Tiefbrunnenpumpe und Schwengelpumpe

  • Hallo zusammen,


    ich habe heute mit meinem Bohrbrunnen angefangen.


    Ich hatte mir erst überlegt, eine Schwengelpumpe anzuschließen und dann über einen doppelten Pumpenstock eine elektrische Pumpe.


    Nun überlege ich doch statt einer oberirdischen Pumpe eine Tiefbrunnenpumpe einzusetzen.


    Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich aufjedenfall eine Schwengelpumpe haben möchte?


    Ich habe mir folgendes überlegt:


    1. Einen zweiten Brunnen für die Tiefbrunnenpumpe bohren. (Welchen Abstand sollte der zweite Brunnen mindestens zum ersten haben?)


    2. In den Brunnen ein großes Brunnenrohr einzusetzen um dann die Schwengelpumpe und die Tiefbrunnenpumpe in dieser unterzubringen. (Geht das überhaupt?)


    3. In den Brunnen 2 kleinere Brunnenrohre einsetzen um dann die Schwengelpumpe und die Tiefbrunnenpumpe jeweils separat in einem eigenen Brunnenrohr einzusetzen.


    Was könnt ihr mir empfehlen? Worauf soll ich achten?


    LG

    BUGEE

  • Hallo IS84,


    ich bringe doch das Pumpenrohr inklusive Rammfilter im Brunnenrohr an und schließe dann die Schwengelpumpe oben an.


    Jetzt wüsste ich halt nicht, wie ich auch eine Tiefbrunnenpumpe unterbringen könnte.


    Deshalb die Frage, wie ich das am dümmsten anstellen soll.

  • Warum sollte man in einem gebohrten Brunnen (Brunnenrohr) einen Rammfilter einbringen?


    Die TBP wird im Brunnenrohr versenkt und die Schwengelpumpe saugt das Wasser über einen Panzerschlauch (unterdruckfester Saugschlauch) oberhalb der Tiefbrunnenpumpe an.

  • Ok. Also soll ich keinen Rammfilter in das Brunnenrohr einsetzen?


    Mein Nachbar hat ein Brunnenrohr eingesetzt und in das Brunnenrohr dann den Rammfilter. So kann er, falls was ist, das ganze Gestänge rausnehmen ohne das etwas zusammenbricht, meinte er.


    Das heißt: Ich soll die TBP in das Brunnenrohr einsetzen.

    Und den Schlauch zur Schwengelpumpe ein paar cm über der TBP. Das heißt beide sind getrennte Systeme ohne eine Verbindung? Oder läuft die Schwengelpumpe dann über die TBP?


    Sorry stehe da etwas auf dem Schlauch.

  • So kann er, falls was ist, das ganze Gestänge rausnehmen ohne das etwas zusammenbricht, meinte er.

    Was soll denn da zusammenbrechen?

    Ein Brunnenrohr für eine Tiefrbrunnenpumpe sollte mindestens 115mm Innendurchmesser haben, ein Sumpfrohr und auf den Boden abgestimmte Filterrohre.

    Was Du in dieses Rohr versenkst, ist einzig und alleine Deine Entscheidung. Also zuerst eine Tiefbrunnenpumpe mit Steigleitung (z.B. PE40) und danach einen Ansaugschlauch für eine Schwengelpumpe.

    Zwei total getrennte Systeme.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ok. Also soll ich keinen Rammfilter in das Brunnenrohr einsetzen?

    Wenn du da unbedingt mit einer Schwengelpumpe arbeiten willst, dann kannst du (wie schon beschrieben) mit einem Saugschlauch arbeiten. Das gilt für den Fall, dass die Tiefe, aus der angesaugt werden muss, mit den Möglichkeiten einer gängigen Schwengelpumpe übereinstimmt (max. etwa 7 m Ansaughöhe).


    Wenn das Wasser deutlich tiefer steht, dann gibt es Schwengelpumpen mit abgesetztem Pumpzylinder (etwa von Nira oder Beyer), bei denen der Arbeitszylinder sich unten im Brunnen befindet. Er wird dort vom Schwengel über ein Gestänge angetrieben. Diese Pumpsysteme kosten aber richtig viereckiges Geld.

