Der neue Bohrbrunnen

  • hallo Felix,


    ich würde sagen einfach mal probieren. Es sind ja nur die Meter bis zum Grundwasser entscheidend.


    Ich denke aber, dass der Boden nicht weichen wird (wohin sollte er auch).


    Grüße


    André

    Geplant:


    Bohrbrunnen: 8m Tiefe

    Filterstrecke: 3m Feinsandfilter T15

    Erdbohrer 120mm

    90mm Plunscher für Rohre DN100/115

    Arbeitsrohr Brunnenrohr DN 115

    Brunnenrohr DN 80.

    Pumpentechnik: Einhell GE-GP 9041 E

  • Bis zum Grundwasserspiegel muss ein Arbeitsrohr vollkommen frei beweglich sein, damit man es später beim Plunschen auch problemlos drehen kann (wichtig).

    Also sollte der Bohrdurchmesser mindestens 20mm grösser als das Arbeitsrohr sein.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Grüß euch!


    Hier ein kurzer Zwischenstand für Interessierte. Ich bin jetzt bei 6m KG-Rohr, welches im Boden steckt. Bei 4,20m ist immer alles zusammengefallen, seitdem ist Rohr unten drin. Im Moment habe ich weiter im Rohr mit einem 180er Bohrer gebohrt und konnte durch den Unterdruck das Rohe auf 6m versenken, mit meinem Körpergewicht als Auflast (73kg). Geht derzeit also rein wie Butter. Einzig das Bohrgut rutscht nun vom Bohrer und ich hole so gut wie nichts mehr hoch. Durch den Unterdruck vom Bohrer rutscht aber das Rohr immer weiter :-D Also tut sich an meinem Stand im Rohr nichts aber das Rohr geht immer tiefer in der Boden.


    Ich werde das noch ein paar Mal machen und dann erstmal mit der Kiespumpe das Rohr leeren, denke ich. Dann ist wenigstens nur außen am Rohr Reibung.


    Insgesamt sind also ca 1,80m Rohr im Erdreich, welches ich zuvor nicht vorbohren konnte. Morgen geht es weiter... Da ich mit 3m-Rohren arbeite, ist auch noch keine Muffe im eigentlichen Erdreich. Die dicke Wulst, wo der Dichtgummi sitzt, habe ich zuvor abgetrennt, um die Reibung nicht künstlich zu erhöhen.


    Grüße, Felix

  • Sooo... Mal wieder ein Lagebericht:


    Ich bin jetzt bei 9m AR, wovon 7,45m unter der GOK sind. Wasser steht bei ca. 4,35m und das Rohr ist jetzt bis ca. 8,60m mit der Kiespumpe ausgepumpt. Als Auflast habe ich bisher ca. 220kg + mein Körpergewicht. Sage wir also ca. 290/300kg. Im Moment geht es jedoch nicht weiter runter.


    Mit dem Bohrer und einer insgesamten Länge von 9m erreiche ich nichts mehr und kann damit auch keinen Sog mehr erzeugen. Mit der Kiespumpe hole ich zwar noch Material aus dem Boden aber das Rohr bewegt sich nicht mehr. Ich werde heute wohl Wasser von oben auffüllen, um den Druck etwas auszugleichen und im Anschluss weiter auspumpen. Zudem werde ich wohl noch zwei 50kg-Borde aufsetzen, um die Auflast zu erhöhen.


    Was das Material angeht, ist es fast die ganze Zeit, wie meine vorherigen Bilder. Teilweise wurde es grober, bis hin zu Steinen, die gerade so noch durch die Öffnung der Kiespumpe gepasst haben (in Einzelfällen)

    Verstehe ich nicht, was meinst Du damit?

    Meinst Du, dass ich im Zweifel, sollte ich nicht weiter runter kommen, auch mit einer 0,3er Schlitzweite arbeiten kann (ohne weiteres AR)?


    Da das Wasser nun bei 4,35m steht hatte ich folgenden Aufbau im Kopf:


    7m VR

    4m FR (hier mit Kiesschüttung, wenn das AR weiter runter geht)

    1m VR (als Sumpfrohr)

    Endkappe


    Wenn das AR nicht weiter runter geht, wollte ich ein 150er Rohr nehmen und würde wie folgt vorgehen:


    7m VR

    8m FR (0,3er Schlitzweite)

    2m VR (Sumpfrohr - mehr SR, um Feinsand absacken zu lassen)

    Quelltonstopfen


    Meint ihr das passt?


    Freundliche Grüße!

  • Meinst Du, dass ich im Zweifel, sollte ich nicht weiter runter kommen, auch mit einer 0,3er Schlitzweite arbeiten kann (ohne weiteres AR)?

    Ja, die Sandproben auf den Fotos lassen diese Möglichkeit zu.


    Ich sehe jetzt aber das Problem, dass Du nicht weiter runter kommst. Das Ptolem sollte man angehen, denn Tiefe, und damit hoher Wasserstand im Brunnenrohr, lässt sich durch nichts ersetzen, solange der Boden wasserdurchlässig ist.

    Ich gehe von einem Stein aus, der im Wege ist, denn die Pumpe holt ja noch Material raus.

    Also ziehst Du jetzt mal das Rohr um einen halben Meter und erhöhst die Auflast bis ca. 500 Kg. Dann plunscht Du erneut und berichtest.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ich hatte wohl Glück...


    Die Kiespumpe schlug unten in der Tat auf, wie auf einen Stein (vom Geräusch her). Nun wollte ich Deinen Rat befolgen - doch zuerst etwas probieren, um nicht alles wieder abbauen zu müssen.


