Brunnen? Wenn ja welcher?

  • Mit folgender Situation sehe ich mich konfrontiert und bin mir nicht sicher, was ich tun soll.

    Grundwasser beginnt bei ca 5m



    Im Garten steht ein bestehender Schlagbrunnen (ca. 35 Jahre alt), welcher mit Schwengelpumpe auch noch tadellos funktioniert. 10 l sind mit 10 bis 12 mal Pumpen hochgeholt. Leider habe ich es aber noch nicht geschafft, das Wasser mit einer ePumpe zu fördern. Alles genau abgedichtet. In den kommenden Tagen kommt auch noch ein Freund mit einer anderen Saugpumpe und wir probieren es mit dieser, wobei meine Hoffnung nicht sehr groß ist. Sollte dies auch nicht klappen, stehe ich vor folgender Entscheidung.


    Kein neuer Brunnen und Gartenbewässerung mit der Hausleitung. Zu bewässernde Fläche sind in etwa 500m2 und ich rechne mit ca 150m3 pro Saison (Anfang Mai bis Ende September). Wasserpreis beläuft sich auf € 1,60 pro m3. Also habe ich Kosten von ca. € 250 pro Jahr.


    Neuer Schlagbrunnen. Dieser würde mich mit Pumpe etwa € 1.400 kosten. Nun habe ich vielmals gelesen, dass man nicht über längere Zeit mehr als 800l/h fördern sollte, da sonst der Filter verstopft. Zwei Brunnenbauer haben mir aber gesagt, dass das Blödsinn sei und locker 2000 bis 4000 Liter pro Stunde möglich sind, wenn die Bodenverhältnisse passen. Wasser im bestehenden Brunnen ist sehr klar und Nachbar meinte auch, dass wir einen kiesigen Boden mit Trinkwasserqualität hätten.


    Neuer Bohrbrunnen. Dieser würde mich mit Pumpe und allem Drum und Dran € 4.000 kosten (Bohrung bis 11 m mit Verohrung).


    Meine Überlegung

    Zahlt sich überhaupt ein Brunnen aus und wenn ja welcher? Erstmal Schlagbrunnen machen lassen und hoffen, dass der lange hält oder direkt das Geld in die Hand nehmen und den Brunnen bohren lassen. Eine Amortisation wäre hier aber erst nach ca 15 bis 20 Jahren (steigende Wasserkosten) gegeben, was doch eine lange Zeit ist und hier ist keine Anschaffung einer neuen Pumpe z.B einkalkuliert. Ich will aber auch den Garten noch dieses Jahr bepflanzen und nicht in ein paar Jahren erst wieder ein Bohrgeräten alles umackern lassen ...


    Mit ist klar, dass eine "richtige" Entscheidung nicht gibt, da sich erst mit der Zeit herausstellen wird, was das klügste war/ist, trotzdem würde mich eure Meinung interessieren.

  • Leider habe ich es aber noch nicht geschafft, das Wasser mit einer ePumpe zu fördern.

    Wozu auch? Schlagbrunnen sind nur für geringe Förderleistungen geeignet und die Menge Wasser von 10L bei 10-12Hüben spricht auch nicht gerade dafür, dass er sehr viel Wasser/Zeiteiheit liefert. Naja, hängt ja auch vom Kolbendurchmesser ab.

    wenn die Bodenverhältnisse passen.

    Genau. Wenn der Schlagbrunnen in einer dicken Kiesschicht oder einem Swimming-Pool steht und dann ist auch noch die Frage , wie lange. Was sich heute alles Brunnenbauer nennen darf...

    mit Trinkwasserqualität hätten.

    Das hat nicht den geringsten Einfluss auf die Fördermenge.


    Dieser würde mich mit Pumpe und allem Drum und Dran € 4.000 kosten

    Lieber Gott, vergoldete Kiespumpe?


    und den Brunnen bohren lassen.

    Aber nicht von den zweien, die Du gefragt hast.

    Sowas macht man am Wochenende (oder mehreren) selber.


    Mehr lässt sich dazu nicht sqgen, da Du den Wasserbedarf in L/h bzw. m³/h nicht angegeben hast.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • 10 l in 10 Sekunden sind doch eigentlich ok? das wären pro Minute 60 Liter und in der Stunde 3.600 Liter. So schlecht hört sich das für mich nicht an oder liege ich hier falsch?