  • Naja ich denke die Erde ums Loch rum. Dass da nichts zusammenbricht beim rausnehmen.

    Wenn du da unbedingt mit einer Schwengelpumpe arbeiten willst, dann kannst du (wie schon beschrieben) mit einem Saugschlauch arbeiten. Das gilt für den Fall, dass die Tiefe, aus der angesaugt werden muss, mit den Möglichkeiten einer gängigen Schwengelpumpe übereinstimmt (max. etwa 7 m Ansaughöhe).


    Wenn das Wasser deutlich tiefer steht, dann gibt es Schwengelpumpen mit abgesetztem Pumpzylinder (etwa von Nira oder Beyer), bei denen der Arbeitszylinder sich unten im Brunnen befindet. Er wird dort vom Schwengel über ein Gestänge angetrieben. Diese Pumpsysteme kosten aber richtig viereckiges Geld.

    Ok, die Ansaughöhe sollte passen.


    Ich kenne es nur so, dass die Schwengelpumpe über das Pumpenrohr befestigt ist.


    Wie wird es denn befestigt, wenn ich einen Schlauch benutze?

  • Ich habe mal eine grundlegende Frage. Du willst das alles selber machen obwohl dir die einfachsten Dinge nicht bekannt sind?



    Für eine Schwengelpumpe baut man sich einen entsprechenden Ständer/Sockel oder kauft fertige Lösungen. Und natürlich kann die dann auch leicht versetzt neben dem Brunnen stehen.



    Gruß

  • Die Pumpe hat unten einen Rundflansch, mit dem sie auf einem Pumpensockel, einem Pumpenhalter mit Erdanker, einem durchbohrten Kanaldeckel oder einer Abdeckplatte befestigt wird. Sie wird nicht dauerhaft nur durch das Rohr gehalten – das ist zwar die einfachste Lösung, aber auch die, bei der das Rohr und die Verbindungen ständig belastet werden.


    Alternativ gibt es Pumpen, die mit einem Winkelflansch an einer Wand oder einer Säule befestigt werden (solche Exemplare, meist Doppelkolbenpumpen, waren wohl in der damaligen DDR besonders beliebt) oder bei denen das mit herumgelegten Bändern geschieht.


    In beiden Fällen wird die Pumpe sicher befestigt, der Schlauch (oder eben das Rohr) hat mit der Befestigung nichts zu tun, sondern wird nach unten ins Loch geführt.

  • Genau.


    Ich habe im Moment keine Schwengelpumpe hier und kann es deshalb nicht bildlich vorstellen. Hätte ich die Gegenstände vor Ort, würde die Sache anders aussehen. Ich möchte aber sicher gehen, dass es funktioniert wie ich es mir vorstelle, bevor ich etwas bestelle und darauf sitzen bleibe.


    Da ich im WWW leider keine bildliche Darstellung gefunden habe, in der eine Schwengelpumpe und eine Tiefbrunnenpumpe installiert ist, habe ich hier die Frage gestellt. Ich verstehe aber auch nicht, warum davon kein Bild im Netz zu finden ist. Wenn ich nach zb. „Aufbau Brunnen“ suche finde ich alles. Aber nicht das, wie ich es mir vorstelle.


    Und da die einzige Schwengelpumpe die ich gesehen habe, direkt am Rohr befestigt war, konnte ich es mir eben nicht anders vorstellen.

    Die Pumpe hat unten einen Rundflansch, mit dem sie auf einem Pumpensockel, einem Pumpenhalter mit Erdanker, einem durchbohrten Kanaldeckel oder einer Abdeckplatte befestigt wird. Sie wird nicht dauerhaft nur durch das Rohr gehalten – das ist zwar die einfachste Lösung, aber auch die, bei der das Rohr und die Verbindungen ständig belastet werden.


    Alternativ gibt es Pumpen, die mit einem Winkelflansch an einer Wand oder einer Säule befestigt werden (solche Exemplare, meist Doppelkolbenpumpen, waren wohl in der damaligen DDR besonders beliebt) oder bei denen das mit herumgelegten Bändern geschieht.


    In beiden Fällen wird die Pumpe sicher befestigt, der Schlauch (oder eben das Rohr) hat mit der Befestigung nichts zu tun, sondern wird nach unten ins Loch geführt.


