem nichts anderes übrig, als die kleinste Schlitzweite zu nehmen und zu hoffen, dass das passt.


    Generell gilt:

    Ist der Boden um die Filter zu fein, so gehen die Körner durch die Filterschlitze und der Brunnen wird ständig Sand führen.

    Haben die Bodenkörner die gleiche Grösse wie die Filterschlitze, so werden diese in einem hohen Umfang verstopfen und den Wassereintritt stark verringern.

    Nur wenn die Körner grösser als die Filterschlitze sind, können sie sich wie eine Filterkiesschüttung an das Filterrohr anlegen.

    Nun besteht der Boden ja nicht aus gewaschenem und gesiebten Sand bzw. Kies, sondern es sind alle möglichen Korngrössen in einer Probe zu finden. Deswegen muss man einen Esslöffel getrockneten Boden auf mm-Papier streuen, um ihn beurteilen zu können.

    Die grösseren Körner sollten grösser als die Filterschlitze sein, die kleineren, das sogenannte Unterkorn, sollte kleiner als die Schlitze sein.

    Falls Filterkies geschüttet wird, muss dieser unter Berücksichtigung dieser Überlegungen ausgewählt werden. Filterkies ist idealerweise fast kugelförmig, Splitt ist auf jeden Fall ungeeignet.


    Beim Klarpumpen eines Brunnens wird im Idealfall das Unterkorn durch die Schlitze abgepumpt, im Laufe der Zeit immer weniger und der Brunnen wird sandfrei.


    Ob man nun ein Arbeitsrohr setzt, mit Kiesschüttung oder Kiesklebefiltern arbeitet, oder das Rohr direkt abteuft, muss jeder Hobbybrunnenbauer selbst entscheiden.

    Manchmal sind Erfahrungen der unmittelbaren Nachbarschaft oder Schichtenverzeichnisse der zuständigen Ämter nützlich. Sie sind aber nie(!) eine Garantie für den Boden,den man dann tatsächlich antrifft. Innerhalb weniger Meter können sich die Bodenverhältnisse massiv verändern.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


  • Hallo kg49,


    da ich hier schon einige Tage fleißig lese, habe ich deinen Beitrag natürlich schon mehrmals gelesen. Mir ist vollkommen bewusst, dass man hier viel spekulieren, empfehlen und diskutieren kann und dann beim Bohren alles anders kommen könnte. Deshalb ja auch meine Frage nach dem DN125 und der Möglichkeit darin ein dünneres Rohr mit Filter (Kiesbelag, Gewebe etc.) einbauen zu können. Dass danach das DN125 raus muss, ist klar.


    Vielleicht hat hier ja auch jemand Erfahrung mit Mittelsand am Filterrohr mit einer Schlitzweite von 0,3 mm Erfahrungen gesammelt?


    Sollte es z.B. so sein, dass man schon anhand des Schichtenverzeichnis eine erfolgreiche Brunnenerrichtung ohne Kiesschüttung ausschließen kann, würde mir das einen fehlgeschlagenen Versuch ersparen und ich könnte es mit mir selbst ausmachen, ob ich die Kosten für eine Bohrung mit einem größeren Arbeitsrohr (DN200) in Kauf nehmen möchte oder die Sache gleich an einen Profi abgebe.


    Viele Grüße

    Fabian

    Bohrbrunnen im Osten Brandenburgs geplant.

    Schichtenverzeichnis:

    0 - 2,0 m u. GOK: mittelsandiger Feinsand (fS, ms)

    2,0 - 2,7 m u. GOK: feinsandiger Grobsand (gS, fs)

    2,7 - 4,4 m u. GOK: grobsandiger Mittelsand (mS, gs)

    4,3 - 8,0 m u. GOK grobsandiger Feinkies (fG, gs)

    8,0 - 17,0 m u. GOK grobsandiger Mittelsand (mS, gs)


    Grundwasser ab 5,5 m u. GOK


    geplanter Aufbau DN125 Glattwandrohr:

    0 - 9 m u. GOK: Vollrohr

    9 - 12 m u. GOK: Filterrohr, Schlitzweite 0,3 mm

    12 - 12,8 m u. GOK: Sumpfrohr

  • oder die Sache gleich an einen Profi abgebe.

