Bohrbrunnen - es geht nicht weiter

  • Hallo,


    nach einigem Lesen habe ich mich dazu entschieden einen Bohrbrunnen zu errichten.

    Bisher bin ich mit meinem 4,5Zoll Brunnen bei einer Tiefe von 6 Metern angelangt.


    Die ersten 1,5m war Erde. Danach kam auch direkt schon Wasser (wohne in 49324 Melle).

    Die nächsten ca. 2,5 Meter war dunkler, sehr matschiger Sand, bevor es von Meter 4 bis 5 normaler, gelber Sand (wie der von einem Kinderspielplatz) wurde.

    Da wie bereits ab 1,5 Wasser kam und das Bohrloch immer wieder einbrach habe ich hier schon direkt das Brunnenrohr mit 3m Filterstrecke eingesetzt. Bis 5m ging es dann wie am Schnürchen nach unten.


    Ab dem 5. Meter war Lehm. Es wurde verdammt anstrengend. Mittlerweile ist das Rohr 6m in der Erde. Jedoch ist der Bohrer bereits 8m lang (davon 7 unter der Erde). Nach meinem Vertsändnis heißt das, dass ich bereits ca. einen Meter unter dem Rohr bohre?


    Das Problem ist, dass das Rohr einfach nicht mehr nachrutschen will (trotz 350kg Auflast).


    Wie kann ich das Rohr weiter nach unten treiben? Oder gibt es andere Tipps? Wie kann ich weiter vorgehen?


    Meine Nachbarn verfügen alle über einen Rammbrunnen. Diese funktionieren bei 8m/9m Tiefe super.

    Ich habe mich für den Bohrbrunnen entschieden, da ich mit dem Wasser meinen Garten bewässer wollte. Hierzu benötige ich ca, 6000l pro Bewässerungsvorgang.

    Aus diesem Grund dachte ich, dass ein 10m tiefer Bohrbrunnen ne gute Idee wäre....


    LG

  • Nach meinem Vertsändnis heißt das, dass ich bereits ca. einen Meter unter dem Rohr bohre?

    Das ist richtig und gefährlich, da der Bohrer hängen bleiben kann.

    Mit welchem Rohr bohrst Du? Mit Muffe oder TNA Rohr?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Gut, dann besteht nur noch die Möglichkeit, dass ein Stein (teilweise) auf der Rohrkante im Weg ist. Mal das Rohr 0,5m ziehen und wieder ablassen. Vorher vorsichtig mit dem Bohrer an der Bohrwand versuchen zu kratzen. Nicht komplett unter das Rohr kommen. Ggf. mal mit Hochdruckwasser spülen.

    Wenn das Rohr gehoben ist, mal versuchen das Rohr zu drehen. Möglichst das Rohr ständig in Bewegung halten, auch wenn es abgesenkt ist.

    Ansonsten hilft nur Auflast erhöhen. Da ist noch viel Luft nach oben.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • So neuer Stand - neues Problem.

    Habe es tatsächlich geschafft noch etwas runter zu kommen. Nur leider habe ich nun wieder das Selbe Problem: 7m Rohr, 8Meter Bohrgestänge kann ich komplett drin versenken....


    Da es beim letzten Mal mit erhöhter Auflast geklappt hatte, habe ich das auch direkt wieder probiert. Noch mehr Kilos drauf. Bei knapp 800KG ist dann jedoch dass Brunnenrohr in der Höhe des 1. Gewindes abgebrochen....

    Das war wohl zu viel Gewicht. Das Rohr habe ich dann ausgebuddelt und ersetzt. Nun aber die Frage, wie es weiter gehen kann.

    Da ich mittlerweile ja bereits knapp 8 Meter gebohrt habe, und bei meinen Nachbarn ein Rammbrunnen bei 8 bis 9 Metern funktioniert, ist nun mein Gedanke in das vorhandene Loch einen Brunnen zu rammen.


    Da ich aber einen Sprenger betreiben möchte, würde ich einen 2Zoll Brunnen mit 2 bis 3 Metern Filterstrecke nehmen.


    Wäre diese Idee umsetzbar?

    Kann man überhaupt durch Lehm rammen?

    Oder gibt es noch andere Ideen?

  • Kann man überhaupt durch Lehm rammen?

    Die Frage ist eher 'wozu'? Lehm ist kein Wasserleiter, da eine Filterstrecke reinzurammen ist eher sinnbefreit.