    Alles klar. Danke.


    Jetzt muss ich nur noch die genaue Installation der TBP und der Schwengelpumpe erfahren.


    Habe es nun so aufgenommen:


    - TBP direkt ins Rohr einlassen und mit zb einer PE Leitung nach oben. Die TBP in Höhe der Filterrohre oder komplett einlassen, bis nichts mehr geht?


    - Schwengelpumpe oberirdisch befestigen und von dort mit einem Ansaugschlauch ins Brunnenrohr rein. Wie tief das Ansaugschlauch? Nicht so tief wie die TBP, also ein paar cm höher. Und dafür brauche ich dann auch keinen Filter.

  • Habe es nun so aufgenommen:


    - TBP direkt ins Rohr einlassen und mit zb einer PE Leitung nach oben. Die TBP in Höhe der Filterrohre oder komplett einlassen, bis nichts mehr geht?


    - Schwengelpumpe oberirdisch befestigen und von dort mit einem Ansaugschlauch ins Brunnenrohr rein. Wie tief das Ansaugschlauch? Nicht so tief wie die TBP, also ein paar cm höher. Und dafür brauche ich dann auch keinen Filter.

    TBP Oberhalb der Filterstrecke bzw. des Filters oder im Sumpfrohr platzieren.


    Den Ansaugschlauch der Schwengelpumpe nur so lang wie nötig halten, denn je mehr Wassersäule zu bewegen ist umso mehr Kraft benötigt man zum pumpen. Und die maximale Ansaughöhe von ~7 m kann/darf eh nicht überschritten werden. Verfügt die Schwengelpumpe über kein Stechventil, am Ansaugschlauch ein Fußventil (Rückschlagventil) installieren.


    Gruß

  • TBP Oberhalb der Filterstrecke bzw. des Filters oder im Sumpfrohr platzieren.


    Den Ansaugschlauch der Schwengelpumpe nur so lang wie nötig halten, denn je mehr Wassersäule zu bewegen ist umso mehr Kraft benötigt man zum pumpen. Und die maximale Ansaughöhe von ~7 m kann/darf eh nicht überschritten werden. Verfügt die Schwengelpumpe über kein Stechventil, am Ansaugschlauch ein Fußventil (Rückschlagventil) installieren.


    Gruß


    Super. Danke.


    Die TBP also entweder oberhalb der Filterstrecke oder unterhalb der Filterstrecke (da auf den Bildern, die ich gesehen habe, das Sumpfrohr unterhalb der Filterstrecke ist) platzieren.


    Da werde ich es dann wohl oberhalb der Filterstrecke platzieren.


    Dann werde ich mal versuchen, eine Schwengelpumpe mit einem Stechventil zu kaufen.


    Ich hoffe, dass ich die 7 m nicht überschreite.


    Habe gestern mit dem bohren angefangen. Bei ca. 3,05m habe ich erst mal aufgehört, da es sehr mühsam weitergeht, bzw. kaum Fortschritt, da es in sich zusammenbricht (Nasser Sand und ca. 7cm Wasserstand).


    Ich überlege, ob ich weiterbohren soll oder doch mit einer Kiespumpe weiterarbeite.

  • Dann werde ich mal versuchen, eine Schwengelpumpe mit einem Stechventil zu kaufen.

    Das solltest Du erst machen, wenn der Brunnen endgültig fertig ist.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Habe gestern mit dem bohren angefangen. Bei ca. 3,05m habe ich erst mal aufgehört, da es sehr mühsam weitergeht, bzw. kaum Fortschritt, da es in sich zusammenbricht (Nasser Sand und ca. 7cm Wasserstand).


    Ich überlege, ob ich weiterbohren soll oder doch mit einer Kiespumpe weiterarbeite.

    Das sind Basiskenntnisse die Du schon hättest wissen müssen bevor Du angefangen hast.

    Du kannst ruhig bis Weihnachten weiterbohren und immer wieder bricht das Bohrloch ein und kommst keinen Schritt weiter.
    Da gibt es nichts zu überlegen: Du sollst Arbeitsrohr nehmen und plunschen mit Auflast. Ist hier alles zu lesen. Erst gut vorbereiten und dann anfangen, glaube mir.


    Gr Eckie

Brunnen selber bauen