    Unsinn. Du hast beste Bohrverhältnisse, wenn das angegebene Schichtenverzeichnis halbwegs stimmt:

    Grobsandiger Mittelsand ist kein feinsandiger Mittelsand.

    Wenn Du auf Nr. Sicher gehen willst, würde ich 125er Rohr mit 0,3mm Filter abteufen.

    Sollte sich dann wider Erwarten Feinsand einstellen, kannst Du immer noch einen Feinsandfilter setzen. Ansonsten mit normalem 125 Rohr (Mit Muffe) runtergehen. Solange kein Lett, Lehm oder Ton vorkommt, ist das in Sand problemlos, wenn man es richtig macht.

    Bei 3m Filter schätze ich das Fördervermögen des Brunnens in grobem Mittelsand auf 3 - 5m³/h.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


  • Hallo kg49,

    das ist doch mal eine Ansage. Danke dafür! Ich werde mir mal eine Einkaufsliste erstellen.


    Wo sind bei einem solchen Brunnen eigentlich die limitierenden Faktoren, was das Fördervermögen angeht? Ist es die kritische Fließgeschwindigkeit, die Durchlässigkeit der Filterrohre oder die des anstehenden Bodens?

    Wenn man mal so überschlagweise die Ergiebigkeit und das Fassungsvermögen mit Formeln für den vollkommenen Brunnen nachrechnet, kommt man ja auf eine deutliche höhere Fördermenge, als du sie mit deiner Erfahrung schätzt. (Bin nur neugierig und will deine Aussage keineswegs hinterfragen!!!)


    Viele Grüße

    Fabian

    Bohrbrunnen im Osten Brandenburgs geplant.

    Schichtenverzeichnis:

    0 - 2,0 m u. GOK: mittelsandiger Feinsand (fS, ms)

    2,0 - 2,7 m u. GOK: feinsandiger Grobsand (gS, fs)

    2,7 - 4,4 m u. GOK: grobsandiger Mittelsand (mS, gs)

    4,3 - 8,0 m u. GOK grobsandiger Feinkies (fG, gs)

    8,0 - 17,0 m u. GOK grobsandiger Mittelsand (mS, gs)


    Grundwasser ab 5,5 m u. GOK


    geplanter Aufbau DN125 Glattwandrohr:

    0 - 9 m u. GOK: Vollrohr

    9 - 12 m u. GOK: Filterrohr, Schlitzweite 0,3 mm

    12 - 12,8 m u. GOK: Sumpfrohr

  • als du sie mit deiner Erfahrung schätzt.

    Richtig, es ist eine reine Schätzung, die vom worst case ausgeht.


    oder die des anstehenden Bodens?

    Primär beeinflusst der Boden die Fördermenge des Brunnens. Filterschlitze, Kiesschüttungen machen sich in einem viel geringerem Umfang bemerkbar.

    Entscheidend sind praktisch die Filterrohrlänge und die Durchlässigkeit des Bodens.

    Wenn die Filter in reinem Wasser stehen (Zisterne), gelten angenähert folgende Werte auf S. 5:

    http://www.gwe-gruppe.de/expor…roducts/PVC_Ansicht_D.pdf


    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


  • Hallo,

    da bin ich wieder. Ich würde euch bitten mir mal ein kurzes Feedback zu meiner Einkaufsliste zu geben:


    - Brunnenbohrer 150 mm mit 9 m Gesamtlänge, Bohrgestänge 25 mm x 25 mm (oder doch lieber das Set in 145 mm mit 8 m Gesamtlänge und Bohrgestänge aus 30 mm x 30 mm?)

    - Kiespumpe 108 mm (oder doch lieber 98er um ggf. auch in einem DN115 pumpen zu können?)

    - 3 x Glattwand-Filterrohr, DN125, 1 m mit 0,3 mm Schlitzweite

    - 10 x Glattwand- Vollrohr, DN125, 1m

    - 5 kg Quellton-pellets


    Außerdem besorge ich mir noch ein Seil, Karabiner und eine lose Rolle. Ein Dreibein baue ich mir selber und ggf. wird noch eine elektrische Winde gekauft.


