125er kg rohr in 160er kg rohr einbringen?

  • hallo Leute, stecke mitten im brunnenbau und bräuchte dringend einen Rat.

    Ich habe 160er kg rohr bis auf eine tiefe von 15 m gebracht und stecke seit etwa 11m im Ton! Wasser habe ich seit etwa 4,70m im Rohr . Also eine Wassersäule von 10,30m . Der Ton läst sich ganz easy peasy rausbohren und ich habe jetzt ein etwa 1,60m tiefes Loch von 12cm Durchmesser unterm brunnenrohr, aber das will keinen cm mehr tiefer . Auflast ist etwa 750kg drauf und ich trau mich auch nicht wirklich noch was drauf zu packen .

    Was sagt ihr dazu ???

  • Was sagt ihr dazu ???

    Ganz normal. Bei Ton ist KG-Rohr die denkbar ungünstigste Wahl, da der Ton quillt. Hier kommt man nur mit TNA-Rohr weiter.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Anja 4m bin ich ja gut in den Ton reingekommen und 1,60 Ton unter dem rohr ist ja auch schon weg ! Was wenn ich jetzt mit 125er kg rohr weiter mache ? Ich dachte an 3x 5m und 3x 2m rohre . Das sollte doch gehen oder weiter als 21-22m muss ich ja nicht

  • Eine solche Teleskopverrohrung musst Du probieren. Da Du die Rohre ja als Arbeitsrohr verwendest, musst Du auch daran denken, dass das 125er, und idealerweiswe auch das 160er, auch am Schluss gezogen werden können..

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • weshalb muss ich es wieder ziehen ? Eigentlich wollte ich dem 125er kg rohr filterschlitze verpassen und es noch etwa 6m unter das vorhandene 160er rohr bringen ! Wieso also das 160er wieder ziehen???

  • Eigentlich wollte ich dem 125er kg rohr filterschlitze verpassen

    Oh Gott, dann mach mal.

    Vielleicht liest Du vorher noch folgenden Artikel:


    Filterrohre und Kiesschüttung


    Es wird viel zu viel gebuddelt und viel zu wenig nachgedacht beim hobbymässigen Brunnenbau. Und manche "Profis" denken auch zu wenig.


    Im Prinzip gilt grundsätzlich (Ausnahmen bestätigen die Regel, die zu schildern wäre zu umfangreich):

    Ein "profimässig" erstellter Bohrbrunnen wird immer mit einem Arbeitsrohr errichtet, damit eine Kiesschüttung auf das Schichtenverzeichnis abgestimmt werden kann.

    Das Filterrohr hat dabei nicht die Aufgabe zu filtern, sondern ist Gerüst für die filternde Kiesschicht. Zwischen Arbeitsrohr und Brunnenrohr muss genügend Platz sein, um eine wirksame Filterkiesschicht schütten zu können.

    Alternativ dazu gibt es im Fachhandel (kein Baumarkt) sogenannte Kiesklebefilter oder Kiesbelagfilter (sehr teuer, aber gut), die man statt einer Kiesschüttung verbauen kann.

    Die Abstimmung von Filterkies oder Kiesklebefilter auf die Bodenschicht ist eine komplexe Überlegung, die sehr umfangreich werden kann, um maximale Ergebnisse zu erzielen.

    Da hobbymässig erstellte Brunnen nicht der Wasserversorgung von Stadtteilen dienen, können hier Abstriche an das maximal Mögliche gemacht werden.



    Will man ohne Arbeitsrohr arbeiten, ändern sich die Verhältnisse gravierend.

    Jetzt dient das Filterrohr nicht mehr als Traggerüst für eine genau abgestimmte Kiesfilterschicht, sondern als Traggerüst für das Erdreich um die Filteröffnungen.

    Da man meistens nicht weiss, wie sich das Erdreich zusammensetzt, bleibt einem nichts anderes übrig, als die kleinste Schlitzweite zu nehmen und zu hoffen, dass das passt.


    Generell gilt:

    Ist der Boden um die Filter zu fein, so gehen die Körner durch die Filterschlitze und der Brunnen wird ständig Sand führen.

    Haben die Bodenkörner die gleiche Grösse wie die Filterschlitze, so werden diese in einem hohen Umfang verstopfen und den Wassereintritt stark verringern.

    Nur wenn die Körner grösser als die Filterschlitze sind, können sie sich wie eine Filterkiesschüttung an das Filterrohr anlegen.