    Ich habe also das Bohrgestänge auf die benötigte Länge erweitert und eingesetzt. Danach mir ziemlich viel Kraft maximal nach unten eingedreht. Im Anschluss bin ich auf die Konstruktion der Auflast und habe mir den Handgriff des Bohrer über die Schulter gelegt. Danach, aus der Hocke, mit Kraft aus Rücken und Beinen, den Bohrer rausgezogen und mich dabei auf der Auflast abgedrückt - siehe da, es ging weiter. Der 180er Bohrer hat im 190er Innenmaß des Rohres so viel Sog erzeugt, das unter dem Rohr alles nach innen gezogen wurde. Darunter auch einige größere Steine, wie sich mit der Kiespumpe später herausstellte. Ich denke, dass diese Ansammlung das Ganze blockiert hat.


    Jedenfalls ging es direkt mal 30/40cm runter. Heute hatte ich nur wenig Zeit, auch weil mich ein Regenschauer überrascht hat. Bin jetzt bei ca 10m versenktem Rohr.


    Leider hat der Regenschauer auch meine Haufen für das Schichtenverzeichnis völlig zunichte gemacht. Jedoch halb so wild... Es hatte sich eh nicht viel verändert, wie bereits beschrieben.


    Grüße,



    Felix

  • Leider hat der Regenschauer auch meine Haufen für das Schichtenverzeichnis völlig zunichte gemacht.

    Die sollten auch nicht lose rumliegen, sondern sich wohlverwahrt in Gläsern o.ä. befinden....

    Gruss

    kg49

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  • Das letzte 3m-Rohr steht nun noch 1,75m über GOK. Mehr habe ich gestern nicht mehr geschafft.


    Seit kurz unter 10m (so ca. 10,20m) stoße ich derweil auf feineren Sand (siehe Anhang). Das Material ist dabei dauerhaft 1mm und kleiner. Ist dies nun der Beginn von Feinsandfiltern? Ich habe mich vorsorglich mal damit beschäftigt und stoße dabei auf zwei Fragen:


    1) Es gibt "normale" Gewebe-/Feinsandfilter und, zB von der Firma Lotze, spezielle Feinsanfilter mit HDPE-Filterkörper. Letztere sollen einen Durchlass bis max. 3,5m³ / h haben und Kiesschüttungen gar "unnötig" machen. Hat jemand damit Erfahrung? Ich halte mich mal zurück und vermute nicht haltbare Versprechungen.


    2) Ist es generell so, dass Feinsandfilter durch die größere Filterfläche, einen besseren Durchlass haben? Das suggeriert mMn Erdbohrer.de in der Beispielrechnung bzw. den "weiteren Infos" zu den Feinsandfiltern.


    Hintergrund der Fragen ist folgender: Wenn FS-Filter eine bessere Durchlässigkeit hätten und sich die Kiesschüttung (evtl. bis 1,5mm) verringern würde, warum nicht gleich diesen Aufbau wählen?


    Danke und Gruß,



    Felix

  • Das ist noch kein Feinsand.

    Über Filterrohre kann man stundenlang debattieren. Ich empfehle immer in kritischen Böden Kiesbelagfilterrohre zu nehmen. Hält ewig, aber schweineteuer. Habe selbst 4m drin und fördere damit 2m³/h (Mehr braucht mein Sprenger nicht).

    Sicherlich hätten es auch 2m Filterlänge getan, aber wie lange? Ich habe mir damals, vor über 25 Jahren, mal Bilder von verockerten professionellen Trinkwasserfiltern angesehen und bin der Meinung, dass man da nur mit überdimensionierten Filterrohren gegensteuern kann, um die Fliessgeschwindigkeit des Wassers so gering wie möglich zu halten.

    Wenn ich mir schon die Arbeit mache, dann will ich auch hinterher meine Ruhe haben und die bekomme ich nur bei einer grossen Brunnentiefe und überdimensionierten Filterrohren, bezogen auf die geplante Fördermenge.

    Gruss

    kg49

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  • Im zuständigen Fachhandel. Schau Dir mal S.7 an.

    http://www.gwe-gruppe.de/expor…roducts/PVC_Ansicht_D.pdf

    Evtl. Händlerverzeichnis anfragen.

    Gruss

    kg49

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  • Ok, habe mich mal durchgeklingelt. Händler gibt es in Berlin. Mich wundert, dass die Kiesschicht nur 1,6cm dick ist, wird doch bei Kiesschüttung min. 4-5cm empfohlen?! Ist eine weitere Kiesschüttung dan gänzlich überflüssig?


    Preislich sind die 115er Rohr mit ca. 133€ jetzt auch nicht so teuer, wie gedacht. Sie haben, laut Hersteller, eine theoretische Durchlässigkeit von 3m³ (115er) bzw. 3,5/3,6m³ (125er), bei 3cm/Sek Fließgeschwindigkeit. Angenommen sind 0,75er SW und Körnung 0,7-1,2mm.


    Nehmen wir bei jeder Möglichkeit mal nur die Hälfte an Durchlässigkeit, dann würden bei mir ja auch 3m Filterstrecke reichen. Oder sollte ich dennoch lieber bei 4m bleiben - zur Sicherheit?


    Freundliche Grüße,



    Felix

  • dass die Kiesschicht nur 1,6cm dick ist,

    Die ist ja auch gepresst, die Körner sind kugelförmig und haben somit ganz andere Eigenschaften als eine geschüttete Kiesschicht.


    Bei dem Quarzsand ohne Schluff und Lehm sollten 3m reichen. Fast wäre ich geneigt zu sagen, dass 2m reichen. Wieviel m³/h brauchst Du?

    Gruss

    kg49

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