    Habt ihr noch Hinweise oder Empfehlungen?


    Viele Grüße

    Fabian

    Bohrbrunnen im Osten Brandenburgs geplant.

    Schichtenverzeichnis:

    0 - 2,0 m u. GOK: mittelsandiger Feinsand (fS, ms)

    2,0 - 2,7 m u. GOK: feinsandiger Grobsand (gS, fs)

    2,7 - 4,4 m u. GOK: grobsandiger Mittelsand (mS, gs)

    4,3 - 8,0 m u. GOK grobsandiger Feinkies (fG, gs)

    8,0 - 17,0 m u. GOK grobsandiger Mittelsand (mS, gs)


    Grundwasser ab 5,5 m u. GOK


    geplanter Aufbau DN125 Glattwandrohr:

    0 - 9 m u. GOK: Vollrohr

    9 - 12 m u. GOK: Filterrohr, Schlitzweite 0,3 mm

    12 - 12,8 m u. GOK: Sumpfrohr

  • Halli Fabian,

    Wenn ich dein Vorhaben jetzt richtig verfolgt habe willst du mit eine 150mm arbeitsrohr jetzt abtäufen um dann ein 125er brunnen zu erreichen.

    Wenn ich das so richtig verstanden habe ist deine einkaufsliste nicht in Ordnung.

    Du brauchst das 150er rohr in voller Länge deines geplanten Brunnens + einige cm um hinterher vernünftig das rohr ziehen zu können.

    Das 125er brunnenrohr muss dann auch kein Glatwand sein, da das ja in das 150er rein gestellt wird. Das 125er rohr und die filterstrecke solltest du dann erst besorgen, wenn das loch komplett fertig ist. Genau so würde ich dann keinen Quellton sondern eine Abschlusskappe nehmen. Dein Bohrer ist dann auch zu klein. In das Bohrloch musst du ja ein 150mm rohr rein stellen.

    Gruß Dirk

  • Hallo Dirk,

    danke für dien Antwort. Das habe ich wohl nicht so eindeutig geschrieben, aber ich wollte nun, nachdem kg49 es für machbar erklärt hat, das DN125 direkt abteufen. Lediglich bis zum GW-Spiegel würde ich nach dem Bohren ein KG-Rohr reinstellen, um das Loch zu stabilisieren.


    Viele Grüße

    Fabian

    Bohrbrunnen im Osten Brandenburgs geplant.

    Schichtenverzeichnis:

    0 - 2,0 m u. GOK: mittelsandiger Feinsand (fS, ms)

    2,0 - 2,7 m u. GOK: feinsandiger Grobsand (gS, fs)

    2,7 - 4,4 m u. GOK: grobsandiger Mittelsand (mS, gs)

    4,3 - 8,0 m u. GOK grobsandiger Feinkies (fG, gs)

    8,0 - 17,0 m u. GOK grobsandiger Mittelsand (mS, gs)


    Grundwasser ab 5,5 m u. GOK


    geplanter Aufbau DN125 Glattwandrohr:

    0 - 9 m u. GOK: Vollrohr

    9 - 12 m u. GOK: Filterrohr, Schlitzweite 0,3 mm

    12 - 12,8 m u. GOK: Sumpfrohr

  • Hey,

    nachdem ich im letzten Jahr Terrasse, Wege und die Einfahrt gepflastert habe, habe ich mich mit DN115 an's Werk gemacht.

    Bisher habe ich 7m Voll-, 3m Filter- und 0,8m Sumpfrohr drin.

    Entgegen meine Annahme, steht das Wasser leider nicht 5,5 m uGOK und nun bin ich bei den letzten Dezimetern auch noch auf Feinsand gestoßen. Aktuell habe ich also über dem Filter nur 0,9 m Wasser stehen, ich denke da gibt es nichts zu diskutieren, das ist einfach zu wenig.


