Schachtbrunnen im Lehm/Torfboden

  • Hallo zusammen,


    wir planen für unseren Garten einen Brunnen, um aus diesen später intensiv (2qm/Tag) bewässern zu können. Es soll ein langlebiger Brunnen sein, ich vermute beim Schachtbrunnen bin ich richtig.


    Die Wasserbehörde wird den Bau vorraussichtlich genehmigen, ich möchte aber vor der Beantragung hier um Eure Meinung bitten. Insbesondere die Bodensituation ist nicht ganz einfach. Der Tiefbauer meinte sogar, dass er keine Garantie bei Absetzungen geben könne, da diese wegen des Bodens zu erwarten seien. Beigefügt das Bohrprofil.


    * Ist der Schachtbrunnen die richtige Wahl?

    * Wieviel Wasser könnte ich entnehmen?

    * Kostenpunkt?

    * Absetzungen wirklich realistisch?

    * Welche Tiefe ist sinnvoll?


    Vielen Dank!

  • Da ich meinen Kopf nicht ständig um 90 Grad drehen möchte, wäre es günstig, das Bild lagerichtig hier abzubilden.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ist der Schachtbrunnen die richtige Wahl?

    So wie es aussieht, ja.


    Wieviel Wasser könnte ich entnehmen?

    Das hängt vom Durchmesser und der Tiefe des Brunnens ab.

    Q = r² x Pi x h

    Natürlich auch von der Zeit, in der Du das Wasser entnehmen willst bzw. der Zeit, die zum Nachfliessen bleibt.

    Kostenpunkt?

    Kosten von was ?

    Erstellung?

    Das hängt von den Eigenleistungen ab.

    Fremdleistungen regelt ein Kostenvoranschlag.

    Absetzungen wirklich realistisch?

    keine Ahnung


    Welche Tiefe ist sinnvoll?

    Na, so 10m sollten es sein.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Besteht bei 10 Metern nicht das Risiko, dass aufliegendes (auf Torf/Lehmschicht) Wasser dann durch denn Brunnen durchfließt und im Sand darunter versickert?

    Oder das ist ganz und gar Blödsinn? :)


    Welche Kosten zur Erstellung (ohne Pumpe etc.) bei kompletter Fremdvergabe sind denn realistisch?

  • Oder das ist ganz und gar Blödsinn?

    Ja, das ist Blödsinn. Der Grundwasserspiegel wird mit -3,20 angegeben.

    Auf diese Höhe pendelt sich der unbelastete Brunnen ein.

    Welche Kosten zur Erstellung (ohne Pumpe etc.) bei kompletter Fremdvergabe sind denn realistisch?

    Woher soll ich das wissen? Ich bin hier User genauso wie Du und habe noch nie einen Schachtbrunnen in Auftrag gegeben.

    Abgesehen davon ist das stark regional abhängig. Im Osten sollte es preiswerter sein.

    Bei grösserem Durchmesser und mässiger Förderung kommst Du vielleicht auch mit 5m Tiefe hin.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ja, das ist Blödsinn. Der Grundwasserspiegel wird mit -3,20 angegeben.

    Auf diese Höhe pendelt sich der unbelastete Brunnen ein.

    ah ok, ich hatte die Befürchtung, dass das Grundwasser auf dem Torf/Lehmboden "aufliegt" und am weiteren Versickern so gehindert wird. Mit dem Durchdringen dieser von mir gedachten "Sperrschicht" wäre dann das Wasser durch den Brunnen in die Sandschicht darunter "abgelaufen". Gut, dass ich hier falsch liege.

    Woher soll ich das wissen? Ich bin hier User genauso wie Du und habe noch nie einen Schachtbrunnen in Auftrag gegeben.

    Wäre natürlich klasse gewesen, war aber natürlich auch nicht meine Erwartungshaltung ;)

    Sicher hat ein anderer Nutzer Erfahrungswerte.

    Bei grösserem Durchmesser und mässiger Förderung kommst Du vielleicht auch mit 5m Tiefe hin.

    Danke für diese Einschätzung!

  • Danke für diese Einschätzung!

    Nicht zu früh freuen.

    Eine wichtige Rolle spielt dann auch die Wasserqualität.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo,

    also ich würde dir dazu raten erst einmal eine Probeschürfung zu machen - so bei 3 Meter ist das kein großer Akt mit einem kleinen Baggerle. Wenn sich in deiner Schürfung dann Wasser ansammelt dann pumpst mal ab und schaust wie lange es dauert bis das Schürfloch wieder voll ist. Und gib dann wie kg49 schon sagt das Wasser zur Analyse - nicht dass es dann für deine Zwecke unbrauchbar ist.
    Du musst halt wissen für was du das Wasser brauchst - zum gießen, zum Trinken etc.

    Gefällt dir das Wasser und kommt auch bisserle was nach dann überleg dir wieviel du in welcher Zeit brauchst - dann kannst dir ja entsprechende Schachtringe setzen - oder schön mauern.

    Sollte dir das Wasser abhauen - dann machst den untersten Ring mit Boden.

    Kosten: Probeschürfung 3-5 Stunden - 1 Baggerstunde ca. 100€

    Brunnen selbst - ein bis 2 ganze Tage - aber lass das nicht den Kumpel schwarz machen - sonst siehst du keinen Verbau auf deiner Baustelle - und das brauchst du bei der Tiefe.

  • Es gibt nun einige Nachbarn mit einem Bohrbrunnen und Wasser bei ca. 4 Metern. Das Wasser ist sehr eisenhaltig.

    Besteht die Chance, dass wenn ich tiefer gehe, das Wasser auch besser wird?

    Sollte ich auch lieber mit einem Bohrbrunnen planen?

  • und Wasser bei ca. 4 Metern.

    Das heisst, der Grundwasserspiegel liegt bei -4m, richtig?

    Es gibt nun einige Nachbarn mit einem Bohrbrunnen

    Wie tief sind diese Bohrbrunnen?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ja, bei ca. 4m unter GOK ist Wasser. Unsere Baugrube ist nun ausgehoben und man hat darin eine kleine Vertiefung von 30cm x 60cm angelegt, darin steht nun das Grundwasser (Es hat eine Woche nicht geregnet) und es ist recht warm.

    Die Brunnen der Nachbarn sind 10 Meter tief angelegt und auch dort ist bei ca. 4 Meter Wasser.

    Gemäß Bodengutachten (ganz oben im Thread) müsste von der aktuellen Baugrube ausgehend in 40-50 cm Tiefe nun die stinkende Torfschicht anfangen. Das diese stinkt, habe ich selbst gerochen als ich beim herstellen der Bohrproben dabei war. Nachbarn berichten, dass das Wasser schlecht riecht, der Geruch aber beim Freispülen leicht besser wird.

    Angehängt noch die Wasseranalyse aus dem Bodengutachten und ein Bild der Baugrube mit dem besagten Wasserloch.


    Mich würde Eure Meinung zu dem Vorhaben interessieren in Bezug auf die neuen Informationen und ob ein Bohrbrunnen auch sinnvoll ist, der Platz auf dem Grundstück ist nämlich begrenzt.

  • In welcher Tiefe sitzen die Brunnenrohrfilter der Nachbarn?

    Welche Filter wurden verbaut?

    Ist deren Wasser ebenfalls sehr eisenhaltig?

    Wie hoch ist die max. Fördermenge, die die Nachbarn pumpen?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

Brunnen selber bauen