    Nun besteht der Boden ja nicht aus gewaschenem und gesiebten Sand bzw. Kies, sondern es sind alle möglichen Korngrössen in einer Probe zu finden. Deswegen muss man einen Esslöffel getrockneten Boden auf mm-Papier streuen, um ihn beurteilen zu können.

    Die grösseren Körner sollten grösser als die Filterschlitze sein, die kleineren, das sogenannte Unterkorn, sollte kleiner als die Schlitze sein.

    Falls Filterkies geschüttet wird, muss dieser unter Berücksichtigung dieser Überlegungen ausgewählt werden. Filterkies ist idealerweise fast kugelförmig, Splitt ist auf jeden Fall ungeeignet.


    Beim Klarpumpen eines Brunnens wird im Idealfall das Unterkorn durch die Schlitze abgepumpt, im Laufe der Zeit immer weniger und der Brunnen wird sandfrei.


    Ob man nun ein Arbeitsrohr setzt, mit Kiesschüttung oder Kiesklebefiltern arbeitet, oder das Rohr direkt abteuft, muss jeder Hobbybrunnenbauer selbst entscheiden.

    Manchmal sind Erfahrungen der unmittelbaren Nachbarschaft oder Schichtenverzeichnisse der zuständigen Ämter nützlich. Sie sind aber nie(!) eine Garantie für den Boden,den man dann tatsächlich antrifft. Innerhalb weniger Meter können sich die Bodenverhältnisse massiv verändern.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • hallo und danke schon mal für die Antwort, habe das ganze schon mal gelesen .

    Aber nun nochmal zu meiner Frage!

    Ich habe 15m kg rohr in der Erde und davon stecken ziemlich genau die letzten 4m im Ton darunter habe ich noch etwa 1,60 m Ton gebohrt der dann zu Ende ist und es mit kies weiter geht .

    Kann ich nun einfach 125er kg in die vorhandene Konstruktion stecken und die restlichen 6-7m runter gehen ? Das sollte doch dann nicht mehr so schwer sein . Und der vorhandene Ton dichtet ja eh alles ab . Gezogen bekomme ich das kg rohr auf keinen Fall mehr.

  • Guten Abend

    Man kann das 125 ins 160 stecken! Doch musst du die rille in der die Dichtung steckt abtrennen und dann wenn du sie Rohre zusammen gesteckt hast mit Nieten oder Schrauben sichern. Wir drehen die Rohrtur immer. Zum KG Rohr ist zu sagen, dass es stabile genug ist. Wir machen damit schon etliche Jahre Brunnen und ja auch solche für Trinkwasser mit Ausbaunachweiß und Schichtenverzeichnis. Wir schlitzen die Rohre selber mit einer Schlitzmaschine. Auch gebe ich KG49 recht was den Prozessualen Brunnenbau angeht. Doch Zweifel ich sehr, das sich ein normal Bürger für nur einen Brunnen sich gleich das gesamte Equipment was man für einen DIN gerechten Brunnen benötigt zulegen wird.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • hallo tomerb,!

    Erstmals vielen Dank für deine Antwort ich habe schon die Muffen des 160er kg Rohres mit einem Heißluftfön wettgemacht sodas ein super schöner glatter Rohrübergang entstanden ist. Das selbe hatte ich durch mit dem 125er vor . Super Schlitze bekommt man mit einem Multimaster hin und zwar genau 0,5mm ! Wenn man diese noch enger haben möchte muss man vorher nur das Werkzeug des Multimaster auf zb. 0,3mm mit einer Flex (Schleifhexe) runter schleifen. Ich wollte halt nur wissen ob dann das 160kg rohr im Boden verbleiben kann (15m tiefe nicht mehr ziehbar) denn das 125er kg soll ja dann noch bis auf eine tiefe von etwa 22m gebracht werden und hat somit gesehen ja nichts mehr mit dem 160er kg zu tun , da dieses ja mit den letzten 4m und den Filterschlitzen voll im Ton steckt.

    Was meinst du ???

    Gruß Andi

  • Mal eine andere Frage, wenn du doch eh die Muffen des KG-Rohrs bearbeitest, und es unbedingt auch verwenden möchtest, warum nimmst du dann nicht ein paar Meter Glattwand-Brunnenrohr / -Filter für den Bereich noch unterhalb des 160er Rohrs und darauf dann mit dem KG-Rohr bis oben?!?

    Ich würde das 160er im Boden belassen. Aber so hoch führen, daß kein Wasser von oben hinein fließen kann..

    Gruß

    Lumpi

Brunnen selber bauen