    Nun überlege ich, wie ich weitermache:


    1. Weiter runter und hoffen, dass es nur eine sehr dünne Feinsandschicht ist

    1a: wenn es bei einer sehr dünnen Schicht bleibt, den Filter wie geplant da rein setzen und hoffen, dass sich die Feinsandförderung nach dem Klarpumpen einstellt.

    1b: wenn es eine mächtigere Schicht ist, die Rohrtour wieder ziehen, und die ganze Tour mit einem Filterrohr weniger auf die selbe Tiefe bringen, um mehr Überdeckung für die Pumpe zu bekommen.


    2. Die Rohrtour gleich wieder ziehen und mit einem Filterrohr weniger wieder auf die selbe Tiefe bringen, um bei 1,9 m Wasser über dem Filter noch etwas Spiel für die Tiefbrunnenpumpe zu bekommen.


    3. Die Tiefbrunnenpumpe jetzt einfach ganz knapp über den Filter oder sogar in das obere Filterrohr hängen und hoffen, dass es so klappt.


    4. Auf die Tiefbrunnenpumpe verzichten und eine Saugpumpe mit Feinsandfilter knapp über das Filterrohr setzen.


    Was meint ihr?

    Bohrbrunnen im Osten Brandenburgs geplant.

    Schichtenverzeichnis:

    0 - 2,0 m u. GOK: mittelsandiger Feinsand (fS, ms)

    2,0 - 2,7 m u. GOK: feinsandiger Grobsand (gS, fs)

    2,7 - 4,4 m u. GOK: grobsandiger Mittelsand (mS, gs)

    4,3 - 8,0 m u. GOK grobsandiger Feinkies (fG, gs)

    8,0 - 17,0 m u. GOK grobsandiger Mittelsand (mS, gs)


    Grundwasser ab 5,5 m u. GOK


    geplanter Aufbau DN125 Glattwandrohr:

    0 - 9 m u. GOK: Vollrohr

    9 - 12 m u. GOK: Filterrohr, Schlitzweite 0,3 mm

    12 - 12,8 m u. GOK: Sumpfrohr

  • So, ich bin jetzt auf 12,8 m runter.


    Hier mal ein paar Bilder:


    10,6m-11,6m

    3517-899024e2-large.jpg


    11,6m -12 m

    3518-d0cf88fb-large.jpg


    12m-12,8m


    3516-47d036ff-large.jpg



    Was meint ihr? kann es was werden ohne Feinsandfilter?

    Bohrbrunnen im Osten Brandenburgs geplant.

    Schichtenverzeichnis:

    0 - 2,0 m u. GOK: mittelsandiger Feinsand (fS, ms)

    2,0 - 2,7 m u. GOK: feinsandiger Grobsand (gS, fs)

    2,7 - 4,4 m u. GOK: grobsandiger Mittelsand (mS, gs)

    4,3 - 8,0 m u. GOK grobsandiger Feinkies (fG, gs)

    8,0 - 17,0 m u. GOK grobsandiger Mittelsand (mS, gs)


    Grundwasser ab 5,5 m u. GOK


    geplanter Aufbau DN125 Glattwandrohr:

    0 - 9 m u. GOK: Vollrohr

    9 - 12 m u. GOK: Filterrohr, Schlitzweite 0,3 mm

    12 - 12,8 m u. GOK: Sumpfrohr

    Edited once, last by Fabian112 ().

  • Also... ich weiss jetzt nicht, wer das von Dir angegebene Schichtenverzeichnis erstellt hat, aber grobsandiger Mittelsand sieht anders aus.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


  • Hallo KG,

    das SV ist von einer Grundwassermessstelle des Trinkwasserversorgers etwa 100m entfernt von uns. Mein Nachbar meinte heute zu mir, dass sein Brunnen nur 9 m tief ist, weil der Brunnenbohrer auf Kohle gestoßen ist und sich nicht weiter getraut hat. Es scheint hier also alles sehr unterschiedlich zu sein.


    Hast du einen Vorschlag für mich, was ich jetzt draus mache?


    Einfach so nutzen, wie es jetzt ist?

    DN80 mit Feinsandfilter rein und das DN115 ziehen?