    Was die Nachbarn angeht: Ich hatte an einer Grundstückseite eine Testbohrung erstellt und stand nach ~1.5m im Ton. An der gegenüberliegenden Seite stehe ich nun bei 6m auf Ton. Also 4.5m Unterschied bei der vermutlich gleichen Tonschicht.

    Dass deine Nachbarn bei 8-9m Tiefe Wasser zapfen können heisst also nicht zwangsläufig dass das bei dir auch so ist, da kann die Schicht durchaus ein Stück höher liegen. Oder bei den Nachbarn liegt sie ein gutes Stück höher, sie haben sie aber durchdrungen und sind nun den einen oder anderen Meter unterhalb dieser Schicht.

    Aber mal anders herum: Du bist bei 5m auf den Lehm gestossen. Und schriebst dass du bei 1.5m schon auf Wasser gestossen wärst. Wie tief unter GOK steht denn das Wasser nun im Rohr?

    Hast du schon mal testweise gepumpt um eine Vorstellung zu bekommen wie ergiebig deine Schicht über dem Lehm ist?

  • Ich könnte auch zur Sicherheit bis z.B. 12m rammen? Also das ich durch den Lehm auf jeden Fall durch muss, das ist mir bewusst...

    Frage ist, ob das technisch überhaupt machbar ist mit 2 Zoll durch Lehm zu rammen?


    Ja genau. Das müsste ich mal genau nachmessen, aber die 1,5 Meter kommen ca. hin.

    Nein, das habe ich nicht gemacht. Ich dachte immer, dass das ja noch nicht das "richtige " Grundwasser sein kann?! Kann sowaa überhaupt funktionieren?

  • ich habe es nun getestet. Ich kann ca. 30 Sekunden Wasser entnehmen, dann ist die Wassersäule weg. Sie benötigt dann ca. 3 Minuten um sich zu regenerieren. Also stellt das leider keine Option dar...

  • Nehmen wir an du bekommst das Rohr durch den Lehm getrieben - und dann? Ansaugen kannst du nur bis 7m unter GOK, und eine Tiefbrunnenpumpe passt nicht ins Rohr.

    Die Wahrscheinlichkeit unter dem Lehm einen gespannten Grundwasserleiter zu treffen der das Wasser im Rohr hoch genug hochdrückt ist ja doch gering.

  • Update: Mit brachialer Gewalt, viel Gewicht und Drehen des gesamten Rohres habe ich heute innerhalb von 4Std noch weitere 20 bis 30 cm geschafft. Das Rohr befindet sich nun 7Meter in der Tiefe.

    Nachfolgend habe ich nochmal gebohrt und es kam ein ordentlicher Stein, ca. 5x6cm zu Tage. Ich habe nun die Hoffnung, dass der Stein zunächst das weitere Absacken blockierte und sich der Stein nun durch das Drehen des Rohres löste.

    Die Zukunft wird es zeigen.

  • Hallo,


    Nach etlichen weiteren Fehlversuchen musste ich nun auf ein 3 Zoll Rohr umschwenken. Dieses habe ich durch das bestehende Rohr geschoben. Mittlerweile bin ich bei 10 Metern im schönsten Kies. Ich muss aber noch mind. 2 weitere Meter runter, um die komplette Filterstrecke im Kies stehen zu haben. Nun habe ich ein weiteres Problem:

    Mein Plunscher fördert ordentlich Material nach oben. Dennoch sackt das Rohr seit über einer Stunde nicht mehr nach. Habe das Gefühl, bald ne Astreine Höhle unter Tage gebaut zu haben. Woran könnte das liegen? Es liegen ca. 400kg Gewicht auf dem Rohr...

    Jmd eine Idee, wie ich noch 2 Meter schaffe?



    Kleiner Nachtrag noch: Der Plunscher bleibt manchmal beim Plunschen ca. 20cm höher stecken und sackt nicht wieder von alleine ab. Erst nach mehrmaligem ziehen am Seil gehts wieder die 20cm runter.....was mag das bedeuten?

  • was mag das bedeuten?

    Das ist doch ganz einfach: An dieser Stelle ist der Querschnitt des Rohres verringert. Und jetzt überlege mal, warum das so ist und warum Dein Rohr nicht weiter absackt.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Jetzt musst Du nur noch überlegen, was diesen Druck, der ja das Rohr verformt, verursacht haben könnte.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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