    Bezüglich den Bohrpreisen: Ich habe an 5 Unternehmen geschrieben. Alle verlangen in etwa dasselbe, um die € 4.000.

    ca. € 800 für die Einrichtung der Baustelle

    ca. € 180 - € 240 für den Bohrmeter + Verrohrung

    Dann oftmals noch was für die Entsandung und den Brunnenkopf


    Da ist der mit € 4.000 und Pumpe sogar noch der günstigste... leider


    Wasserbedarf pro Stunde wird bei etwa 2.500 bis 3.000 l sein

  • 10 l in 10 Sekunden sind doch eigentlich ok? das wären pro Minute 60 Liter und in der Stunde 3.600 Liter. So schlecht hört sich das für mich nicht an oder liege ich hier falsch?

    Nein das ist schon in Ordnung! Aber warum Brunnenbau Unternehmen? Bei der Tiefe und mit der Unterstützung hier aus dem Forum ist das doch Ruckzuck selber gemacht.

    Ich habe hier bei mir 3 !! Brunnen selber gebohrt .




  • 10 l in 10 Sekunden

    Von 10 Sek. war nie die Rede, oder habe ich was übersehen?

    Wenn das als Dauerleistung (3600L/h) machbar ist und nicht nur 5Min. dann würde ich den Brunnen weiter betreiben.

    Mal mit ein paar Freunden während eines Grillevents testen. Einer dürfte das nicht eine Stunde lang schaffen.

    Wenn die Pumpe nicht läuft, ist sie falsch angeschlossen bzw. sie wird falsch bedient. Kommt ständig vor, da das erforderliche Fach- und Physikwissen fehlt.

    Schon die Frage, ob die Pumpe selbst ansaugend ist, kann kaum einer richtig beantworten. (Prospektangaben sind uninteressant)

    Aber wozu gibt es Google. Wer daran interessiert ist, kann sich problemlos in die Materie einarbeiten.

    Da ist der mit € 4.000 und Pumpe sogar noch der günstigste... leider

    Für einen 11m tiefen Brunnen ist das...

    Die Pumpe kostet keine 500,-€ im online Fachhandel, der Meter sollte mit Verrohrung 100 bis max. 150€/m kosten.

    Die komplette Verrohrung (Material) kostet, wie Du hier im Shop feststellen kannst, mit Filter so ca. 300,-€ (DN115)

    Alles grosszügig aufgerundet.

    Naja, das Handwerk nimmt zur Zeit was es bekommen kann.


    Wenn Du nicht selbst Hand anlegen willst, würde ich mal deutschlandweit suchen, ausserhalb der Saison. Das Loch zu bohren dauert keinen Nachmittag, und wenn Du die Übernachtung mit Spesen zahlst, kommst Du immer noch günstiger bei weg.

    Es gibt Gegenden in Deutschland, das kostet der Meter 80,-€.

    Nimm Dir mal Zeit und lese hier im Forum oder in anderen Foren Berichte über Brunnenbau und seine Preise.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ich bin in Österreich in der Nähe von Wien zuhause. Bei uns dürfte das etwas teurer sein als bei euch in Deutschland. War selbst über die Preise überrascht, da ich auch nach Internetrecherche mit Preisen eher um die 100 bis 120 pro Meter gerechnet habe. Aber naja, darauf habe ich keinen Einfluss, scheinbar gibt es so viel Nachfrage, dass die Preise akzeptiert werden.


    Derzeit verwende ich den Gardena 6000/6E LCD Hauswasserautomat. Das Teil sollte eigentlich das Wasser raufbefördern.


    Vielleicht wage ich mich wirklich mal an das Projekt selber Bohren. Muss ich nur noch raus finden, wo ich die benötigten Werkzeuge ausleihen kann.

  • Noch eine Frage zur Tiefe beim Grundwasser. Wie bereits erwähnt, besteht bereits ein alter geschlagener Brunnen, welcher insgesamt 7 m ins Erdreich reicht. Wenn ich einen Schlauch hinablasse, dann ist dieser ab 5 m nass. Kann ich also davon ausgehen, wenn ich direkt daneben bohre, dass ich ab 5 Meter auf Grundwasser stoßen werde?

  • wenn ich direkt daneben bohre

    So direkt würde ich nicht daneben bohren, das Erdreich könnte verdichtet sein durch den alten Brunnenbetrieb. So 5m Abstand wären gut.


    dass ich ab 5 Meter auf Grundwasser stoßen werde?

    Wenn das Grundwasser nicht gespannt ist, ja.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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