    Alles raus und neu abteufen? Vielleicht mit Filter im Bereich 7-10m (dort war gröberes Material) und längerem Sumpfrohr für die Pumpe?

    Alles raus und 30 Meter weiter an der anderen Grundstücksgrenze neu probieren?


    Viele Grüße

    Fabian

    Bohrbrunnen im Osten Brandenburgs geplant.

    Schichtenverzeichnis:

    0 - 2,0 m u. GOK: mittelsandiger Feinsand (fS, ms)

    2,0 - 2,7 m u. GOK: feinsandiger Grobsand (gS, fs)

    2,7 - 4,4 m u. GOK: grobsandiger Mittelsand (mS, gs)

    4,3 - 8,0 m u. GOK grobsandiger Feinkies (fG, gs)

    8,0 - 17,0 m u. GOK grobsandiger Mittelsand (mS, gs)


    Grundwasser ab 5,5 m u. GOK


    geplanter Aufbau DN125 Glattwandrohr:

    0 - 9 m u. GOK: Vollrohr

    9 - 12 m u. GOK: Filterrohr, Schlitzweite 0,3 mm

    12 - 12,8 m u. GOK: Sumpfrohr

    Edited once, last by Fabian112 ().

  • Da ich nicht hellsehen kann, musst Du wohl alleine entscheiden. Wenn Du jetzt mit Filterrohr abgeteuft hast, könntest Du mit kleiner Förderung probieren, ob der Sandeintrag akzeptabel ist.

    Ansonsten empfehle ich Dir, recht intensiv verschiedene Bohrberichte hier im Forum durchzulesen, damit Du Dir eine eigene Meinung bilden kannst.

    Hier vom Schreibtisch aus kann die Situation nur bewertet werden, die Entscheidung musst Du alleine fällen.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.


    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


  • Wie bewertest du denn die Situation?

    Gibt es vielleicht Informationen, die ich dir noch liefern kann, damit du anhand deiner Erfahrung eine Empfehlung für die eine oder vielleicht auch eine Warnung vor der anderen Variante aussprechen kannst?


    Aktuell tendiere ich dazu, den Versuch zu wagen und zu schauen, ob bei mäßiger Fördermenge der Sand vielleicht doch nicht zum Problem wird. Sollte es doch ein Problem sein, würde ich noch einen Meter tiefer gehen, um dann ein DN80 mit Feinsandfilter runter zu bringen.


    Die andere Variante wäre die ganze Rohrtour zu ziehen und mit anderem Aufbau wieder runterzubringen. Aktuell habe ich von Grundwasserbeginn (ca. 6,20 uGOK) bis ca. 10m kaum/wenig Feinsand. Deswegen die Idee, dort das Filterrohr zu positionieren und die Pumpe unterhalb des Filters zu parken oder vielleicht auch mit einer Saugpumpe zu arbeiten, deren Saugöffnung unter dem Filter sitzt.


    Irgendwo anders neu bohren... wie groß ist die Chance, dass es da genauso schlecht läuft....?


    Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du mir wenigstens dein Bauchgefühl mitteilen würdest. Dass ich dich auf nichts festnageln kann, ist mir klar. Mir fehlt es einfach an Erfahrung, die du ganz offensichtlich hast.


    Viele Grüße

    Fabian

    Bohrbrunnen im Osten Brandenburgs geplant.

    Schichtenverzeichnis:

    0 - 2,0 m u. GOK: mittelsandiger Feinsand (fS, ms)

    2,0 - 2,7 m u. GOK: feinsandiger Grobsand (gS, fs)

    2,7 - 4,4 m u. GOK: grobsandiger Mittelsand (mS, gs)

    4,3 - 8,0 m u. GOK grobsandiger Feinkies (fG, gs)

    8,0 - 17,0 m u. GOK grobsandiger Mittelsand (mS, gs)


    Grundwasser ab 5,5 m u. GOK


    geplanter Aufbau DN125 Glattwandrohr:

    0 - 9 m u. GOK: Vollrohr

    9 - 12 m u. GOK: Filterrohr, Schlitzweite 0,3 mm

    12 - 12,8 m u. GOK: Sumpfrohr

Brunnen selber bauen